Laser für Digitalisierung – LZH ist „Digitaler Ort Niedersachsen“

Stefan Muhle überreicht die Auszeichnung „Digitaler Ort Niedersachsen“ an Dr. Dietmar Kracht. (Foto: LZH)

Stefan Muhle, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung hat am Donnerstag, 08.08.2019, die Auszeichnung „Digitaler Ort Niedersachsen“ an das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) verliehen.

Die Auszeichnung wird an Einrichtungen verliehen, die sich durch ihr Engagement besonders für das Gelingen der Digitalisierung in Niedersachsen verdient machen. Das LZH wird für seine Arbeiten in Zusammenarbeit mit Niedersachsen ADDITIV zum Thema ´Laser für die Digitalisierung` ausgezeichnet. Denn „hier wird an dem gearbeitet, was für die Zukunft relevant ist.“, so Stefan Muhle bei der Übergabe im LZH. „Gerade Niedersachen ADDITIV leistet Vorarbeit für andere. Die Ergebnisse werden direkt in die Betriebe transportiert, die KMU sollen direkt von den Chancen der Additiven Fertigung profitieren.“

Digitalisierung in der Produktion
Bauteile werden digitalisiert, im 3D-Druck individuell gefertigt, verändert oder repariert. Sie werden im laufenden Herstellungsprozess und über ihre Lebenszeit überwacht; Schadstellen werden für die Reparatur akkurat ausgemessen. Doch die Bauteile und auch die Menschen, die die Maschinen bedienen, bleiben analog. Der Herausforderung beides zusammenzuführen stellt sich die Forschung des LZH.

Dr. Dietmar Kracht: „Die Auszeichnung ist eine Motivation für uns alle hier im LZH unsere Aktivitäten im Bereich ´Laser für die Digitalisierung` weiter auszubauen und so die Digitalisierung in Niedersachsen weiter voranzutreiben.“

Brücken in die digitale Welt
Denn für eine funktionierende digitale Produktion müssen Brücken geschlagen werden zwischen analoger und digitaler Welt - und wieder zurück. Daran arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH: Sie forschen an der Digitalisierung von Prozessen, hochpräziser Sensorik, Bildgebung und Prozessüberwachung sowie an automatisierbaren Reparaturmethoden für Leichtbaustoffe, bis hin zum 3D-Druck bzw. der Additiven Fertigung für die Produktion von Morgen. Beim 3D-Druck wird aus einer analogen Fragestellung, ein digitaler Datensatz der wiederum zu einem analogen Produkt umgesetzt wird.

Für den anschließenden Wissenstransfer in die niedersächsischen Unternehmen sorgt das LZH mit Niedersachsen ADDITIV, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (MW) gefördert und vom LZH koordiniert wird. Der Ansatz ist dabei durch Demonstrationen und Dialogveranstaltungen Wissen in kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) in Niedersachsen zu bringen.

Für die Auszeichnung „Digitale Orte Niedersachsen“ können sich Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Start-ups, kleine und mittelständische Firmen ebenso wie Industriebetriebe, Handwerksbetriebe, caritative Einrichtungen und andere Institutionen bei der Digitalagentur Niedersachsen bewerben. Es handelt sich um eine Auszeichnung, die das außergewöhnliche Engagement für das Gelingen der Digitalisierung im jeweiligen Bereich herausstellt. Die Ausgezeichneten verpflichten sich im Gegenzug, andere Menschen und Institutionen über ihren Weg zur fortschreitenden Digitalisierung zu informieren.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

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