Optische Kohärenztomographie mit erweitertem Dynamikbereich

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wurde eine Methode für die Durchführung von Tiefenscans entwickelt, mit der - unabhängig vom Dynamikbereich des AD-Wandlers - der komplette Empfindlichkeitsbereich der analogen Komponenten eines OCT-Systems genutzt werden kann.

Durch den Einsatz einer adaptiv analogen Signalverarbeitungseinheit wird das Rückstreusignal aus der Probe in Abhängigkeit von der Abtasttiefe aufbereitet, bevor es in ein digitales Signal umgewandelt wird. Dies stellt sicher, dass auch die Daten der schwächeren optischen Signale zur Weiterverarbeitung zur Verfügung stehen. Das ursprüngliche Signal kann durch eine eineindeutige Abbildungsvorschrift rekonstruiert werden. Durch die erfindungsgemäße Technologie werden die Aufzeichnung von Rückstreuprofilen mit großen Leistungsvariationen und die Detektion von Streuereignissen auch in großer Probentiefe und stark streuenden Medien möglich.

 

Die erfindungsgemäße Technologie ist für Medizintechnik, Materialwissenschaft und Verfahrenstechnik interessant. Auch in stark streuenden und absorbierenden Medien können innerhalb eines einzigen Tiefenscans (A-Scans) gleichzeitig Streuereignisse von der Oberfläche des Probenmaterials sowie aus großen Volumentiefen detektiert werden.

Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH unterstützt das Karlsruher Institut für Technologie bei der Patentierung und Vermarktung der Innovation. TLB ist im Auftrag des Institutes mit der weltweiten wirtschaftlichen Umsetzung dieser zukunftsweisenden Technologie beauftragt. Für weitere Informationen: Dr.-Ing. Hubert Siller, Mail: siller(at)tlb.de 

Weitere Patente finden Sie hier.