RSS Newshttp://de_DESun, 24 Oct 2021 14:19:17 +0200Sun, 24 Oct 2021 14:19:17 +0200typo3news-2433Fri, 22 Oct 2021 10:54:47 +0200Meet Prima, PicoQuant’s new multiple color pulsed diode laserhttp://photonicnet.de/The stand alone, compact laser module provides three individual wavelengths at an affordable priceIn a recent webinar, PicoQuant has unveiled its latest laser innovation: the stand alone, fully computer controlled laser module Prima.

“Our objective when developing Prima was to offer a solution to a common challenge faced by many researchers. They often need more than a single excitation wavelength to study all of their samples, but buying multiple lasers can become quite expensive. So we tapped our 25 years of expertise in laser development to create an affordable, compact module that can emit red, green, and blue light”, says Guillaume Delpont, Product Manager at PicoQuant.

Prima generates laser light at 635, 510, and 450 nm with each color being emitted individually, one at a time. These three wavelengths cover most of the excitation needs for daily lab tasks, such as lifetime or quantum yield measurements, photoluminescence, and fluorescence. The new laser module supports pulsed operation with repetition rates up to 200 MHz, continuous wave (CW) mode as well as fast switching CW capability with a rise/fall time of less than 3 ns. In pulsed mode, each wavelength can achieve an average optical output power of typically 5 mW, and up zo 50 mW in CW mode.

Thanks to its stand alone design, Prima does not require any additional laser driver. All settings and operating parameters are fully computer controlled via an intuitive, WindowsTM based control software. Prima’s flexibility and ease-of-use make it a versatile yet affordable tool for many research applications in life or materials science.

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news-2432Wed, 20 Oct 2021 11:14:54 +0200Gips-Schüle-Forschungspreise 2021 für Forscherinnen und Forscher der Universität Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)http://photonicnet.de/Am 19. Oktober verlieh die Gips-Schüle-Stiftung in Stuttgart den mit 50.000 Euro dotierten Gips-Schüle-Forschungspreis und den mit 15.000 Euro dotierten Joachim-Reutter-Preis für soziale Innovation.Stuttgart, 14.10.2021: "Technik für den Menschen" lautet das Motto, unter dem die Gips-Schüle-Stiftung alle zwei Jahre ihre Preise verleiht. Die Bewertungskriterien sind Interdisziplinarität, Innovationspotential und Anwendungsbezug in Verbindung mit gesellschaftlichem Nutzen. Siebzehn Vorschläge von Forschungseinrichtungen und Hochschulen quer durch Baden-Württemberg wurden in diesem Jahr eingereicht. Beim Forschungspreis liegt der Fokus auf technischer Innovation, während beim Joachim-Reutter-Preis der soziale Anwendungsbezug im Vordergrund steht. In diesem Jahr ist der Sonderpreis für soziale Innovation dem ehemaligen Stiftungsvorstand Joachim Reutter gewidmet. Er war von 1974 - 2008 Vorstand der Gips-Schüle-Stiftung.

Die Preisverleihung mit rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Stiftungswesen findet im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung - unter Einhaltung aller aktuell geltenden Auflagen - am 19.10.2021 im Friedrichsbau Varieté in Stuttgart statt. Im inhaltlichen Fokus stehen in diesem Jahr, neben der Arbeit der Preisträger, auch weitere durch die Gips-Schüle-Stiftung unterstützte Forschungsprojekte verschiedener Universitäten.

Gips-Schüle-Forschungspreis 2021: Die kleinsten Miniaturoptiken der Welt mithilfe von 3D-Druck für neuartige Endoskope und Sensoren

Den Gips-Schüle-Forschungspreis 2021 erhält das Team von Prof. Dr. Harald Giessen, Prof. Dr. Alois Herkommer und Dr. Simon Thiele von der Universität Stuttgart. Die Forscher entwickelten die 3D-Drucktechnik sowie neue Materialien und Prozesse, um die kleinsten Miniaturoptiken der Welt, zusammen mit ihren Teams am 4. Physikalischen Institut und am Institut für Technische Optik unter dem Dach des interdisziplinären Forschungszentrums SCoPE (Stuttgart Research Center of Photonics Engineering), herzustellen.

Vor dieser Erfindung war die Mikrooptik durch meist kugel- oder halbkugelförmige Glasoptiken in der Leistungsfähigkeit limitiert. Durch die Arbeiten der drei Forscher konnten 3D-gedruckte Linsen mit komplexen Flächen hergestellt werden, die viel geringere Abbildungsfehler aufweisen und dadurch wesentlich leistungsfähiger sind als herkömmliche Optiken.

Auch mehrlinsige Systeme konnten durch den 3D-Druck realisiert werden. Dadurch wurden extrem gute Abbildungsoptiken wie Ultraweitwinkelsysteme möglich, die vor allem für Endoskope mit höchster Abbildungsqualität wichtig sind. Der 3D-Druck ermöglicht dabei nicht nur die Mikrooptiken, sondern auch die Stützstrukturen in einem Prozessschritt herzustellen.

Die Wissenschaftler entwickelten zusätzlich Systeme aus mehreren Druck-Materialien, die Farbfehler der Mikro-Objektive korrigieren konnten. Hierzu wurde eine große Klasse von neuen 3D-druckbaren Materialien durch die Kombination von Polymeren und Nanopartikeln verwirklicht. Auch weitere Techniken wie zum Beispiel das Einbringen von geschwärzten absorbierenden Stoffen zur Realisierung von Blenden konnten erarbeitet werden. Für den Designprozess dieser sehr kleinen Optiken haben die Forscher spezielle Simulationsprogramme entwickelt.

Es konnte erstmals gezeigt werden, dass solche hoch qualitativen Mikrolinsen, die Durchmesser von nur wenigen Mikrometern bis zu 2 mm hatten, direkt auf Glasfasern aufgedruckt werden können. Somit wurde eine komplett neue Art von optischem Endoskop realisiert, das weit über den früheren Stand der Technik herausragt. Ein 3D-Druck auf CMOS Miniatur-Kamerachips, die als optischer Bildsensor funktionieren, ist durch die Forschungsergebnisse genauso möglich geworden wie der parallele Druck einer Kombination aus Weitwinkel-, Normal-, und Tele-Objektiv auf einen Chip, um elektronisch zu zoomen und den Blickwinkel zu verändern. Zudem konnte durch diese Technik ein Miniatur-Spektrometer mit einem Durchmesser von 0.1 mm demonstriert werden. Die massive Miniaturisierung bietet zusätzlich ein großes Anwendungspotenzial in vielen Bereichen wie Messtechnik, Produktions- und Prozessüberwachung, Robotik, etc. Eine große schwäbische Firma testete die Optiken der Stuttgarter bereits in Sensoren, die für autonomes Fahren eingesetzt werden sollen.

Aktuell arbeitet das Team unter anderem an beweglichen oder variablen Mikrooptiken sowie an Beschichtungstechniken für die Entspiegelung.

Erste Schritte in die medizinische und industrielle Anwendung

Zusammen mit der Firma KARL STORZ in Tuttlingen im Rahmen des BMBF Projektes PRINTOPTICS erprobten die Forscher ihre neue Technik mit medizinischen Endoskop-Systemen und konnten Möglichkeiten realisieren, die vorher undenkbar waren: Zum Beispiel wurden Endoskope gebaut, die durch ihren großen Blickwinkel gleichzeitig Aufnahmen nach vorne und zur Seite erlauben und dabei farbtreue und verzerrungsfreie Bilder liefern. Zudem passen sie mit ihrem geringen Durchmesser in engste Adern, in kleinste Drüsenkanäle und sogar in Zahnwurzeln.

Kommerzialisierung der Technologie durch Startup

Dr. Simon Thiele, der Doktorand am Institut für Technische Optik war, hat zusammen mit einem seiner Masterstudenten ein Spin-Off gegründet, die Firma Printoptics TGU, die sich der Kommerzialisierung dieser innovativen Drucktechnik verschrieben hat. Sie bietet zum einen vom optischen Design, von der Entwicklung des Druckprozesses bis hin zur Produktion von Kleinserien der Optiken die gesamte Wertschöpfungskette an. Zum anderen werden dort neue Endoskopmodelle entwickelt. Auch Anwendungen in der integrierten Quantentechnologie bei der Kombination von Einzelphotonenquellen und Glasfasern und bei optischen Pinzetten für einzelne Atome werden von der Firma in Zusammenarbeit mit den Physikern an der Universität Stuttgart entwickelt.

Neben den bereits über 30 veröffentlichten wissenschaftliche Publikationen kümmern sich die Forscher um die Patentierung der Technologie zusammen mit dem Technologie-Lizenz-Büro der Baden-Württembergischen Hochschulen. Unterstützung für das Projekt kam vom Ministerium für Bildung und Forschung, von der DFG im Rahmen eines Graduiertenkollegs, vom Quantenzentrum IQST, von der Baden-Württemberg-Stiftung, von der EU über einen ERC Grant (Proof of Concept) sowie vom MWK Baden-Württemberg und der Vector-Stiftung. Ganz besonders heben die Forscher die großartige Zusammenarbeit mit der Karlsruher Firma Nanoscribe GmbH hervor, die viele der Techniken durch ihre High-Tech Produkte erst ermöglicht hat.

Joachim-Reutter-Preis für soziale Innovation 2021: Projekt "Quartier Zukunft - Labor Stadt" für Nachhaltigkeitsforschung im Reallaborformat

Der Joachim-Reutter-Preis 2021 geht an Dr. Oliver Parodi und seine Forschungsgruppe Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformation am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Ausgezeichnet wird das Reallabor-Projekt "Quartier Zukunft - Labor Stadt", das zu Grundlagen nachhaltiger Entwicklung forscht und hierfür in Allianz mit zivilgesellschaftlichen Akteuren Experimentierräume für soziale oder technische Nachhaltigkeitssinnovationen im Kontext des Alltags eröffnet.

Auf dem Weg zu einer Kultur der Nachhaltigkeit

Zentraler Ansatzpunkt des Quartier Zukunft ist es, die globalen Problemlagen und Herausforderungen im Alltagshandeln der Akteure in der Stadt zu thematisieren und anzugehen. Diese Sensibilisierung regt zum Umdenken an und fördert eine behutsame gesellschaftliche Transformation. Es strebt im Modus eines Reallabors danach, Nachhaltigkeit in all ihren Facetten (sozial, ökonomisch, ökologisch, kulturell, institutionell, individuell) zu einer ernstgemeinten aber unaufgeregten, selbstverständlichen Kultur der Nachhaltigkeit zu verhelfen. Das Reallabor befindet sich dabei an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Wissenschaft. In einer Fülle von Projektaktivitäten werden Impulse für eine zukunftstaugliche Lebensweise gegeben und beforscht, die von breitenwirksamen, niederschwelligen Angeboten bis hin zu längerfristigem Empowerment lokaler "Change Agents" reichen: Mit dem Projekt Klimaschutz gemeinsam wagen! werden CO2-Einsparpotentiale bei Ernährung, Mobilität und Konsum erkannt und realisiert, mit Energiewende im Dialog, GrüneLunge und Dein BalkonNetz richtete sich der Blick letzthin verstärkt auf technische Zusammenhänge, Resilienzaspekte sowie Ökosystemdienstleistungen als Treiber nachhaltiger Entwicklung. KARLA bringt nachhaltigen Klimaschutz in Karlsruhe modellhaft und eng verzahnt mit der Stadt und einer Vielzahl weiterer Akteure voran, bewertet geplante Klimaschutzmaßnahmen auf Nachhaltigkeitsaspekte hin und führt reale Transformationsexperimente durch. Zudem hat das Projekt den "Klimapakt" initiiert, den die Karlsruher Hochschulen und die Stadt im September 2021 unterzeichnet haben.

Preisgeld zur Unterstützung der Forschungs-, Praxis- und Bildungsziele

Mit dem Preisgeld möchte das multidisziplinär aufgestellte Team gleichermaßen die Forschungs-, Praxis- und Bildungsziele des Quartier Zukunft unterstützen. Entsprechend der bestehenden Strategie wird das Preisgeld teils wirkungssteigernd weitergereicht, teils für eigene Forschungsbedarfe eingesetzt. Konkret sollen zum einen etwa temporäre Gastaufenthalte von an Nachhaltigkeitsthemen interessierten Forschenden aus dem Ausland (auch geflüchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern) unterstützt werden, die die Arbeit im Karlsruher Reallabor kennenlernen wollen. Zum anderen werden damit transdisziplinäre Methodensets entwickelt zur spezifischen Anwendung in Unternehmen und Kommunen.

Über die Gips-Schüle-Stiftung

Die Gips-Schüle-Stiftung fördert Forschung, Nachwuchs und Lehre in Baden-Württemberg. Der Fokus liegt dabei auf den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie auf interdisziplinären Projekten. In ihrem Wirkungsraum Baden-Württemberg arbeitet die Stuttgarter Stiftung eng mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen und ermöglicht die Durchführung zukunftsweisender Forschungsprojekte. Sie finanziert Stiftungsprofessuren, vergibt Stipendien, unterstützt Studienbotschafter zur Anwerbung von Abiturienten für MINT-Fächer und Projekte zur Lehreraus- und -fortbildung. Alle zwei Jahre verleiht die Stiftung ihre mit 65.000 Euro dotierten Forschungspreise sowie jährlich den mit insgesamt 20.000 dotierten Gips-Schüle- Nachwuchspreis. Weitere Informationen unter www.gips-schuele-stiftung.de

Die vollständige Pressemeldung erhalten Sie hier.

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news-2431Tue, 19 Oct 2021 14:49:51 +0200Save the Date: W3+ Fair 2022 in Wetzlar http://photonicnet.de/Die W3+ Fair in Wetzlar widmet sich vom 16.-17. März 2022 den Zukunftstechnologien Optik, Photonik, Elektronik und Mechanik.Präsentieren Sie sich in einem ausgewählten Kreis von branchenübergreifenden Ausstellern und treffen Sie spezialisierte Entwickler, Hersteller und Anwender.

Highlights der kommenden W3+ Messe in Wetzlar:

  • Unkomplizierte Messebeteiligung durch Komplettstandbau-Pakete
  • Technologieübergreifende Kontakte in der Optikregion Wetzlar/Mittelhessen und weit darüber hinaus
  • Innovationsbereiche wie 3D-Druck, Robotik, Green Tech, etc.
  • Gemeinschaftsstände z.B. der Optikregion Jena/Thüringen sowie der IVAM Mikrotechnik für optische Bauelemente
  • IHK-Sonderveranstaltung zum Thema Digitalisierung/Industrie 4.0
  • Topaktuelles Wissen durch die neuen N-Tec Talks mit hochkarätigen Referenten zu Themen wie Geschäftsmöglichkeiten, Medizintechnik, Neue Technologien, Produktion undQualitätssicherung
  • Exklusive Abendveranstaltung "W3+ and Friends" für intensives Networking
  • Erfahrene Fachbesucher - national und international
  • Gezieltes Recruiting - auch durch die Nähe zu vielen Hochschulen mit ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen

Erfahren Sie mehr über die W3+ Fair in Wetzlar.
Hier können Sie sich als Aussteller anmelden.

OptecNet Deutschland e.V., der Zusammenschluss der regionalen Netze Optische Technologien, ist offizieller Partner der W3+ Fair in Wetzlar. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und laden Sie herzlich als Aussteller oder Besucher zur W3+ Fair ein.

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news-2430Tue, 19 Oct 2021 14:26:55 +0200Zehn Jahre Landesbündnis „Frauen in MINT-Berufen“http://photonicnet.de/Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“ trafen sich am 18. Oktober auf Einladung von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Bündnispartner zu einer Jubiläumsveranstaltung und würdigten die Erfolge der Initiative.In einer Talkrunde zogen unter anderen Ministerin Hoffmeister-Kraut und Staatssekretärin Olschowski eine Bilanz der bisherigen Aktivitäten des Landesbündnisses und diskutierten über erfolgversprechende Handlungsansätze, um mehr Mädchen und Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen.

„Das Bündnis ‚Frauen in MINT-Berufen‘ trägt wesentlich zur Chancengleichheit und Fachkräftesicherung im Land bei. Die stetig wachsende Beteiligung ist eine klare Bestätigung für die gute Arbeit, die geleistet wird. In den letzten zehn Jahren konnten wir so große Fortschritte in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung erzielen“, betonte Hoffmeister-Kraut. Der Frauenanteil in den MINT-Berufen beträgt inzwischen rund 16 Prozent, das entspricht einer Steigerung seit dem Jahr 2013 um gut 23 Prozent auf rund 219.000 weibliche Beschäftigte. „Baden-Württemberg liegt damit über dem Bundesdurchschnitt von 15 Prozent“, bilanzierte die Ministerin. „Dennoch haben wir weiterhin Handlungsbedarf. Um die Herausforderungen der digitalen und ökologischen Transformation zu bewältigen, brauchen wir noch mehr Frauen, die technologische Zukunftsentwicklungen in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Mobilität, Umwelt- und Medizintechnik mitgestalten“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

Wissenschaftsstaatssekretärin Petra Olschowski erklärte: „Ich freue mich, dass wir im Jubiläumsjahr auf zehn Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit für mehr Frauen in MINT-Berufen zurückblicken können. Die Bilanz zeigt: Heute entscheiden sich immer mehr talentierte junge Frauen für ein MINT-Studienfach an unseren starken Hochschulen in Baden-Württemberg. MINT-Fächer sind Zukunftsfächer. Daher ist es ein gutes Signal, dass wir unsere gemeinsame Initiative fortsetzen und dadurch noch mehr Frauen ermutigen, durch ein MINT-Studium Zukunftsgestalterinnen zu werden.“ Der Anteil der Studienanfängerinnen in den MINT-Studienfächern in Baden-Württemberg hat seit 2011 um vier Prozentpunkte auf gut 31 Prozent zugenommen.

Mit 34 Prozent verzeichnet Baden-Württemberg zudem den höchsten Anteil von Beschäftigten im MINT-Bereich. „Für die Fachkräftesicherung im zukunftsweisenden MINT-Bereich brauchen wir kompetente und motivierte Frauen und Männer gleichermaßen.“ Daher plädierte Hoffmeister-Kraut für eine „verstärkte zielgruppenspezifische Ansprache, Heranführung und Ausbildung in allen MINT-Studien-fächern und –Ausbildungsberufen.“ Die Ministerin lobte die innovativen Angebote von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Zielgruppe der Wiedereinsteigerinnen und das große Engagement der mehr als 60 Bündnispartner.

Alle Beteiligten der Runde waren sich einig, dass es dazu einer systematischen und strukturellen Verknüpfung von außerschulischer und schulischen MINT-Angeboten sowie einer engen Zusammenarbeit von Akteuren entlang einer konsistenten MINT-Bildungskette auf Landes- und Bundesebene bedarf. Die Aktivitäten müssen dabei kontinuierlich qualitativ und quantitativ weiterentwickelt werden.

Das landesweite Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ wurde am 4. Juli 2011 geschlossen. Zum Bündnis gehören inzwischen mehr als 60 Partnerorganisationen, unter anderem aus vier Ministerien, Arbeitgeber-, Branchen- und Berufsver-bänden, Gewerkschaften, BWIHK, BWHT, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Frauennetzwerke, Hochschulen, Stiftungen und die Kontaktstellen Frau und Beruf. Das Bündnis verfolgt das Ziel, die Ausbildungs- und Erwerbsbeteiligung von Mädchen und Frauen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) deutlich zu steigern sowie die maßgeblichen MINT-Akteure und -Fördermaßnahmen entlang einer lebensphasenorientierten Gesamtstrategie von der frühkindlichen Bildung bis in den Beruf zu bündeln und weiterzuentwickeln, um Breitenwirkung zu erzielen. Die Landesinitiative und das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ leisten einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der Fachkräfte-Allianz Baden-Württemberg und der Initiative Wirtschaft 4.0.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mint-frauen-bw.de

Pressemitteilung Nr. 101/2021 des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg

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news-2429Tue, 19 Oct 2021 14:15:19 +0200Laser-Schwingungsmessung mit dem VibroGo® von Polytechttp://photonicnet.de/VibroGo® ist die Laser-Schwingungsmesstechnik für unterwegs – von Forschung über Feldstudien bis hin zur Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen. Nun sorgt ein neues Feature dafür, dass das erste tragbare Laservibrometer Messdaten direkt auf dem Gerät speichern und diese live und zur nachträglichen Analyse auf dem Display oder per Webbrowser anzeigen kann.VibroGo® misst das reale Schwingverhalten, die Akustik und Dynamik angeregter Strukturen berührungsfrei und flexibel mit einer großen Frequenzbandbreite von DC bis 320 kHz. Mit Datenrecorder und on-board Datenansicht wird es zum komplett autarken Messsystem für unterwegs. Die herausragende Auflösung und die hohe Linearität über den gesamten Messbereich machen das mobile Präzisionsmessgerät aus. VibroGo® ist ein leistungsfähiges Werkzeug für Forschung, Produktentwicklung und Qualitätssicherung und hilft dabei, Phänomenen der Dynamik und Akustik in Natur und Technik auf den Grund zu gehen.

Ausrichten und losmessen

Der Auto- und Remotefokus des VibroGo® erleichtert das Einrichten der Messung. Der gewünschte Messbereich wird bequem per Touchscreen ausgewählt, um Schwinggeschwindigkeit, Schwingweg und Beschleunigung zu erfassen. Die integrierte Signalpegelanzeige sowie Hochpass- und Frequenzbandbreitenfilter sorgen für eine hohe Signalqualität. Dank ASE Adaptive Signal Enhancement (adaptive Signalverbesserung) misst VibroGo® zuverlässig auf allen Oberflächen.
Integrierter Speicher und on-board Datenanalyse
Auch wenn die Verbindung zur Herausforderung wird, misst das VibroGo® autark unterwegs und zeichnet mehrere Stunden an Schwingungsmessdaten auf, während sich die Ergebnisse direkt am Gerät überprüfen und Einstellungen ggf. sofort feinjustieren lassen. Dieser völlig autarke Modus stellt sicher, dass Forscher und Instandhalter stets mit validen und aussagekräftigen Daten zur weiteren Auswertung nach Hause kommen.

Integrierter Speicher und on-board Datenanalyse

Auch wenn die Verbindung zur Herausforderung wird, misst das VibroGo® autark unterwegs und zeichnet mehrere Stunden an Schwingungsmessdaten auf, während sich die Ergebnisse direkt am Gerät überprüfen und Einstellungen ggf. sofort feinjustieren lassen. Dieser völlig autarke Modus stellt sicher, dass Forscher und Instandhalter stets mit validen und aussagekräftigen Daten zur weiteren Auswertung nach Hause kommen.

Zuverlässig Akustik und Dynamik erforschen

Das neue VibroGo® ist ein zuverlässiges Präzisionsmessgerät für unterwegs oder für den Außeneinsatz in Industrie oder Forschung. Es misst Maschinenschwingungen selbst an schwer zugänglichen Stellen oder in Gefahrenbereichen durch Hochspannung, Temperatur oder Strahlung aus sicherem Abstand. Anwender steuern das Messgerät per Ethernet oder kabellos per WLAN bequem von überall fern, konfigurieren den Sensor und übertragen ihre Messdaten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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news-2427Fri, 15 Oct 2021 12:10:29 +0200Tiny package, greater depth – A plenoptic high-speed camera designed by Fraunhofer researchershttp://photonicnet.de/Researchers at Fraunhofer IZM have joined forces with TecVenture, Optrontec Inc., and KAIST to create a high-speed camera fitted with a unique multi-lens array that can capture images with a far greater depth of field than its conventional counterparts. The miniaturized electronics make the system a good choice for efficient damage analytics in industrial use or for many research activities. To prepare the camera for reliable work in the tough reality of industrial environments without compromising its compact size, the electronics for the system were miniaturized by Fraunhofer IZM using the Institute’s embedding technology. As production processes are accelerating everywhere in industry, manufacturers need the right means to monitor these processes at every link in the chain. Increasingly, their weapon of choice for this mission is high-speed cameras. But conventional cameras struggle with adjusting their focus quickly enough to track objects moving through their field of vision. A solution is to use cameras with a greater depth of field with the same optics, with the focus virtually adjusted by processing the resulting image data to produce a clear image at the right depth. The Fraunhofer IZM researchers and their partners took on the challenge of creating a high-speed and highly miniaturized camera capable of this feat.

The right lens is chosen for the application and the image focused on a full-format sensor. A special multi-lens or polarization filter array, made by KAIST and Korea’s Optrontec, is placed in the path between lens and sensor to get a greater depth of field and better contrast to capture even the fine structural details of the monitored objects. Operating at a speed of 2000 images per second – a tenfold increase compared to conventional cameras – the system enables an accurate visual analysis of the very fast, often critical processes happening in laboratories or factories.

The Micro-Lens Array (MLA) consists of a closely populated matrix of lenses, each placed only 150 micrometres from the next. All of the components needed to supply the image sensor are mounted directly beneath the sensor itself in a highly integrated embedded module.

With 3D stacking and different electronic components embedded directly in the circuit board, the system could not only be miniaturized into a tiny package, but also equipped with far shorter electrical connections, a must-have for better signal quality in high-speed systems of this nature. The almost completely encapsulated design also makes the system extremely rugged and robust. The highly integrated electronic module was created with the production facilities available at Fraunhofer IZM.

The camera revealed its exceptional performance immediately in the first functional trials. Over the next months, the production process will be refined and ramped up for industrial use. But the plenoptic camera is not only a great tool for industrial process analysis: Its combination of great speed and an excellent depth of field also makes it a promising choice for scientists exploring other biological, chemical, or physical processes.

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news-2425Thu, 14 Oct 2021 12:23:37 +0200Alexander Hilck übernimmt Projektleitung von Niedersachsen ADDITIVhttp://photonicnet.de/Zum 1. Oktober hat Alexander Hilck die Leitung von Niedersachsen ADDITIV übernommen. Er ist damit ab sofort erster Ansprechpartner für niedersächsische Unternehmen, die Interesse am 3D-Druck haben.Alexander Hilck ist seit 2015 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) tätig. Dort hat er hauptsächlich zu Themen im Bereich Lasersicherheit und Prozesstechnik gearbeitet. Hilck übernimmt die Projektleitung von Niedersachsen ADDITIV von Dr.-Ing. Sascha Kulas, der zum Oktober dem Ruf auf eine Professur gefolgt ist.

3D-Druck in KMU: Praxisnähe steht im Vordergrund
„Wir freuen uns, dass wir einen nahtlosen Wechsel in der Projektleitung einrichten konnten“, sagt Prof. Dr.-Ing. Stefan Kaierle, Geschäftsführender Vorstand am LZH. „Noch dazu haben wir mit Alexander Hilck jemanden gewonnen, der das LZH sehr gut kennt und mit der Thematik 3D-Druck vertraut ist – das sind die besten Voraussetzungen für den für uns so wichtigen Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis.“

Aufgabe des Projekts Niedersachsen ADDITIV ist es, Unternehmerinnen und Unternehmern darin zu unterstützen, die Potenziale des 3D-Drucks zu erschließen. „Dabei steht die Praxisnähe immer im Vordergrund“, betont Projektleiter Hilck: „Wir haben die Expertise und die Technik, und die Unternehmen kennen ihre Produktionsprozesse und ihre Kundenwünsche.“

Niedersachsen ADDITIV
Als gemeinsamen Projekt des Laser Zentrums Hannover e. V. (LZH) und des Instituts für Integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH) informiert und unterstützt Niedersachsen ADDITIV Unternehmen und Betriebe in Niedersachsen herstellerunabhängig und kostenfrei, beispielsweise mit dem Praxis-Check 3D-Druck. Gefördert wird es vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Niedersachsen ADDITIV
Niedersachsen ADDITIV unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen bei der Einführung und Weiterentwicklung von 3D-Druck-Verfahren – kostenfrei und herstellerunabhängig. Ziel ist es, niedersächsischen Betrieben einen praxisorientierten Einstieg in das Themengebiet der Additiven Fertigung zu ermöglichen. Niedersachsen ADDITIV bietet dafür unter anderem Weiterbildungsangebote für Einsteiger und Erfahrene sowie branchenspezifische und –übergreifende Veranstaltungsformate an. Ein Flaggschiff-Angebot ist der sogenannte Praxis-Check 3D-Druck, in dem Unternehmen, die eine Projektidee zur Nutzung des 3D-Drucks in haben, kostenlose Unterstützung von Experten bei den ersten Schritten zu Umsetzung erhalten. 

Niedersachsen ADDITIV ist ein gemeinsames Projekt des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und dem Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH. Es wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

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news-2426Thu, 14 Oct 2021 12:00:00 +0200UV-Punktaushärtungssystem der nächsten Generation: OmniCure S2000 Elitehttp://photonicnet.de/Excelitas Technologies präsentiert mit OmniCure S2000 Elite ein UV-Punktaushärtungssystem der nächsten Generation. Das Gerät, das auf dem etablierten OmniCure S2000 aufbaut, bietet neue und verbesserte Funktionen für mehr Vielseitigkeit und erstklassige, konsistente UV-Härtung in Anwendungen wie der Montage von medizinischen Geräten, Elektronik, optischen Komponenten und Automobilbaugruppen.Für die Neuentwicklung hat Excelitas die außergewöhnliche Aushärtungsleistung der Vorgängergeneration beibehalten und viele neue Features ergänzt, um die Produktivität, Benutzerfreundlichkeit und Bediensicherheit zu verbessern. Die proprietäre OmniCure-Steuerungstechnologie mit geschlossenem Regelkreis (Closed-Loop-Feedback) überwacht und steuert automatisch die optische Ausgangsleistung für reproduzierbare Ergebnisse. Ein neuer Hochgeschwindigkeitsverschluss mit 30 ms Reaktionszeit gewährleistet eine präzise Dosierung für die jeweilige Anwendung. Die patentierte Intelli-Lamp-Technologie von Excelitas sorgt für eine lange Lampenlebensdauer.

Das UV-Punktaushärtungssystem OmniCure S2000 Elite ist Industrie-4.0-fähig, mit einer umfangreichen Schnittstellenausstattung wie SPS-Ein- und Ausgängen, einem USB-Anschluss, einem SD-Kartensteckplatz, NFC-Nahfeldkommunikation und einem Ethernet-Port zur LAN-Anbindung. Zur bequemen Navigation durch das Systemmenü verfügt es über einen hochauflösenden LCD-Touchscreen mit 4,3 Zoll Diagonale und einem großen Ablesewinkel. Die neue fortschrittliche grafische Benutzeroberfläche (GUI) erlaubt eine intuitive Bedienung und Konfiguration. Ein leistungsstarkes, auf Kontaktplan-Logik basierendes StepCure-Programm führt Nutzer von einfachen zu komplexen Aushärteprofilen und steuert dafür bis zu acht externe SPS-Ausgangskanäle. Es ist über das Touchscreen-GUI oder remote über ein Web-GUI zugänglich und bietet eine einfache und kostengünstige Methode zur Automatisierung des UV-Härtungsprozesses.

Um Kunden, die das Vorgängermodell OmniCure S2000 einsetzen, das Upgrade zu erleichtern, haben die Entwickler auf Prozesskontinuität geachtet: Das Elite-Modell verwendet die gleichen, austauschbaren 200-W-Hg-Lampen mit identischer spektraler Leistung, die gleiche Auswahl an optischen Bandpassfiltern und die gleichen Flüssigkeits- und Hochleistungs-Glasfaserlichtleiter. Das neue System ist auch mit dem Radiometer R2000 kompatibel. Das Radiometrie-Zubehör ermöglicht die Kalibrierung des OmniCure S2000 Elite und die Einstellung des Aushärtungsprofils in Bestrahlungsstärke (W/cm²) oder optischer Leistung (W).

Mehr Informationen: https://www.excelitas.com/de/product/omnicure-s2000-elite-spot-uv-curing-system

Über Excelitas Technologies

Excelitas Technologies® Corp. ist ein führender Industrietechnologiehersteller, dessen innovative, marktorientierte Photoniklösungen die hohen Anforderungen von OEM-Kunden und Endanwendern an Beleuchtung, Optik, Optronik, Bildgebung, Sensorik und Detektion erfüllen. Excelitas trägt damit entscheidend zu Kundenerfolgen auf unterschiedlichsten Zielmärkten bei – von Biomedizin über Forschung, Halbleiter, industrielle Fertigung, Sicherheit, Konsumgüter bis hin zu Verteidigung und Luft- und Raumfahrt. Nach dem Erwerb von Qioptiq im Jahr 2013 beschäftigt Excelitas heute mehr als 7000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien, die sich für Kunden in aller Welt engagieren. Bleiben Sie auf Facebook, LinkedIn, Instagram und Twitter mit Excelitas in Verbindung.

Kontakt:
Excelitas Technologies Corp.

Oliver Neutert

Marketingmanager EMEA und Asien-Pazifik
Feldkirchen (bei München)

Tel.: +49-89-255458-965
E-Mail: oliver.neutert(at)excelitas.com
Internet: www.excelitas.com

 

 

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news-2424Wed, 13 Oct 2021 20:47:18 +0200MPA: Zu zweit besser als allein: kosmischer Ursprung von Kohlenstoffhttp://photonicnet.de/Eine neue Studie unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik zeigt, dass massereiche Sterne doppelt so viel Kohlenstoff produzieren, wenn sie einen Begleitstern haben. Die Wissenschaftler stützen sich dabei auf neue, hochmoderne Computersimulationen. Ihre Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt um besser zu verstehen, wo die Elemente, aus denen wir bestehen, ihren kosmischen Ursprung haben. Der kosmische Ursprung von Kohlenstoff, einem grundlegenden Baustein des Lebens, ist immer noch ungeklärt. Massereiche Sterne spielen eine wichtige Rolle bei der Synthese aller schweren Elemente, von Kohlenstoff und Sauerstoff bis hin zu Eisen. Doch obwohl die meisten massereichen Sterne in Mehrfachsternsystemen geboren werden, haben die bisherigen Nukleosynthesemodelle fast ausschließlich Einzelsterne betrachtet. Ein internationales Team von Astrophysikern unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik (MPA) hat nun den "Kohlenstoff-Fußabdruck" von massereichen Sternen berechnet, die ihre Hülle in einem Doppelsternsystem abgeben.
"Im Vergleich zu einem einzelnen Stern produziert ein massereicher Stern in einem Doppelsternsystem im Durchschnitt doppelt so viel Kohlenstoff", berichtet Robert Farmer, der Erstautor der Studie. "Bis vor Kurzem haben die meisten Astrophysiker nicht berücksichtigt, dass massereiche Sterne oft Teil eines Doppelsternsystems sind. Wir haben zum ersten Mal untersucht, wie die Anwesenheit eines Begleiters die Menge der von ihnen erzeugten Elemente verändert."
Die meisten Sterne, einschließlich unseres eigenen Sterns, der Sonne, werden durch die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium angetrieben.  In ihren "goldenen Jahren", nachdem sie etwa 90 % ihres Lebens hinter sich haben, beginnen sie mit der Umwandlung von Helium in Kohlenstoff und Sauerstoff. Sterne wie die Sonne hören hier auf, aber massereiche Sterne können weiterhin Kohlenstoff zu schwereren Elementen bis hin zu Eisen fusionieren.

Die große Herausforderung besteht nicht in der Herstellung von Kohlenstoff, sondern darin, ihn aus dem Stern herauszuholen, bevor er zerstört wird. Bei Einzelsternen ist dies sehr schwierig. Sterne in Doppelsternsystemen können miteinander wechselwirken und Masse auf einen Begleiter übertragen (siehe Abbildung). Der Stern, der Teile seiner Masse verliert, entwickelt eine kohlenstoffreiche Schicht nahe der Oberfläche, die bei der Explosion des Sterns als Supernova ausgestoßen wird.
"Es ist vielleicht nicht fair, Doppelsterne für die Treibhausgase verantwortlich zu machen, die die globale Erwärmung verursachen", scherzt Selma de Mink, Mitautorin dieser Studie und Direktorin der neuen Abteilung für stellare Astrophysik am MPA, "aber ist es nicht cool, sich in den Arm zu kneifen und festzustellen, dass der Kohlenstoff in Ihrer Haut wahrscheinlich in einem Doppelstern entstanden ist?"

Astronomen untersuchen auch andere Arten von Sternen, die Kohlenstoff produzieren können, wie zum Beispiel rote Riesen oder Explosionen von Weißen Zwergen. Bisher scheint es jedoch so zu sein, dass massereiche Sterne, und nach dieser neuen Studie insbesondere Doppelsterne, den größten Teil des kosmischen Kohlenstoffs produzieren.
"Unsere Ergebnisse sind ein kleiner, aber wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Rolle massereicher Sterne bei der Erzeugung der Elemente, aus denen wir selbst bestehen", erklärt Robert Farmer. "Bislang haben wir nur eine Art von Wechselwirkung in Doppelsternsystemen untersucht. Es gibt viele andere mögliche Lebenswege für einen Stern, der in der Nähe eines Begleiters geboren wird - und viele andere Elemente, die es zu erforschen gilt." Die in dieser Studie vorgestellten Ergebnisse sind also nur der Anfang einer systematischen Untersuchung der Auswirkungen, die ein naher Begleiter auf die chemische Ausbeute massereicher Sterne hat.

Kontakt:
Max-Planck Institut für Astrophysik
Dr. Selma E. de Mink
Director

Stellar Astrophysics

+49 89 30000 2041

sedemink(at)mpa-garching.mpg.de

Kontakt:
Dr. Hannelore Hämmerle
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
MPI für Astrophysik
MPI für extraterrestrische Physik
Karl-Schwarzschildstr. 1
85748 Garching
Tel: +49 (89) 30 000 3980
Email: hhaemmerle@mpa-garching.mpg.de
Web: www.mpg.de

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetNewsAus den MitgliedsunternehmenForschung und WissenschaftPressemeldung
news-2423Tue, 12 Oct 2021 12:41:07 +0200Bildverarbeitungsbranche auf der VISION 2021 wieder vereinthttp://photonicnet.de/Nach drei Jahren Abstinenz traf sich die Bildverarbeitungsbranche wieder persönlich. Über 5.400 Besucherinnen und Besucher kamen auf die Leitmesse für Bildverarbeitung nach Stuttgart.Der Großteil der Besucherinnen und Besucher reiste in diesem Jahr aus Europa an. Als Top 10 Nationen aus dem Ausland positionierten sich Italien, Schweiz, Frankreich, Österreich, Niederlande, Belgien, Spanien, Polen, Großbritannien und Schweden. Wider Erwarten besuchten trotz Reisebeschränkungen und Quarantänevorschriften vereinzelt sogar VertreterInnen aus den USA, Korea, Japan und Taiwan das Branchentreffen.

Der VDMA Machine Vision als ideeller Träger bekräftigte während der Messeeröffnung die positive Grundstimmung in der Branche. Die Auftragsbücher der Bildverarbeitungsindustrie sind demnach bestens gefüllt und die Nachfrage nach Komponenten und Systemen stetig hoch. Im Rückblick auf das Jahr 2020 sank der Umsatz der europäischen Bildverarbeitungsindustrie um vier Prozent zu 2019.
Für das laufende Jahr 2021 rechnet der VDMA Fachverband Robotik + Automation wieder mit einem Umsatzwachstum der europäischen Bildverarbeitungsindustrie von sieben Prozent. Das übertrug sich nach Ansicht von Mark Williamson, Vorsitzender des Vorstands der VDMA Fachabteilung Machine Vision, auf die Stimmung während der VISION 2021. Ein Wermutstropfen bei der Umsatzentwicklung ist jedoch der weltweit anhaltende Chipmangel. Dennoch rechnet der VDMA Machine Vision für das kommende Jahr mit einem erneuten Wachstum in Höhe von sieben Prozent.

Schnell spürbar wurde in den beiden Messehallen der Nachholbedarf an persönlichem Austausch. Eine Blitzumfrage des europäischen Bildverarbeitungsverbands EMVA im Vorfeld bestätigte die Bedeutung von Messen für die Unternehmen. Danach gaben 60 Prozent der Teilnehmer an, dass sie in den letzten 12 Monaten ohne die Gelegenheit für persönliche Treffen nur zum Teil ihre Ziele zur Neukundengewinnung erreichen konnten. Für genau diese Geschäftskontakte bot die Fachmesse nun wieder eine Plattform, auf der sich die Teilnehmenden (95%) aufgrund des Hygienekonzepts zu jeder Zeit sicher gefühlt haben.

Für Prophesee hat sich die VISION-Teilnahme besonders gelohnt. Das Unternehmen wurde am zweiten Messetag unter den vier Nominierten mit dem traditionsreichen VISION Award ausgezeichnet. Die Event-Based Vision-Sensortechnologie von Prophesee ist von der menschlichen Netzhaut inspiriert.
Kombiniert mit KI-basierter Verarbeitung führt sie den Aufnahmeprozess einer Szene schneller und effizienter durch als herkömmliche Sensoren. Damit steht das Unternehmen stellvertretend für einen Trend auf der VISION, neue Technologieansätze abzubilden, die beispielsweise im Mobilfunk, der Medizin oder dem Internet of Things (IoT) ihren Ursprung haben.

Ausdruck der Innovationskraft ist auch die hohe Zahl der erfolgreichen Start-ups, die sich im Themenbereich der VISION-Start-up World präsentierten. 15 Newcomer präsentierten sich darüber hinaus während der Messe in den täglichen Start-up Pitch Sessions. Aus den jeweiligen Tagesssiegern kürte eine hochkarätige Jury am letzten Messetag GrAI Matter Labs für die Entwicklung ihres energieeffizienten Life-Ready KI Chips als "VISION Start-up 2021". Das Unternehmen zeigt sich optimistisch, damit einen Beitrag für die Stärkung der Produktion von KI-Chips in Europa zu leisten.

Die positive Grundstimmung lässt die ausstellenden Unternehmen bereits jetzt mit Vorfreude auf die nächste Ausgabe der VISION blicken. Vom 4. bis 6. Oktober 2022 - parallel zur Fachmesse Motek - ist die VISION fortan wieder im zweijährigen Turnus vorgesehen. In der Zwischenzeit stehen die Vorträge der Industrial VISION Days on demand über die VISION-Website bereit.

Über die VISION
Die VISION, die Weltleitmesse für Bildverarbeitung, findet 2022 vom 4. bis zum 6. Oktober in Stuttgart (Deutschland) statt. Die etablierte Fachmesse bildet das komplette Spektrum der Bildverarbeitungstechnologie ab. Neben hochkarätigen AusstellerInnen aus der ganzen Welt überzeugt sie durch ihr abwechslungsreiches Rahmenprogramm, wie das weltweit größte Forum für Bildverarbeitung, die Industrial VISION Days und die VISION Start-up World.
Bleiben Sie stets up to date: www.vision-messe.de

Die vollständige Pressemeldung der Messe Stuttgart finden Sie hier.

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news-2422Tue, 12 Oct 2021 12:40:35 +0200LZH als Ideengeber auf Expo2020: Interaktives Spiel erklärt laserbasierte Unkrautbekämpfunghttp://photonicnet.de/Das Laser Zentrum Hannover e.V. ist als Ideengeber mit einem Exponat im Deutschen Pavillon auf der Expo Weltausstellung in Dubai vertreten. Das interaktive Spiel „Food Farming Laser“ der Agentur facts and fiction GmbH soll Besucherinnen und Besuchern nachhaltige laserbasierte Landwirtschaftstechnologie nahebringen.Das Exponat ist ein Traktor in Spielzeuggröße, auf dessen Anhänger sich ein Display befindet. Unter schnell vorbeiziehenden Pflanzen muss die spielende Person auf dem Display das Unkraut erkennen und antippen, damit es im Spiel mit dem Laser vernichtet werden kann. Die Bedienung ist einfach und das interaktive Spiel damit für jedes Alter geeignet.

Die Idee: Mehr Umweltschutz durch Lasertechnologie
Hinter dem unterhaltsamen Spiel steht ein wichtiges Anliegen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH arbeiten an einer umweltfreundlichen Methode zur Unkrautbekämpfung in der Pflanzenproduktion. Unter anderem in dem Projekt WeLASER forschen sie in einem internationalen Team daran, wie das Wachstumszentrum von Unkräutern mittels eines präzisen Laserstrahls verödet und damit letal geschädigt werden kann. Die Projektpartner entwickeln dafür ein Bildverarbeitungssystem, das mittels künstlicher Intelligenz Nutzpflanzen von Unkraut unterscheidet. Ziel ist: Unkraut soll sich zukünftig nachhaltig und ohne chemische Produkte bekämpfen lassen. Die Belastung der Lebensmittel würde sinken, umstehende, nicht störende Pflanzen könnten die Biodiversität erhöhen und auch die Insekten werden geschont.

Deutscher Pavillon präsentiert interaktive Exponate
Die Weltausstellung Expo 2020, pandemiebedingt um ein Jahr verschoben, findet vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 in Dubai statt. Im Deutschen Pavillon vermitteln interaktive Exponate in den Themenbereichen Energie, Stadt der Zukunft und Artenvielfalt, wie nachhaltige Innovationen in diesen Bereichen aussehen können. Der „Food Farming Laser“ ist eines von insgesamt 36 Exponaten, die der Deutsche Pavillon im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ausstellt.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2421Tue, 12 Oct 2021 12:31:19 +0200ICALEO 2021 mit LZH-Gruppenleiterin als General Chair http://photonicnet.de/Vom 18. bis 21. Oktober 2021 bietet die 40. ICALEO einen virtuellen Überblick über aktuelle Fortschritte in der Lasermaterialbearbeitung. Führende Expert:innen aus Forschung und Industrie tauschen sich dort über die neuesten Erkenntnisse und Trends aus. Thematische Schwerpunkte sind die laserbasierte Additive Fertigung, Lasermakro- und –mikrobearbeitung sowie Laserstrahlquellen, Prozessüberwachung und Bearbeitungsstrategien. Aber auch zur Entwicklung des weltweiten Lasermarktes und der relevanten Branchen erfahren die Teilnehmenden wertvolle Neuigkeiten.Verena Wippo, Leiterin der Gruppe Verbundwerkstoffe, hat als General Chair zusammen mit den Co-Chairs und einem internationalen Programmkomitee ein anspruchsvolles Programm gestaltet. Ausrichter der ICALEO ist wie jedes Jahr das Laser Institute of America (LIA).

Dies sind die Beiträge aus dem LZH:

Montag, 18.10.2021

08:00 Uhr (EDT) // 14:00 Uhr (CET)
Welcome Remarks & Opening Plenary Session
Verena Wippo

10:00 Uhr (EDT) // 16:00 Uhr (CET)
[Session MACRO 1: CU-WELDING]
Laser Beam-Submerged Arc Hybrid Welding of Thick Duplex Stainless Steel (Macro 104)
Rabi Lahdo, Sarah Nothdurft, Jörg Hermsdorf, Ludger Overmeyer, Stefan Kaierle

12:30 Uhr (EDT) // 18:30 Uhr (CET)
[Session MACRO 2: DISSIMILAR MATERIALS]
Different Approaches to Prevent Solidification Cracking in Laser Beam Welding Stainless Steel-Copper Dissimilar Joints (Macro 202)
Jonas Rinne, Sarah Nothdurft, Jörg Hermsdorf, Stefan Kaierle, Ludger Overmeyer

12:30 Uhr (EDT) // 18:30 Uhr (CET)
[Session LAM 2: ADVANCED DEDAM PROCESSING 2]
Influence of the Laser Beam Parameters in the LDNA Process on the Seam Geometry of Generatively Manufactured Structures (LAM 204)
Tjorben Bokelmann, Marijan Tegtmeier, Marius Lammers, Stefan Kaierle, Jörg Hermsdorf

 

Dienstag, 19.10.2021

08:00 Uhr (EDT) // 14:00 Uhr (CET)
[Session MICRO 3: MATTER DEPOSITION]
Laser-Induced Forward Transfer as a Potential Alternative to Pick-and-Place Technology When Assembling Semiconductor Components (MICRO 302)
Matthias Springer, Jan Düsing, Jürgen Koch, Peter Jäschke, Stefan Kaierle, Ludger Overmeyer

08:00 Uhr (EDT) // 14:00 Uhr (CET)
[Session FLA 3: FRONTIERS IN LASER APPLICATIONS]
3D Fabrication and Characterization of Polymer-Imprinted Optics for Function-Integrated, Lightweight Optomechanical Systems (FLA 303)
Fabian Kranert, Jana Budde, Moritz Hinkelmann, Jörg Neumann, Dietmar Kracht, Roland Lachmayer

12:00 Uhr (EDT) // 18:00 Uhr (CET)
[Session MACRO 4: NON-METAL / SURFACE]
Automatically Controlled Laser-Based Welding Process for Repair Of CFRP Parts (Macro 401)
Simon Hirt, Jan Erik Battmer, Verena Wippo, Peter Jaeschke, Stefan Kaierle, Ludger Overmeyer

12:00 Uhr (EDT) // 18:00 Uhr (CET)
[Session MACRO 4: NON-METAL / SURFACE]
Surface Deoxidation of Aluminium Alloys with Ns-Pulsed Laser Radiation in XHV-Adequate Atmosphere for Laser Brazing Processes (Macro 404)
Sarah Nothdurft, Jorg Hermsdorf, Stefan Kaierle, Witali Aman

12:00 Uhr (EDT) // 18:00 Uhr (CET)
[Session LAM 4: LARGE SCALE AM]
Influence of the Laser Beam Control On the Dilution of In-Situ Alloying In Direct Diode Coaxial Laser Wire Additive Manufacturing (LAM 404)
Nick Schwarz, Vurgun Sayilgan, Marius Lammers, Jörg Hermsdorf, Stefan Kaierle

 

Mittwoch, 20.10.2021

08:00 Uhr (EDT) // 14:00 Uhr (CET)
[Session MACRO 5: SENSING]
Eddy Current Detection of Laser-Dispersed Markers as a New Approach to Determining the Position of Load Supporting Means (Macro 502)
Tjorben Griemsmann, Christian Hoff, Jörg Hermsdorf, Stefan Kaierle, Ludger Overmeyer

08:00 Uhr (EDT) // 14:00 Uhr (CET)
[Session LAM 5: PROCESS MONITORING AND PROCESSING HIGH REFLECTIVITY ALLOYS]
Material Loss Analysis in Glass Additive Manufacturing By Laser Glass Deposition (LAM 503)
Khodor Sleiman, Katharina Rettschlag, Peter Jäschke, Stefan Kaierle, Ludger Overmeyer

 

On-Demand vom 18.-20. Oktober

Individualised and Controlled Laser Beam Pre-treatment Process for Adhesive Bonding of Fibre-Reinforced Plastics – Part III: Effects of Contaminants (MACRO 701)
Hagen Dittmar, Peter Jaeschke, Stefan Kaierle, Ludger Overmeyer

Influence of Process-Related Heat Accumulation of Laser Beam Welded 1.7035 Round Bars on Melt Pool Shape and Welding Defects (MACRO 707)
Jan Grajczak, Sarah Nothdurft, Jörg Hermsdorf, Stefan Kaierle

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Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2419Fri, 08 Oct 2021 14:57:17 +0200PHOTONICS DAYS BERLIN BRANDENBURG 2021http://photonicnet.de/After an all online event last year, due to corona, the Photonics Days were back this year in Berlin-Adlershof!From October 4th to 7th, this year's Photonics Days Berlin Brandenburg 2021 took place as a hybrid event. It was an exciting 4 days with 26 sessions, 18 of them on-site in hybrid format, over 100 speakers from over 15 countries and an accompanying exhibition with Germany and EU-wide exhibitors.

Over 540 participants had registered for the event, including over 250 for the face-to-face sessions on site. Despite the strict Corona requirements, many national and international speakers and participants took part in the face-to-face event.

On October 6th, many optics and photonics enthusiasts met for the evening reception in the Bunsen Hall for networking over wine and live music. As a small highlight of the evening, the Laserassociation Berlin Brandenburg presented an award for outstanding achievements in the field of laser technology to Mr. Igor Haschke (represented that evening by Tom Lueders) (B.I.G. Holding).

It was a wonderful atmosphere and a great feeling to see old friends and meet new ones. There were many exciting encounters and a lively exchange both online and on-site.

We, the OpTecBB-team, would like to thank our partners and sponsors:
WISTA Management GmbH | Berlin Partner for Business and Technology GmbH | FISBA | EXFO,
who supported us in the planning and organization of the Photonics Days.

Our big thank you also goes to the chairs and speakers who managed to present a large number of exciting topics from various areas of optics and photonics.

We look forward to the Photonics Days 2022 (Save-The-Date: autumn 2022) and hope to welcome you as a participant, speaker or exhibitor!

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2418Thu, 07 Oct 2021 13:46:35 +0200Neues Webmagazin von Polytechttp://photonicnet.de/Mit seinem neuen kostenlosen Polytec Magazin launcht das weltweit tätige Messtechnik-Unternehmen Polytec ein digitales, modernes Fachinformationsportal auf Deutsch und Englisch.56 deutsche und 26 englische Beiträge sind derzeit auf https://magazine.polytec.com zu finden, und es werden beständig mehr.

„Uns war es besonders wichtig, unseren Anspruch an hochwertige Fachartikel wie auch in unseren Print-Magazinen beizubehalten und den Leserinnen und Lesern keine Polytec Werbung, sondern erstklassige technische Informationen von hochkarätigen Autorinnen und Autoren zu bieten“, erklärt Kommunikationsleiterin Katja Henning.

Das Polytec Magazin löst die erfolgreichen Printtitel „InFocus“ und „INFO“ ab, die das Unternehmen jährlich herausgegeben hat. Das neue Webmagazin ist damit aktueller, denn es wird beständig mit neuen Fachbeiträgen befüllt.

Detaillierte Informationen zum neuen Webmagazin von Polytec erhalten Sie hier.

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetAus den MitgliedsunternehmenPressemeldung
news-2417Wed, 06 Oct 2021 19:04:44 +020020 Years of Menlo Systems – 20 Years Precision in Photonicshttp://photonicnet.de/With the best measuring instruments, one can measure what no one could measure before. Prof. Hänsch, Dr. Holzwarth, and Dr. Mei have founded Menlo Systems GmbH in 2001 with the vision to develop the most accurate instruments and techniques for the optical spectroscopy and to bring them to the market.As the pioneer of optical frequency combs and femtosecond fiber lasers, Menlo Systems has worked with its customers to shape and continually expand the applications of frequency combs in the early years. 20 years after, optical frequency combs constitute the enabling technology for the quantum technologies and for quantum computers, as well as for numerous high precision metrology applications. The 20th company anniversary and a steadily growing business are confirmation that the vision of the founders became reality.

Kontakt:

Menlo Systems GmbH
Am Klopferspitz 19a
82152 Martinsried
Germany
Phone: +49 89 189166 0
Fax:     +49 89 189166 111
E-Mail:m.mei(at)menlosystems.com
Internet:www.menlosystems.com

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetNewsAus den MitgliedsunternehmenPressemeldung
news-2416Wed, 06 Oct 2021 18:39:47 +0200OptecNet Deutschland baut Leistungsspektrum aushttp://photonicnet.de/Mit dem Ziel der Weiterentwicklung und nachhaltigen Stärkung der Photonik-Branche sowie der umfassenden Unterstützung der Verbandsmitglieder erweitert OptecNet Deutschland e.V. erneut sein Leistungsspektrum.Als starken Partner mit großer Reichweite und Fachorgan für die Mitglieder hat der Verein das LASER MAGAZIN, ein renommiertes Branchenmagazin, für das gesamte Spektrum der Optischen Technologien und Quantentechnologien gewinnen können. Im LASER MAGAZIN, das quartalsweise als ePaper und Printmedium erscheint, werden neueste F+E-Ergebnisse, Aktivitäten, Veranstaltungen und Projekte sowie Verbandsnachrichten im deutschsprachigen Raum publiziert.

Gemeinsam mit SPECTARIS rief OptecNet Deutschland, zur Förderung der Optischen Technologien und Quantentechnologien, die Allianz „PHOTONIK DEUTSCHLAND – PHOTONICS GERMANY“ ins Leben. Diese Allianz verfolgt das Ziel, die Interessen der Hightech-Branche Photonik auf nationaler und internationaler Ebene gemeinsam zu vertreten und mit abgestimmten Aktivitäten die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land weiter zu stärken.

Speziell zur Förderung der Quantentechnologien wurde bspw. ein deutschlandweiter Expertenkreis etabliert, der die Vernetzung von Forschungseinrichtungen mit Unternehmen und die technische Nutzung und Kommerzialisierung vorantreibt. Dazu finden regelmäßige Treffen zu aktuellen Schwerpunktthemen statt.

PHOTONIK DEUTSCHLAND – PHOTONICS GERMANY publiziert Veranstaltungshinweise und Neuigkeiten sowie Berichte in der PhotonicsViews als etablierte Fachzeitschrift in der Photonik mit großer, internationaler Reichweite.

In der Verbandsstruktur selbst wird es zum Jahresende hin eine Änderung geben. Optence hat, mit Wirkung zum 31. Dezember 2021, die Mitgliedschaft bei OptecNet Deutschland nach langjähriger Zusammenarbeit ohne Nennung von Sachgründen gekündigt. Damit verlässt Optence mit seiner Durchführungsgesellschaft Photonics Hub GmbH die gemeinnützige Photonik-Förderung von OptecNet Deutschland.
OptecNet Deutschland bedauert diese Abspaltung und bietet den Mitgliedern des ausscheidenden Netzes weiterhin die Zusammenarbeit im Rahmen einer Mitgliedschaft in einem der sieben Innovationsnetze, mit den verbundenen Vorteilen und Mehrwerten, an.

Der seit mehr als 20 Jahren etablierte OptecNet Deutschland e.V. lädt alle Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Branche auch zukünftig zu einem engeren Zusammenwirken innerhalb des Verbands und den regionalen Innovationsnetzen ein. Insbesondere gilt es auch, neue Förderprogramme für die Photonik in Deutschland mitzugestalten.

Mehr unter www.optecnet.de und www.photonics-germany.de

Aktueller Veranstaltungshinweis: OptecNet Deutschland Jahrestagung vom 24. – 25. November 2021 in Hannover. Sie sind herzlich eingeladen als Teilnehmer und Aussteller!

 

OptecNet Deutschland e.V., der Zusammenschluss der regionalen Innovationsnetze Optische Technologien, unterstützt bundesweite und internationale Aktivitäten wie Technologietransfer und Innovationsförderung, Nachwuchsförderung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie internationale Kooperationen. OptecNet Deutschland vereint bundesweit Unternehmen und Forschungseinrichtungen und bildet seit vielen Jahren den mitgliederstärksten Fachverband für die Photonik-Branche in Deutschland.

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetAus den Netzen
news-2415Wed, 06 Oct 2021 11:59:16 +0200MPE: Scharfe Augen für Euclid http://photonicnet.de/Im September bestand das Nutzlastmodul für das Euclid-Weltraumteleskop seine letzten Tests und ist nun bereit für die Integration mit dem Servicemodul. Die beiden Instrumente VIS und NISP, dessen Optik am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik federführend entwickelt und gebaut wurde, lieferten nach einem simulierten Raketenstart zusammen mit dem Euclid-Teleskop scharfe Bilder. Die Euclid-Mission soll 2022 ins All starten um das „dunkle Universum“ zu untersuchen. „Die Instrumente funktionieren und das Bild ist scharf“, fasst Frank Grupp die Tests am Euclid-Nutzlast-Modul zusammen. Der Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) ist der deutsche Projektmanager und verantwortlich für die Optik von NISP, einem der beiden Instrumente für das Euclid-Weltraum-Teleskop. Dieses soll durch die Untersuchung der „dunklen Seite“ des Universums Licht auf die Frage werfen, wie sich das Universum in den letzten zehn Milliarden Jahren entwickelt hat.

Euclid besteht dabei aus einem Teleskop mit 1,2m Durchmesser sowie den beiden Instrumenten VIS und NISP. Über die sechsjährige Missionszeit hinweg wird VIS im sichtbaren Licht die Form der Galaxien am Himmel beobachten, während NISP im nah-infraroten Spektralbereich die Entfernung der Galaxien misst. Aus diesen beiden Informationen, der dreidimensionalen Verteilung der Galaxien am Himmel und der durch Gravitation hervorgerufenen minimalen Verzerrung der Form dieser Galaxien, wird das Euclid-Weltraum-Teleskop nach seinem Start Ende 2022 Fragen zur dunklen Materie und der Natur der mysteriösen dunklen Energie (Nobelpreis) untersuchen.

Das MPE ist im Euclid Projekt verantwortlich für die optischen Komponenten des NISP-Instruments sowie für das optische Design und die Modellierung der Bildqualität. Die in NISP verbauten Linsen sind mit Durchmessern von ca. 20cm die größten und bei weitem präzisesten Optiken, die jemals in der zivilen Erforschung des Weltraums zum Start in einem Satelliten vorgesehen waren.

„Wir sind alle froh und glücklich, dass unser NISP die Tests, vor allem die Vibrationstests zur Simulation des Raketenstarts gut überstanden hat,“ sagt Frank Grupp. „Unter realistischen Bedingungen, also unter Nachbildung des kalten, luftleeren Weltraums in der Testkammer, zeigt es auch zusammen mit dem Teleskop ein gutes Bild.“

Nach den erfolgreichen Tests, wird das Nutzlast-Modul bestehend aus dem Teleskop sowie den beiden Instrumenten derzeit verpackt und für den Versand nach Italien vorbereitet. Dort wird es mit dem Service-Modul verbunden, welches die Bordcomputer, die Lageregelung der Raumsonde und die Kommunikation mit den Bodenstationen zur Verfügung stellt.

Ende 2022 wird Euclid dann auf der Spitze einer Sojus-Rakete vom französischen Weltraumbahnhof in Kourou starten und seine Reise zum äußeren Lagrangepunkt 2 des Sonne-Erde-Systems in 1,5 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde antreten. „Das waren nun die letzten Bilder die wir von unserem Instrument sehen, bevor Euclid im Weltraum die Augen öffnen wird“, ergänzt Frank Grupp. „Wir sind gespannt und fiebern auf die ersten Bilder des realen Himmels hin.“

>> Weitere Informationen

Euclid
Dem Euclid-Konsortium gehören Wissenschaftler aus etwa 15 Ländern an, darunter auch Deutschland. Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, die Universität Bonn und die Ludwig-Maximilians-Universität in München sind sowohl an der Entwicklung eines Teils der Hard- und Software für eines der beiden wissenschaftlichen Instrumente an Bord (NISP), als auch an der Handhabung der wissenschaftlichen Daten beteiligt.

Kontakt:
Dr. Frank
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Gießenbachstraße 1
85748 Garching
Tel.:
+49 (0)89 30000-3956
E-Mail:
fgrupp(at)mpe.mpg.de
Internet: www.mpe.mpg.de

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news-2414Wed, 06 Oct 2021 09:29:46 +0200Strahldiagnostik für zukünftige Beschleuniger im Tischformathttp://photonicnet.de/Ein Team aus dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und der PTB hat eine Methode entwickelt, mit der Anwendungen von „Teilchenbeschleunigern im Tischformat“ für Medizin und Forschung näher rücken. Gemeinsame Presseinformation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) 30.09.2021 Seit Jahrzehnten wurden Teilchenbeschleuniger immer größer. Inzwischen haben Ringbeschleuniger mit Umfängen von vielen Kilometern eine praktische Grenze erreicht. Auch Linearbeschleuniger im GHz-Bereich erfordern sehr große Baulängen. Seit einigen Jahren gibt es jedoch eine Alternative: „Teilchenbeschleuniger im Tischformat“, die auf der Laseranregung von Kielwellen in Plasmen (laser wakefield) basieren. Solche kompakten Teilchenbeschleuniger wären insbesondere für künftige beschleunigergetriebene Lichtquellen interessant, werden aber auch für die Hochenergiephysik untersucht. Ein Team aus dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) hat eine Methode entwickelt, um den Querschnitt der so beschleunigten Elektronenpakete präzise zu vermessen. Dadurch rücken Anwendungen dieser neuen Beschleunigertechnologien für Medizin und Forschung näher. Das Prinzip der Laser-Wakefield-Beschleuniger: Ein Hochleistungslaser regt in einem Plasma eine Ladungswelle an, die sich mit der Geschwindigkeit des Laserpulses fortpflanzt und ihrem „Kielwasser“ Elektronen hinterherzieht und so beschleunigt. Elektronenenergien im GeV-Bereich können mit dieser Technik schon seit längerem erreicht werden. Allerdings sind die so erzeugten Elektronenpakete bisher zu klein und zu schlecht fokussiert, um die von ihnen abgegebene Synchrotronstrahlung zu nutzen, ein intensives, kohärentes Licht, das für die Forschung in vielen unterschiedlichen Disziplinen eingesetzt wird.

Für die Weiterentwicklung der Technik ist daher eine Methode notwendig, um Querschnitt und Qualität der Elektronenpakete individuell präzise zu messen und zu kontrollieren. Der Speicherring der PTB, die Metrology Light Source (MLS), erlaubt in flexiblem Forschungsbetrieb die Erzeugung von kleinen Elektronenpaketen, die denen der Laser-Wakefield-Beschleuniger sehr ähnlich sind, deren Eigenschaften aber sehr reproduzierbar und genau eingestellt und variiert werden können. Ein Team am HZB und an der PTB hat nun eine Methode entwickelt, um die laterale Ausdehnung des Elektronenstrahls eines Laserplasma-Beschleunigers mit einer Auflösung im Mikrometerbereich zu messen.

„Dabei nutzen wir eine Technik, die erfolgreich am Speicherring Bessy II eingesetzt wird“, erklärt Thorsten Kamps, Ko-Autor der Studie. Erstautor Ji-Gwang Hwang hatte die Idee, im sichtbaren Bereich die kohärente Strahlung der Elektronenpulse über das Phänomen der Interferenz (Doppelspalt) zu nutzen und den Strahlquerschnitt als Abweichung von einer perfekt punktförmigen Quelle zu ermitteln. Mithilfe einer hochempfindlichen Kamera und komplexer Algorithmen gelang es dem Team, die laterale Strahlgröße im Bereich von wenigen Mikrometern zu messen. Die Messungen selbst hat Katharina Albrecht im Rahmen ihrer Bachelorarbeit in Physik durchgeführt. „Wir haben für dieses Projekt sehr eng mit unseren Kollegen von der (MLS) an der PTB zusammengearbeitet“, betont Kamps. „Dort ist es an einer Beamline möglich, den Elektronenstrahl aus einem Plasma-Beschleuniger zu imitieren und so die Methode unter realistischen Bedingungen zu testen“, sagt Kamps.

ptb/hzi

Die wissenschaftliche Veröffentlichung
Ji-Gwang Hwang, Katharina Albrecht, Arne Hoehl, Beñat Alberdi Esuain, Thorsten Kamps: Monitoring the size of low-intensity beams at plasma-wakefield accelerators using high-resolution interferometry. Communications Physics (2021)   

Anmerkung
Die hier geschilderte Arbeit findet im Rahmen des Projekts ATHENA – „Accelerator Technology Helmholtz Infrastructure“ statt. Das ist eine neue Forschungs- und Entwicklungsplattform der Helmholtz-Gemeinschaft für Beschleunigertechnologien. Auf Grundlage innovativer plasmabasierter Teilchenbeschleuniger und hochmoderner Lasertechnologie sollen zwei Leuchtturmprojekte aufgebaut werden: bei DESY in Hamburg eine Elektronen- und in Dresden eine Hadronenbeschleunigeranlage. An beiden Anlagen sollen verschiedene Einsatzgebiete entwickelt werden, die von einem kompakten Freie-Elektronen-Laser über neuartige medizinische Anwendungen bis hin zu neuen Einsatzmöglichkeiten in Kern- und Teilchenphysik reichen. 

Ansprechpartner bei der PTB
Arne Hoehl, Arbeitsgruppe 7.11 IR-Spektrometrie, Telefon: (030) 3481-7181, arne.hoehl(at)ptb.de 

Lesetipp
Spektrum der Wissenschaft_ 2021/10: Teilchenschleudern der anderen Art
Mit Plasmawellen bringen »Kielfeldbeschleuniger« Teilchen über wenige Meter auf Energien, für die bislang Kilometer nötig waren. Dank der neuen Technologie könnten Forschungsanlagen deutlich kompakter und leistungsfähiger werden.

 

Autor: Erika Schow

Bildrechte: Joshua Ludwig, cc 4.0 Wikimedia

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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news-2413Tue, 05 Oct 2021 11:54:01 +0200122. Jahrestagung der DGaO in Bremenhttp://photonicnet.de/Die diesjährige Jahrestagung der DGaO - Deutschen Gesellschaft für angewandte Optik fand dieses Jahr mit acht spannenden Schwerpunktthemen rund um die optische Messtechnik, das Optik-Design und Computational Optics erstmalig in Bremen statt.Das gewählte Hybridkonzept erweis sich durchweg als Erfolg, wobei insbesondere die Freude der mehr als 100 Teilnehmer überwiegte, sich wieder persönlich treffen zu können. OptecNet Deutschland war als langjähriger Partner der DGaO erneut vertreten, dieses Mal repräsentiert durch das regionale Partnernetz HansePhotonik e.V.

Wir danken für eine gelungene Veranstaltung und freuen uns auf ein Wiedersehen auf der OptecNet Deutschland Jahrestagung vom 24. – 25.11.2021 in Hannover.

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news-2412Fri, 01 Oct 2021 08:42:10 +0200Bundeskanzlerin Angela Merkel bei LASEROPTIKhttp://photonicnet.de/Am 17. September 2021 besuchte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die LASEROPTIK GmbH in Garbsen. Aus ihrem Interesse an der Technologie und der besonderen Ausrichtung des mehrfach ausgezeichneten Unternehmens ergab sich der Termin. Er begann mit einer Führung durch die Reinräume und die Produktion der Beschichtungen und Laserspiegel. Entsprechend ihres physikalischen Hintergrunds blieben die Einblicke über Beschichtungstechnologie und optische Anwendungen nicht lange an der Oberfläche. Frau Dr. Merkel zeigte sich beeindruckt von den fachlichen Errungenschaften und dem weltweiten Ruf der Spezialprodukte „vom Dorf“, die mitunter auch im Weltall eingesetzt werden. Daneben interessierte sie sich für den besonderen sozialen und ökologischen Anspruch an die Unternehmensführung, wie die Betriebskinderkrippe, die Beschäftigung über das Rentenalter hinaus und auch die geschaffenen Lebensräume für Störche, Eulen und Amphibien.

Nach einem „Familienfoto“ auf dem Außengelände mit fast allen Beschäftigten, Kindern der Betriebskinderkrippe und den auf Glas beschichteten Silhouetten der Firmengründer zog sie sich zu persönlichen Gesprächen mit dem Geschäftsführer Dr. Wolfgang Ebert und einem kleinen Kreis von Angestellten zurück. Im direkten Austausch ergab sich die Möglichkeit, die Kanzlerin von einer sehr menschlichen und persönlichen Seite kennen zu lernen. Ein aufregender, spannender und freudiger Tag für das gesamte LASEROPTIK-Team!

 

LASEROPTIK GmbH
Horster Str. 20, 30826 Garbsen, Germany
Phone +49 5131 4597-0, service@laseroptik.de

www.laseroptik.com

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news-2411Thu, 30 Sep 2021 14:17:57 +0200Markus Wener wird neuer Geschäftsführer der Berthold Leibinger Stiftung und Doris Leibinger Stiftunghttp://photonicnet.de/Markus Wener übernimmt ab Oktober 2021 die Geschäftsführung der Berthold Leibinger Stiftung sowie der Doris Leibinger Stiftung und folgt damit auf Geschäftsführerin Brigitte Diefenbacher.Er hat an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und den Universitäten in Heidelberg und Tours Jüdische Studien, Kunstgeschichte und Ur- und Frühgeschichte studiert. Nach Stationen am Historischen Museum der Pfalz in Speyer und dem Jüdischen Museum Franken in Fürth hat er zuletzt am Landesmuseum Württemberg die Abteilung „Drittmittel, Gremien und Veranstaltungen“ aufgebaut und 14 Jahre lang geleitet.

Die Berthold Leibinger Stiftung GmbH, 1992 von Professor Berthold Leibinger gegründet, verfolgt wissenschaftliche, kulturelle, mildtätige und kirchliche Zwecke. In ihrer Wissenschaftsförderung hat die Berthold Leibinger Stiftung mit den alle zwei Jahre verliehenen Innovations- und Forschungspreisen auf dem Gebiet der internationalen Laserphysik Leuchttürme errichtet. Einige der Preisträger wurden später mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Die Forschung am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart fördert die Stiftung seit 2019 über zehn Jahre mit einem namhaften Betrag.

Weiterhin entstanden seit der Gründung wegweisende Engagements wie eine Stiftungsprofessur für Technikgeschichte an der Universität Stuttgart und eine weitere für Angewandte Rhetorik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Auch die Doris Leibinger Stiftung GmbH, 2007 gegründet von Berthold Leibingers Frau Doris, gehört zum Aufgabengebiet des Geschäftsführers. Diese Stiftung engagiert sich für Taubblinde und dabei speziell für die Ausbildung von Taubblinden-Dolmetschern. Weitere Schwerpunkte sind die Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche sowie die Unterstützung von Familien, die schwerstbehinderte Kinder zuhause pflegen

Die vollständige Pressemeldung mit detaillierten Informationen zu den Fördergebieten der Berthold Leibinger Stiftung erhalten Sie hier.

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news-2408Thu, 30 Sep 2021 09:12:15 +0200Neue Konferenz in Hannover informiert über internationale Karrierewege in der Optik- und Photonikforschunghttp://photonicnet.de/Wie bekomme ich eine Postdoc-Stelle in den USA? Welche Karrierechancen bieten Universitäten internationalen Bewerbern? Für die eigene akademische Berufsplanung bleibt im Wissenschaftsalltag oft zu wenig Zeit. Das neue Konferenzformat „Humboldt meets Leibniz“ will das ändern. Zwei Tage lang stehen 14 Humboldt-Preisträger mit Forschungsschwerpunkt in der Optik und Photonik rund 150 ausgewählte Doktoranden und Postdocs Rede und Antwort. Neben Impulsen für die eigene Berufsplanung können die Nachwuchstalente auch ihre Forschungsprojekte vorstellen und diskutieren. Die Tagung findet vom 12. bis 14. Juni 2022 in Hannover statt.

Das Veranstaltungsmotto „Connecting Talents Across Generations“ ist Programm: Die 14 international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden ihr Wissen und ihre Erfahrung mit den ausgewählten Konferenzbesuchern teilen und zum Beispiel ihren Werdegang vorstellen. Zudem ist Zeit fürs Netzwerken reserviert.

Ihre Teilnahme zugesagt haben u. a. Prof. Dr. Jun Ye (University of Colorado, Boulder, USA), Prof. Dr. Andrew M. Weiner (Purdue University, USA), Prof. Dr. Hans-Albert Bachor (em.; Australian National University, Australien) und Prof. Dr. Andrew Forbes (University of the Witwatersrand, Johannesburg, Südafrika).

Bewerben können sich Doktoranden und Postdoktoranden aus dem In- und Ausland mit einem Forschungsfokus im Bereich der optischen Technologien, u. a. zu Themen wie Materialsimulation, Quantenoptik, Simulation, Lasersysteme, optische Bildgebung, Metrologie sowie Fertigungstechnik. Bewerber erhalten bis zu 1.000 Euro Reisekostenzuschuss.

Die Bewerbungsfrist endet am 1. November 2021.

Die Konferenz wird von der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit der VolkswagenStiftung und mit Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung veranstaltet. Die Leibniz Universität Hannover hat einen ausgewiesenen Forschungsschwerpunkt im Bereich der optischen Technologien. Allein im Exzellenzcluster „PhoenixD: Photonics, Optics, and Engineering – Innovation across Disciplines“ an der Leibniz Universität Hannover arbeiten rund 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Fachdisziplinen daran, die Leistungsfähigkeit dieser Schlüsseltechnologien weiterzuentwickeln. Derzeit haben Forschende des Clusters sechs offene Stellen ausgeschrieben (www.phoenixd.uni-hannover.de).

 Weitere Informationen und den Link zur Bewerbung für Ihre Teilnahme an der neuen Netzwerk-Konferenz „Humboldt meets Leibniz“ in Hannover finden Sie hier: www.uni-hannover.de/hml

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news-2407Tue, 28 Sep 2021 11:06:21 +0200BMBF: Innovationshub für Quantenkommunikationhttp://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Innovationshub für Quantenkommunikation“, Bundesanzeiger vom 24.09.2021.1 Förderziel, Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

Die Fördermaßnahme ist Teil des neuen Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit ­„Digital. Sicher. Souverän.“ und leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung1 durch die gezielte Unterstützung der Forschung und Entwicklung zur Quantenkommunikation in Deutschland und des Transfers von Forschungsergebnissen in die Anwendung.

Die Corona-Krise hat in unterschiedlicher Ausprägung weltweit zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung geführt. Neben der schnellen Pandemiebekämpfung sind die Stärkung der Konjunktur und eine Investition in die Zukunft essenziell, damit Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgeht und langfristig erfolgreich ist. Daher unterstützt die Bundesregierung im Rahmen der Nummer 44 des Konjunkturpakets „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“ die Entwicklung und Produktion von Quantentechnologien, um ein neues industrielles Standbein sowohl hinsichtlich Hard- als auch Software in Deutschland aufzubauen.

Als Teilbereich der Quantentechnologien ist die Quantenkommunikation eine Schlüsseltechnologie für die Sicherheit digitaler Infrastrukturen in unserer Gesellschaft, die es durch die Nutzung von Quantenzuständen erlaubt, Abhör­angriffe zu verhindern und somit die Vertraulichkeit von sensiblen Informationen zu wahren. Sie ist daher ein wichtiger Bestandteil des Rahmenprogramms zur IT-Sicherheit „Digital. Sicher. Souverän.“ der Bundesregierung.

Damit Deutschland weiterhin seine technologische Souveränität sichern kann, müssen die sich aktuell in der Quantenkommunikation eröffnenden Märkte frühzeitig von der deutschen Wirtschaft erschlossen und so vermieden werden, dass Deutschland künftig auf außereuropäische Ausrüster angewiesen ist. Die Forschungsaktivitäten in diesem Themenbereich waren jedoch bisher stark durch die universitäre und außeruniversitäre anwendungsorientierte Grundlagenforschung bestimmt. Um den Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft zu ermöglichen, beabsichtigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) daher, die notwendigen Industrieanforderungen zur praktischen Anwendung von Quantenkommunikationstechnologien mit der Förderung industriegeführter Forschungsvorhaben in den Mittelpunkt zu stellen und zusätzlich die deutschlandweiten Aktivitäten in der Quantenkommunikationsforschung durch Förderung eines begleitenden, koordinativ arbeitenden Schirmprojekts zu bündeln.

Offene Forschungsfragen im Hinblick auf Industrieanforderungen ergeben sich vor allem in der Herstellung von ­Materialien und Komponenten, dem Erproben vorhandener Komponenten in industrienahen Anwendungsszenarien, Ansätzen zur Kombination von Quantenkommunikation und klassischen Kommunikations- und IT-Sicherheitstechnologien sowie Standardisierungsaktivitäten.

1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

Förderziel:

Das Ziel der Maßnahme ist die Stärkung des Technologietransfers aus der Wissenschaft in die Wirtschaft und das Schaffen der Grundlagen für den Aufbau einer deutschen Quantenkommunikationsindustrie. Indikatoren für die Umsetzung dieser Ziele sind unter anderem: Anzahl von Patenten für Quantenkommunikationstechnologien, Anzahl unter deutscher Mitwirkung entstandener Beiträge zu Standardisierungsgremien für Quantenkommunikationskomponenten, Anzahl der Firmengründungen im Umfeld des Innovationshubs für Quantenkommunikation, Anzahl der Inanspruchnahmen von Testlaboren des Innovationshubs durch Unternehmen und die Berücksichtigung von deutschen Interessen bei der Frequenzregulierung.

Mit der Maßnahme soll somit ein wichtiger Beitrag dazu geleistet werden, dass Deutschland in der Weltspitze als Technologieanbieter wieder eine führende Rolle einnimmt.

Zuwendungszweck:

Die Maßnahme dient dem Aufbau eines umfassenden Forschungsnetzwerks im Bereich Quantenkommunikation zur Bündelung der deutschlandweiten Aktivtäten. Deutschland und Europa müssen den sich entwickelnden Quantenkommunikationsmarkt maßgeblich mitgestalten, frühzeitig technologische Grundlagen entwickeln und patentrechtlich schützen. Somit wird das Fundament für innovative und international wettbewerbsfähige Produkte im Bereich dieser Schlüsseltechnologie gelegt und eine Position als wichtiger Akteur am globalen Markt eingenommen.

Neben der Erforschung der industrierelevanten Grundlagen zur Quantenkommunikation stellt der nachhaltige Aufbau von Know-how in der Wirtschaft durch Kooperationen mit anderen Forschungsvorhaben und die Ausbildung von Fachexpertinnen und -experten in den Forschungseinrichtungen für den Quantenkommunikationsbereich einen wesentlichen Zweck der Maßnahme dar.

Die Souveränität im Bereich der Quantenkommunikation erfordert Entwicklungen auf allen Technologieebenen von der Material- und Komponenten- über die Modul- und Netzebenen bis hin zur IT-Sicherheit und Software.

Die Ergebnisse der geförderten Vorhaben dürfen nur in der Bundesrepublik Deutschland oder dem EWR2 und der Schweiz genutzt werden.

1.2 Rechtsgrundlagen

Der Bund gewährt die Zuwendungen nach Maßgabe dieser Förderrichtlinie, der §§ 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften sowie der „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA)“ und/oder der „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Kostenbasis (AZK)“ des BMBF. Ein Anspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Nach dieser Förderrichtlinie werden staatliche Beihilfen auf der Grundlage von Artikel 25 Absatz 2 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) der EU-Kommission gewährt.3 Die Förderung erfolgt unter Beachtung der in Kapitel I AGVO festgelegten Gemeinsamen Bestimmungen, insbesondere unter Berücksichtigung der in Artikel 2 der Verordnung aufgeführten Begriffsbestimmungen (vgl. hierzu die Anlage zu beihilferechtlichen Vorgaben für die Förderrichtlinie).

2 Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung ist die Erforschung industrierelevanter Fragestellungen der Quantenkommunikation, um den Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft gezielt zu unterstützen und auszubauen. Im Rahmen der vorliegenden Bekanntmachung sollen industriegeführte Forschungsvorhaben sowie ein begleitendes Schirm­projekt gefördert werden.

2.1 Industriegeführte Forschungsvorhaben

Die industriegeführten Vorhaben sollen als Teil des Innovationshubs Forschungsfragen zu Industrieanforderungen zur praktischen Anwendung bearbeiten. Dabei steht die Überführung einzelner Entwicklungen der Quantenkommunikation in die Anwendung im Mittelpunkt der Arbeiten.

Thematische Schwerpunkte sind

  • die Absicherung von Industrienetzwerken und kritischen Infrastrukturen mittels Quantenkommunikation,
  • Feldtests hinsichtlich einer Überprüfung von Komponenten auf Nutzbarkeit in realen, industrierelevanten Anwendungsszenarien,
  • die Definition von Schnittstellen zwischen Systemkomponenten in Hardware und Software und das Vorantreiben diesbezüglicher Standardisierungsaktivitäten (Hierzu werden Kollaborationen von Forschenden, Standardisierungsorganisationen und namhaften Stakeholdern aus der Industrie ausdrücklich begrüßt.),
  • die Entwicklung von Hard- und Software, Modulen und Systemen für die Quantenkommunikation am Hochtechnologiestandort Deutschland und Europa.

Gefördert werden interdisziplinäre Ansätze, die Forschende aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen aus den Bereichen der Quantenkommunikation sowie idealerweise auch aus der klassischen Kommunikationstechnologie und der allgemeinen IT-Sicherheit zusammenbringen. Ein Austausch von wissenschaftlichem Personal ­zwischen Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen innerhalb der Projektlaufzeit und darüber hinaus wird begrüßt. Es wird von den industriegeführten Vorhaben erwartet, im Rahmen eines Industriebeirats mit dem Schirmprojekt des Innovationshubs zusammenzuarbeiten und Ressourcen wie gegebenenfalls Testlabore mitzugestalten und zu nutzen. Für die Zusammenarbeit sollen pro Teilvorhaben personelle Ressourcen in Höhe von drei Personenmonaten vorgesehen werden.

2.2 Schirmprojekt

Neben den industriegeführten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten soll im Rahmen des Innovationshubs ein koordinativ arbeitendes Schirmprojekt gefördert werden, um die deutschlandweit vorhandenen Kompetenzen zur Quantenkommunikation zu bündeln und zu fokussieren. Das Schirmprojekt soll hierzu

  • mit den industriegeführten Vorhaben innerhalb des Innovationshubs sowie mit weiteren Forschungsvorhaben zur Quantenkommunikation auf deutscher und europäischer Ebene (z. B. QuNET, QR.X) in einem fortwährenden Dialog stehen und sich darüber hinaus mit den 6G-Forschungshubs sowie der 6G-Plattform vernetzen,
  • gemeinsame projekt- und fachübergreifende Workshops für die Bearbeitung von Fokusthemen und zur wirksamen Verbreitung der Forschungsergebnisse planen und durchführen,
  • federführend, im Dialog mit weiteren Fördermaßnahmen des BMBF zur Quantenkommunikation, eine Roadmap für einen langfristigen Transfer von Know-how aus der Wissenschaft in die Wirtschaft, für die Entwicklung und Markteinführung anwendungstauglicher Quantenkommunikationskomponenten und den Aufbau einer gut vernetzten Quantenkommunikationsindustrie in Deutschland erarbeiten,
  • weitere, sich neu eröffnende Forschungsthemen beobachten und in den Roadmap-Prozess einbringen,
  • zur Unterstützung der Quantenkommunikationsforschung in kleinen und mittleren Unternehmen ist zudem eine Einrichtung von Testlaboren mit verschiedenen thematischen Ausrichtungen vorgesehen. Die Einrichtung der Testlabore soll mit thematisch relevanten Quantenkommunikationsprojekten abgestimmt werden und in Zusammenarbeit mit passfähigen industriegeführten Forschungsvorhaben des Innovationshubs erfolgen,
  • um den Ausbau der Quantenkommunikationsindustrie zu unterstützen, soll das Schirmprojekt mit den Gründungsinkubatoren der Förderrichtlinie „StartUp-Secure“ zusammenarbeiten.

Das wissenschaftlich und vernetzend arbeitende Schirmprojekt initiiert hierfür geeignete Aktivitäten und setzt diese anschließend um. In der Projektskizze sollen Konzeptvorschläge zur Erfüllung der hier genannten Anforderungen vorgelegt werden.

Die Koordination des Schirmprojekts sollte bei einer in der Durchführung solcher Aufgaben erfahrenen Hochschule, außeruniversitären Forschungseinrichtung oder vergleichbaren Einrichtung liegen. Eine Förderung von Industrie­partnern im Rahmen des Schirmprojekts ist jedoch nicht ausgeschlossen. Für die enge Abstimmung mit anderen Fördermaßnahmen innerhalb des Quantenkommunikationsbereichs und darüber hinaus sollen im Vorhaben entsprechende Ressourcen eingeplant werden. Die Arbeiten sollen von einem Lenkungsausschuss aus den Projektpartnern geleitet werden, der sich eng mit einem Industriebeirat, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der industrie­geführten Forschungsvorhaben des Innovationshubs, abstimmt. Die anvisierte Projektlaufzeit für das Schirmprojekt ist vier Jahre.

3 Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen und/oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der nichtwirtschaftlichen ­Tätigkeit des Zuwendungsempfängers (Hochschule, Forschungseinrichtung) dient, in Deutschland verlangt. Die Beteiligung von Start-ups, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und mittelständischen Unternehmen wird ausdrücklich erwünscht und bei der Projektbegutachtung positiv berücksichtigt.

Das BMBF ist bestrebt, den Anteil der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Forschungsförderung zu erhöhen sowie die Vernetzung zwischen Forschenden der grundlagenorientierten außeruniversitären Forschungs­einrichtungen (insbesondere der Max-Planck-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft) mit Forschenden an Hochschulen, in Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und aus der Industrie zu stärken. Hochschulen, Fachhochschulen und technische Hochschulen sowie grundlagenorientierte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind deshalb besonders aufgefordert, sich an den Verbundvorhaben zu beteiligen.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, können neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt bekommen.

Zu den Bedingungen, wann staatliche Beihilfe vorliegt/nicht vorliegt, und in welchem Umfang beihilfefrei gefördert werden kann, siehe FuEuI-Unionsrahmen.4

KMU im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen.5 Der Antragsteller erklärt gegenüber der Bewilligungsbehörde seine Einstufung gemäß Anhang I der AGVO im Rahmen des schriftlichen Antrags.

4 Besondere Zuwendungsvoraussetzungen

Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die den Stand der Technik deutlich übertreffen und durch ein hohes wissenschaftlich-technisches sowie wirtschaftliches Risiko gekennzeichnet sind. Die Vorhaben müssen die in Nummer 2 (Gegenstand der Förderung) genannten Anforderungen an ihre wissenschaftlich-technische Zielsetzung erfüllen und sollen die Grundlage für weiterführende Innovationsprozesse legen. Die Förderung ist in der Regel auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt.

Antragsteller müssen die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen geförderten Verbünden und Initiativen in diesem Bereich zeigen.

Antragsteller sollen sich – auch im eigenen Interesse – im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens mit dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation vertraut machen. Sie sollen prüfen, ob das beabsichtigte Vorhaben spezifische europäische Komponenten aufweist und damit eine ausschließliche EU-Förderung möglich ist. Weiterhin ist zu prüfen, inwieweit im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens ergänzend ein Förderantrag bei der EU gestellt werden kann. Das Ergebnis der Prüfungen soll im nationalen Förderantrag kurz dargestellt werden.

Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung. Alle Verbundpartner, auch die, die Forschungseinrichtungen im Sinne von Artikel 2 (Nummer 83) AGVO sind, stellen sicher, dass im Rahmen des Verbunds keine indirekten (mittelbaren) Beihilfen an Unternehmen fließen. Dazu sind die Bestimmungen von Nummer 2.2 des FuEuI-Unionsrahmens zu beachten. Vor der Förderentscheidung über ein Verbundprojekt muss eine grundsätzliche Übereinkunft über weitere vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden (vgl. BMBF-Vordruck Nr. 0110).6

5 Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen, die in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten7 fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. Diese können unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben (siehe Anlage) anteilig finanziert werden. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten vorausgesetzt. Zum Nachweis der Finanzierbarkeit des Eigenanteils sind auf Verlangen Unterlagen zur Prüfung der Bonität vorzulegen.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben individuell bis zu 100 % gefördert werden können.

Bei nichtwirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen und Universitätskliniken wird zusätzlich zu den durch das BMBF finanzierten zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

Die zuwendungsfähigen Ausgaben/Kosten richten sich nach den „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA)“ und/oder den „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Kostenbasis (AZK)“ des BMBF.

Für die Festlegung der jeweiligen zuwendungsfähigen Kosten und die Bemessung der jeweiligen Förderquote sind die Vorgaben der AGVO zu berücksichtigen (siehe Anlage).

Weitere Angaben zur Art und Umfang der Zuwendung können den BMBF-Richtlinien zur Antragstellung entnommen werden: http://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf

Die vollständige Bekannmachung finden Sie hier:

https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2021/09/2021-09-24-Bekanntmachung-Quantenkommunikation.html

In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH bis spätestens 3. Dezember 2021 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen.

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2406Tue, 28 Sep 2021 10:03:35 +0200Die Metrologie im Blick http://photonicnet.de/Ausschreibung des Helmholtz-Preises 2022. Bewerbungsschluss 7. Januar 2022.

Presseinformation 27.09.2021

In der Welt der Metrologie – der Wissenschaft vom exakten Messen – ist er die höchste europäische Auszeichnung: der mit insgesamt 40 000 € dotierte Helmholtz-Preis. Mit ihm ehren der Helmholtz-Fonds e. V. und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft alle zwei Jahre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für hervorragende wissenschaftliche und technologische Errungenschaften auf dem Gebiet der Präzisionsmessung in Physik, Chemie und Medizin.

Der Preis wird in zwei Kategorien ausgeschrieben: „Präzisionsmessung in der Grundlagenforschung“ und „Präzisionsmessung in der angewandten Messtechnik“. Bewerbungsschluss für die aktuelle Ausschreibung ist der 7. Januar 2022. Weitere Informationen über den Preis und das Bewerbungsverfahren sind auf der Webseite des Helmholtz-Fonds zu finden.

BEWERBUNG
Zugelassen werden Arbeiten, die in Europa oder in Zusammenarbeit mit deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entstanden sind. Sie sollten selbst angefertigt und erst kürzlich abgeschlossen worden sein. Es können sowohl veröffentlichte als auch unveröffentlichte Arbeiten eingereicht werden. Für die Darstellung und den Umfang der Manuskripte gelten die gleichen Kriterien wie für die Abfassung wissenschaftlicher Artikel. Die Manuskripte können auf Deutsch oder Englisch verfasst werden. Englische Versionen sollten einen deutschen Titel und eine deutsche Zusammenfassung enthalten.

PREISVERLEIHUNG
Der Helmholtz-Preis wird am 12. Mai 2022 im Rahmen des internationalen WE-Heraeus-Seminars „High-Precision Measurements and Searches for New Physics“ im Physikzentrum in Bad Honnef verliehen. Das WE-Heraeus Seminar bietet ein vielfältiges und wissenschaftlich hervorragendes Vortragsprogramm. Vorträge der Preisträger zu den wissenschaftlichen Ergebnissen der ausgezeichneten Arbeiten sind ein wichtiger Bestandteil.

DER HELMHOLTZ-FONDS E. V.
Der Helmholtz-Fonds wurde 1913 als eingetragener Verein von den Mitgliedern des damaligen Kuratoriums der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt (PTR) in Berlin gegründet, darunter Albert Einstein, Carl von Linde, Walther Nernst, Max Planck, Wilhelm Conrad Röntgen und Wilhelm Wien. Der Helmholtz-Fonds e. V. ist eine gemeinnützige Einrichtung, die sich ganz der Metrologie verschrieben hat. Sie fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und zeichnet regelmäßig herausragende metrologische Leistungen aus.

ANSPRECHPARTNERIN
Dr. Thekla Kiffmeyer Koordinatorin Helmholtz-Preis Tel.: +49 (0)531 592-3092 E-Mail: thekla.kiffmeyer(at)ptb.de

Autor: Jens Simon

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
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Tel.: (0531) 592-9314
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Web: www.ptb.de

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2405Mon, 27 Sep 2021 09:34:40 +0200ITO, Universität Stuttgart: Dr. Stephan Reichelt wird neuer Institutsleiter und Professor für Technische Optikhttp://photonicnet.de/Prof. Dr.-Ing. Stephan Reichelt hat den Ruf der Universität Stuttgart angenommen und übernimmt ab 01. Oktober 2021 die Institutsleitung des Instituts für Technische Optik (ITO) an der Fakultät 7: Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Osten an, der das ITO seit 2002 sehr erfolgreich leitete. Stephan Reichelt, geboren 1970 in Jena, hat an den Universitäten Chemnitz und Stuttgart Maschinen­bau studiert und dabei die Fachgebiete Technische Optik und Biomedizinische Optik vertieft.

Danach arbeitete er am Institut für Technische Optik unter Leitung und Mentoring von Prof. Dr. Hans Tiziani als wissen­schaft­licher Mitarbeiter im Bereich Interferometrie, Asphärenmesstechnik und diffraktiver Optik. Er promovierte dort 2004 zum Dr.-Ing. über das Thema der interferometrischen Optikprüfung mit computergenerierten Hologrammen.

2003 folgte ein Wechsel als Post Doc an die Universität Freiburg, Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK), Lehrstuhl für Mikrooptik (Prof. Dr. Hans Zappe), wo er interdisziplinäre Forschung zwischen Mikrosystemtechnik, Medizin und Optik vorantrieb. Mit Kollegen und Partnern wurden Forschungs­projekte zu durchstimmbarer Optik, Mikrooptik-Charakterisierung, MEMS-basierter endoskopischer OCT sowie im Bereich der physiologischen Vitalparameter-Sensorik durchgeführt.

2007 erfolgte dann ein Wechsel in die Industrie zu SeeReal Technologies nach Dresden, einem Startup, welches holographische 3D-Display­technologien entwickelt. Dort verantwortete er die Entwicklung im R&D Bereich sowie die Prototypenentwicklung von neuartigen, holographischen 3D-Displays, welche in Kooperation mit internationalen Partnern vorangetrieben wurde.

Von 2013 – 2021 war er als Entwicklungsleiter bei der SwissOptic AG (Heerbrugg, Schweiz) für kundenspezifische OEM-Produktentwicklungen im Auftrag internationaler Kunden aus der Halb­leiter­ausrüstung­s­industrie, der Geodäsie- und Metrologie-Branche tätig und entwickelte gemeinsam mit seinem Team abbildende Präzisionsoptik im DUV- bis NIR-Spektralbereich für Inspektions- und Messobjektive, Luftbildkameras, Systeme für die Lasermaterialbearbeitung sowie die maskenlose UV-Lithographie.

Optische Systemtechnik, angewandte Optik sowie optische Messtechnik, Sensorik und digital-optische Bildgebung sind die Schwerpunkte seiner bisherigen wissenschaftlich-technischen Arbeit. Er fühlt sich einem ganzheitlichen Ansatz, einer ausgewogenen Symbiose zwischen Grundlagen- und anwendungs­orientierter Forschung sowie der damit verbundenen Applikationsrelevanz verpflichtet.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Optik-Community, liebe Studierende

Ich freue mich sehr über das Privileg und die Verantwortung, das Institut für Technische Optik an der Universität Stuttgart mit seiner über 60-jährigen Tradition und einwandfreien Reputation weiter­führen zu dürfen.

Sie sind sicher neugierig und werden sich fragen: Wie geht es mit dem ITO weiter, und welche Schwerpunkte bzw. Forschungsfelder bleiben bestehen oder werden neu besetzt? Nun, da möchte ich Sie einerseits beruhigen und andererseits einen kleinen Ausblick geben.

Die Kontinuität in den angestammten Forschungsfeldern des ITO (von den Grundlagen zur Anwendung, vom Design über Herstellung, Systemintegration und Applikation) ist mir eine Herzens­sache. Optische Messtechnik und Sensorik für industrielle und wissenschaftliche Anwendungen, Design und Simulation, jeweils von Nano bis in den Makrobereich sowie verbunden mit einem starken Technologieportfolio zur Strukturierung auf Nano-, Mikro- und Mesoskala stehen für das ITO – dies wird so bestehen bleiben! Wir haben weiter den Anspruch und die Ambition, Ihr erster Ansprech­partner zu sein, wenn es um die Lösung grundlegender oder anwendungsspezifischer Fragestellungen der technischen Optik geht, für den Sie einen wissenschaftlichen Partner benötigen.

Daneben werden neue spannende Felder entstehen, welche sich unter dem Oberbegriff Bereich Digital Reality einordnen lassen. Neue Imaging-Technologien vereinen Digitalisierung, Mensch-Maschine Interfaces und Künstliche Intelligenz für Anwendungen den Bereichen Enterprise und Industrie 4.0. Dafür sind kreative, digital-analog optische Designs und System­architekturen erforder­lich.

Alle Studierende mit einer Affinität zur Optik möchte ich ermuntern: Besuchen Sie unsere Vorlesungen, Übungen und Seminare, lassen Sie sich von der faszinierenden Welt der Optik begeistern, schauen Sie sich bei uns um und kontaktieren Sie mich, wenn Sie Interesse an Bachelor-, Master- oder Promotionsarbeiten haben!

Ich möchte es nicht versäumen, Prof. Dr. Alois Herkommer und Dr. Tobias Haist herzlich zu danken. Beide haben hervorragend ad interim die Leitung und Professur in der vorangegangenen Übergangs­phase übernommen, was mir den Start sehr erleichtert.

Ich bin erfreut, neugierig und gespannt – insbesondere freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit und den persönlichen Austausch mit Ihnen!

Herzlichst, Ihr
Stephan Reichelt

 

 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den MitgliedsunternehmenForschung und Wissenschaft
news-2404Fri, 24 Sep 2021 13:10:39 +0200Young Researcher Award 2022http://photonicnet.de/For the twelfth time, the Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT) invites young researchers to apply for the SAOT Young Researcher Award (YRA) in Advanced Optical Technologies. The 100.000 € award is open to scientists with a proven record in optics, photonics and optical technologies.For more details, see

SAOT Young Researcher Award (YRA) in Advanced Optical Technologies 2022

Please send your application to Prof. Dr.-Ing. Michael Schmidt, Director and Coordinator of SAOT, via email: saot-administration(at)fau.de

Deadline for applications is February 28, 2022.

The award winner will be announced in April 2022, with the award ceremony taking place in the summer of 2022.

 

Kontakt:

Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT)

www.saot.fau.de

Friedrich-Alexander University Erlangen-Nürnberg (FAU)

Paul-Gordan-Str. 6

D-91052 Erlangen

 

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2402Fri, 24 Sep 2021 08:47:05 +0200Gemeinsam für den Strahlenschutz in Europa: EURAMET startet ein neues Europäisches Metrologienetzwerk http://photonicnet.de/Zentrale Anlaufstelle bündelt die Kompetenzen – Koordination liegt bei der PTB. Weltweit sind mehr als 23 Millionen Menschen bei der Arbeit zeitweise ionisierender Strahlung ausgesetzt; die natürliche Strahlung ist allgegenwärtig und betrifft jeden. Und das Thema Strahlenschutz wird immer vielfältiger. Neueste Entwicklungen wie etwa gepulste Strahlung in medizinischen, industriellen oder technischen Anwendungen haben dazu geführt, dass immer häufiger Strahlungsfelder von wachsender Komplexität entstehen. Entsprechend anspruchsvoller wird auch die Metrologie, die genaue Messung dieser Strahlung, als Grundlage der Qualitätssicherung der eingesetzten Messgeräte zum Schutz von Mensch und Natur. Um die Kompetenzen der Metrologen, der Strahlenschützer, der Industrie und der anderen Akteure auf diesem Gebiet zu bündeln und zu fördern, ist jetzt ein Europäisches Metrologienetzwerk (EMN) für „Radiation Protection“ ins Leben gerufen worden. Unter dem Dach von EURAMET findet sich hier die Expertise von 16 nationalen Metrologieinstituten, zwei nationalen und einer europäischen Strahlenschutzorganisation. Koordinatorin ist Annette Röttger von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB).

Die Idee des Strahlenschutzes entwickelte sich schon ein Jahr nach Röntgens Entdeckung der Röntgenstrahlung, nämlich im Jahr 1896 Damals prägte der amerikanische Ingenieur Wolfram Fuchs den Begriff „radiation protection“. Doch bis sich die Idee wirksam durchsetzte, folgte eine lange und wechselvolle Entwicklung, angefangen mit den schlimmen Strahlenschäden, die sich die Forschungspioniere auf diesem Gebiet oftmals zuzogen, bis hin zur heutigen Situation mit ihren vielfältigen, strengen gesetzlichen Schutzregelungen. Dabei umfassen diese Regelungen sowohl den Schutz der Beschäftigten vor beruflicher Strahlenexposition als auch den Schutz der Bevölkerung vor den Folgen der natürlichen Radioaktivität wie z. B. Radon. In letzter Zeit wurden beispielsweise die Bestimmungen zum Schutz der Augenlinse oder beim Umgang mit gepulsten Strahlungsfeldern, wie sie etwa in der Laser-Materialbearbeitung eingesetzt werden, verschärft. Neue europäische Regelungen zum Umgang mit Radon sind in der Umsetzung. An diese Bestimmungen muss die Messtechnik laufend angepasst werden. Bei Kalibrierung oder Prüfung reicht es nicht, das Gerät mit nur einer Strahlungsquelle zu testen, sondern es muss genau darauf geachtet werden, wie vielfältig die Anforderungen im späteren Einsatz sein werden. Nur so lässt sich gewährleisten, dass das Messgerät auch in realen Situationen zuverlässig misst. „Der technologische Wandel sorgt für ganz neue Fragestellungen, die schnell und zuverlässig gelöst werden müssen. So ist die Eignung eines Messgerätes für den möglicherweise komplexen Messzweck heute die zentrale Herausforderung in der Metrologie des Strahlenschutzes“, umreißt Annette Röttger, Leiterin der PTB-Abteilung „Ionisierende Strahlung“ und Koordinatorin des neuen Netzwerks, die herausfordernde Aufgabe.

Es ist eine Aufgabe, die nur durch Arbeitsteilung gemeinsam zu lösen ist. „Es macht keinen Sinn, dass eine aufwendige Messeinrichtung gleich vielfach in Europa vorhanden ist und gleichermaßen wichtige Infrastrukturen für andere Aufgaben fehlen“, macht Röttger klar. „Stattdessen wollen wir in dem neuen Netzwerk ermitteln, wo Bedarf herrscht, und dort gezielt unsere Mitglieder dabei unterstützen, die fehlende Infrastruktur zu entwickeln“. Das neue Netzwerk hat also die Aufgabe, eine besser koordinierte Metrologie-Landschaft in Europa aufzubauen. „Es geht darum, die vorhandenen Kompetenzen und Kapazitäten klug zu bündeln, um den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen – und schließlich mit Weitsicht neue Kompetenzen zu bilden“, so die Koordinatorin. „Nur dann können Menschen und Organisationen sicher sein, dass die strengen gesetzlichen Regeln in Europa überall in gleicher Qualität in die Praxis übertragen werden. So können wir die Einführung neuer Technologien kompetent begleiten und gleichzeitig das Schutzniveau in Europa erhalten und ausbauen.“

Das EMN für Radiation Protection fügt sich in die Reihe bestehender Metrologienetzwerke ein, die EURAMET, die Europäische Vereinigung nationaler Metrologieinstitute, in den letzten drei Jahren auf die Beine gestellt hat. Aktuell sind es neun Netzwerke, die auf ihrem jeweiligen Gebiet den europäischen und globalen Metrologiebedarf analysieren und koordiniert angehen wollen. Die jeweiligen Mitgliedsinstitute formulieren gemeinsame Strategien zu Forschung, Infrastruktur, Wissenstransfer und Dienstleistungen. Die Mitglieder verpflichten sich, einen Beitrag zum EMN zu leisten und dabei zu helfen, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die von Anfang an strategisch geplant sind. Dabei streben die EMNs danach, eine zentrale Anlaufstelle in Europa zu werden. Das Ziel ist, eine langfristige Infrastruktur aufzubauen, in der aus Regulierung, Politik und Industrie der aktuelle Bedarf zu diesem Thema gesammelt wird. Das EMN unterstützt dabei die Koordinierung von Fachwissen, um die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen.

Das EMN für Radiation Protection wurde am 16. September 2021 offiziell gegründet. Die ersten Mitglieder sind die PTB, NPL (Vereinigtes Königreich), Vinča (Serbien), IMBiH (Bosnien und Herzegowina) sowie IFIN-HH (Rumänien); das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist Partner. Als weitere Mitglieder sind Organisationen aus Frankreich, Tschechien, Italien, Polen, Kroatien, Portugal, Slowenien, Belgien, Schweden und Finnland vorgesehen. Eine Erweiterung der Mitgliederzahl ist ausdrücklich gewünscht.

Mit der zentralen Unterstützung von EURAMET bündelt das Netzwerk die Kompetenzen seiner Mitglieder und bietet ihren Dienstleistungen eine gemeinsame Plattform. „Das EMN für Radiation Protection wird außerdem durch das Internationale Büro für Maß und Gewicht (BIPM) und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) im herausragenden Maße unterstützt und erfreut sich über eine intensive Zusammenarbeit mit diesen global agierenden Organisationen“, sagte Annette Röttger.

Eine der wichtigsten Aufgaben des EMNs wird sein, der Metrologie des Strahlenschutzes eine starke Stimme in Europa zu geben, um zukünftig die technologische Entwicklung verantwortungsvoll begleiten und unterstützen zu können.
es/ptb

Ansprechpartnerin
Dr. Annette Röttger, Leiterin der PTB-Abteilung 6 Ionisierende Strahlung, Telefon: (0531) 592-6010, annette.roettger(at)ptb.de

Autor: Erika Schow

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2403Fri, 24 Sep 2021 08:18:00 +0200Innovationspreis Niedersachsen 2021 steht im Zeichen zukunftsweisender Technologienhttp://photonicnet.de/Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler haben in Hannover innovative Projekte aus Niedersachsen in den Kategorien ‚Vision‘, ‚Kooperation‘ und ‚Wirtschaft‘ mit dem Innovationspreis Niedersachsen geehrt – in diesem Jahr gemeinsam mit Dr. Hildegard Sander, der Vorstandsvorsitzenden des Innovationsnetzwerks Niedersachsen.„Durch diese Auszeichnung wollen wir gemeinsam das innovative Potenzial in unserem Land hervorheben. Nicht nur die Siegerinnen und Sieger, sondern alle Bewerberinnen und Bewerber zeigen, dass die niedersächsischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein enormes Innovationspotenzial besitzen“, so das Fazit von Niedersachsens Wirtschaftsminister Althusmann nach der Preisverleihung.

„Neben der Innovation müssen wir auch Transferstrukturen mitdenken“, ergänzt Wissenschaftsminister Thümler. „Daher freue ich mich besonders, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Unternehmerinnen und Unternehmern erfolgreich zusammenarbeiten, um Ideen made in Niedersachsen in Produkte und Anwendungen für Wirtschaft und Gesellschaft umzuwandeln.“

In der Kategorie ‚Vision‘ gewinnen der GAIA Aerospace e.V. aus Braunschweig und die GEPARD-Aerospace GmbH aus Faßberg mit dem Projekt ‚Valkyrie‘.

Die Kommerzialisierung der Raumfahrt gewinnt immer stärker an Relevanz. Das diesjährige Siegerprojekt aus Braunschweig hat einen konkurrenzlos günstigen und flexiblen Weg gefunden, sogenannte Cubesats in den erdnahen Orbit zu bringen. Dazu soll eine speziell auf diese kleinen Satelliten ausgerichtete Rakete entstehen, die luftgestützt starten kann. Das „Valkyrie“ getaufte Transportsystem wird unter dem Rumpf eines Airbus 320 angebracht und auf Höhen von mindestens zehn Kilometern gezündet. Die Besonderheit: Diese ‚erste Stufe‘ ist vollständig wiederverwendbar.

„Wir werden das bahnbrechende Projekt gern mit der Landesinitiative Niedersachsen Aviation begleiten und unterstützen – vielleicht sogar bis zur Etablierung eines eigenen Weltraumbahnhofs in Niedersachsen“, prognostiziert Wissenschaftsminister Thümler.

Mit dem landesweiten Robotikbildungsprojekt ‚Robonatives Initiative‘ gewinnt in der Kategorie ‚Kooperation‘ die Robokind Stiftung in Kooperation mit der Roboterfabrik der Leibniz Universität Hannover, der Industrie- und Handelskammer Hannover und der Region Hannover.

Die Themen Robotik und Künstliche Intelligenz werden Niedersachsens Wirtschaft zunehmend beeinflussen. Die kommenden Generationen brauchen daher frühzeitige Aus- und Weiterbildungen. Die Bildungsinitiative hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Themen als Teil des Wissens- und Erfahrungsschatzes bereits in Schule und Ausbildung zu verankern. Das Konzept dabei ist ganzheitlich: Es beinhaltet zielgruppenspezifische und zertifizierte Schulungsangebote, die Vermittlung von Fachwissen durch Lehrkräfte, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Unterstützung durch ein branchenübergreifendes Netzwerk. Besonders ist jedoch die einmalige Verbindung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Belange und die enge Kooperation der regionalen Partnerinnen und Partner, die das Erfolgsmodell gemeinsam tragen.

„Möglich wurde die Initiative nur durch erfolgreiche Kooperation: Die Robokind Stiftung hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Partnerinnen und Partnern eine Blaupause für ‚Robotikschulungen made in Niedersachsen‘ erstellt, die nun in den unterschiedlichen Regionen aufgebaut werden kann“, sagt Dr. Hildegard Sander.

In der Kategorie ‚Wirtschaft‘ gewinnt die innoSEP GmbH aus Hannover mit ihrer KI-Plattform für den industriellen Einsatz.

Mit ihrer revolutionären No-Code-KI-Plattform vereint die innoSEP GmbH zwei weit voneinander entfernte Fachdisziplinen miteinander: die Ingenieurwissenschaft und die Softwareentwicklung. Zukünftig können Industriebetriebe künstliche Intelligenz (KI) stärker und häufiger einsetzen, während der vereinfachte Zugang gleichzeitig mehr Experimentierräume für den Einsatz von KI ermöglicht. Die Plattform löst zudem ein grundlegendes Problem bei der Implementierung künstlicher Intelligenz in Industrie und Produktion: Mit der KI-Software für industrielle Anwendungen können Fachexpertinnen und -experten nun selbst und ohne umfassende Programmierkenntnisse KI-Anwendungen bedienen und erstellen.

Minister Althusmann: „Das Projekt ist ein innovativer Durchbruch in der KI-Entwicklung. In Zukunft wird es möglich sein, künstliche Intelligenz überall in der Industrie implementieren zu können. Ich bin sehr gespannt, wo die Technologie in Niedersachsen zum Einsatz kommen wird.“

Kontakt:

Geschäftsstelle des Innovationsnetzwerks Niedersachsen
c/o Innovationszentrum Niedersachsen GmbH

Schillerstr. 32
30159 Hannover

E-Mail-Adresse:
inn@nds.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2400Thu, 23 Sep 2021 08:46:20 +0200 Excelitas – Feierliche Einweihung des Produktionsneubaus im Göttinger Science Parkhttp://photonicnet.de/Excelitas erweitert seine Kapazitäten am Qioptiq-Standort in Göttingen. Am Dienstag, 21. September 2021, wurde der neue Produktionsstandort im Göttinger Science Park feierlich eröffnet. Das Investitionsvolumen betrug rund 25 Millionen Euro.Rund 90 Gäste nahmen an der Eröffnungsfeier teil, darunter der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, Rolf-Georg Köhler, die Kandidatinnen für das Oberbürgermeister-Amt Petra Broistedt und Doreen Fragel sowie die Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler, Jürgen Trittin und Konstantin Kuhle.

„Unsere Entscheidung, im Göttinger Science Park in ein neues Produktionsgebäude zu investieren, untermauert die strategische Bedeutung des Standortes Göttingen innerhalb des Excelitas-Konzerns. Das neue Gebäude bietet uns als Hightech-Unternehmen optimale Voraussetzungen für die Inbetriebnahme zusätzlicher Reinraumkapazitäten, die essenziell für weiteres Wachstum sind. Darüber hinaus ermöglicht das Grundstück Science Park zusätzliche potenzielle Erweiterungen“, unterstreicht Dr. Robert Vollmers, VP Operations, Commercial Optics bei Excelitas und Qioptiq-Geschäftsführer.

Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen: „Göttingen ist ein exzellenter Wissenschaftsstandort und beheimatet hochspezialisierte und weltweit erfolgreich agierende Wirtschaftsunternehmen. Wenn eine Stadt wirtschaftlich gut aufgestellt ist, dann kommt das direkt den Menschen zugute. Vor diesem Hintergrund ist die Einweihung des Neubaus als sichtbares Zeichen für den wirtschaftlichen Erfolg von Qioptiq und für den Wirtschaftsstandort Göttingen zu sehen. Herzlichen Glückwunsch!“

„Trotz der erheblichen Komplexität dieses Projekts, das inmitten einer globalen Pandemie hochqualifizierte externe und interne Ressourcen erforderte, konnte der Bau unseres neuen Standorts pünktlich und im Budget abgeschlossen werden. Im Namen von Excelitas Technologies danke ich unserem Führungsteam in Deutschland, allen Göttinger Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unseren externen Partnern für ihr gemeinsames Engagement, das diesen Erfolg ermöglichte“, ergänzt Joel M. Falcone, Excelitas EVP & COO.

Auf einem zunächst ca. 18.000 m² großen Areal entstand eine Produktionshalle, in der neue Reinräume der sehr hohen Reinheitsklasse ISO5 und zugehörige produktionsnahe Büroarbeitsplätze sowie die notwendige logistische Infrastruktur untergebracht sind. Das Gebäude hat eine Nutzfläche von insgesamt ca. 6.700 m², davon rund 1.500 m² Reinraumbereiche. Am neuen Standort werden in den nächsten Wochen ca. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit aufnehmen.

Mit den neuen Flächen im Science Park stehen dem Unternehmen insgesamt rund 2.600 m² Reinräume zur Montage komplexer optischer Systeme sowie für die Bereiche Coating und weitere Optik-Produktionsprozesse zur Verfügung. Excelitas hatte bereits in den Jahren 2012, 2015 und 2017 substanziell in neue Reinräume am Stammsitz in der Königsallee in Göttingen investiert. Die Gesamtproduktionsfläche (Fertigung inklusive Reinräume, Labore und Lager) des Optikspezialisten in Göttingen beträgt mit Fertigstellung des neuen Produktionsgebäudes mehr als 8.000 m² (vorher: ca. 4.400 m²). Am Hauptstandort des Photonik-Unternehmens in der Königsallee in Göttingen wird auch zukünftig weiterhin produziert werden.

Neben der Summe von rund 25 Millionen Euro für den Neubau hat das Unternehmen weitere rund 5 Millionen Euro in Anlagen und Ausrüstungen für die neue Produktionsstätte investiert. Dazu gehören eine Photovoltaik-Anlage, ein hochmodernes automatisches LeanLift-Materiallager sowie eine neue Ultraschall-Reinigungsanlage, die höchste Reinheitsanforderungen optischer Komponenten in der Halbleiterindustrie erfüllt.

Excelitas hat in Deutschland mehrere Fertigungsstätten: in Feldkirchen, Göttingen, Aßlar, Wiesbaden und Regen. Erst am 3. September hat der Konzern ein weiteres deutsches Unternehmen übernommen – die PCO AG in Kelheim, einen marktführenden Entwickler und Hersteller von hochwertigen wissenschaftlichen CMOS-Kameras für die Bildgebung in der Biomedizin und in industriellen Hochgeschwindigkeitsanwendungen.

Qioptiq in Göttingen hat aktuell ca. 360 Beschäftigte – Tendenz weiter steigend. Gesucht werden weiterhin engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Produktion und produktionsnahe Bereiche, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und Verwaltung. Auch in der Ausbildung ist das Unternehmen aktiv: Ausgebildet werden Feinoptiker, Industriekaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik und Industriemechaniker. Zudem wird ein duales Studium angeboten.

Im Frühjahr wurde die Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG mit den Standorten Göttingen, Feldkirchen, Regen und Aßlar mit dem FOCUS-Siegel „Bester Arbeitgeber 2021“ ausgezeichnet. Zudem wurde das Unternehmen für das Jahr 2021 als klimaneutral zertifiziert.

Über Excelitas Technologies

Excelitas Technologies® Corp. ist ein führender Industrietechnologiehersteller, dessen innovative, marktorientierte Photoniklösungen die hohen Anforderungen von OEM-Kunden und Endanwendern an Beleuchtung, Optik, Optronik, Bildgebung, Sensorik und Detektion erfüllen. Excelitas trägt damit entscheidend zu Kundenerfolgen auf unterschiedlichsten Zielmärkten bei – von Biomedizin über Forschung, Halbleiter, industrielle Fertigung, Sicherheit, Konsumgüter bis hin zu Verteidigung und Luft- und Raumfahrt. Nach dem Erwerb von Qioptiq im Jahr 2013 beschäftigt Excelitas heute mehr als 7000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien, die sich für Kunden in aller Welt engagieren. Bleiben Sie auf Facebook, LinkedIn, Instagram und Twitter mit Excelitas in Verbindung.

Kontakt:

Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG

Marina Schaefer, Göttingen

Tel.: +49-551-6935-123
E-Mail: marina.schaefer(at)excelitas.com

Excelitas Technologies Corp.

Oliver Neutert

Marketingmanager EMEA und Asien-Pazifik
Feldkirchen (bei München)

Tel.: +49-89-255458-965

E-Mail: oliver.neutert(at)excelitas.com

Internet: www.excelitas.com

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2401Thu, 23 Sep 2021 08:39:00 +0200Frank Härtig ist Präsident der IMEKO http://photonicnet.de/Der Vizepräsident der PTB setzt sich für die weltweite Weiterentwicklung von Messtechnik ein und ist Gastgeber des IMEKO-Weltkongresses 2024. Dr.-Ing. Prof. h. c. Frank Härtig, Vizepräsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), hat am 3.9.2021 die Präsidentschaft der International Measurement Confederation (IMEKO) übernommen. In den kommenden drei Jahren steht er an der Spitze dieses nichtstaatlichen Zusammenschlusses, dessen 42 Mitgliedsorganisationen sich mit der weltweiten Weiterentwicklung von Messtechnik befassen. Seine Ernennung fand im Rahmen des – diesmal digitalen – IMEKO-Weltkongresses 2021 statt.

Hochentwickelte Messtechnik ist die Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und Spitzenforschung. Und auch zukünftige Herausforderungen wie die weltweite Digitalisierung, die Neuordnung der Energieversorgung, Maßnahmen gegen den Klimawandel oder künftige Quantentechnologien brauchen verlässliche Messverfahren, um zu gelingen. Daher hat sich die 1958 gegründete IMEKO zum Ziel gesetzt, den Austausch von Wissenschaftlern und Ingenieuren zu fördern und so die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Messtechnik zu verbessern.

Bereits seit 2018 koordiniert Frank Härtig als „President Elect“ die 25 technischen Komitees der IMEKO, die sich unterschiedlichen Spezialgebieten der Messtechnik widmen. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Ausrichtung des kommenden IMEKO-Weltkongresses 2024 in Hamburg, zu dem hoffentlich wieder viele Teilnehmer persönlich anreisen werden, um sich auszutauschen. 

Weitere Informationen

Autor: Imke Frischmuth

Pressekontakt:
Imke Frischmuth
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9323
Fax: (0531) 592-3008
imke.frischmuth(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2398Wed, 22 Sep 2021 22:29:44 +0200VI Systems participates in energy efficient data link projecthttp://photonicnet.de/The Green ICT project of the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) has been awarded to a consortium of companies and universities which aims to reduce the energy consumption of edge servers in 5G networks by 90%.VI Systems is part of a consortium of companies and universities which is has been awarded with a grant from the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF). The total funding of EUR 12 million will be divided among the three winners of the Green ICT innovation competition. The project EC4 in which VI Systems participates ranks on the first place. It aims at the next generation of energy efficient high speed optical data communication links to reduce the energy consumption of edge servers in 5G networks by 90%.

The consortium is led by the Technical University of Dresden, Mobile Messaging Systems Section, and includes 11 companies and associated partners including Nokia Bell Labs, Vodafone, Globalfoundries, National Instruments. VIS is a leader in low cost optical components for the shortwave wavelength division multiplexing (SWDM) spectral range (vertical surface emitting laser (VCSEL) and photodetector chips) presently capable to 224 Gbps per single wavelength. It is expected that much higher data rates can be achieved with VCSEL chips in the future.

SOURCE

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2396Wed, 22 Sep 2021 22:22:22 +0200German Astronomical Society 2021 Awardshttp://photonicnet.de/The German Astronomical Society (AG) has named its prize winners for 2021. Jocelyn Bell Burnell is honoured with the Schwarzschild Medal; Fabian Schneider receives the Ludwig Biermann Award, Martin Roth the Instrument Development Award, Anke Arentsen the Doctoral Thesis Award and Uwe Reichert the Bürgel Prize. Lukas Weghs is awarded the Jugend forscht special prize.Professor Dame Jocelyn Bell Burnell, currently visiting Professor of Astrophysics at the University of Oxford, receives the Karl Schwarzschild Medal of the German Astronomical Society 2021 for her outstanding contributions to the field of astrophysics. With the highest award for astronomical research in Germany, the Astronomical Society honours Professor Bell Burnell as an eminent scientist whose work has not only created the field of pulsar astronomy - with diverse applications in a wide range of fundamental physics and astrophysics - but has had a great impact on the field of astrophysics as a whole. Many prestigious institutions and organisations, such as the Institute of Physics and the Royal Astronomical Society, have benefited greatly from her scientific leadership. With persistence and insight, driven by curiosity and determination, her discoveries, her research and her life-long dedication to conducting and promoting astronomical research, she has been one of the most inspiring scientists for generations.

Professor Martin Roth from the Leibniz Institute for Astrophysics Potsdam (AIP) is being honoured with the Instrument Development Award for his significant work on the development of 3D spectroscopy, his outstanding contributions to the research and development of astrophotonics, to the teaching and training of young scientists in astronomical instrumentation, and to the resulting advances in the astrophysical study of resolved stellar populations. Under his leadership, the PMAS instrument was a breakthrough in the observational technique of integral field spectroscopy, crowned by the successes of MUSE and VIRUS, producing internationally visible science results. He also been a pioneer in multi-disciplinary research, and transfer of knowledge and technology, e.g., the use of astronomical instrumentation for medicine and life science. His achievements include the establishment of the interdisciplinary centre innoFSPEC, which is dedicated to the development of astrophotonic technologies and is unique in Germany.

With the Ludwig-Biermann-Award, the AG honours Fabian Schneider, junior group leader at the Heidelberg Institute for Theoretical Studies (HITS), for his work on the study of the evolution of massive stars, binary stars and supernovae. His research achievements led to numerous and highly cited publications. He is considered an internationally recognized expert in his field. Fabian Schneider received his PhD at the University of Bonn in 2015. He then moved to Oxford University as a Hintze Fellow. In 2018 he became a Gliese Fellow at the Center for Astronomy at Heidelberg University. In 2020, he received an ERC Starting Grant, and started to establish a research group focused on stellar evolution theory and the turbulent and explosive lives of massive stars at HITS in January 2021.

For her spectacular results on the chemical composition and dynamics of stars in the inner regions of our Milky Way, the AG awards the Doctoral Thesis Prize to Anke Arentsen. She received her PhD from the Leibniz Institute for Astrophysics Potsdam (AIP) and is currently a postdoc at the astronomical observatory in Strasbourg. Her PhD thesis was dedicated to Galactic Archeology and the oldest stars in our home galaxy. Anke Arentsen made important contributions to the understanding of the Milky Way and what it looked like at its infancy. She published the scientific results of her dissertation in several publications and successfully presented them at international conferences and public lectures.

The AG awards the Bruno H. Bürgel Prize to Uwe Reichert, for excellent popular representations of the latest astronomy results in the German media. As editor-in-chief of the astronomy magazine Sterne und Weltraum, Uwe Reichert played a leading role in determining the development and content of the magazine for over 13 years, and was extremely adept at adapting the editorial and technical practices to the new challenges of the digital media world. Sterne und Weltraum is the leading German language publication for generally accessible astronomy. It is a globally unique cooperation between active professional astronomers, the amateur astronomy community, and science journalists. It is characterised by outstanding quality, educational materials, an internet platform with daily astronomy news, and a very successful Twitter and Youtube channel.

Lukas Weghs, from the Städtisches Gymnasium Kempen, receives a special price from the AG for the best work in the field of astronomy in the national competition "Jugend forscht" (youth's research). With his work "Photometric search for Exomoons by using deep learning and a convolutional neuronal network", which he developed at the Institute of Planetary Research at DLR in Berlin, he was also the national winner in the field of space and earth sciences. Lukas developed a self-learning program for a high-performance computer that supports the search for moons around exoplanets. The program systematically analyses deviations in the light curve of transit events that cannot be explained by the transiting planet alone. It thus provides clues to the possible existence of exomoons.

The award ceremonies will take place during the virtual annual meeting of the German Astronomical Society from September 13-17, 2021.

 

Photos and Credits:

Jocelyn Bell Burnell: Courtesy Royal Society of Edinburgh
Martin Roth: BMBF
Fabian Schneider: Annette Mück / HITS
Anke Arentsen: private
Uwe Reichert: private

SOURCE

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2395Wed, 22 Sep 2021 14:44:12 +0200TRUMPF erhöht Investment in Q.ANT http://photonicnet.de/TRUMPF erhöht sein Investment in die Tochtergesellschaft Q.ANT und steigt damit in die Entwicklung von Quantencomputer-Chips ein. Das Start-up Q.ANT hat ein Photonik-Chip-Verfahren entwickelt, mithilfe dessen hochspezielle Lichtkanäle auf Silizium-Chips aufgebracht werden können. Etablierte elektronische Großrechner lassen sich durch diese hochmoderne Quantentechnologie erweitern.

Die Technologie von Q.ANT ist die Basis für den Einsatz von Quantencomputern unter Alltagsbedingungen und in gewöhnlichen Rechenzentren. Die Quantencomputer-Chips benötigen keine aufwändige Kühlung oder vibrationsfreie Umgebung. Im Vergleich zu anderen Quantencomputer-Plattformen ist das Herstellungsverfahren einfach und ermöglicht die Generierung von vielen Quantenbits.

Die Quantencomputer-Chips sollen bei der TRUMPF-Tochtergesellschaft TRUMPF Photonic Components in Ulm produziert werden.

Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetAus den MitgliedsunternehmenPressemeldung
news-2394Tue, 21 Sep 2021 13:38:35 +0200BMBF: 6G-Industrieprojekte zur Erforschung von ganzheitlichen Systemen und Teiltechnologien für den Mobilfunk der 6. Generationhttp://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung der „6G-Industrieprojekte zur Erforschung von ganzheitlichen Systemen und Teiltechnologien für den Mobilfunk der 6. Generation“ im Forschungsprogramm für Kommunikationssysteme „Souverän. Digital. Vernetzt.“, Bundesanzeiger vom 13.09.20211 Förderziel und Zuwendungszweck

Die Fördermaßnahme ist Teil des neuen Forschungsprogramms der Bundesregierung zu Kommunikationssystemen „Souverän. Digital. Vernetzt.“, in dem die gezielte Unterstützung und der Ausbau der Forschung und Entwicklung des Mobilfunks der 6. Generation (6G) in Deutschland ein wesentliches Handlungsfeld zur Umsetzung der strategischen Ziele des Programms darstellt. Aktuelle internationale Entwicklungen zur Erforschung von 6G weltweit weisen darauf hin, dass 6G zu einer Schlüsseltechnologie werden wird. Mit der Erforschung des zukünftigen Kommunikationssystems 6G leistet die Fördermaßnahme einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Zukunftskompetenzen Deutschlands im Rahmen der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung. Da Kommunikationssysteme integraler Bestandteil und Voraussetzung jedweder Digitalisierung sind, hat das Programm Berührungspunkte zu zahlreichen weiteren laufenden oder geplanten Strategien und Programmen der Bundesregierung und ihren Ressorts. Bezüge bestehen insbesondere zu den Forschungsprogrammen zur IT-Sicherheit, zur zivilen Sicherheit, zur Industrie 4.0, zur Medizintechnik, zum autonomen und vernetzten Fahren, zur Mikroelektronik, zu interaktiven Technologien, zu Quantentechnologien sowie zur Zukunft der Wertschöpfung.

Ziel der Fördermaßnahme ist es, einen wichtigen Schritt hin zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas zu gehen. Ein Beitrag zur technologischen Souveränität soll durch den Ausbau der Forschung und Entwicklung zu Schlüsseltechnologien für zukünftige Kommunikationssysteme, Know-how-Ausbau in der Wirtschaft, Fachkräfteausbildung und Mitgestaltung in der Standardisierung geleistet werden. Anspruch ist es, in diesem Forschungsfeld an der Spitze der bereits anlaufenden internationalen Forschung zu agieren und frühzeitig den Transfer in die Anwendung vorzubereiten. Deutschland und Europa müssen 6G maßgeblich mitgestalten, frühzeitig technologische Grundlagen entwickeln und patentrechtlich schützen und somit das Fundament dafür legen, bei dieser Schlüsseltechnologie mit innovativen und international wettbewerbsfähigen Produkten wichtiger Akteur am globalen Markt zu werden. Mit der Maßnahme soll somit ein wichtiger Beitrag dazu geleistet werden, dass Deutschland in der Weltspitze als Technologieanbieter wieder eine führende Rolle einnimmt. Für die Forschung, die Entwicklung und vor allem den Transfer von 6G im Sinne von technologischer Souveränität ist ein holistischer Systemansatz maßgeblich für den Erfolg. Das 6G-Ökosystem umfasst deshalb alle Technologieebenen, d. h. die Material-, Komponenten-, Mikroelektronik-, Modul- und Netzebenen (einschließlich IT-Sicherheit, Software und künstliche Intelligenz). Das Gesamtsystem muss entwickelt, demonstriert und validiert werden. Ergänzend wird auch die explorative Forschung zu den für 6G relevanten Teiltechnologien unterstützt, um eine besonders hohe Technologietiefe und -diversität zu erreichen. Kooperationen bei der Validierung der 6G-Technologien mit den 6G-Forschungs-Hubs zur Hebung von Synergien sind anzustreben. Eine angemessene Mitarbeit an übergreifenden Fragestellungen in Arbeitsgruppen der 6G-Plattform ist verpflichtend. Damit Deutschland auf gleicher Ebene mit anderen nationalen 6G-Programmen agieren und im Wettbewerb bestehen kann, sind staatliche Zuwendungen erforderlich.

Der Zweck der Zuwendungen ist es, schlagkräftige industriegeführte Verbundprojekte und kompakte Pionierprojekte dabei zu unterstützen, umfassende Forschung zu grundlegenden Technologien für 6G und begleitend zu der dafür notwendigen fasergebundenen Kommunikation (Backbone) vorzubereiten. Dabei sollen Gesamt- bzw. Teilsysteme für 6G in einer üblichen Projektlaufzeit von drei Jahren auf allen erforderlichen technologischen Ebenen erforscht, entwickelt und demonstriert werden. Hierzu ist eine dem Vorhaben angemessene Methodik zu verwenden und es sind die im Projekt erzielten Ergebnisse geeignet zu evaluieren, zu bewerten, zu publizieren und für die weitere Verwertung vorzubereiten.

Mit der Maßnahme soll im Ergebnis erreicht werden, dass wissenschaftliche und wirtschaftliche Akteure aus Deutschland bei der Ausgestaltung der technologischen Grundlagen von 6G im weltweiten Vergleich eine starke Rolle einnehmen. Diesbezügliche Indikatoren sind u. a.: Anzahl von 6G-relevanten Patenten, Anzahl unter deutscher Mitwirkung entstandener Beiträge zu Standardisierungsgremien für 6G, Anzahl der multilateralen Kooperationen zu 6G mit anderen Staaten (die die demokratischen Grundsätze der EU teilen), Wachstum des Forschungs- und Entwicklungs-Personals in der Telekommunikationsbranche, die Berücksichtigung von deutschen Interessen bei der Frequenzregulierung, Erhöhung der Produktvielfalt bzw. Herstellerdiversität für Netzausrüstung („Made in Germany“ oder in Europa gefertigt), Steigerung des Anteils von in Deutschland und Europa hergestellten Netzkomponenten in der deutschen Mobilfunkinfrastruktur (samt Kernnetz) und Anreize zu schaffen, Netzkomponenten in Deutschland zu fertigen. Die Ergebnisse der Fördermaßnahme sollen dabei helfen, die Abhängigkeit bei Schlüsselkomponenten von außereuropäischen Herkunftsländern in Lieferketten weitestgehend zu reduzieren. So soll die Innovations- und Wertschöpfungskette möglichst durchgängig im deutschen und europäischen Raum verbleiben. Damit soll ein wesentlicher Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas geleistet werden. Auch die Folgen der Corona-Pandemie sollen für die Unternehmen abgeschwächt werden, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen und die Weichen für ein starkes Ökosystem für Netztechnologien zu stellen.

2 Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Verbundprojekte,

  • die sich aus schlagkräftigen Konsortien zusammensetzen, die aufgrund ihrer beteiligten Stakeholder aus der Telekommunikationsindustrie, Anwenderindustrien und Industrieverbänden einen starken Einfluss auf die internationale Mobilfunkstandardisierung und -regulierung ausüben können, und sich der Erforschung und Entwicklung einer ganzheitlichen 6G-Architektur und der dafür notwendigen Technologien im Rahmen von zukunftsweisenden Anwendungsszenarien widmen,
  • in denen die Partner sich ergänzende Module für ein flexibles 6G-Gesamtsystem mit offenen Schnittstellen entwickeln, um die Produktvielfalt zu stärken und gleichzeitig attraktive Angebote für Anwenderindustrien zu schaffen (für die Konsortien der Verbundprojekte ist eine Struktur zu wählen, die unternehmensseitig im technologischen Schwerpunkt junge Unternehmen und KMU aufweist und welche durch weitere notwendige Stakeholder wie zuvor beschrieben ergänzt wird),
  • die sich auf einzelne erfolgversprechende Themenschwerpunkte für ein zukünftiges 6G-System konzentrieren und als Pionierprojekte die zuvor genannten Projekte für 6G-Gesamtsysteme flankieren.

Gegenstand der Förderung sind innovative Lösungen, mit denen sich in geeigneter Zusammenstellung ganzheitliche Systeme und einzelne erfolgversprechende Themenschwerpunkte für den Mobilfunk der 6. Generation realisieren lassen. Themenschwerpunkte sind z. B.:

  • Konzepte für öffentliche und nichtöffentliche Mobilfunknetze, die speziell auf zentrale Industriezweige Deutschlands zugeschnitten sind,
  • hochleistungsfähige Funkschnittstellen in Bezug auf Datenrate, Spektrumsnutzung, Zuverlässigkeit, Latenz und Energieverbrauch,
  • Technologien und Ansätze für resiliente, sichere und hochzuverlässige Kommunikationssysteme,
  • Konzepte für Flächenabdeckung durch ultrabreitbandige intelligente und aktiv anpassbare 6G-Antennensysteme für Gigahertz- und Terahertz-Frequenzbereiche,
  • tiefe Integration von KI-Technologien zur Netzsteuerung und -optimierung sowie in Übertragungsverfahren und Signalverarbeitung,
  • Mobilfunknetze als Infrastruktur für mobile, netzunterstützte KI- und Rechendienste,
  • neue Netztopologien und Systemarchitekturen, beispielsweise zur Umsetzung industrieller Anwendungsfälle,
  • innovative Sharing-Konzepte zur effizienteren Nutzung des Spektrums,
  • Unterstützung von neuer, agiler Mensch-Maschine-Interaktion und von personenbezogenen telemedizinischen Anwendungen,
  • Nutzung von Quantentechnologien für die Verbesserung klassischer Kommunikationssysteme,
  • flexible, modulare, skalierbare und programmierbare Infrastrukturen, z. B. hinsichtlich einer vertrauenswürdigen Architektur,
  • Netzoptimierung der Ressourcen- und Energieeffizienz,
  • Individualisierung der Funkumgebung durch intelligente, rekonfigurierbare Oberflächen,
  • Nutzbarmachung von höheren Frequenzen im Millimeterwellen- und (Sub)Terahertzbereich, auch für den mobilen Funkzugang,
  • optische Hochgeschwindigkeitsnetze und photonisch-elektronische Integration für Kommunikationssysteme,
  • Konzepte für hohe Lokalisierungsgenauigkeit im Zentimeterbereich und die sensorische Erfassung der Umwelt mittels Kommunikationstechnologien (z. B. in der Produktion),
  • Technologien, um abgelegene ländliche Gebiete besser versorgen zu können, wie z. B. die Integration von nicht-terrestrischen Kommunikationsnetzen,
  • drahtlose Technologien, die eine hohe elektromagnetische Verträglichkeit aufweisen bzw. Alternativen für die Funkkommunikation darstellen, wie z. B. die optische Drahtloskommunikation im sichtbaren Licht.

Die genannten Themenschwerpunkte sind als Beispiele zu sehen. Weitere nichtgenannte Schwerpunkte mit hoher Relevanz für 6G können ebenfalls adressiert werden.

Als grundlegende Querschnittsthemen sollen von den Verbundprojekten die Themen Security by Design (unter Berücksichtigung möglicher Angriffe mittels Quantencomputern), Nachhaltigkeit, hier insbesondere im Sinne der Energieeffizienz, Datensparsamkeit, Langlebigkeit und ressourcenschonenden Instandhaltung, möglichst geringer Strahlenexposition und möglichst hoher gesellschaftlicher Akzeptanz mit Bezug zu den untersuchten Themenschwerpunkten erforscht werden. Darüber hinaus zählen Normung, Frequenzregulierung und Vorbereitung der Standardisierung zu weiteren wichtigen Querschnittsthemen, die im Kontext der Projektarbeiten themenbezogen adressiert werden müssen.

Um die Wirkkraft der 6G-Initiative zu erhöhen, sind die Verbundprojekte verpflichtet, mit der begleitenden 6G-Plattform zu übergeordneten Fragestellungen wie z. B. Roadmapping, 6G-Architekturdefinitionen, Anforderungsdefinitionen relevanter zukünftiger Anwendungsfälle, Harmonisierung mit internationalen Stakeholdern in der 6G-Entwicklung, Festlegung von 6G-Funkfrequenzen oder zu standardisierungsrelevanten Vorabstimmungen zusammenzuarbeiten. Die Konsortialleiter werden in die Arbeit der 6G-Plattform in geeigneter Form eingebunden. In den Arbeitsplänen aller Verbundprojekte sind entsprechende Ressourcen vorzusehen.

Die Einreichung von Projektskizzen ist bis zum 6. Dezember 2021 möglich.

Die vollständige Richtlinie des BMBF finden Sie hier.

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetFördermaßnahmen / Bekanntmachungen
news-2393Fri, 17 Sep 2021 13:01:40 +0200Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG als klimaneutral zertifizierthttp://photonicnet.de/Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der Excelitas Technologies Corp., hat die Zertifizierung als klimaneutrales Unternehmen erreicht. Damit wurde sein Engagement zur Begrenzung des Klimawandels anerkannt. Diese Zertifizierung erlangen nur Unternehmen, die auf drei Ebenen aktiv werden, um ihren CO2-Fußabdruck zu neutralisieren: Ermittlung der Treibhausgasemissionen durch unabhängige Prüfer und auf wissenschaftlicher Basis, Maßnahmen zur weitgehenden Reduzierung der eigenen CO2-Emissionen sowie Unterstützung von Projekten zur CO2-Reduzierung zum Ausgleich der verbleibenden Treibhausgasemissionen.

Alle Treibhausgase, die Qioptiq in Deutschland emittiert, wurden von unabhängigen, externen Umweltberatern nach den offiziellen Richtlinien des Greenhouse Gas (GHG) Protocol berechnet. Das Unternehmen hat einen Prozess angestoßen, um die eigenen Treibhausgasemissionen zu minimieren. Allein im Rahmen des Energiemanagements wurden im Zeitraum von 2015 bis 2019 bereits über 1180 Tonnen CO2 eingespart. Weitere Maßnahmen sind zum Beispiel die Errichtung von Photovoltaikanlagen zur Eigenversorgung mit Ökostrom, die Ausstattung mit E-Ladestationen für Firmen- und Mitarbeiterwagen, die etappenweise Umrüstung des Fuhrparks auf E- und Hybridfahrzeuge, die Anschaffung energieeffizienter Maschinen und Anlagen, der großräumige Einsatz energiesparender LEDs und die Reduzierung von Einmalverpackungen in den Firmenkantinen. Der Katalog an Maßnahmen soll auch in Zukunft kontinuierlich überprüft und ergänzt werden.

Um die verbleibenden, nicht zu vermeidenden Emissionen auszugleichen, erwarb Excelitas Klimaschutzzertifikate für das Jahr 2021, die drei Projekte unterstützen, welche sämtlich nach dem Verified Carbon Standard (VCS) zertifiziert sind, dem weltweit am weitesten verbreiteten freiwilligen GHG-Programm. Die Projekte engagierten sich für Wiederaufforstung in Uruguay sowie für Waldschutz und Wasserkraft in Brasilien.

„Der Klimawandel ist ein globales Thema, und Excelitas hat sich in unseren deutschen Betrieben verpflichtet, zur Nachhaltigkeit beizutragen und den globalen CO2-Ausstoß zu reduzieren“, sagte Dr. Robert Vollmers, Vice President Operations, Commercial Optics bei Excelitas. „Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern tragen dazu bei, Wirtschaft, soziale Bedingungen und Ökologie zu verbessern und gleichzeitig die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu verwirklichen. Für Schwellen- und Entwicklungsländer ist der Emissionshandel ein wichtiger Treiber für den Transfer sauberer Technologien und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung“, so Vollmers weiter.

Nach dem im Kyoto-Protokoll beschriebenen Prinzip des „Clean Development Mechanism“ (CDM) sollen Treibhausgase, die an einem Ort auf der Erde ausgestoßen werden und nicht vermieden werden können, durch Klimaschutzprojekte an anderen Orten eingespart werden. Um dieses Ziel zu finanzieren, können Unternehmen Zertifikate für entsprechende Klimaschutzprojekte erwerben. Jedes Zertifikat stellt eine Tonne Kohlendioxid dar, die durch das jeweilige Projekt eingespart wird. Weltweit gibt es zahlreiche Klimaschutzprojekte, von denen die meisten erneuerbare Energien fördern.

„Nachhaltigkeit ist entscheidend für unsere globale Zukunft“, sagte David Nislick, CEO von Excelitas Technologies. „Wir haben erkannt, dass freiwillige Emissionsreduktionen und die Kompensation unvermeidbarer Emissionen unerlässlich sind, um dem Klimawandel wirksam entgegenzuwirken. Und da konkrete Maßnahmen für den globalen Wandel von entscheidender Bedeutung sind, finanzieren wir wichtige Klimaarbeit, die unser Engagement zur Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes und zur Führung durch verantwortungsvolles unternehmerisches Engagement honoriert.“

 

Weitere Informationen zu den Programmen, die Excelitas im Rahmen dieser Initiative unterstützt, finden Sie unter den folgenden Links.

Projekt Guanaré Forrest Plantation (Wiederaufforstung in Uruguay)

Projekt Pacajai Redd+ (Waldschutz in Brasilien)

Projekt Baesa (Wasserkraft in Brasilien)

Über Excelitas Technologies

Excelitas Technologies® Corp. ist ein führender Industrietechnologiehersteller, dessen innovative, marktorientierte Photoniklösungen die hohen Anforderungen von OEM-Kunden und Endanwendern an Beleuchtung, Optik, Optronik, Bildgebung, Sensorik und Detektion erfüllen. Excelitas trägt damit entscheidend zu Kundenerfolgen auf unterschiedlichsten Zielmärkten bei – von Biomedizin über Forschung, Halbleiter, industrielle Fertigung, Sicherheit, Konsumgüter bis hin zu Verteidigung und Luft- und Raumfahrt. Nach dem Erwerb von Qioptiq im Jahr 2013 beschäftigt Excelitas heute mehr als 7000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien, die sich für Kunden in aller Welt engagieren. Bleiben Sie auf Facebook, LinkedIn, Instagram und Twitter mit Excelitas in Verbindung.

 

Kontakt:

Excelitas Technologies Corp.

Oliver Neutert

Marketingmanager EMEA und Asien-Pazifik
Feldkirchen (bei München)

Tel.: +49-89-255458-965
E-Mail: oliver.neutert(at)excelitas.com
Internet: www.excelitas.com

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2392Mon, 13 Sep 2021 14:59:54 +0200luca - bildauflösendes Leuchtdichtemesssystem von opsirahttp://photonicnet.de/Mit den Messkameras der Produktfamilie luca können Leucht- und Strahldichteverteilungen hochauflösend gemessen werden. Ob bei Displays, Bedienelementen oder Leuchten - luca analysiert die ortsaufgelöste Leuchtdichte schnell und einfach.Die komfortable Ansteuer- und Auswertesoftware bietet hierzu eine Vielzahl von Auswertefunktionen.
luca arbeitet mit hochwertigen CMOS-Matrixkameras und bietet hierbei im HighDyn Modus bis zu 5 Dekaden an Dynamik in einer Messung –bei überragendem Signal/Rausch-Verhältnis.

Mit der Systemerweiterung luca’color sind Messungen mit bis zu 10 verschiedenen spektralen
Gewichtungsfunktionen möglich. Dies erlaubt neben der Messung der Leuchtdichte z. B. auch die ortsaufgelöste Messung der Farbverteilung nach CIE1931 oder, zusammen mit einem der opsira Goniophotometer, die Erstellung von polychromatischen Strahlendaten für die Optiksimulation. Andere spektrale Gewichtungen sind einfach zu realisieren.

Eine große Anzahl von verschiedenen Messobjektiven ermöglicht eine große Flexibilität in der Größe der Messobjekte. Zur Integration von luca in automatisierten Prüfprozessen, z.B. end-of-line Kontrollen, ist die leistungsfähige TCP/IP Schnittstelle luca’remote erhältlich.

Individuelle Lösungen von opsira für den gesamten Bereich der Lichtmesstechnik erhalten Sie bei:

opsira GmbH
www.opsira.de

Pressekontakt
Uta Vocke
opsira GmbH
Leibnizstraße 20
88250 Weingarten
Telefon: 0049 751 561 890
Email: vocke(at)opsira.de
www.opsira.de

opsira GmbH
Der Optikdesign-Spezialist aus dem schwäbischen Weingarten ist seit über 20 Jahren erfolgreich am Markt. Eingestiegen als reiner Entwicklungsdienstleister, positioniert sich opsira heute als Full-Service-Anbieter. Zum Portfolio zählen Entwicklungen optischer Systeme, applikationsspezifische Messsysteme sowie High-Tech-Produkte der Photo-, Spektro- und Goniophotometrie. Im opsira-Lichtlabor können Kunden ihre Produkte einer präzisen und umfassenden Prüfung unterziehen. Das Unternehmen hat 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und adressiert schwerpunktmäßig Kunden aus den Segmenten Allgemeinbeleuchtung, Automotive, Signalleuchten und Medizintechnik.

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den MitgliedsunternehmenProduktneuheitenPressemeldung
news-2390Mon, 13 Sep 2021 12:13:52 +0200TOPTICA: New powerful laser passes field testhttp://photonicnet.de/A powerful experimental laser developed by the European Southern Observatory (ESO), TOPTICA Projects1 and other industry partners2 passed a key test last month at the Allgaeuer Volkssternwarte Ottobeuren observatory in Germany. The adaptive-optics laser has important additional capabilities compared to existing systems. It is to be installed at the European Space Agency’s (ESA) Optical Ground Station in Tenerife, Spain, in the frame of the ESO–ESA Research & Development collaboration. The higher laser power and its chirping system will lead to significant improvements in the sharpness of astronomical images taken with ground-based telescopes. The technology also opens the door for developments in laser satellite communication.Astronomical adaptive optics refers to systems on ground-based telescopes that correct for the blurring effect brought about by turbulence in the Earth’s atmosphere — the same effect that causes stars seen from Earth to “twinkle”. To remove the distortions, these systems require a bright reference star close to the object of study.
Because these stars are not always conveniently placed on the sky, astronomers use lasers to excite sodium atoms at 90 km altitude in the Earth's atmosphere, creating artificial stars near the field of interest that can be used to map and correct for the atmospheric turbulence.
The narrow band highest optical quality laser power of 63 Watts locked to the sodium wavelength as such is already a significant leap forward compared to current astronomy laser technology. However, a second important step has been the experimental frequency chirping system developed and implemented by TOPTICA Projects in collaboration with ESO, that is targeted to also improve the signal-to-noise of the adaptive optics system.
Chirping consists in rapidly changing the frequency to which the laser is tuned. This increases the number of sodium atoms excited by the laser, making the artificial star brighter and thus improving the turbulence correction. TOPTICA has installed the chirping prototype on the ESO 63 Watts CaNaPy laser and, together with ESO, has commissioned on sky both the laser and its novel chirping system.
Once the technology is installed at the ESA Optical Ground Station in Tenerife — a collaborative project between ESO and ESA — it will provide both organizations with opportunities to advance the use of laser guide star adaptive optics technologies not only for astronomy but also for satellite optical communication.

>> more information

Kontakt:
TOPTICA Photonics AG
Lochhammer Schlag 19
82166 Graefelfing
E-Mail: info(at)toptica.com
Internet: www.toptica.com

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetNewsAus den MitgliedsunternehmenForschung und WissenschaftPressemeldung
news-2386Thu, 09 Sep 2021 14:28:55 +0200Berlin Quantum Alliance geht an den Starthttp://photonicnet.de/Der Berliner Senat hat in seiner gestrigen Sitzung 10 Mio. Euro für 2022 und 2023 für die Quantenforschung freigegeben. Dies ist der erste Teil eines 25 Mio. Euro Programms über fünf Jahre.Im Rahmen der Berlin Quantum Alliance (BQA) sollen in den nächsten fünf Jahren 15 Mio. Euro für Wissenschaft und 10 Mio. Euro für Anwendungsorientierte Forschung eingesetzt werden. Im Fokus stehen dabei Software - Quantencomputing in Grundlagenforschung und wirtschaftlicher Anwendung - und Hardware - Photonische Quantenbasistechnologien wie z. B. Photonisch Integrierte Schaltkreise für die Quantensensorik.
Das Konzept wurde zwischen der Berlin University Alliance (FU / Prof. Jens Eisert, HU / Prof. Arno Rauschenbeutel & Prof. Oliver Benson, und TU / Prof. Jean-Pierre Seifert), dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS / Prof. Manfred Hauswirth) und dem Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (HHI / Prof. Martin Schell) abgestimmt.
OpTecBB wird dabei die Vernetzung zwischen Forschungsinstituten und der optischen KMU-Landschaft unterstützen.

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2382Tue, 07 Sep 2021 11:26:30 +0200Innovatives Laserstrahlschweißen für leichte Schiffehttp://photonicnet.de/Im Projekt FOLAMI will das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) zusammen mit acht Partnern aus Wirtschaft und Forschung eine neuartige Methode zum Laserstrahlschweißen von Mischverbindungen aus Stahl an Aluminium entwickeln. Damit wollen sie Herstellungs- und Produktionskosten im Schiffbau senken.Um große Schiffskomponenten kostenattraktiv und effizient zu fügen, setzen Werften wie etwa die am Projekt beteiligte Meyer Werft Laserstrahlschweißverfahren für artgleiche Verbindungen ein. Für verformungsfähige dickwandige Mischverbindungen aus Stahl und Aluminium kommt aktuell das Explosionsschweißen zum Einsatz. Dieses Verfahren ist nicht nur komplex, zeit- und kostenintensiv, sondern schränkt auch die Gestaltungsfreiheit ein und die entstandene Verbindung weist nur eine niedrige Festigkeit auf. Diese Mischverbindung ist beispielsweise bei Adaptern notwendig, die Schiffsaufbauten aus Aluminium mit dem Schiffsrumpf aus Stahl verbinden.

Um Verbindungen herzustellen, die den Anforderungen der Schiffbauer gerecht werden, plant der Verbund die Entwicklung einer neuen Schweißmethode. Bei dieser soll eine überlappgeschweißte Verbindung mit Hinterschnitt erzeugt werden, die hohe Festigkeiten erzielt. Dafür wollen die Partner zwei sich kreuzende Laserstrahlen einsetzen. Sie erwarten sich von dem Ansatz zudem eine erhöhte Verformbarkeit des Bauteils.

Im Teilvorhaben „Laserstrahlschweißen von formschlüssigen Stahl-Aluminium-Mischverbindungen mittels Einschweißtiefenregelung“ des LZH wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Prozess für das form- und stoffschlüssige Schweißen von Mischverbindungen entwickeln und darüber hinaus die Analyse spektraler Prozessemissionen anwenden. Damit soll die Einschweißtiefe und damit auch das Gefüge sowie der Anteil an intermetallischen Phasen reguliert werden. So sollen zum Beispiel Blechdickensprünge, Materialchargenwechsel oder Oberflächenunterschiede kompensiert werden.

Auf Basis der Ergebnisse des LZH wollen die B.I.G., Coherent und Precitec Optronik GmbH gemeinsam einen innovativen Laserprozesskopf für das einschweißtiefengeregelte Laserstrahlschweißen entwickeln. Für die neue Schweißmethode werden sie sowohl die spektralen Prozessemissionen analysieren als auch die Einschweißtiefenregelung auf Basis der Kurzkohärenz-Interferometrie weiterentwickeln. Zudem begleitet das LZH in Kooperation mit den Halbzeugherstellern LASER on demand und Hilbig die Schweißuntersuchungen in werftnaher Umgebung. Bereits während der Projektlaufzeit werden die laserstrahlgeschweißten Halbzeuge - unter anderem durch die Lürssen Werft und die Meyer Werft - evaluiert, um den Prozess im Anschluss schnell in die industrielle Umsetzung zu bringen. Begleitend zur Prozessentwicklung wird das Fraunhofer LBF die Schwingfestigkeit der erzeugten Verbindungen   mit Hilfe experimenteller Untersuchungen bewerten und auf dieser Basis ein Simulationsmodell zur Abschätzung der (zyklischen) Nahteigenschaften ableiten.

Über FOLAMI

An dem Projekt „FOLAMI – Formschlüssiges Laserstrahlschweißen der Mischverbindung aus Stahl und Aluminium für betriebsfeste Halbzeuge im Schiffbau“ sind neben dem Laser Zentrum Hannover e.V., B.I.G. Technology Services GmbH, Coherent (Deutschland) GmbH, Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Hilbig GmbH, LASER on demand GmbH , Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG, MEYER WERFT GmbH & Co. KG und Precitec Optronik GmbH beteiligt. Gefördert wird es durch das im Rahmen des „Maritimen Forschungsprogramms“ durch das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unter der fachlichen Betreuung durch die Forschungszentrum Jülich GmbH (PtJ).

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2384Tue, 07 Sep 2021 11:00:00 +0200Excelitas Technologies übernimmt PCO AGhttp://photonicnet.de/Excelitas Technologies Corp., ein internationaler Technologieführer in der Entwicklung und Fertigung innovativer Photoniklösungen, hat zum 03.09.2021 die PCO AG mit Sitz in Kelheim, Deutschland, übernommen. PCO ist ein führender Hersteller und Innovationstreiber der digitalen Bildgebung für zahlreiche wissenschaftliche und industrielle Anwendungen.„Excelitas ist hocherfreut, dass PCO unser wachsendes Portfolio an Sensor-, Beleuchtungs- und Optiktechnologien ergänzt. PCO ist weltweit bekannt für seine vielfältige Palette an hochwertigen Kamerasystemen, die jeweils definieren, was der aktuell neueste Stand der Bildgebungstechnologie ist. Mit der Akquisition bieten wir unseren OEM-Kunden nun ein umfassenderes Angebot an Photonik-Komplettlösungen für die Biowissenschaften ebenso wie für die anspruchsvollsten industriellen Märkte“, erklärte Michael Ersoni, Executive Vice President, Commercial SBU bei Excelitas.

„PCO hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Maßstäbe in der Entwicklung wissenschaftlicher Kameras gesetzt“, sagte Luitpold Kaspar, COO der PCO AG. „Wir sind sehr stolz auf unsere technologische Führungsrolle in der Entwicklung von wissenschaftlichen CMOS-Kameras. Wir sehen diesen Zusammenschluss als hervorragende Gelegenheit, unsere Produkte durch die weitreichende globale Präsenz von Excelitas Technologies international noch besser zu positionieren. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Wachstumspfad mit unserem neuen Eigentümer und werden auch zukünftig die Entwicklung von Kameratechnologien prägend vorantreiben.“

Excelitas hat 100 Prozent der Aktien der PCO AG von ihrem Gründer Dr. Emil Ott übernommen. PCO wird weiterhin von seinen hochmodernen Produktionsstätten in Kelheim aus operieren und Excelitas‘ Aufstellung nicht nur technologisch, sondern auch geografisch – mit Standorten in Europa, Nordamerika und Asien – erweitern.

„Wir sind überzeugt, mit Excelitas einen starken Partner gefunden zu haben, der – insbesondere im OEM-Geschäft – unsere Erfahrung aus über 30 Jahren Hightech-Kameraentwicklung ergänzt. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die unsere Position in Kelheim und weltweit stärken wird“, sagte Alexander Grünig, CTO der PCO AG.

Der Erwerb von PCO ist die jüngste einer ganzen Reihe von strategischen Akquisitionen durch Excelitas Technologies seit seiner Gründung im Jahr 2010 und die vierte derartige Erweiterung, seit Excelitas im Dezember 2017 durch AEA Investors (New York, USA) übernommen wurde.

Mehr Informationen: www.excelitas.com, www.pco.de

Über Excelitas Technologies

Excelitas Technologies® Corp. ist ein führender Industrietechnologiehersteller, dessen innovative, marktorientierte Photoniklösungen die hohen Anforderungen von OEM-Kunden und Endanwendern an Beleuchtung, Optik, Optronik, Bildgebung, Sensorik und Detektion erfüllen. Excelitas trägt damit entscheidend zu Kundenerfolgen auf unterschiedlichsten Zielmärkten bei – von Biomedizin über Forschung, Halbleiter, industrielle Fertigung, Sicherheit, Konsumgüter bis hin zu Verteidigung und Luft- und Raumfahrt. Nach dem Erwerb von Qioptiq im Jahr 2013 beschäftigt Excelitas heute mehr als 7000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien, die sich für Kunden in aller Welt engagieren. Bleiben Sie auf Facebook, LinkedIn, Instagram und Twitter mit Excelitas in Verbindung.

Über PCO

PCO wurde 1987 von dem Kamerapionier Dr. Emil Ott gegründet und brachte im selben Jahr die ersten Bildverstärkerkameras auf Basis innovativer proprietärer Technologien auf den Markt, welche die geltenden Leistungsstandards bei weitem übertrafen. Heute bietet PCO eine breite Palette wissenschaftlicher CMOS-, CCD- und Hochgeschwindigkeitskameras für den Einsatz in Biowissenschaften, in der Physik und in industriellen Anwendungen, z. B. in der Automobilindustrie. Mit seinem Hauptsitz in Kelheim, Deutschland, und mehr als 100 hochqualifizierten Beschäftigten ist PCO sehr gut aufgestellt, seine zukunftsweisenden Technologien in High-End-Märkten zu platzieren und weiter zu wachsen. PCO unterhält zudem Standorte in Singapur, China, Kanada und den USA.

Kontakt:

Excelitas Technologies Corp.

Oliver Neutert

Marketingmanager EMEA und Asien-Pazifik
Feldkirchen (bei München)

Tel.: +49-89-255458-965
E-Mail: oliver.neutert(at)excelitas.com
Internet: www.excelitas.com

 

 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2381Tue, 07 Sep 2021 10:47:42 +0200Vom SoM zur fertigen Embedded Vision Lösung: hema electronic auf der VISION Messe am Stand mit Enclustrahttp://photonicnet.de/Auf der VISION Messe in Stuttgart (05.-07.10.2021) präsentiert hema electronic seine Embedded Vision Lösungen am gemeinsamen Messestand mit Enclustra (8 D15).Im Fokus steht die modulare Embedded Vision Plattform, die mit FPGA-Modulen von Enclustra ebenso verfügbar ist wie mit den kürzlich vorgestellten Edge-AI SoMs der Kria-Serie von Xilinx. Im Baukastenprinzip konfigurieren Kunden mit der Plattform individuelle Elektroniken, die innerhalb von nur sechs Wochen als seriennahe Prototypen entwickelt und produziert werden.

Weitere Informationen: www.hema.de
VISION: Stand 8 D15

Weltweit erstes Xilinx Kria Mainboard für die Industrie

Zahlreiche Demonstratoren am Stand zeigen den flexiblen Einsatz der hema Embedded Vision Plattform – von Ultra-Low-Latency-Anwendungen über die Multisensor-/ Multisignalverarbeitung bis zu einer Gesichtserkennungs-Demo mit dem Xilinx Kria SoM. Hier kommt das neuentwickelte hema Mainboard EVB2 zum Einsatz – das weltweit erste industrietaugliche Mainboard für das Xilinx Kria K26 SoM. Die Verbindung seiner Rechenleistung und Edge-AI-Fähigkeiten und der zahlreichen Video- und Sensorschnittstellen, die über die Embedded Vision Plattform kundenspezifisch konfiguriert werden können, machen die Lösungen zur optimalen Basis für Rundumsicht-, Broadcasting- und Security-Anwendungen in Fahrzeugen, Drohnen und Smart-Citys sowie für sämtliche Machine-Vision- und Robotik-Applikationen.

In sechs Wochen zum seriennahen Prototyp

Kunden profitieren beim Einsatz der Plattform von schneller und kostengünstiger Entwicklung. Der erste Prototyp, bereits mit seriennahen Schaltungen und Komponenten, wird in nur sechs Wochen ab Spezifizierung und Beauftragung gefertigt. So können Unternehmen zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die Entwicklung ihrer eigenen Applikationen einsteigen. Das wird durch das Linux-basierte Board-Support-Package und das Xilinx Kria Environment mit zahlreichen Entwickler-Tools und Software zusätzlich vereinfacht und beschleunigt. Die Vorarbeiten können in der Regel direkt auf der späteren Serienhardware weiterverwendet werden. Die Serienqualifizierung der Hardware übernimmt hema electronic gemeinsam mit Kunden und kümmert sich auf Wunsch auch um Maintenance und Lifecycle-Management für das Produkt.

Über hemɑ electronic

hemɑ electronic GmbH – the embedded vision expert

hemɑ electronic ist ein führender Entwicklungsdienstleister der Elektronikindustrie im Bereich Hardware- und Softwaredesign für Embedded Vision Boards und Systeme für Anwendungen in der industriellen Automatisierungstechnik, Verteidigungs- und Sicherheitstechnik. Von der Beratung und Konzeption über Design (FPGAs, DSPs, Embedded Processors), Qualifizierungen,

Rapid Prototyping und Kleinserienproduktion bis hin zum Lifecycle-Management bietet Ihnen hemɑ electronic alles aus einer Hand. hemɑ electronic unterstützt seine Kunden wirksam dabei, die Weltmarktführer von morgen zu sein.

Kontakt zum Unternehmen (zum Abdruck mit dem Artikel):

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den MitgliedsunternehmenPressemeldung
news-2379Mon, 06 Sep 2021 14:32:14 +0200New European Academy to boost the skills and know-how of industry in exploiting opportunities in the €615B global photonics sectorhttp://photonicnet.de/A programme to train thousands of industry workers in the adoption and development of innovative photonics-based solutions to some of society’s biggest challenges, from environmental sustainability to healthy living and smart infrastructure, has been established by a consortium of over 50 of Europe’s top photonics competence centres. The European Photonics Academy will offer training courses beyond the lecture room with a strong focus on hands-on training. Course attendees will gain real-world experience using state-of-the-art design, manufacturing, test equipment and facilities. The academy’s training centres will offer unique courses across a wide range of photonics technology platforms and application domains. The academy will initially run for four years with the clear intention of becoming a sustainable long-term support to European industry.

Interest in photonics is booming, with the global photonics market estimated to be worth €615B in 2020 and recent research showing that the European photonics market is growing at more than double the rate of global GDP. However, gaining access to the cutting-edge technical know-how and the hands-on skills required to utilise photonics technologies remains difficult for many companies, especially small- and medium-sized enterprises (SMEs). The academy, launched by PhotonHub Europe, the full-service one-stop-shop Photonics Innovation Hub funded by the European Commission, will make it easy for SMEs in particular to fully exploit this critical enabling technology for their own innovation activities.

“For the first time the European Photonics Academy means that SMEs have a one-stop-shop to pick and choose from a large menu of training options, making it easy to get the exact training course suited to their needs. Companies can be assured that their employees are getting top quality training from best-in-class facilities since quality assurance is overseen by PhotonHub,” said Prof Peter O’Brien of the UCC Tyndall Institute in Ireland, who leads training support services at the academy. “We expect to support 6,000 European companies with training over the next four years, each sending several employees on one or more of our courses, with several hundred companies immediately taking up photonics technologies in their applications and product manufacturing as early adopters. As a result, we believe the academy will be a massive catalyst for the take-up of photonics by European companies.”

Photonics involves the generation, manipulation and detection of light and is a key enabling digital technology that underpins many existing and emerging applications. Over the next decade photonics will make a significant impact to our everyday lives – transforming industries, tackling critical issues such as climate change, and improving societies across Europe. Some current applications include:

  • Agriculture (scanning technology and infrared imaging to monitor food production and quality, and sensor systems for planting and irrigation)
  • Green Energy Sources (LED lighting and Photovoltaic devices used for solar electric panels)
  • Information Communications Technology (optics for data storage, transmission across fibre-optic networks and displays)
  • Life Sciences (testing and analysis devices such as non-invasive glucose monitors and point-of-care and wearable diagnostics)
  • Medical Technology (lasers for surgery, photodynamic therapy, smart surgical instruments).


Europe is a global leader in the development of photonics technologies, with much of this innovation generated through research funded by the European Commission. The new academy will allow European workforces access to state-of-the-art photonics technologies and advanced methods of photonics manufacturing through structured training and education. To-date, 40 training centres across Europe have been selected for funding, with 10 more to be announced later this year. Critically all regions of Europe will have access to training, including those with little or no expertise in photonics, with centres as far apart as Ireland, Spain, Finland and Greece.

Three types of training courses are available:

  • Online Training, geared towards new entrants to the photonics sector providing a half-day introduction to photonics and an overview of the key enabling power of photonics technologies for wide-ranging applications.
  • Demo Centres, offering one-day training courses on-site with a focus on particular photonics technology applications.
  • Experience Centres, offering in-depth three-day or five-day training courses with a strong focus on lab-based activities and hands-on working using state-of-the-art equipment and application demonstrator tools.


People wishing to attend any of the Online Training, or either of the Demo or Experience Centre training courses, can browse the training catalogue via the PhotonHub website and register for the particular course of interest to them.

Further details about PhotonHub’s extensive Online Training, and Demo and Experience Centre training courses, can be found in the HERE.

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2377Fri, 03 Sep 2021 12:31:33 +0200Objektivkonfigurator MachVis jetzt als Web-Apphttp://photonicnet.de/Excelitas Technologies stellt mit MachVis OnLine seine beliebte Software zur Konfiguration von Machine-Vision-Objektiven und -Systemen ab sofort auch als kostenlose Web-App zur Verfügung. Die Web-App erleichtert die Auswahl und Zusammenstellung von Industrieobjektiven und Zubehör für die automatisierte optische Inspektion oder Qualitäts- und Vollständigkeitskontrolle, zum Beispiel in der Halbleiter-, Elektronik-, Lebensmittel-, Pharma- oder Kosmetikindustrie. Damit wird die Entwicklung leistungsstarker Optiksysteme deutlich vereinfacht und beschleunigt. Der Objektivkonfigurator mit einer übersichtlichen graphischen Bedienoberfläche steht Nutzern ohne Anmeldung frei zur Verfügung. Mit Registrierung können sie jedoch Projekte auch bequem speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder flexibel mobil darauf zugreifen. MachVis ermittelt anhand Objektgröße, Arbeitsabstand, Sensorgröße und Kameraanschluss die optischen Parameter und die optimale Objektivkonfiguration, inklusive der nötigen mechanischen Zubehörteile wie zum Beispiel Fokussiereinheiten und Tubussysteme. Die App generiert außerdem sogleich Datenblätter, Komponentenlisten, Konstruktionsdaten und 3-D-Zeichnungen, die als Dateien heruntergeladen und geteilt werden können. Dies vereinfacht auch die anschließenden weiteren Konstruktionsschritte sowie Bestellprozesse. Zusätzlich zu den Machine-Vision-Sortimenten der renommierten Marken LINOS und Optem werden demnächst die zwei Mikroskopsysteme Optem FUSION und mag.x system 125 in die App integriert. MachVis OnLine ist von allen Endgeräten und über alle Browser hier verfügbar: https://apps.excelitas.com/machvis/.

Über Excelitas Technologies

Excelitas Technologies® Corp. ist ein führender Industrietechnologiehersteller, dessen innovative, marktorientierte Photoniklösungen die hohen Anforderungen von OEM-Kunden und Endnutzern an Beleuchtung, Optik, Optronik, Bildgebung, Sensorik und Detektion erfüllen. Excelitas trägt damit entscheidend zu Kundenerfolgen auf unterschiedlichsten Zielmärkten bei – von Biomedizin über Forschung, Halbleiter, industrielle Fertigung, Sicherheit, Konsumgüter bis hin zu Verteidigung und Luft- und Raumfahrt. Nach dem Erwerb von Qioptiq im Jahr 2013 beschäftigt Excelitas heute rund 7000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien, die sich für Kunden in aller Welt engagieren. Bleiben Sie auf Facebook, LinkedIn und Twitter mit Excelitas in Verbindung.

Kontakt:

Excelitas Technologies Corp.

Oliver Neutert

Marketingmanager EMEA und Asien-Pazifik
Feldkirchen (bei München)

Tel.: +49-89-255458-965
E-Mail: oliver.neutert(at)excelitas.com
Internet: www.excelitas.com

 

 

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2375Wed, 01 Sep 2021 11:40:26 +0200AEMtec GmbH announces USA Tech Center Opening in Boston, MA.http://photonicnet.de/Boston, MA – AEMtec GmbH from Berlin, Germany, a company widely known for its high precision microelectronic and Silicon Photonic assembly capabilities, announced today the September 1st opening of its anticipated Engineering Tech Center within the Boston University Photonics Center. Says Robin Jerratsch, a highly skilled and experienced microelectronics and optics engineer who relocated from Berlin, Germany to manage the Tech Center; “Our purpose here within the BU Photonics Center, is to be at the center of cutting- edge Silicon Photonic and microelectronic product development. Here we can better serve our US Customers by offering rapid prototyping for their product development programs which require wire bonding, flip chip and precision placement services within a cleanroom environment”.
Jan Trommershausen, Managing Director for AEMtec GmbH had this to say; “We believe that the Tech Center will offer the opportunity for our USA based Customers to validate their new product designs and then seamlessly transfer the product to our large production facility in Berlin, and what better place to have a Tech center than in the heart of Boston, known for its science and technology development.”

SOURCE

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2374Wed, 01 Sep 2021 09:19:46 +0200Tests der ersten Prototypen eines Quantencomputershttp://photonicnet.de/Niedersachsen: Erster Quantencomputer wird im Jahr 2025 enthüllt, über 1,5 Milliarden Euro sollen bis 2030 in Quantentechnologien fließen Erste Prototypen eines Quantencomputers werden in der Region Hannover-Braunschweig bereits getestet und mit rascher Geschwindigkeit weiterentwickelt. Bis 2025 wird im Schulterschluss von Forschung und Industrie der erste Quantencomputer des Landes in Betrieb genommen. Im Rahmen einer Pressetour mit dem niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler wurden die bisherigen Ergebnisse und die zukunftsweisenden Pläne der Initiative des Quantum Valley Lower Saxony vorgestellt. 

Quantencomputer gelten als einer der vielversprechendsten technologischen Durchbrüche des 21. Jahrhunderts. Eines der führenden nationalen Ökosysteme für den Bau von Quantencomputern und für die Quantenmetrologie entsteht in Niedersachsen. Führende Forschungseinrichtungen, Unternehmen sowie das Land Niedersachsen hatten sich im Oktober vergangenen Jahres zum Bündnis Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) zusammengeschlossen, um die Expertise von mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den beteiligten Institutionen zu bündeln.  

Auf Grundlage der in der Region bereits etablierten hervorragenden Forschungskooperationen und der existierenden Forschungsinfrastruktur wird exzellente Grundlagenforschung im Bereich der Quantentechnologien und der dazu notwendigen technologischen Schlüsseltechnologien auf höchstem Niveau betrieben. Hierfür stehen beispielhaft die DFG-geförderten Exzellenzcluster QuantumFrontiers und PhoenixD sowie die Sonderforschungsbereiche DQ-mat und TerraQ, in denen die Grundlagen und Anwendungen von Quanten- und Nanometrologie, Quantensensorik und Quantencomputing erforscht werden.

Die vollständige Meldung finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen.

Kontakt:

Quantum Valley Lower Saxony

Geschäftsstelle
Callinstr. 36
30167 Hannover

E-Mail: info@qvls.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2372Tue, 31 Aug 2021 12:06:25 +0200 Mit dem Laser schnell und automatisiert Löcher in CFK bohrenhttp://photonicnet.de/Eine Anlage, die es in puncto Prozessgeschwindigkeit mit konventionellen Verfahren aufnehmen kann – und das ohne jeglichen Werkzeugverschleiß – bringt das Laserbohren von Verbundwerkstoffen der Anwendung im Flugzeugbau einen großen Schritt näher.Verbundwerkstoffe wie kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) eignen sich hervorragend für den Leichtbau. In Branchen wie dem Flugzeug- und Automobilbau ist das Interesse an diesen Materialien groß. Aber noch verhindern die relativ hohen Herstellungs- und Bearbeitungskosten den flächendeckenden Einsatz dieser Werkstoffe. Automatisierte und leicht zu bedienende Lasersysteme könnten Verbundwerkstoffe für diese Märkte attraktiver machen.

Qualitativ hochwertige Löcher in CFK zu bohren, ist eine prozesstechnische Herausforderung. Durchschnittlich 34.000 Löcher bohren Hersteller bei der Fertigung eines Flugzeugs alleine in die Sektion 13/14 im Rumpf des Typs AIRBUS A350. Konventionelle Bohrwerkzeuge verschleißen dabei schnell. Um etwa den besonders hohen Qualitätsanforderungen der Luftfahrt nachzukommen, müssen Hersteller die Bohrer deshalb häufig wechseln. Aber das ist zeit- und kostenintensiv. Werden die Werkzeuge zu spät gewechselt, kommt es beim konventionellen Fräsen und Bohren leicht zu Qualitätsmängeln wie Delaminationen, hohem Wärmeeintrag, unerwünschten Einkerbungen an den Seitenwänden und Maßabweichungen.

Sie möchten mehr erfahren? Den vollständigen Artikel finden Sie bei der Online-Zeitschrift phi – Produktionstechnik Hannover .

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2373Tue, 31 Aug 2021 10:31:00 +0200Niedersachsens Ministerpräsident besucht das TZ Marienwerderhttp://photonicnet.de/Ministerpräsident Stephan Weil hat sich in Marienwerder persönlich ein Bild vom aktuellen Baufortschritt des Erweiterungsbaus vom Technologie Zentrum (TZ) gemacht, das bis September 2022 fertiggestellt werden soll. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 12,5 Millionen Euro, es kommen mehr als 2.700 Quadratmeter vermietbare Fläche dazu. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit 5,5 Millionen Euro Förderung am Ausbau. Das TZ – das berufliche Zuhause von Hightech-Startups

Im TZ von hannoverimpuls im Wissenschaftspark bietet sich mit zurzeit 78 Büros, elf Werkstätten, einer Technology Mall und acht Laboren innovativen, technologieorientierten Unternehmen und Startups die Möglichkeit einer optimalen Geschäftsentwicklung. Die angesiedelten Unternehmen sind größtenteils in der Produktionstechnik und den optischen Technologien tätig.

Picum MT GmbH – Digitaler Ort Niedersachsen 2020

Nach der Besichtigung der Baustelle haben die beiden Besucher auch zwei Startups besucht, die im TZ angesiedelt sind. Die Picum MT GmbH entwickelt mobile und hochflexible Systeme zur präzisen mechanischen Bearbeitung großer, komplexer Bauteile vor Ort. Die Ausgründung des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover wurde jüngst als „Digitaler Ort Niedersachsen 2020“ ausgezeichnet und präsentierte den Gästen neuartige Roboter für die Automobil- und Luftfahrtindustrie.

Graphmasters – Eine Welt ohne Staus

Was für manche Utopie ist, hat sich Graphmasters-Gründer Sebastian Heise zur Aufgabe gemacht: Eine Welt ohne Staus mit fließendem Verkehr. Dabei setzen er und seine beiden Mitgründer zusammen mit ihrem inzwischen 52-köpfigen Team auf vernetzte Navigation. Die Basis dafür bietet die von ihnen entwickelte NUNAV-Technologie. Anders als bei den bekannten Navigationssystemen wird jedem Fahrzeug eine individuelle Route zugeordnet. Dabei verteilt NUNAV den Verkehr flächendeckend in die gesamte Straßeninfrastruktur. Die Folge: Fließender Verkehr - und der CO2-Ausstoß wird deutlich gesenkt. Graphmasters wurde 2012 in Hannover gegründet und hat inzwischen auch Standorte in Europa und Großbritannien, der Rollout der NUNAV-Navigation in die USA ist gerade erfolgt. Das Unternehmen wurde für seine KI-basierte Navigation bereits mehrfach ausgezeichnet. Seit Anfang 2021 ist Graphmasters Partner der Verkehrsmanagementzentrale in Niedersachsen.

Das TZ – Jobmotor für den Wirtschaftsstandort Hannover

Die Erfolgsstorys der besuchten Startups haben den Gästen anschaulich deutlich gemacht, dass das TZ und sein Ausbau für die Strahlkraft des Wirtschaftsstandortes Hannover bereits jetzt eine große Rolle spielt und in Zukunft noch verstärkt zum Jobmotor der Region werden wird.

Pressekontakt:
Cornelia-M. Bödecker
Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
hannoverimpuls GmbH
Tel.: 0511-300 333-16
E-Mail: cornelia.boedecker(at)hannoverimpuls.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2370Mon, 23 Aug 2021 09:53:00 +0200Astrophotonics – an emerging field in astrophysicshttp://photonicnet.de/Guest-edited by Dr Aline Dinkelaker and Dr Aashia Rahman in an international editorial team, two renowned journals in the area of optics and photonics have published a joint feature issue on the topic of astrophotonics, one of the research fields of innoFSPEC Potsdam at the Leibniz Institute for Astrophysics Potsdam (AIP).Astrophotonics deals with photonic components for astronomy, which are intended to become an integral part of the next-generation astronomical instruments. Initiated by AIP researchers, the journals JOSA B and Applied Optics of the Optical Society (OSA) dedicated a joint feature issue to this topic. This feature issue, for which Dr Aline Dinkelaker and Dr Aashia Rahman acted as guest editors and contributed an introduction to the subject, looks into some of the significant developments in astrophotonics and shows the scientific maturity of this research field.

Collectively, more than 20 papers in different areas of astrophotonics, and their applications in instruments for astronomy, are being published from research communities worldwide. Dr Kalaga Madhav, head of the research group Astrophotonics at AIP, summarises the publications: “The articles from research groups around the world cover a broad range of astrophotonic topics, such as interferometric beam combiners to create extremely sharp images, e.g. of stellar surfaces or the environment of black holes, miniaturized spectrographs “on-a-chip” for next generation space telescopes, high precision frequency combs for the detection of exoplanets, and many more. The activities of the Astrophotonics group at AIP are prominently reflected in as many as six publications, after all a quarter of the papers in the feature issue”.

The launch of this feature issue celebrates the ongoing progress in astrophotonics and its incorporation into instrument designs: Fibre-based spectroscopy, which started with novel designs at the onset of innoFSPEC, is now an established and trusted technology and is included in instruments such as the future telescope 4MOST. The same development is foreseen for astrophotonics at innoFSPEC, and the researchers are already establishing collaborations and testing their components at telescopes and in astronomical instruments. With reference to the future of astrophotonics, section head of innoFSPEC professor Martin Roth states enthusiastically, ”The emerging area of astrophotonics has already supported important discoveries in astronomy, e.g. the ground breaking work of Nobel laureate Reinhard Genzel about the black hole in the Galactic Center. Given the level of maturity and reliability that this technology has now reached, we expect that innoFSPEC, in collaboration with international partners such as the European Southern Observatory (ESO), will launch more exciting innovations”.

The excellence centers innoFSPEC in Germany and CUDOS in Australia were the first research groups to focus on exploring the diverse research areas under astrophotonics. However, the publication of this feature issue indicates that the emerging area of astrophotonics has now gathered momentum in many countries. The agreement for a joint astrophotonics research collaboration, signed between AIP and ESO in 2020, is another indication for the growing importance of the field. The editorial team of the feature issue consisted of nine members in total, with Professor Joss Bland-Hawthorn, an ARC Laureate Fellow Professor of Physics and Director of the Sydney Institute for Astronomy (SIFA) as the lead editor.

“As researchers in astrophotonics, we see how fast the field advances. With the feature issue, we wanted to provide a platform to showcase the progress and highlight this relatively young topic to scientists from other research fields. As experimental physicists, being guest editors for a journal was new to us. It was an exciting experience to be engaged in every level of the entire publication process, especially in the exchange with authors, journal staff, and the community. Accompanying the manuscript from submission through peer review, finally leading to a high-quality publication, is very rewarding”, say Aline Dinkelaker and Aashia Rahman, who since 2019 have been focusing on bringing the idea of this feature issue from conception to fruition.

Source

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news-2368Wed, 18 Aug 2021 15:54:00 +0200Erstes Jahr Panel Level Packaging Konsortium (PLC) 2.0 http://photonicnet.de/Die Forschenden am Fraunhofer IZM und die 17 Partnerunternehmen des PLC2.0-Konsortiums haben bereits im ersten Jahr hervorragende Ergebnisse erzielt– trotz der COVID-19-Krise. Beim ersten Jahrestreffen kamen alleTeilnehmenden aus der ganzen Welt für zwei Tage zu einem virtuellen Treffenzusammen. Aufgrund verschiedener Zeitzonen bei solchen weltweitenVeranstaltungen fanden mehrere Sitzungen über den ganzen Tag verteilt statt,so dass alle Konsortiumsmitglieder einen einfachen Zugang hatten – ganzgleich ob aus Asien, Europa oder den USA.Seit 2016 arbeitet das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM mit einer Gruppe führender Industrieunternehmen aus Europa, den USA und Japan zusammen, um grundlegende Prozesse für neue Panel Level Packaging Technologien zu entwickeln, die sich in der Übergangsphase zur Großserienproduktion befinden. Das erste Panel Level Packaging Konsortium (2016–2019) bestand aus 17 internationalen Partnern aus der Industrie und gilt als hochkarätiges Projekt, welches durch das Fraunhofer IZM als renommiertem Experten für Substrattechnologien und Wafer Level Packaging koordiniert wurde. In diesem ersten Projekt lag der Fokus des Konsortiums auf der gesamten Prozesskette des Panel Level Packaging: Von der Montage, dem Molding, der Verdrahtung, der Kostenmodellierung bis hin zur Standardisierung wurden alle Schritte mitgedacht.

Das zweite Konsortium, das von 2020 bis 2022 angesetzt ist, konzentriert sich auf die Die-Placement- und Embedding-Technologie für die ultrafeine Linienverdrahtung bis hin zu 2 μm Linienbreite und einem Potenzial von bis zu 1 μm. Die Erforschung von Migrationseffekten und Migrationsgrenzen der Feinleitungsverdrahtung sind weitere Aufgaben des Projekts. An dieser internationalen Kooperation sind ebenfalls wieder 17 Industriepartner beteiligt: Ajinomoto Fine-Techno Co, Amkor Technology, ASM Pacific Technology Ltd, AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, Atotech, BASF, Corning Research & Development Corporation, Dupont, Evatec AG, FUJIFILM Electronic Materials U.S.A., Intel Corporation, Meltex Inc, Nagase ChemteX Corporation, RENA Technologies GmbH, Schmoll Maschinen, Showa Denko Materials Co. Ltd, (ehemals Hitachi Chemical Company, Ltd) und Semsysco GmbH.

Das Projekt PLC 2.0 macht ausgezeichnete Fortschritte. Bereits im Vorfeld wurden neue Anlagen für das Panel Level Packaging installiert. Das Projekt profitiert von mehreren großen Investitionen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD). Aufgrund der eingeschränkten Laborarbeit und des begrenzten Zugangs zum Forschungsnetzwerk des Fraunhofer IZM während des Lockdowns im Zuge der weltweiten COVID-19-Pandemie wurde der Arbeitsplan für das PLC 2.0 jedoch um 4 Monate verlängert. Alle Sitzungen des ersten Jahres wurden virtuell mit zwei verschiedenen Zeitschienen für Asien und die USA organisiert.

Ein Schwerpunkt des Projekts ist die Untersuchung der Verwölbung und der Formverschiebung von großformatigen rekonfigurierten Mehrfachnutzen (Plattengröße 610 x 456 mm²). Es wurden bereits erhebliche Fortschritte beim Verständnis der Ursachen erzielt. Nun können diese Parameter weiter kontrolliert werden, um großflächige Fine-Line-RDL-Prozesse zu ermöglichen. Als Ergebnis der Analysephase der Verdrahtungsaufgabe gab es einen großen Erfolg bei der Verkleinerung der RDL-Geometrien auf Panelgröße, wobei die Vorteile beider Welten, Wafer und Leiterplatte, berücksichtigt wurden. Dies führte zu einer optimierten Prozesskette mit neuen Geräten und Materialien.

In den kommenden 12 Monaten werden gemeinsam mit den Partnern innovative Prozessoptionen entwickelt und qualifiziert, die zu einer vollständigen Prozesskette mit hoher Ausbeute führen werden. Darüber hinaus wurden die Designs der Teststrukturen für die elektrochemischen Migrationstests auf der Grundlage des IPC-Standards konzipiert. Das Design der Testvehikel ist stark angelehnt an die in der Norm beschriebene IPC-Mehrzweck-Testplatine, wobei sich die Strukturgrößen jedoch an den Geometrien entsprechend den Zielen des PLC 2.0-Projekts als interdigitale Strukturen orientieren. Die Forschung zur Kombination von ökonomischen und ökologischen Bewertungen im Hinblick auf eine nachhaltigere Produktion ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des PLC 2.0. Daher wurde ein erstes Modell zur Schätzung des Kohlenstoffdioxid-Fußabdrucks der PLP-Technologie erstellt. Diese erste Berechnung wird allen Mitgliedern helfen, die energieintensivsten Phasen zu identifizieren und die Datenqualität der wichtigsten Schritte weiter zu verbessern.

Tanja Braun, Gruppenleiterin am Fraunhofer IZM und erste Ansprechpartnerin des Panel Level Packaging-Konsortiums blickt optimistisch in die Zukunft: "Was mich freut, ist die intensive Zusammenarbeit eines so großen Konsortiums auf ein Ziel hin: die Definition zukünftiger Fertigungstechnologien für höchste Integrationsdichten auf Panel-Ebene".

Text: Tanja Braun, Michael Töpper

Quelle

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news-2367Wed, 18 Aug 2021 13:12:48 +0200Dr.-Ing. Stefan Kaierle auf Universitäts-Professur für Generative Laserprozesstechnik an der Leibniz Universität Hannover berufenhttp://photonicnet.de/Dr.-Ing. Stefan Kaierle, wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), hat zum 15. August 2021 den Ruf in einem gemeinsamen Berufungsverfahren der Leibniz Universität Hannover (LUH) und des LZH zum Professor für Generative Laserprozesstechnik angenommen.„Die Generative Fertigung mit dem Laser ist ein hochgradig aktuelles und zukunftsweisendes Feld“, sagt Stefan Kaierle. „Die neu eingerichtete Professur adressiert dieses Thema in hervorragender Weise und erweitert damit die Lehr- und Forschungsgebiete im Maschinenbau und den Optischen Technologien am Standort Hannover.“ Prof. Dr. iur. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität ergänzt: „Die gemeinsame Professur festigt nachhaltig die Zusammenarbeit zwischen dem Laser Zentrum und der Universität.“ Das LZH ist vor 35 Jahren aus drei Instituten der LUH entstanden.
Die neue Professur ist an der Fakultät für Maschinenbau angesiedelt. Dr.-Ing. Stefan Kaierle hält bereits seit 2012 Vorlesungen zum Thema Laser in der Biomedizintechnik und nunmehr auch zur laserbasierten additiven Fertigung.
Stefan Kaierle studierte Elektrotechnik an der RWTH Aachen. 1999 promovierte er an der RWTH Aachen im Maschinenwesen zum Thema „Autonome Produktionszelle für das Schweißen mit Laserstrahlung“. Von 1998 bis 2011 leitete er die Abteilung Systemtechnik am Fraunhofer Institut für Lasertechnik in Aachen. Von 2012 bis 2018 war er Leiter der Abteilung Werkstoff- und Prozesstechnik am LZH. Seit 2018 ist Stefan Kaierle im Vorstand des LZH und wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

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news-2366Tue, 17 Aug 2021 14:45:27 +0200Christoph Sieber zum neuen Vorstandsvorsitzenden von bayern photonics gewählthttp://photonicnet.de/Christoph Sieber (Sill Optics GmbH & Co. KG) wurde in der Vorstandssitzung von bayern photonics, am 16.08.2021 zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt. Hiermit löst er Herrn Dr. Michael Schmidt (Bayr. Laserzentrum GmbH) ab, der kürzlich aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Als stellvertretender Vorsitzender wird Dr. Robert Vollmers (Qioptiq Photonics GmbH & Co.KG.) die Belange des Vereins vertreten und Christoph Sieber unterstützen. Das Team von bayern photonics gratuliert zur Wahl und freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit. 

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetNewsAus den NetzenPressemeldung
news-2365Tue, 17 Aug 2021 14:01:07 +0200BMBF: Hochleistungskomponenten und optimierte Materialien für die Quantenkommunikationhttp://photonicnet.de/Gegenstand der ausgeschriebenen Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit dem Ziel, Komponenten für den Einsatz in der Quantenkommunikation zu verbessern. Um die Leistungsfähigkeit von Quantenkommunikationskomponenten maßgeblich zu steigern, sollen unter anderem die zugrundeliegenden Materialien hinsichtlich entscheidender quantenmechanischer Schlüsselparameter optimiert werden. Es sollen daher auch Vorhaben zur Optimierung von Design- und Herstellungsverfahren von Materialien für die Quantenkommunikation, beispielsweise in der Halbleiter- und Diamantprozessierung, im Design nichtlinearer Materialien oder in der Dünnschichttechnologie gefördert werden. Alternativ kann auch die Verbesserung von Komponenten für andere quantentechnologisch basierte IT-Sicherheitskonzepte adressiert werden, die nicht primär der Quantenkommunikation zugeordnet sind.
Beispiele für mögliche Forschungsgegenstände sind:
•    Neu- oder Weiterentwicklung von Einzelphotonenquellen für die Quantenkommunikation, insbesondere mit Emission in den Telekommunikationswellenlängen
•    Forschung und Entwicklung an Quellen für verschränkte Photonen für die Quantenkommunikation
•    Entwicklung oder Verbesserung von Detektoren für die Quantenkommunikation, beispielsweise nahe dem Quantenlimit und insbesondere im Bereich der Telekommunikationswellenlängen
•    Weiterentwicklung von Quantenspeichern und deren Einbindung in Systeme der Quantenkommunikation
•    Design und Optimierung von Schnittstellen für das Ein- und Auskoppeln von Photonen sowie für elektrooptische Kopplung in der Quantenkommunikation

Die Aufzählung ist als beispielhaft und nicht vollständig anzusehen. Es können auch andere Schwerpunkte zu verbesserten Komponenten gefördert werden, sofern sie eindeutig Quantenkommunikation bzw. IT-Sicherheit adressieren. Die gewählten Ansätze sollen in einem nachhaltigen technologischen Fortschritt resultieren. Die grundsätzliche Praxistauglichkeit der erforschten Technologie soll innerhalb der Projektlaufzeit demonstriert und die breite Nutzbarkeit nach Projektlaufzeit vorangetrieben werden. Eine Einbindung von Know-how-Trägern auf Seiten der Industrie wird daher begrüßt. Querschnittsthemen wie Normung, Standardisierung und vorbereitende Arbeiten zur Zertifizierung sollten, soweit erforderlich, in den Vorhaben berücksichtigt werden.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Verbund mit Hochschulen und/oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Antragsverfahren: zweistufig, Projektskizzen sind bis zum 30. November 2021 einzureichen.

Die vollständige Bekanntmachung finden Sie unter:

https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2021/08/2021-08-16-Bekanntmachung-Quantenkommunikation.html

 

 

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2364Thu, 12 Aug 2021 17:06:33 +0200Neues OptecNet Themenfeld: Hyperspektraltechnologien http://photonicnet.de/Photonics BW folgt gerne dem vielfachen Wunsch nach Fortführung des Innovationsforums Hyperspektraltechnologien "HyperInno" und organisiert künftige Online-Treffen überregional als „OptecNet Themenfeld“. Bei Photonics BW standen in den vergangenen Monaten die Hyperspektraltechnologien im Mittelpunkt des vom BMBF geförderten Innovationsforums Mittelstand „HyperInno“. In 32 Vorträgen gaben Referentinnen und Referenten aus Forschung und Industrie Einblicke in ihre Anwendungen und Technologien und wir freuen uns, wenn wir mit den vergangenen Veranstaltungen Anregungen aufzeigen und unter den über 200 Teilnehmenden neue Kontakte vermitteln konnten.

Photonics BW folgt gerne dem vielfachen Wunsch nach Fortführung und organisiert künftige Online-Treffen überregional als „OptecNet Themenfeld“. Damit wird die Teilnahme den rund 500 Mitgliedern von OptecNet Deutschland e.V., des bundesweiten Dachverbands der regionalen Photonik-Netze, vorbehalten sein – sofern Sie noch kein Mitglied sind, vermitteln wir Ihnen gerne den Kontakt zu Ihrem regionalen Netzwerk. Vorträge sind natürlich jederzeit auch von Gästen willkommen.

Das nächste Online-Treffen findet am 18. November statt mit Themen um die Kameratechnik und um Patenttrends im Hyperspectral Imaging.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung unter https://www.surveymonkey.de/r/HyperInno211118

www.photonicsbw.de

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news-2362Wed, 11 Aug 2021 13:47:32 +0200Instrument Systems: Mit akkreditierten Prüfverfahren zu UVC-Kalibrierstandardshttp://photonicnet.de/Prüflabor von Instrument Systems entwickelt rückführbare UV A/B/C-Referenzquellen zur Kalibrierung und Prüfung von UV-Messequipment. Instrument Systems ist seit 2009 für Prüfungen im Bereich Lichttechnik nach DIN EN ISO / IEC 17025 akkreditiert und bietet seit neuestem auch die akkreditierte Prüfung von Strahlungsleistung und Lichtstrom mit dem Verfahren der „Goniospektroradiometrie von optischen Strahlungsquellen“ an.Das Verfahren ermöglichte die Entwicklung von UVC-LED-Referenzquellen mit rückführbaren Referenzwerten höchster Genauigkeit für Strahlungsleistung und Bestrahlungsstärke. Diese Referenzquellen werden für das Monitoring sowie die Kalibrierung von UV-Messequipment, wie z.B. der ISP-PTFE-Serie, verwendet.
Die Akkreditierung von Prüflaboren ist für Kunden der Lichtmesstechnik enorm wichtig. Sie erhalten mit ihr die Gewissheit, dass ihre Messgeräte zuverlässige und rückführbare Ergebnisse liefern. Die akkreditierte Prüfung der oftmals in der Produktion eingesetzten Messgeräte stellt gleichzeitig eine hohe Qualität der Endprodukte und ein hohes Maß an Vertrauen beim Endkunden sicher. Instrument Systems unterhält deshalb ein nach DIN EN ISO / IEC 17025 akkreditiertes Prüflabor, das rückführbare Prüfungen aller relevanten photometrischen und radiometrischen Messgrößen vom UV- bis in den NIR-Bereich mit einer Vielzahl von Messverfahren anbietet und so flexibel und zukunftssicher aufgestellt ist.
Die in der Lichtmesstechnik sehr erfahrenen Ingenieure von Instrument Systems entwickelten ein mit der Norm CIE 239:2020 konformes, akkreditiertes Prüfverfahren zur Erstellung hochgenauer UV-LED-Referenzquellen. Die Bestimmung der rückführbaren Referenzwerte für Strahlungsleistung erfolgt durch Vermessung der UV-LED Quellen mit einem Goniospektralradiometer, bestehend aus einem hochpräzisen Goniometer der LGS-Serie und einem ebenfalls durch das Prüflabor rückführbar geprüften CAS-Spektrometer mit Bestrahlungsstärke-Einkoppeloptik. Mit dieser Kombination werden extrem niedrige erweiterte Messunsicherheiten (k=2) der Referenzwerte von nur 4,5% (UVC), 3,5% (UVB) und 2% (UVA) erzielt. Details zum Verfahren sind in mehreren Fachmagazinen veröffentlicht: LpS Digital Conference Proceedings 2021 (EN), ELEKTRONIKPRAXIS 11/2021 (DE), LEDs Magazine September 2020 (EN).

Kontakt:
Instrument Systems Optische Messtechnik GmbH
Kastenbauerstr. 2
81677 München
E-Mail: info(at)instrumensystems.com
Internet: www.instrument-systems.com

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news-2357Tue, 10 Aug 2021 15:07:00 +0200Initiative QuNET demonstrates highly secure and practical quantum communicationhttp://photonicnet.de/Today, two German federal authorities communicated via video for the first time in a quantum-secure manner. The QuNET project, an initiative funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) to develop highly secure communication systems, is thus demonstrating how data sovereignty can be guaranteed in the future. This technology will not only be important for governments and public authorities but also to protect everyday data.It was a foretaste of the communication of the future - or rather, the "data security" of the future. Because when Federal Research Minister Anja Karliczek invited members of the Federal Office for Information Security (BSI) to a video conference today, everything looked the same, at least for outsiders. Together with Andreas Könen, Head of Department CI "Cyber and IT Security" at the Federal Ministry of the Interior, Building and Community (BMI) and BSI Vice President Dr. Gerhard Schabhüser, the minister talked via video stream.

And yet this videoconference opens a new chapter in the highly secure communication of the future. Because what the eye can't see: The conversation was not encrypted using conventional methods but by means of light quanta. The trick is that if an attacker tries to access the to be generated keys, which are later used for data transmission, the light particles are manipulated. This manipulation is detected together by the sender and receiver, thus preventing an interception attempt. The detection is based on physical principles. If an eavesdropping attempt is discovered, the key is discarded and a new one is generated. By means of this strategy, only private keys are kept and therefore long-term security of the agreed keys is achieved. This sets a new milestone for data confidentiality in the digital world.

A new chapter for the highly secure communication of the future

This so-called "quantum communication" will become necessary in the light of future technological developments: In the future, quantum computers and new algorithms are expected to be able to crack previously used methods of data encryption. According to the motto "store now, decrypt later", data can already be stored today and read later, e.g., with the aid of more powerful computers.

This threatens especially data that requires long-term protection, i.e., data that will still be of great value to hackers in the distant future. This includes not only information from governments and authorities, but also corporate secrets or personal health data of citizens.

Federal Minister of Education and Research Anja Karliczek explained: "Quantum communication is one of the key technologies that play a crucial role in IT security and can help us prepare for future threats. This is so important because cyber security and cyber sovereignty are preconditions for the stability of democracy and also why I launched the QuNET initiative two years ago. QuNET is an important driver of the translation of findings from basic research on quantum communication into systems that are suited for everyday use. Our objective is to take advantage of the work of QuNET and the other projects on quantum communication funded by the Federal Research Ministry to lay the foundations for an ecosystem of producers and providers of quantum communication solutions in Germany. In this way, we can ensure the swift translation of innovative technologies and components into broad application. "

In order to be able to protect the privacy of citizens as well as states and companies in the future, there is already a great need for action today. It is not just a matter of developing new and highly secure communication systems based on quantum know-how but also of finding ways to integrate this new technology into existing IT infrastructures (e.g., fiber optic cables) and to take established cryptographic processes into account. There is also a particular challenge when it comes to long distances. Here, satellites can play a central role.

Long-term data security through encryption with quantum

The QuNET initiative pursues the goal of enabling long-term data security. On the way to achieving this goal, today researchers from all participating institutes realized the first quantum-based video conference between BMBF and BSI in Bonn, Germany. The focus of the QuNET work is the so-called "quantum key exchange", also known as QKD (short for "Quantum Key Distribution"). QKD enables the exchange of symmetric keys whose security can be quantified. The BSI is supporting the QuNET initiative and is preparing accompanying and independent test criteria in international cooperation.

At the end of last year, the research organizations involved in the initiative - the Fraunhofer-Gesellschaft, the Max Planck Society and the German Aerospace Center (DLR) - presented important basic principles for modern and secure communication standards. Accordingly, the scientists have further developed the overall architecture for systems for quantum-safe communication, as well as possibilities for exchanging quantum keys over long, medium and short distances using free-space and fiber systems.

In the setup of the first quantum-based videoconference between BMBF and BSI, multiple free-space and fiber quantum channels have been used. This corresponds to a more complex scenario than a connection via a single quantum channel. Besides the video conference aspect of the demonstration, the set-up was also used to produce scientific data which might give important insights for communication in complex quantum secure networks of the future.

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news-2359Fri, 06 Aug 2021 13:22:00 +0200Bündnis PolyChrome Berlin erhält 9,2 Mio. Euro BMBF-Förderunghttp://photonicnet.de/Das Bündnis „PolyChrome Berlin“, das Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft in der Region Berlin-Brandenburg in sich vereint, hat sich für eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) qualifiziert. Ab Frühjahr 2022 werden die beteiligten Partner im Rahmen des Förderprogramms „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ 9,2 Mio. Euro für die kommenden drei Jahre erhalten. Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) ist mit seiner Abteilung „Photonische Komponenten“ an dem Forschungsvorhaben maßgeblich beteiligt. Für seine Leistungen wird das Institut vier Mio. Euro erhalten. PolyChrome Berlin konnte sich im Rahmen des Förderaufrufs als eines von elf finanzierten Projekten gegen insgesamt 53 Bewerber durchsetzen.Im Rahmen des Projekts wird PolyChrome Berlin eine hybride photonische Integrationsplattform entwickeln. Die innovative Plattform wird Licht leiten und ablenken sowie erzeugen und nachweisen können. Das Forschungsteam erschließt mit der Plattform einen weiten Wellenlängenbereich von 400nm bis 1650nm, der von Infrarot bis zu sichtbarem Licht reicht. Außerdem arbeitet das Team an einem Zusammenspiel von polymer- und siliziumnitridbasierten Lichtwellenleitern. Durch diesen neuartigen Ansatz kombiniert mit der hybriden Integrationsfähigkeit der Plattform wird PolyChrome Berlin neue Anwendungen in der Sensorik und Analytik erschließen, die zugleich kostengünstig umgesetzt werden können.

„Im Vorgänger-Projekt PolyPhotonics Berlin konnten wir bereits miniaturisierte, hybrid-optische Komponenten für Anwendungen in der Telekommunikation entwickeln,“ sagt Crispin Zawadzki, stellvertretender Gruppenleiter „Hybrid PICs“ am Fraunhofer HHI und Vorsitzender des Vereins PolyPhotonics Berlin e.V. „Ausgehend von diesem Erfolg weiten wir unsere Forschung nun auf den Bereich des sichtbaren Lichts aus, um neue Anwendungen in den Feldern Analytik und Sensorik hervorzubringen. Wir freuen uns sehr, dass wir weiter mit den uns aus PolyPhotonics Berlin bekannten Partnern zusammenarbeiten und gleichzeitig das Projektteam erweitern können.“

„Wenn hier von Plattform die Rede ist, dann muss man sich Chips in der Größe einer Eincentmünze vorstellen,“ erklärt Arne Schleunitz, Koordinator des PolyChrome-Projekts und technischer Geschäftsführer der micro resist technology GmbH. „Die kleine Plattform wird mit optischen Wellenleitern aus Polymer- oder SiN-Material und weiteren Funktionselementen, beispielsweise Glasfasern, ausgestattet. Außerdem kann die Oberfläche des Chips mit biologischen Fänger-Molekülen (Aptameren) für Anwendungen in der Medizin versehen werden.“

Die Leistungsfähigkeit der PolyChrome-Plattform soll an sechs Demonstratoren, die in drei Gebiete unterteilt sind, aufgezeigt werden. Das erste Gebiet ist der Einsatz der faserbasierten Sensorik im Anwendungsfeld Glasfasernetze. Hier können Glasfasern genutzt werden, um als Sensoren die Umgebung, beispielsweise den Straßenverkehr, zu überwachen. Das zweite Gebiet umfasst sichtbare Lichtquellen, sogenannte Multi-Lambda-Quellen. Diese sollen Produkte im Consumer-Bereich wie RGB-Quellen erschließen bzw. als Lichtquellen in der Medizin oder Forschung eingesetzt werden. Beim dritten Bereich handelt es sich um den Einsatz von SiN-Sensoren. SiN-Sensoren ermöglichen eine schnelle, kosteneffiziente und spezifische Messung verschiedenster chemischer und biologischer Stoffe. Mit diesem Verfahren können Gewässer innerhalb von Minuten auf Schadstoffe geprüft oder der Körper nach Vitamininsuffizienten untersucht werden.

Die Forschungsgruppe „Hybrid PICs“ der Abteilung „Photonische Komponenten“ am Fraunhofer HHI führt die verschiedenen Komponenten zusammen und stellt somit die Basis für die hybride Integrationsplattform bereit. Die Forschenden bringen dabei ihre langjährige Erfahrung in der Herstellung photonischer Komponenten und Technologieplattformen ein.

Die 12 Partner decken mit ihren Kernkompetenzen die gesamte Wertschöpfungskette ab, die für den Aufbau der Technologieplattform und deren kommerzieller Verwertung notwendig sind. Zum Forschungsprojekt gehören neben dem Fraunhofer HHI ADVA Optical Networking SE, Allresist GmbH, Chembio GmbH, Eagleyard Photonics GmbH, ficonTECService GmbH, Fraunhofer IZI-BB, Laser Zentrum Hannover e.V., micro resist technology GmbH, OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Scienion AG und VPIphotonics GmbH.

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news-2360Thu, 05 Aug 2021 13:56:00 +0200PicoQuant and Seven Solutions jointly release white paper on synchronizing TCSPC units in a White Rabbit timing networkhttp://photonicnet.de/Free paper demonstrates the impact of synchronization protocol on the time accuracy of MultiHarp devices connected via Low Jitter White Rabbit switchesIn a recent paper, researchers from PicoQuant have demonstrated that synchronizing Time-Correlated Single Photon Counting (TCSPC) devices in a White Rabbit timing network has only a negligible effect on their time accuracy. Multiple devices from PicoQuant’s MultiHarp product line were connected using Low Jitter White Rabbit switches from Seven Solutions the leading manufacturer of White Rabbit components. The authors have investigated how various network topologies, optical fiber lengths, and presence of Ethernet traffic affects the time accuracy of connected MultiHarp 150 and MultiHarp 160 devices.

Download the free white paper from PicoQuant’s or Seven Solutions’ website to learn more about the flawless interoperability of the MultiHarp devices with the switches from Seven Solutions. The experiments described in the paper demonstrated that - when using White Rabbit - the excellent timing performance of the MultiHarp can be maintained for reasonably sized networks and a timing jitter of less than 45 ps rms can be expected for such cases. Furthermore, the authors showed that the impact of fiber length differences of up to 5 km or simultaneous Ethernet data transmission was negligible.

White Rabbit technology is an open source project aimed at realizing an Ethernet-based net-work permitting simultaneous sub-nanosecond synchronization over long distances. White Rabbit is a powerful technology that allows synchronizing large numbers of detection channels over long distances without having to sacrifice any of the aforementioned channels for this pur-pose, which makes it highly valuable for a range of emerging applications such as e.g., quan-tum communication.

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news-2356Wed, 04 Aug 2021 09:20:35 +0200Nanopartikel-Messsystem für die Corona-Impfstoffforschung http://photonicnet.de/Neuartiges Messsystem ermittelt die Konzentration von Nanopartikeln – erfolgreicher Technologietransfer aus der PTB in die Industrie.Nanoteilchen sind Tausendsassas. Unter anderem sind sie in der Medizin interessant, um Medikamente oder Impfstoffe gezielt tief in den Körper zu transportieren. Für solche Zwecke muss die Konzentration der winzigen Teilchen möglichst genau bekannt sein. Jetzt wurde in einer Kooperation zwischen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und der Firma LUM GmbH in Berlin ein neuartiges, sehr genaues Analysemesssystem entwickelt. Es misst das Licht, das von jedem einzelnen Nanopartikel in verschiedenste Richtungen gestreut wird, und ist genauer als bisherige Messysteme. Das System arbeitet sehr schnell und lässt sich für einen sehr breiten Einsatzbereich von Nanoteilchen mit rund 40 nm Größe bis hin zu Mikropartikeln von ca. 10 µm verwenden. Erste Geräte wurden bereits einem weltweiten Pharmakonzern für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes sowie an eine große deutsche Forschungsinstitution übergeben.

Die Vorsilbe „Nano“ kennzeichnet nicht einfach nur die Größe der Teilchen (kleiner als 100 nm), sondern steht für einen teilweise radikalen Wechsel der Teilchen-Eigenschaften: Eben weil sie so klein sind, kommen Nanoteilchen mit ganz anderen optischen, elektrischen oder magnetischen Kennzeichen daher als größere Teilchen desselben Materials. Dies wird beispielsweise für Sonnencremes, funktionale Tinten oder Quantendots (nanometergroße Materialstrukturen, meist aus Halbleitermaterialien, deren Eigenschaften sich in einzigartiger Weise maßschneidern lassen) genutzt. Und auch die Medizin setzt große Hoffnungen auf Nanoteilchen: Sie könnten beispielsweise als Vehikel dienen, mit deren Hilfe Medikamente biologische Barrieren wie die Luft-Blut- oder die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Man versucht mit ihnen Krebsmedikamente gezielt in einen Tumor oder einen Impfstoff direkt an den Ort seiner besten Wirksamkeit zu bringen.

Nanopartikel stellen große Anforderungen an die Messtechnik, die man für die Produktentwicklung, die Kontrolle der Produktionsqualität und nicht zuletzt auch für die Risikobewertung der Produkte braucht. Dabei geht es immer häufiger nicht nur um die Größenmessung, sondern auch um die Messung der Teilchenzahl und -konzentration. Im Rahmen eines vom BMWi unterstützten Technologietransferprojekts zwischen der PTB und der Firma LUM GmbH wurde auf Basis eines neuen Ansatzes das Messprinzip eines Einzelpartikel-Streulichtphotometers entwickelt. Es kann die Partikelgrößenverteilung und die Partikelkonzentration von Nano- und Mikropartikeln in Suspensionen und Emulsionen mit hoher Auflösung bestimmen. Neben seiner Genauigkeit ist es gekennzeichnet durch einen sehr breiten Einsatzbereich (für Teilchen von 40 nm bis hin zu 10 µm) und durch große Schnelligkeit: Pro Sekunde können bis zu 10 000 Teilchen analysiert werden. Die Basistechnologie nennt sich Single Particle Light Scattering (SPLS)-Technologie. Damit ermittelt das Gerät die Intensität des Lichts, das von jedem einzelnen Nano- oder Mikropartikel in verschiedenste Richtungen gestreut wird. Dass die Teilchen einzeln hintereinander das Messgerät passieren, ist das Ergebnis von hydrodynamischer Fokussierung: Ein sogenannter Hüllstrom bringt die Teilchen in eine Vorzugsrichtung; anschließend wandern sie gleichsam im Gänsemarsch durch das Zentrum der Messzelle. Diese Methode wird bereits seit Jahren sehr erfolgreich für die Durchflusszytometrie genutzt, mit der z. B. Körperzellen einzeln und schnell gezählt werden können.

Das neue Messystem ist in der Lage, ohne Veränderungen an der Hardware Partikelsuspensionen mit unterschiedlichsten Zusammensetzungen zu analysieren. Es kann auch bei sehr hohen Ausgangskonzentrationen kleinste Größenunterschiede bis in den Nanometerbereich hinein ermitteln. Sowohl das Gesamtsystem als auch einzelne Teile wie spezifische Verstärker und die spezielle Optikanordnung basieren auf zum Patent angemeldeten Verfahren der Partner.

Erste Geräte sind bereits bei einem globalen Pharmakonzern in der EU für die Entwicklung eines Coronaimpfstoffes sowie bei einem namhaften deutschen Forschungsinstitut im Einsatz – eine Erfolgsgeschichte für den Transfer von gemeinschaftlichen vorwettbewerblichen Entwicklungen in aktuelle Anwendungen.
es/ptb

Ansprechpartner
Dr. Martin Hussels, Arbeitsgruppe 8.31 Medizinisch-optische Bildgebung, Telefon: (030) 3481-7628, martin.hussels(at)ptb.de

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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news-2355Wed, 04 Aug 2021 09:05:20 +0200Zellen mit Photocrosslinkern selektiv platzierenhttp://photonicnet.de/Um die Wirkung von Wirkstoffen auf Zellen genauer untersuchen zu können, arbeitet das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) an einer Methode, die es ermöglicht, Zellen auf einer Zellkulturoberfläche ausschließlich an ausgesuchten Stellen wachsen zu lassen. Dafür wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH zusammen mit ibidi GmbH, Gräfelfing, und Ella Biotech GmbH, Fürstenfeldbruck, neuartige Photovernetzer, sogenannte Photocrosslinker, verwenden. Diese können Moleküle binden, die wiederum Zellen binden können.Belichtungsmaske aktiviert Photovernetzer selektiv
Im ersten Schritt wollen die Partner eine Bibliothek von Photovernetzern und den funktionalen Molekülen erstellen, die dann Bindungsstellen für Zellen sind. Über eine örtlich beschränkte Belichtung mit UV-Strahlung der Wellenlänge 365 nm wollen die Forschenden die Photovernetzer lokal aktivieren und damit an die ansonsten zellabweisende Oberfläche binden. Dabei bestimmen sie mit einer Belichtungsmaske die Flächen, auf denen die Crosslinker, und damit die Zellen, haften bleiben sollen. Erzeugt werden soll die Maske durch ein Digital Micromirror Device (DMD). Dieses besteht aus vielen verkippbaren, einzeln ansteuerbaren Mikrospiegeln. Diese können zwei Zustände annehmen und so Licht auf die Oberfläche bringen und die Photovernetzer aktivieren oder nicht.

Aptamere binden spezifische Zellen
Im nächsten Schritt werden Moleküle aufgebracht, die eine Verbindung zu den lokal aufgebrachten Photocrosslinkern eingehen. Durch ihre dreidimensionale Struktur bilden sie spezifische Bindungsstellen zu den Zielzellen. Je nachdem welche Bindungsstellen diese sogenannten Aptamere haben, können wiederum verschiedene Zelltypen an ihnen binden. Zellen können so nach einem vorgebebenen Muster auf der Oberfläche angeordnet werden. Damit können Forschende zukünftig exakt bestimmen, wo sich welche Zellen auf der Oberfläche ansiedeln. Das kann beispielsweise vereinfachen zelluläre Interaktionen oder Einflüssen chemischer Substanzen auf bestimmte Zelltypen zu untersuchen.

Im Rahmen des Projekts wollen die Partner zum einen die Methode etablieren und zum anderen eine Bibliothek an verwendbaren Crosslinkern und Aptameren erstellen. Das LZH will außerdem einen portablen Demonstrator entwickeln, der Mikroskopiertisch und Belichter zusammenführt.

Über Mako-Zell
Das Verbundprojekt Mako-Zell wird im Rahmen der Förderinitiative KMU-innovativ Materialforschung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Neben dem LZH sind die Unternehmen ibidi GmbH und Ella Biotech GmbH beteiligt.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

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news-2354Wed, 04 Aug 2021 09:00:01 +0200Dr.-Ing. Sascha Kulas folgt Ruf auf Professur für Ingenieurwissenschaftenhttp://photonicnet.de/Zum 01. Oktober tritt Dr.-Ing. Kulas eine Professur für Ingenieurwissenschaften an und gibt damit die Projektleitung von Niedersachsen ADDITIV ab.Dr.-Ing. Sascha Kulas vom Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) folgt dem Ruf auf eine Professur für Ingenieurwissenschaften an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) im Rhein-Erft-Kreis. Er wird die Professur im Fachbereich Technologie und Management zum 1.Oktober 2021 antreten.

Sascha Kulas hat am LZH die Leitung des Projekts Niedersachsen ADDITIV inne, das kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen bei der Einführung und Weiterentwicklung von 3D-Druck-Verfahren unterstützt. „Dr. Kulas hat Niedersachsen ADDITIV mit seiner Expertise im Bereich 3D-Druck und Lasertechnik in der Umsetzung maßgeblich vorangebracht“, sagt Dr.-Ing. Stefan Kaierle, Geschäftsführender Vorstand am LZH. „Wir bedauern das Ausscheiden von Dr. Kulas daher sehr. Aber natürlich freuen wir uns für Ihn, unterstützen ihn diese Chance wahrzunehmen und wünschen ihm alles Gute“.

Sascha Kulas hat Physik an der Leibniz Universität Hannover (LUH) studiert und am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen promoviert. Sowohl am ZARM als auch an der LUH hat er sich unter anderem mit dem Aufbau von Laser-Systemen beschäftigt. Zum Jahresbeginn 2021 wechselte er aus der Industrie an das LZH, um die Projektleitung von Niedersachsen ADDITIV zu übernehmen.

Über Niedersachsen ADDITIV

Niedersachsen ADDITIV unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen bei der Einführung und Weiterentwicklung von 3D-Druck-Verfahren – kostenfrei und herstellerunabhängig. Ziel ist es, niedersächsischen Betrieben einen praxisorientierten Einstieg in das Themengebiet der Additiven Fertigung zu ermöglichen. Niedersachsen ADDITIV bietet dafür unter anderem Weiterbildungsangebote für Einsteiger und Erfahrene sowie branchenspezifische und –übergreifende Veranstaltungsformate an. Ein Flaggschiff-Angebot ist der sogenannte Praxis-Check 3D-Druck, in dem Unternehmen, die eine Projektidee zur Nutzung des 3D-Drucks in haben, kostenlose Unterstützung von Experten bei den ersten Schritten zu Umsetzung erhalten. 

Niedersachsen ADDITIV ist ein gemeinsames Projekt des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und dem Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH. Es wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Über die Europäische Fachhochschule (EUFH)

Die EUFH ist Teil der Bildungsgruppe Klett, die den Weg des Lernens als einen dauerhaften und nachhaltigen Prozess versteht. Als deutschlandweit erste Hochschule mit dualen Studiengängen erhielt die EUFH das Top-Gütesiegel ohne Auflagen für zehn Jahre. 2020 wurde sie erfolgreich für weitere 10 Jahre reakkreditiert.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
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news-2352Wed, 28 Jul 2021 13:25:28 +0200Neues Glass Printing Explorer Set für den 3D-Druck von Glasmikrostrukturenhttp://photonicnet.de/Mit dem neuen Glass Printing Explorer Set präsentiert Nanoscribe das erste kommerziell erhältliche hochpräzise additive Fertigungsverfahren und Druckmaterial für die 3D-Mikrofabrikation von Glas-Mikrostrukturen.Der neue Fotolack GP-Silica ist das Herzstück des Glass Printing Explorer Sets und wurde in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit Glassomer entwickelt. Der weltweit erste Fotolack für die Mikrofabrikation von Glas weist eine hohe optische Transparenz in Verbindung mit hervorragenden thermischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften auf. Dies verspricht Potenzial für die Erforschung innovativer Anwendungen in den Bereichen Life Science, Mikrofluidik, Mikrooptik, Materialwissenschaft und in der Mikrotechnik.

Das Glass Printing Explorer Set ist besonders geeignet für Anwendungen, die eine hohe Temperaturbeständigkeit in Kombination mit mechanischer und chemischer Stabilität sowie optischer Transparenz erfordern. Die Zwei-Photonen-Polymerisation (2PP) von Quarzglas ist daher vielversprechend für die Erforschung neuartiger Anwendungen wie zum Beispiel in den Bereichen Life Science, Mikrofluidik und Mikrooptik. „GP-Silica hat großes Potenzial für unsere Forschung zur Herstellung komplexer mikrofluidischer Systeme, wenngleich die erforderliche thermische Nachbearbeitung anspruchsvoll ist“, fasst Professor Dr. Nicolas Muller, Assistenz-Professor und Head of Graphical Printing an der School of Engineering and Architecture of Fribourg (Schweiz), die Möglichkeiten des neuen Fotolacks mit Blick auf seine geplanten Forschungsprojekte zusammen.

Das Glass Printing Explorer Set beinhaltet die für die 3D-Mikrofabrikation von Glasstrukturen erforderlichen Materialien und Prozessanleitungen. Im Set enthalten sind der Fotolack GP-Silica sowie Siliziumsubstrate, diverses Druckzubehör und eine detaillierte Verarbeitungsanleitung für einen erfolgreichen Druck. Die Anleitung enthält Empfehlungen und Hinweise zur Vorbereitung des Druckjobs, der empfohlenen Voreinstellung der Druckparameter für das Solution Set Large Features und detaillierte Informationen zum thermischen Nachbearbeitungsprozess. Das Glass Printing Explorer Set ist damit ein guter Einstieg in die hochpräzise additive Fertigung von Glasmikrostrukturen, deren Materialeigenschaften identisch mit jenen von handelsüblichem Quarzglas sind.

Detaillierte Produktinformationen erhalten Sie hier.

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news-2350Tue, 27 Jul 2021 11:36:24 +0200Können Luftfilter Ansteckungen verhindern?http://photonicnet.de/Innovationsverbund erforscht Wirkung von Raumluftfiltern gegen Virenbelastung. Luftfilter für Klassenräume, Hörsäle oder Restaurants sind immer wieder im Gespräch, wenn es darum geht, weitere Lockdown-Maßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie zu verhindern. Doch nur, wenn Luftreinigungsgeräte richtig eingesetzt und gewartet werden, können sie auch einen Schutz bieten.

Wie unterschiedliche Filter und Raumluftkonzepte wirken, will nun ein Team von Wissenschaftler*innen der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) untersuchen.

Der Innovationsverbund mit drei Teilprojekten wird durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) mit 0,7 Millionen Euro gefördert.

Um Krankheitserreger aus der Raumluft zu entfernen, ist Lüften das Mittel der ersten Wahl. Doch besonders im Winter können viele Räume nicht effektiv gelüftet werden. In diesen Fällen könnten technische Mittel zur Luftreinigung helfen, Ansteckungen zu verhindern. Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie werden bereits an vielen Stellen unterschiedliche Raumluftfilter genutzt. Doch das Betreiben einer Luftfilteranlage, zum Beispiel in einem voll besetzten Klassenraum, kann allein nicht unbedingt Infektionen verhindern. Unterschiedliche Filterkombinationen, zusätzliche Ventilatoren, Frischluftzufuhr und die Wartung der Anlagen können die Wirkung beeinflussen. HAWK, UMG und MPIDS haben sich im Innovationsverbund zur Prävention aerogener Infektionen (PraeInfekt) zusammengeschlossen, um auf Grundlage dieser Faktoren konkrete Empfehlungen für Raumluftkonzepte zu erarbeiten. In drei Teilprojekten werden Filtertechnologien, Aerosoldynamik und Keimbelastungen in einem gemeinsamen Modellraum untersucht.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Vizepräsident für Forschung und Transfer und Leiter des Forschungsschwerpunktes Laser- und Plasmatechnologie an der HAWK, verantwortet das Teilprojekt Filtertechnik. „In modernen raumlufttechnischen Anlagen werden verschiedene Filterarten miteinander kombiniert“, erklärt er. Das könnten zum Beispiel Partikelfilter, Plasmafilter oder Aktivkohlefilter sein. „Wir wollen herausfinden, wie eine optimale Anordnung der einzelnen Filter aussehen könnte.“ Dabei komme es unter anderem auf die mikrobielle Last und die Strömungswiderstände der Filter an. „Wir vermuten zum Beispiel, dass sich Plasmafilter positiv auf die mikrobielle Last bei Partikelfiltern auswirken“, so Viöl. Das senke auch die Ansteckungsgefahr bei der Wartung. Außerdem soll die Alterung von Aktivkohlefiltern untersucht werden, um Wartungsintervalle zu bestimmen. Beim Aufbau der verschiedenen Raumluftfilter im Modellraum werden die Forschenden der HAWK durch den Kooperationspartner PlasmaComplete unterstützt. Weitere Kooperationspartner in dem Teilprojekt sind die Städte Moringen und Göttingen sowie das Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen.

Dass virenhaltige Aerosole für Infektionen verantwortlich sein können, ist allgemein bekannt. Wie sich Aerosole aber unter Einfluss von technischen Anlagen in einem Raum ausbreiten, soll im Teilprojekt Aerosoldynamik untersucht werden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Bodenschatz erforschen Wissenschaftler*innen des MPIDS den Aerosoltransport in Räumen und die aerodynamischen Eigenschaften von Luftfiltern. „Durch die gewonnenen Daten werden wir noch besser als zuvor ein individuelles Infektionsrisiko für einzelne Personen in einem geschlossenen Raum berechnen können“, beschreibt Bodenschatz. Um die Luftbewegungen im Modellraum genau erfassen zu können, entwickeln die Forschenden ein sogenanntes Sensorod-Mesh, ein Gitter aus Feinstaubsensoren, die mit Druck-, Feuchte-, Geschwindigkeits- und Temperatursensoren ergänzt werden. Mit diesem Gitter soll der gesamte Modellraum dreidimensional erfasst werden. „Nach der Untersuchung im Modellraum wollen wir das Sensorod-Mesh auch in anderen Räumen wie Klassenzimmern einsetzen“, so Bodenschatz. Dazu kooperiert das MPIDS mit dem Felix-Klein-Gymnasium Göttingen und der Stadt Göttingen.

Um herauszufinden, wie sich Raumluftkonzepte auf die Erregerbelastung in der Luft auswirken und was das tatsächlich für die Infektionsreduktion beim Menschen bedeuten könnte, beteiligt sich die UMG mit dem Teilprojekt Keimbelastungsanalytik, das von Prof. Dr. Simone Scheithauer, Direktorin des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektiologie, geleitet wird. „Wir nutzen den Modellraum zunächst, um die Stabilität und Infektionsfähigkeit von Mikroorganismen unter definierten Bedingungen zu untersuchen“, erläutert Scheithauer. Dazu werden Mikroorganismen im Raum vernebelt und anschließend die Erregermenge in Luftproben bestimmt. Im Anschluss könne dann die Wirksamkeit von Raumluftfiltern und Deckenventilatoren bestimmt werden, schildert Scheithauer. „Wir möchten so ein wissenschaftliches Verständnis zur tatsächlichen Erregerbelastung der Luft und zur antimikrobiellen Wirksamkeit der Anlagen gewinnen.“

Die Erkenntnisse der drei Teilprojekte sollen in Zukunft Entscheidungsträger*innen dabei unterstützen, passende Raumluftkonzepte für verschiedene Räume zu entwickeln und so Infektionsketten zu verhindern. Der Innovationsverbund PraeInfekt ist auf 18 Monate angelegt und wird im Rahmen des Wettbewerbs „Gesundheitswirtschaft vor den Herausforderungen der SARS-CoV-2-Pandemie: innovative und anwendungsorientierte Lösungsansätze in Forschung und Entwicklung für Prävention, Diagnose und Analyse zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten“ durch das MWK über das EFRE-Programm gefördert.

Kontakt:

Prof. Dr. Wolfgang Viöl , HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer, Leiter des Forschungsschwerpunktes Laser- und Plasmatechnologie

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Ingenieurswissenschaften und Gesundheit
Von-Ossietzky-Str. 100
37085 Göttingen

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2351Tue, 27 Jul 2021 09:23:00 +0200Generationenwechsel bei Mahrhttp://photonicnet.de/Firmenchef Stephan Gais gibt den Staffelstab ab und wechselt als Mitglied in den Beirat. Sein Nachfolger wird Manuel Hüsken, der das Göttinger Unternehmen in Zukunft gemeinsam mit Udo Erath und Dr. Lutz Aschke führen wird. Nach knapp 30 Jahren bei Mahr verabschiedet sich Stephan Gais, Chief Executive Officer (CEO) und Gesellschafter, Ende Juni aus der Geschäftsführung. Er beendet damit seine operative Tätigkeit für das Familienunternehmen. „Eine Menge ist in den drei Jahrzehnten passiert“, resümierte Stephan Gais als er sich Mitte Juni bei einer Betriebsversammlung von den Mitarbeiter*innen verabschiedete. „Gemeinsam haben wir viel erreicht: Mahr hat einen ausgezeichneten Namen bei Kunden in der ganzen Welt und unser Portfolio ist zukunftsfähig aufgestellt“, so Stephan Gais.

Auf den Ururenkel von Firmengründer Carl Mahr wartet also ein neuer Lebensabschnitt, für den er mit „mehr Zeit für Familie“ rechnet. Von Ruhestand möchte er dennoch nicht sprechen und versichert schmunzelnd: „Ich werde mich nicht zurücklehnen und Orchideen züchten.“ Dem 1861 gegründeten Familienunternehmen mit Hauptsitz in Göttingen bleibt Stephan Gais als Mitglied im Beirat erhalten. Er wird somit auch in Zukunft das Gesicht der Familie Mahr für die Mitarbeiter*innen und für die Geschäftsführung sein. In seiner neuen Rolle möchte Stephan Gais sich dafür einsetzen, dass die Werte der Gründerfamilie weiterhin gelebt werden.

Unter neuer Führung
Als neuer Chief Executive Officer (CEO) der Mahr Gruppe übernimmt Manuel Hüsken ab Juli die Nachfolge. Er wird das Unternehmen zukünftig gemeinsam mit seinen Geschäftsführungskollegen Udo Erath (COO) und Dr. Lutz Aschke (CFO/CIO) gleichberechtigt führen und als Sprecher der Geschäftsführung fungieren. Die drei Geschäftsführer haben die verantwortungsvolle Aufgabe, die neu entwickelte Strategie der Mahr Gruppe umzusetzen. „Als Technologieunternehmen in Familienhand steht Mahr für Vertrauen und Nachhaltigkeit. Diesem Anspruch möchten wir gegenüber unseren Mitarbeitern an allen Standorten und unseren Kunden weltweit gerecht werden, um damit eine Basis für kräftiges Wachstum zu legen“, so Manuel Hüsken.

Kontakt:

Mahr GmbH
Pressestelle
Carl-Mahr-Str. 1
D-37073 Göttingen
Tel.: +49 551 7073 0
presse(at)mahr.de

https://www.mahr.com/de/

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2348Mon, 26 Jul 2021 10:39:42 +0200Erfolgreiche Ringvorlesung Optik mit zahlreichen Teilnehmernhttp://photonicnet.de/Jeweils 140 bis zu 220 Studierende aus ganz Deutschland nahmen an der hochschulübergreifenden Ringvorlesung „Optik“ im Sommersemester 2021 teil. Seit dem Start am 24. März 2021 fanden in wöchentlichem Rhythmus 14 Online-Vorlesungen aus dem gesamten (süd-) deutschen Raum statt.Ziel der Ringvorlesung ist es, Studierenden aus dem Bereich der Optik die Bandbreite der Photonik näher zu bringen.

Die Ringvorlesung richtete sich in erster Linie an Master-Studierende – darüber hinaus waren auch Doktoranden, interessierte Bacheloranden aus höheren Semestern sowie auch Industrievertreter als Gasthörer eingeladen, ihre Kenntnisse und Perspektiven in der Photonik zu erweitern. Dozenten von Universitäten und Hochschulen hielten Online-Vorlesungen zu aktuellen Themen wie 3D-Druck von Optiken, spezifischer optischer Messtechnik, Laserkunststoffschweißen, Mikrooptischen Systemen uvm.

Die Ringvorlesung Optik wurde im Rahmen der gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft Aus- und Weiterbildung von  bayern photonics und Photonics BW entwickelt und wird durch die Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik unterstützt. Die Durchführung organisierte Prof. Dr. Andreas Heinrich von der Hochschule Aalen.

Für das Sommersemester 2022 ist eine Fortführung der Ringvorlesung mit Ausweitung auf ganz Deutschland und zusätzlicher Unterstützung von OptecNet Deutschland e.V. geplant.

An einer Beteiligung interessierte Dozenten wenden sich bitte mit einem Themenvorschlag direkt an Prof. Heinrich

Das Programm der Ringvorlesung 2021 und weitere Informationen finden Sie unter: www.hs-aalen.de/de/pages/b-eng-optical-engineering_ringvorlesung

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den NetzenForschung und Wissenschaft
news-2347Fri, 23 Jul 2021 10:22:01 +0200„Plasma for Life“ startet in die Intensivierungsphasehttp://photonicnet.de/Kickoff-Veranstaltung vernetzt zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden. Nach der vierjährigen Aufbauphase wird das HAWK-Leuchtturmprojekt „Plasmatechnologien aus Südniedersachsen – Impulse für ein gesundes Leben“, kurz „Plasma for Life“, für weitere vier Jahre im Rahmen der Bundesförderung FH-Impuls finanziert. Zum Start in diese Intensivierungsphase trafen sich in der Göttinger Lokhalle über 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden zu einer Kickoff-Veranstaltung und gleichzeitig zum siebten Meeting der Partnerschaft „Plasma for Life“.

„Wir haben die ersten vier Jahre mit einer sehr positiven Evaluierung abschließen können und freuen uns sehr, dass wir weitere vier Jahre in der sogenannten Intensivierungsphase gefördert werden“, erklärt, Prof. Dr. Wolfgang Viöl, HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer und Partnerschaftssprecher von „Plasma for Life“ in seiner Begrüßung. „Ein großer Dank gilt allen Unternehmen, die uns hierbei unterstützen, nicht nur finanziell, sondern auch mit Rat und entsprechend Erfahrungen.“

Für die Intensivierungsphase ist es dem im Herbst 2019 ins Leben gerufenen Scientific Board aus Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Prof. Dr. Christoph Rußmann, Dr. Bernd Schieche, Prof. Dr. Christoph Gerhard und Dr. Andreas Helmke gelungen, die Zahl der kooperierenden Unternehmen von 13 auf 27 zu steigern und so insgesamt 1,35 Millionen Euro als Kofinanzierungsbeitrag einzusammeln. Dadurch sah sich das BMBF überzeugt und steuerte – nach bereits 5,5 Millionen Euro in der Aufbauphase – weitere ca. 4,7 Millionen Euro Fördergelder zur Umsetzung der Projektideen in den kommenden vier Jahren bei. Darüber hinaus wurden nochmals mehr als 20 weitere Unternehmen in parallelen Forschungs- und Entwicklungsprojekten (FuE-Projekte) mit der HAWK Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit im Forschungsschwerpunkt „Laser- und Plasmatechnologie“ vernetzt und zusätzliche Fördergelder aus ergänzenden Drittmittelanträgen eingeworben.

Mit der Fördermaßnahme FH-Impuls unterstützt der Bund strategische Partnerschaften zwischen Hochschulen und vornehmlich mittelständischen regionalen Unternehmen, die einen schon vorhandenen Forschungsschwerpunkt in der Region stärken. So werden im Rahmen von „Plasma for Life“ die Einsatzmöglichkeiten von Plasmatechnologien in den Bereichen Medizintechnik und Wirkstoffforschung, bildgebende Diagnostik, Hygiene, Therapie und intelligente Plasmen in enger Zusammenarbeit mit den Anwender*innen erforscht. „Der Effekt für die Region ist, dass es mehr Ausgründungen gibt, dass Arbeitsplätze geschaffen werden oder in schwierigen Situation auch Arbeitsplätze gerettet werden“, betont Viöl.

Unter dem Teilnehmenden der Kickoff-Veranstaltung waren viele langjährige, aber auch neue Partner*innen von „Plasma for Life“, die sich in Kurzvorträgen vorstellten. „Ich denke, dass die HAWK weltweit eine der führenden Einrichtungen ist, die die Plasmamedizin voranbringt,“ stellt Prof. Dr. Steffen Emmert fest. Er arbeitet bereits seit 2008 im Bereich der Plasmamedizin mit der HAWK zusammen und leitet die Hautklinik der Universitätsmedizin Rostock, einen der wissenschaftlichen Kooperationspartner bei „Plasma for Life“. „Ich erwarte mir von der HAWK und unserer guten Zusammenarbeit weitere Impulse, um die Wirkung von Plasma auf den menschlichen Organismus besser zu verstehen“, so Emmert.

Neu in der Partnerschaft ist der finnische Stahlhersteller Outokumpu. Stefan Erdmann, Chief Technology Officer bei Outukumpu, setzt große Hoffnungen in die Kooperation: „Der Vorteil ist, dass wir seit Jahren die Plasmatechnologie und die Lasertechnologie hier in Göttingen kennen. Diese ermöglicht uns eventuell, Prozesse komplett zu verändern, sodass wir viel nachhaltiger fertigen können.“

Ein weiterer Dank von Prof. Dr. Wolfgang Viöl ging an das Bundesforschungsministerium (BMBF) und das Niedersächsische Wissenschaftsministerium (MWK) für die finanzielle Unterstützung. Marcus Wittrin vom BMBF – Referat für Fachhochschulen lobte die Arbeit von Viöl und seinem Team in einer Videobotschaft. „Sie haben es mit Ihrem Engagement und Ihrer guten, regionalen Vernetzung ermöglicht, der Partnerschaft mit dem Thema ‚Plasma for Life‘ einen hohen Stellenwert, sowohl an der Hochschule, als auch in der Region und darüber hinaus zu verleihen.“ Diese herausragende regionale Sichtbarkeit der Partnerschaft, werde auch immer wieder von Seiten der Unternehmen und Partner bestätigt und bestärkt.

Neben dem BMBF unterstützt auch das MWK die HAWK-Partnerschaft „Plasma for Life“ in der Intensivierungsphase mit 500.000 Euro und der Erstellung des Forschungsbaus für angewandte Plasma- und Laser-Medizintechnik mit Projektkosten in Höhe von 4,6 Millionen. Euro. „Der Verbund ‚Plasma for Life‘ ist forschungsstark, er wächst weiter, er punktet mit herausragenden Erfolgen und einer hohen wissenschaftlichen Qualität“, erklärt Birgit Nolte, die als Vertreterin des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (MWK) an der Veranstaltung teilnahm.

Die Partnerschaft ist die einzige FH-Impulspartnerschaft in Niedersachsen. Das zeige die Forschungs- und Entwicklungsstärke der HAWK Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit im Bereich der optischen Technologien – insbesondere mittels Plasma für den Vor- und Zuliefererbereich der Gesundheitswirtschaft, betont Clustermanager Dr. Bernd Schieche. Und diese Stärke werde im Zusammenhang mit „Plasma for Life“ zunehmend durch die regionale Forschungslandschaft und durch Unternehmen wahrgenommen. „Neben unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gibt es schließlich auch zahlreiche Studierende mit ihren Abschlussarbeiten in den Bereichen Medizintechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Laser- und Plasmatechnik, die als Nachwuchskräfte händeringend gesucht werden.“ Auch würden immer mehr Studierende aus den umliegenden universitären Instituten, unter anderem der Chemie, Physik und Biologie, an der HAWK im Bereich der Laser- und Plasmatechnologien promovieren und dabei von dem engen Austausch mit potenziellen Arbeitgebern profitieren und durch reale Fragestellungen motiviert werden.

Für die Zukunft erwartet das Team rund um „Plasma for Life“ durch die vertrauensvolle Atmosphäre und gute Vernetzung zwischen den Partner*innen ergänzende kreative Impulse und dadurch weitere zahlreiche Projektideen, daraus generierte Patente, Veröffentlichungen und Personaltransfer. 

Kontakt:

Prof. Dr. Wolfgang Viöl , HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer, Leiter des Forschungsschwerpunktes Laser- und Plasmatechnologie

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Ingenieurswissenschaften und Gesundheit
Von-Ossietzky-Str. 100
37085 Göttingen

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2346Fri, 23 Jul 2021 09:59:14 +0200Laser-Plasma-Hybridtechnologie der HAWK als zukunftsweisend prämierthttp://photonicnet.de/Forschungsteam belegt 2. Platz durch neue Wege der Effizienzsteigerung .Der Anwenderkreis Atmosphärendruckplasma, kurz ak-adp, hatte einen offenen Wettbewerb unter dem Motto #ZukunftADP ausgeschrieben, bei dem die HAWK mit ihrem Forschungsteam um Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Prof. Dr. Christoph Gerhard und Prof. Dr. Stephan Wieneke den 2. Platz belegte. Der Wettbewerb war Bestandteil des 38. ak-adp Workshops.

Zum Wettbewerb mit dem Thema „Atmosphärische Plasmen – eine Technologie mit Zukunftspotenzial: Wie sieht die Nutzung atmosphärischer Plasmen in Zukunft aus? Und vor allem: Wie lassen sie sich industriell und wirtschaftlich einsetzen?“ konnte das Team punkten.

Gemeinsam mit der Unterstützung von Stephan Brückner und Daniel Tasche forschen die HAWK-Professoren der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit an der Effizienzsteigerung bei der Lasermaterialbearbeitung durch die Laser-Plasma-Hybridtechnologie und stellten ihre aktuellen Ergebnisse vor.

Seit einigen Jahrzehnten hat sich der Laser als Werkzeug zur Makro- wie auch Mikrobearbeitung verschiedenster Materialen wie Metall, Kunststoff, Halbleiter oder Glas etabliert. Dabei erweist sich die Kombination von Laserstrahlung mit einem extern applizierten Atmosphärendruckplasma als vorteilhaft für die Qualität und die Effizienz der Bearbeitung. Beispielsweise erforschte das Team zur Schonung von Ressourcen bei der Displayfertigung - in Kooperation mit der Industrie - die Plasmatechnologie als unterstützende Technologie für lasergestützte Annealingprozesse an dünnen Halbleiterschichten. Durch die simultane Plasmabehandlung erhöhten sie die Laserstrahlabsorption und vergrößerten den Kristallisationsgrad der Schicht bei gleicher Laserfluenz. „Dieser Umwandlungsprozess bedarf einer deutlich geringeren Laserintensität, wodurch die Effektivität und somit auch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens steigt“, so Prof. Dr. Viöl.
 
Bei der Laserbearbeitung von Gläsern zeigte sich, dass die Kopplung von Atmosphärendruckplasmen mit Laserstrahlung eine erhöhte Bearbeitungsqualität von Glasoberflächen bei gleichzeitiger signifikanter Einsparung von Laserenergie ermöglicht. Die zusätzliche Plasmabehandlung wird hierbei für Modifikationen der chemischen, oberflächentopographischen und optischen Parameter von Gläsern genutzt. Dadurch ist eine Strukturierung von Quarzglas mit verringerter Laserenergie, gleichzeitiger Verbesserung der Ablationsqualität, also der Abtragung von Materie und in etwa verdoppelter Tiefenablationsrate möglich. Ähnlich gesteigerte Ablationsraten konnte das Forschungsteam auch bei der kombinierten Plasma- und Laserbearbeitung von Mehrkomponentengläsern nachweisen.

Bei der Materialbearbeitung von Aluminium mit Femtosekunden (fs)-Laserstrahlung konnte durch den simultanen Einsatz eines kalten Argonplasmas während der Bearbeitung eine Erhöhung der Ablationstiefe um den Faktor 250 bei gleichbleibender Laserleistung erreicht werden. Da die Ablationsstelle hier innerhalb des Niedertemperaturplasmas liegt, kann eine Änderung der Partikelgrößenverteilung und die elektrostatische Mobilisierung abgetragener Partikel als Hauptmechanismus zählen. Die Zunahme der gesamten Ablationstiefe birgt ein deutliches Potenzial für die Verbesserung der Effizienz und Bearbeitungsgeschwindigkeit von Materialbearbeitungs- und Strukturierungsprozessen auf Femtosekundenlaserbasis.

Für diese innovative Technik wurden dem HAWK-Forschungsteam bereits mehrere Patente erteilt. Sie wurde nun zudem vom Anwenderkreis Atmosphärendruckplasma als eine Zukunftstechnologie gewürdigt.

Kontakt:

Prof. Dr. Wolfgang Viöl , HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer, Leiter des Forschungsschwerpunktes Laser- und Plasmatechnologie

Prof. Dr. rer. nat. Stephan Wieneke
Laser- und Plasma-Hybridtechnologie
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit

Prof. Dr. rer. nat. Christoph Gerhard
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Ingenieurswissenschaften und Gesundheit
Von-Ossietzky-Str. 100
37085 Göttingen

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2344Thu, 22 Jul 2021 12:21:32 +0200VirtualLab Fusion Release 2021.1 Solution Driven Applicationshttp://photonicnet.de/After several months of development, we provide all users of our software VirtualLab Fusion the new version 2021.1 with many new features which enable solutions of more applications. The version 2021.1 comprises further developments of the field tracing technology and new components, sources, and detectors. With each version we try to simplify the usage of the modeling features in VirtualLab Fusion. The seamless transition from a full physical optics modeling to a ray optical modeling is one of the amazing features of VirtualLab Fusion.Microlens Array:  A new Microlens Array (MLA) Component enables accurate and fast modeling of the ever-increasing number of applications of MLA.

Crystal Plate Component: Any type of crystals can be included in system modeling by the new Crystal Plate Component.

Fiber Mode Calculator: We provide a Fiber Mode Calculator to analyze and investigate LP Bessel and LP Laguerre modes for step index and parabolic index fibers.

Anisotropic layers: Those can be added to all surfaces to exploit the extra freedom of polarization control and multiplexing in optical systems.

New Workflow: In version 2021.1 we come with a new workflow which enables a seamless transition from ray to full physical-optics modeling. This way we simplify the usage of the amazing modeling features in VirtualLab Fusion. 

Read more about the exciting new applications, features and workflows in our 2021.1 VirtualLab Fusion Release:

https://www.lighttrans.com/products-services/virtuallab-fusion/virtuallab-fusion-release-20211.html

Kontakt

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2343Wed, 21 Jul 2021 13:06:47 +0200SafeWaterAfrica: Nachhaltig, profitabel und jetzt auch ausgezeichnethttp://photonicnet.de/Vom Fraunhofer IST koordiniertes Projekt zur Trinkwasseraufbereitung erhält Solar Impulse Efficient Solution Label. Nicht nur, dass das Projekt SafeWaterAfrica die Trinkwasserversorgung in Südafrika und Mosambik verbessert und die Umwelt schützt. Für die Technologien zur Wasseraufbereitung sind zuallererst afrikanische Unternehmen verantwortlich, die Wirtschaft und Beschäftigung in den Ländern stärken. Für diesen ökologischen und auch ökonomischen Erfolg ist das Projekt unter Federführung des Braunschweiger Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST mit dem Solar Impulse Efficient Solution Label ausgezeichnet worden.

Pro Tag 20.000 Liter Trinkwasser nach WHO-Standard

Das Projekt SafeWaterAfrica hat es möglich gemacht: In Südafrika und Mosambik können zwei Demonstratoranlagen aus dem Wasser von Flüssen täglich jeweils 10.000 Liter Trinkwasser erzeugen – und das in einer Qualität, die dem Standard der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspricht. In der Nähe von Johannesburg sorgen seit September 2018 Solarzellen und Batterien für ein energieautarkes Wasseraufbereitungssystem, das sich aus verschiedenen Reinigungs- und Filterstufen zusammensetzt und den CO2-Ausstoß senkt.

Seit April 2019 ist die zweite Anlage in Ressano Garcia in Betrieb. Das Fraunhofer IST hat insbesondere seine Expertise in der Wasserdesinfektion eingebracht. Zum Einsatz kommen elektrochemische Zellen mit Diamantelektroden, die vom Wasser durchströmt werden. An die Elektroden wird eine niedrige Spannung angelegt, wodurch sich Ozon bildet. Dieses Ozon ist im Wasser gelöst und tötet die Keime ab. Das Fraunhofer IST hat die Technologie entwickelt und verfügt über eine der weltweit größten Anlagen zur Diamantbeschichtung. Sie ist imstande, eine 0,5 Quadratmeter große Elektrodenfläche mit einer dünnen Diamantauflage zu versehen.

Partner aus Afrika haben größten Anteil am Projekt

In dem Projekt, gefördert durch das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020, hat eine Reihe von Partnern zusammengearbeitet. Der größte Teil von ihnen kommt aus Afrika. Nur zwei Schlüsseltechnologien der Wasseraufbereitungsanlage stammen aus Europa, darunter die Technologie des Fraunhofer IST. Die beiden Demonstratoren sind so ausgereift, dass sie in Zukunft in weiteren Ländern zum Einsatz kommen können und dort wirtschaftlich betrieben werden können.

Dass SafeWaterAfrica sowohl für die Umwelt als auch für die Wirtschaft ein Gewinn ist, hat die Solar Impulse Foundation veranlasst, das Projekt mit dem Solar Impulse Efficient Solution Label auszuzeichnen. Die Schweizer Stiftung, gegründet von Umweltvisionär und Forscher Bertrand Piccard, honoriert effiziente technische Lösungen, die den Klimawandel nachhaltig bekämpfen und auch wirtschaftlich tragfähig sind.

Label der Solar Impulse Foundation beflügelt Umsetzung

Das Solar Impulse Efficient Solution Label gibt dem Projekt einen kräftigen Schub. »Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung des Projekts SafeWaterAfrica. Die damit verbundene Öffentlichkeit möchten wir nutzen, um die Umsetzung vor Ort weiter voranzutreiben«, berichtet Dr. Lothar Schäfer, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IST und Koordinator von SafeWaterAfrica. Südlich der Sahara haben 40 Prozent der Bevölkerung, d. h. mehr als 100 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das Wasseraufbereitungssystem aus dem Projekt SafeWaterAfrica verbessert die Lebensverhältnisse und die Gesundheitssituation. »Das Besondere an den Anlagen ist, dass es sich nicht wie sonst oft um Lösungen für Afrika handelt«, betont Dr. Lothar Schäfer. »Die Entwicklung ist Made-in-Africa: Bei der Konzeption und beim Aufbau haben unsere afrikanischen Partner den wesentlichen Beitrag geleistet. Der Betrieb der beiden Anlagen erfolgte ausschließlich durch Personal vor Ort in Südafrika und Mosambik.«

Made-in-Africa-Ansatz sorgt für hohe Akzeptanz

Für den Erfolg hat dieser hohe Eigenanteil eine große Bedeutung. Die Erfahrung zeigt, dass in Afrika viele Projekte scheitern, wenn die Menschen an Planung und Umsetzung nicht beteiligt sind. Damit die Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung Akzeptanz finden, verfolgt SafeWaterAfrica den Made-in-Africa-Ansatz. Die Maxime lautet: Afrikanische Unternehmen leisten so viel Entwicklungsarbeit, Komponentenbau und Installation wie möglich. Um die Ausbildung zu fördern, waren zwei afrikanische Hochschulen in das Projekt eingebunden. Während der mehrmonatigen Feldtests bedienten studentische und wissenschaftliche Mitarbeitende die Anlagen und werteten die Versuche aus.

In den vergangenen drei Jahren hat die Solar Impulse Foundation mehr als 1000 technologische Innovationen mit ihrem Label weltweit gewürdigt. Im Sinne des Stiftungsgründers Bertrand Piccard sollen sie für Regierungen und Unternehmen wichtige Werkzeuge sein, um gemeinsam den Klimawandel zu bekämpfen. Das Wasseraufbereitungssystem aus dem Projekt SafeWaterAfrica ist jetzt eine dieser ausgezeichneten Lösungen.

Um ökologische Herausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen, hat Bertrand Piccard über die Stiftung Solar Impulse die Herausforderung gestartet, 1000 profitable Lösungen zum Schutz der Umwelt auszuwählen, um die Entscheidungsträger in Regierungen und Unternehmen zu überzeugen, ihre Umweltziele zu erreichen und eine ehrgeizige Energiepolitik, die notwendig ist, um diese Lösungen auf den Markt zu bringen. Das Ziel: den Übergang zu einer kohlenstofffreien und nachhaltigen Wirtschaft zu beschleunigen.

Das Solar Impulse Efficient Solution-Label und die Stiftung Solar Impulse

Als eines der ersten Labels für Unternehmen mit positiven Auswirkungen, das Umweltschutz und finanzielle Rentabilität miteinander verbindet, wird das Solar Impulse Efficient Solution-Label nach einer Bewertung durch externe, unabhängige Experten vergeben. In Zusammenarbeit mit renommierten Institutionen müssen Lösungen, die sich für das Label bewerben, eine neutrale, auf verifizierten Standards basierte, Methodik durchlaufen. Dieses Label dient als Auszeichnung für saubere und rentable Lösungen. Die Stiftung Solar Impulse hat sich zum Ziel gesetzt, die Umsetzung von sauberen und rentablen Lösungen zu beschleunigen. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung Entscheidungsträger in Unternehmen und Regierungen dabei, ihre Umweltziele zu erreichen und eine ehrgeizigere Energiepolitik zu verfolgen, die notwendig ist, um diese Lösungen auf den Markt zu bringen.

Kontakt:

Dr. Simone Kondruweit
Leitung Marketing und Kommunikation
Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
Bienroder Weg 54 e
38108 Braunschweig
Telefon +49 531 2155-535
https://www.ist.fraunhofer.de/

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2338Wed, 14 Jul 2021 17:13:22 +0200Stuttgart Instruments Alpha. Ultraschnell von 0.7-20 µm.http://photonicnet.de/Der Alpha von Stuttgart Instruments (SI) vereint alle Eigenschaften, die für Anwendungen z.B. in der IR-Spektroskopie, FTIR, dem Hyperspektral- oder Bio-imaging, SNOM, CARS oder Quantenforschung relevant sind. Mit Femto- oder Pikosekunden-Laserpulsen kann der Alpha den gesamten infraroten Spektralbereich von 700 nm – 20 µm abdecken und lässt sich dabei schnell, einfach und automatisiert durchstimmen.Durch seine kompakte und durchdachte Bauweise ist der Alpha ultrastabil (passive Langzeitstabilität) und rauscharm (shot-noise limited) bei gleichzeitig hoher Ausgangsleistung und MHz Repetitionsrate. Er eignet sich damit hervorragend für anspruchsvollste und sensibelste Messungen.

Der Alpha ist in verschiedenen modularen Versionen erhältlich. Bereits in der Basisversion wird ein Spektralbereich von 1.35 – 4.5 µm abgedeckt, mit wählbarer Bandbreite von wenigen bis 100 Wellenzahlen. Kernstück jedes Alphas ist das innovative, passiv stabile parametrische Oszillatordesign, das eine extrem kompakte Bauweise von 26 x 43 cm² erlaubt. Als Pumpquelle können sowohl der shot-noise limitierte SI Primus Laser als auch Ultrakurzpulslaser anderer Anbieter verwendet werden. Durch den innovativen modularen Ansatz können mit unabhängig kombinierbaren Standard-Erweiterungs-Modulen höhere Ausgangleistungsleistungen (SI HP) oder verschiedene Spektralbereiche im Sichtbaren (SI VIS), Nah- (SI NIR) oder Mittelinfraroten (SI MIR) adressiert werden. Zudem ist jeder Alpha mit einer besonders nutzerfreundlichen Ethernet- und Wifi Schnittstelle und einem passenden grafischen User-Interface (GUI) ausgestattet.

Der Alpha ist ein Produkt der SI Stuttgart Instruments GmbH. Stuttgart Instruments ist ein in der Physik beheimatetes High-Tech Unternehmen aus Baden-Württemberg, spezialisiert auf vollautomatisierte, breit durchstimmbare Laserquellen für Anwendungen in der Materialforschung, Produktentwicklung und der Prozessanalytik. Alpha-Systeme sind weltweit im Einsatz.

Weitere Informationen unter: www.s-instruments.de oder via E-Mail: alpha(at)s-instruments.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den MitgliedsunternehmenProduktneuheiten
news-2337Wed, 14 Jul 2021 14:59:35 +0200LASER COMPONENTS: Neuer Partner für Laserschutzhttp://photonicnet.de/LASER COMPONENTS Germany erweitert sein Angebot an Laserschutztextilien um die Produkte der JUTEC GmbH. Damit hat das Unternehmen aus Olching bei München erstmals auch aktive Schutzvorrichtungen im Angebot. JUTEC ist Technologieführer bei aktiven Schutztextilien

Bei diesen Laserschutzprodukten ist zwischen zwei klassischen passiven Schutztextilien eine Sensorschicht eingearbeitet, die dafür sorgt, dass der Laser automatisch abgeschaltet wird, sobald die Strahlung ein schädliches Niveau erreicht.

„Bei Laserschutzprodukten zählt JUTEC in Europa zu den Technologie- und Qualitätsführern. Wir freuen uns, dass wir ein derartig innovatives Unternehmen als Lieferanten gewinnen konnten“, sagt Alexandra Bahr, Produktingenieurin Laserschutz bei LASER COMPONENTS Germany. „Die aktiven Schutztextilien von JUTEC sind die optimale Ergänzung für unser umfangreiches Laserschutz-Portfolio.“

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetNewsAus den MitgliedsunternehmenPressemeldung
news-2334Mon, 12 Jul 2021 11:50:22 +0200Forschungsprojekt ADDSUB ab Sommer 2021http://photonicnet.de/Im Sommer 2021 startet das IFSW gemeinsam mit den Partnern vom LAZ der Hochschule Aalen und dem wbk des Karlsruher Institut für Technologie das Forschungsprojekt ADDSUB. Das gemeinsame Ziel dieser Forschungsgruppe ist es, die Effizienz einer Transversalflussmaschine - einem Elektromotor für Radnabenantriebe - durch interdisziplinäre technologische sowie wissenschaftliche Zusammenarbeit wesentlich zu steigern.

Das IFSW entwickelt dazu die notwendige laserbasierte Fertigungstechnologie. Durch die Kombination additiver und subtraktiver Prozesse auf ein und derselben Maschine sollen bisher unerreichte filigrane, in­nenliegende Mikrohohlstrukturen zur Reduzierung von Ummagnetisierungsverlustenin topolo­gieoptimierten weichmagnetischen Komponenten realisierbar werden.

Mit dem additiven ‚Laser Powder Bed Fusion‘-Verfahren können weichmagnetische Komponenten mit konkurrenzloser Gestaltungsfreiheit hergestellt werden. Zur Steigerung von Effizienz, Drehmoment- und Leistungsdichte der E‑Maschinen muss der Volumenanteil des weichmagnetischen Materials gegenüber den Hohlstrukturen maximiert und daher die Breite der isolierenden Hohlräume deutlich unter das derzeit mit additiven Prozessen reproduzierbare Maß von ca. 100 µm verkleinert werden. Dies soll im Vorhaben u.a. dadurch erreicht werden, dass zwischen den additiven Aufbauschritten der einzelnen Materialschichten durch einen geregelten Abtragprozess mittels ultrakurzer Laserpulse hochpräzise Mikrohohlstrukturen erzeugt werden.

Der erste Schritt zur Integration der additiven und subtraktiven Prozesse auf einer Maschine ist am IFSW bereits vollzogen und die Ergebnisse sind beeindruckend [1]. Dieser Lösungsansatz ist aber auch ein gelungenes Beispiel dafür, welches enorme Potential in der Kombination und der Integration verschiedener Laserverfahren in einer Anlage steckt, insbesondere über die bloße Verkettung von laserbasierten Fertigungstechnologien hinaus. Vor diesem Hintergrund kann das ADDSUB-Projekt über neue technologische und wissenschaftliche Erkenntnisse hinaus auch einen wichtigen Baustein liefern für die Vision einer Universalmaschine, welche unterschiedliche Prozesse aus allen sechs nach DIN 8580 definierten Hauptgruppen der Fertigungsverfahren in sich vereint und ideal kombiniert:  Dem Produktionssystem der Zukunft [2].

[1] Henn M., Buser M., Onuseit V., Weber R., Graf T.: Combining LPBF and ultrafast laser processing to produce parts with deep microstructures. In: Lasers in Manufacturing Conference 2021, Munich

[2] Graf T., Hoßfeld M., Onuseit V. (2021) A Universal Machine: Enabling Digital Manufacturing with Laser Technology. In: Weißgraeber P., Heieck F., Ackermann C. (eds) Advances in Automotive Production Technology – Theory and Application. ARENA2036. Springer Vieweg, Berlin, Heidelberg. doi.org/10.1007/978-3-662-62962-8_45

 

Quelle: IFSW Stuttgart

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An ihre Stelle treten nun Dr. Bernhard Michel (Hembach Photonik GmbH) und Prof. Dr.-Ing. Rainer Engelbrecht (TH Nürnberg). Ebenfalls neu im Vorstand begrüßen wir Anke Odouli (Messe München), die für Frau Mareile Kästner nachrückt (ebenfalls Messe München), die aufgrund beruflicher Veränderungen ausscheidet.

Im Namen aller Mitglieder bedankt sich das Team von bayern photonics, bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern, für die intensive und unermüdliche Unterstützung während ihrer Amtszeit.
Gleichzeitig freuen wir uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neu besetzten Vorstand.

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetNewsAus den NetzenPressemeldung
news-2332Wed, 07 Jul 2021 14:26:00 +0200Niederländisches Königspaar besucht Photonik in Berlinhttp://photonicnet.de/Am 7. July empfing die Berliner Photonik-Community seltene Gäste: Während ihres Staatsbesuches in der deutschen Hauptstadt besuchte das Niederländische Königspaar ein Zusammentreffen von OpTecBB, dem regionalen Photonik Kompetenznetzwerk in der Hauptstadtregion und PhotonicsNL, dem nationalen Photoniknetzwerk in den Niederlanden. Beide Netzwerke unterzeichneten bei dieser Gelegenheit ein Memorandum of Understanding. Die Metropolregion Berlin gehört zu den weltweit führenden Standorten der Forschung und Entwicklung in der Photonik und Quantentechnologie und arbeitet dabei immer enger mit den Niederlanden zusammen. Zwei ihrer Top-Adressen sind in der City-West direkte Nachbarn und gemeinsam Gastgeber für das niederländische Königspaar: Die Technische Universität Berlin, mit großem Forschungsschwerpunkt in der Photonik und Optischen Systemen, und das international für die Erforschung von Quantum und nicht-Quantum basierten Kommunikationsnetzwerken, künstlicher Intelligenz und photonisch integrierten Schaltkreisen renommierte Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut.
Auf Einladung beider Einrichtungen war der ehrwürdige Lichthof der Technischen Universität Berlin beim königlichen Besuch zum Showroom für lichtbasierte Zukunftstechnologien und deutsch-niederländische Kooperationen. Ein Highlight boten gleich zu Beginn des Programms die beiden Kompetenznetzwerke Optec-Berlin-Brandenburg und PhotonicsNL, die ihre Zusammenarbeit feierlich besiegeln und damit auch dem Innovationsstandort Europa mehr Schub im globalen Wettbewerb verleihen wollen. Gemeinsam nehmen sie sich vor, Kooperationen in Forschung und Entwicklung zu stärken, Hürden für Innovationen abzubauen, und den Kompetenzaustausch zwischen beiden Seiten zu fördern.
Gleich zwei Blicke in die Zukunft der Photonik und Quantenforschung gab die Gastgeberin TU Berlin selbst: mit Projekten, die den Weg zum globalen Quanteninternet ebnen sollen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem niederländischen Cluster QuantumDelta eröffnen, und mit einem einzigartigen, berlinweiten Doktorandenprogramm Berlin School of Optical Sciences and Quantum Technologies, das die nächste Generation von Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern heranbildet und beste Verbindungen zu niederländischen Partnereinrichtungen pflegt.
Das wirtschaftliche Potenzial der Photonik in der Metropolregion Berlin verdeutlichen die rund 35 Wissenschaftseinrichtungen und 400 Unternehmen, die auf diesem Gebiet aktiv sind. Dazu zählt auch der Optikhersteller Berliner Glas, der seit November 2020 Teil des niederländischen Konzerns ASML ist, einem Weltmarktführer für Produktionssysteme in der Halbleiterindustrie. Beide Unternehmen präsentierten im TU-Lichthof ihre neuesten Technologien für die Chip-Produktion und ihre aktuellen Wachstumspläne für Berlin. Denn das 1952 gegründete Traditionsunternehmen, das am Standort Berlin derzeit mehr als 1.000 Beschäftigte zählt, soll mit Investitionen in neue Infrastruktur und in mehr Arbeitsplätze weiter wachsen (in den nächsten 18 Monaten sollen in Berlin 400 neue Stellen im Hochtechnologie-Sektor bei Berline Glas besetzt werden).
Wie Forschung in die Anwendung kommt und wie aus deutsch-niederländischer Zusammenarbeit Europäischer Innovationsvorsprung entsteht, zeigen Beispiele vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI). Für die Betrachtung des am HHI entwickelten miniaturisierten BB84 Transmitter-Chips brauchte man vor Ort ein Mikroskop, seine Bedeutung könnte aber nicht riesiger sein: Die Berliner Forschenden schaffen mit ihren Innovationen die notwendigen Grundlagen, um Kommunikations- und IT-Systeme schneller, kostengünstiger und sicherer zu machen. Bei sehr präzise abstimmbaren Lasern arbeiten sie z. B. eng mit dem niederländischen Jungunternehmen LioniX und der Vereinigung PhotonDelta zusammen, die sich für starke europäische Netzwerke in der Photonik einsetzen.

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news-2331Mon, 05 Jul 2021 15:53:52 +0200GaAs-Dünnschichtzelle erreicht 68,9% Wirkungsgradhttp://photonicnet.de/Auf der 48. IEEE Photovoltaic Specialists Conference demonstrierten Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, wie sie mit einer Laserleistungszelle unter monochromatischem Licht einen photovoltaischen Rekordwirkungsgrad von 68,9% erzielen. Hierfür nutzte das Forscherteam eine sehr dünne Solarzelle aus Galliumarsenid, die sie mit einem hochreflektierenden, leitfähigen Rückseitenspiegel versahen.Photovoltaikzellen wandeln Licht in elektrischen Strom. Hierzu wird das Licht in einer Halbleiterstruktur, zum Beispiel aus Galliumarsenid, absorbiert, und die entstehenden positiven und negativen Ladungen werden zu zwei Kontakten auf der Vorder- und Rückseite der Zelle geleitet. Dieser photovoltaische Effekt ist besonders effizient, wenn die Energie des einfallenden Lichts knapp oberhalb der sogenannten Bandlücken­energie des Materials liegt. Verwendet man einen Laser als Lichtquelle, so kann dies mit einem geeigneten Material immer erfüllt werden und sehr hohe Wirkungsgrade sind theoretisch möglich.

Für diese neue Form der Energieübertragung, die auch als Power-by-Light Technologie bezeichnet wird – entstehen immer mehr Anwendungen, bei denen der Laserstrahl frei durch den Raum geführt oder in eine Glasfaser eingekoppelt wird. Am Ende befindet sich immer eine Photovoltaikzelle, die spezifisch auf die Leistung und Wellenlänge des Lasers angepasst ist. Solche Power-by-Light Systeme bieten Vorteile gegenüber einer konventionel­len Energieübertragung mit Kupferkabel, beispielsweise wenn die Anwendung eine galvanisch getrennte Energieversorgung erfordert, Blitz- oder Explosionsschutzaspekte relevant sind, elektromagnetische Verträglichkeit eine Rolle spielt oder eine komplett drahtlose EnergieübertragungRSS benötigt wird.

Den Forscherinnen und Forschern des Fraunhofer ISE ist es nun gelungen, mit einer Galliumarsenid-basierten III-V Photovoltaikzelle erstmals einen Wirkungsgrad von 68,9 % für Laserlicht mit einer Wellenlänge von 858 nm zu demonstrieren. Dies ist der höchste Wert, der jemals für die Umwandlung von Licht in elektrischen Strom erreicht wurde. Möglich wurde dies durch eine spezielle Dünnschichttechnologie, bei welcher die Solarzellenschichten zunächst auf einem Substrat aus Galliumarsenid aufgewachsen werden, das allerdings später im Bauelement wieder entfernt wird. Zurück bleibt die wenige Mikrometer dünne Halbleiterstruktur, die anschließend mit einem hoch reflektierenden Rückseitenspiegel versehen wird.

Die Forschungsgruppe untersuchte Dünnschichtzellen mit Rückseitenspiegeln aus Gold sowie einer optisch vorteilhaften Kombination aus Keramik und Silber, wobei letztere die besten Ergebnisse erzielte. Für die Absorber wurde eine n-GaAs/p-AlGaAs Heterostruktur entwickelt, die besonders geringe Verluste an Ladungsträgern durch Rekombination erreicht.

"Das ist ein beeindruckendes Ergebnis, das zeigt, welches Potenzial in der Photovoltaik auch für industrielle Anwendungen jenseits der Solarstromgewinnung steckt", freut sich Institutsleiter Prof. Andreas Bett. Beispiele für die vielfältigen Anwendungen optischer Leistungsübertragung sind die Strukturüberwachung von Windkraftanlagen, die Überwachung von Hochspannungsleitungen, Treibstoffsensorik in Flugzeugtanks oder die optische Versorgung von Implantaten von außerhalb des Körpers, die Überwachung passiver optischer Netzwerke, oder die drahtlose Energieversorgung für Anwendungen im Internet der Dinge.

Die vollständige Pressemeldung des Fraunhofer ISE finden Sie hier.

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news-2330Mon, 05 Jul 2021 15:37:35 +0200UMSICHT-Wissenschaftspreis für Dr. Jörg Schube vom Fraunhofer ISEhttp://photonicnet.de/Dr. Jörg Schube vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE erhielt den UMSICHT-Preis in der Kategorie Wissenschaft für seine Dissertation zur günstigeren und ressourceneffizienteren Herstellung von Siliciumsolarzellen. Schirmherr der Preise ist Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, Leiter des Grönemeyer-Instituts für Mikrotherapie in Bochum und Vorstandsvorsitzender des Wissenschaftsforums Ruhr e. V.

In seiner Arbeit zum Thema »Metallization of Silicon Solar Cells with Passivating Contacts« hat Dr. Schube ein neuartiges Metalldruckverfahren namens Flextrail für Siliciumsolarzellen der nächsten Generation entwickelt. Dank der deutlich verringerten Breite der Kontakte lassen sich der Silberverbrauch bei der Herstellung dieser Zellen und damit die Produktionskosten verringern. Des Weiteren hat er das sogenannte Intense-Pulsed-Light (IPL)-Verfahren weiterentwickelt, sodass es für die Kontaktierung von Solarzellen mit passivierenden Kontakten eingesetzt werden kann. Dadurch entfallen kostenintensive thermische Ofenprozesse.  »Eine der Hauptmotivationen für meine Arbeit ist sicherlich, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten«, sagt Jörg Schube. 

Die Jury würdigt die "beachtlichen Verbesserungen beim Wirkungsgrad der Solarzellen und bei den Betriebskosteneinsparpotenzialen."

Die vollständige Pressemeldung des Fraunhofer ISE finden Sie hier.

 

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news-2329Wed, 30 Jun 2021 14:12:35 +0200Umfirmierung der LASER COMPONENTS GmbHhttp://photonicnet.de/LASER COMPONENTS Germany GmbH LASER COMPONENTS stellt die Weichen für weiteres Wachstum und gliedert dabei den operativen Betrieb in eine eigene Gesellschaft aus. Patrick Paul, Geschäftsführer der bisherigen LASER COMPONENTS GmbH, informiert über die Details der vollzogenen Umstrukturierung: „Ab dem 1. Juli 2021 werden wir den operativen Betrieb der LASER COMPONENTS Gesellschaft für den Vertrieb und die Fertigung von Lasern und optoelektronischen Komponenten mbH, kurz: LASER COMPONENTS GmbH, in eine neu gegründete Gesellschaft, die LASER COMPONENTS Germany GmbH, überführen.“ Der Übergang erfolgt nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes auf dem Wege einer partiellen Gesamtrechtsnachfolge durch eine Ausgliederung zur Neugründung. Der Geschäftsbetrieb wird unverändert von der LASER COMPONENTS Germany GmbH fortgeführt. Sitz, Geschäftsadresse und Geschäftsführer der LASER COMPONENTS Germany GmbH bleiben ebenfalls gleich. 
Im Zuge der Ausgliederung wird die LASER COMPONENTS GmbH umfirmieren und sich unter dem neuen Namen Photona GmbH primär auf das Beteiligungsmanagement der Firmengruppe und deren strategischen Ausbau fokussieren. Die Eigentümerverhältnisse bleiben dabei unverändert.  
Alle Mitarbeitenden werden in einer der beiden Gesellschaften übernommen. Geschäftsführer der LASER COMPONENTS Germany und Photona GmbH ist Patrick Paul.

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Kontakt:
LASER COMPONENTS GmbH
Werner-von-Siemens-Str. 15
82140 Olching
E-Mail: info(at)lasercomponents.com
Internet: www.lasercomponents.com

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news-2328Wed, 30 Jun 2021 13:27:52 +0200MPE: Ein Appetitanreger für die vollständige Himmelsdurchmusterunghttp://photonicnet.de/Die ersten Daten des eROSITA-Röntgenteleskops werden für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Die deutsche eROSITA-Kollaboration veröffentlich den ersten Satz von Daten, die mit dem eROSITA-Röntgenteleskop an Bord des SRG-Observatoriums aufgenommen wurden, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der diesjährigen Konferenz der Europäischen Astronomischen Gesellschaft bekannt gaben. Zum ersten Mal werden Astronominnen und Astronomen auf der ganzen Welt die Möglichkeit haben, Daten dieses neuen leistungsstarken Teleskops herunterzuladen und zu analysieren. Gleichzeitig mit dem sogenannten „Early Data Release“ erscheinen 35 eROSITA-Veröffentlichungen durch das deutsche eROSITA-Konsortium bereits vorab auf der Plattform arXiv. Diese und weitere Beiträge werden in einer kommenden Sonderausgabe der Zeitschrift „Astronomy and Astrophysics“ veröffentlicht.

„Wir machen nun zum ersten Mal SRG/eROSITA-Daten frei zugänglich“, sagt Andrea Merloni , der leitende Wissenschaftler von eROSITA. „Seit Beginn der Beobachtungen Ende 2019 sind wir beeindruckt von den qualitativ hochwertigen Daten, die bereits zu zahlreichen neuen astronomischen Entdeckungen und Durchbrüchen geführt haben. Jetzt ist es an der Zeit, Astronomen weltweit einen ersten Vorgeschmack auf das zu geben, was in den nächsten Jahren kommen wird. Ein ganz neues Universum an Möglichkeiten tut sich auf.“

Die Beobachtungen, die jetzt im Early Data Release (EDR) veröffentlich werden, entstanden während der sogenannten „Phase der Kalibration und Leistungsverifizierung“, die etwa von Mitte September bis Mitte Dezember 2019 dauerte. Seitdem scannt das eROSITA-Röntgenteleskop an Bord der SRG-Raumsonde den gesamten Himmel ab und erstellt empfindliche Röntgenkartierungen des gesamten Himmels. Diese Durchmusterung dauert noch bis Ende 2023 an. eROSITA ist das erste fokussierende Röntgenteleskop, das dank seines großen Gesichtsfeldes, seiner hochwertigen Spiegel und seiner empfindlichen CCD-Kameras für Himmelsdurchmusterungen optimiert ist.

Der EDR enthält fast 100 Einzelbeobachtungen von 29 verschiedenen Feldern, die vor dem Start der Himmelsdurchmusterung aufgenommen wurden. Sie decken ein breites Spektrum an astronomischen Objekten ab wie etwa galaktische Neutronensterne oderGalaxienhaufen (siehe ein Beispiel in Abbildung 2) und zeigen das Potenzial und die Vielseitigkeit des eROSITA-Teleskops für Bildgebung, Spektroskopie und die Analyse von veränderlichen Phänomenen.

„Diese ersten eROSITA-Daten umfassend und verständlich zu organisieren, war eine große Herausforderung“, sagt Miriam Ramos-Ceja vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE), die Hauptkoordinatorin des EDR. „Zuerst mussten wir die Daten auf einheitliche Weise bündeln und verarbeiten und sie dann anschließend überprüfen und validieren, um so sicherzustellen, dass wir eine hohe Datenqualität erreichen“. Zusätzlich zu den Daten selbst wird das MPE-geführte Team auch eine spezielle Software zur Verfügung stellen, die zur Reduzierung und Analyse der eROSITA-Daten entwickelt wurde. „Wir haben großen Wert darauf gelegt, alle relevanten Schritte zu dokumentieren, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt die Daten und die Software einfach nutzen können“, ergänzt Ramos-Ceja.

Unter den Datensätzen, die jetzt veröffentlicht wurden, nimmt die Minivermessung namens "eFEDS" (eROSITA Final Equatorial Depth Survey) einen besonderen Platz ein. eFEDS wurde als Vorschau auf die finale Himmelsdurchmusterung konzipiert und deckt gleichmäßig einen Bereich von etwa 140 Quadratgrad am Himmels ab (etwa 1/300 der All-Sky-Durchmusterung). Dadurch vermittelt es einen Eindruck davon, wie der gesamte extragalaktische Himmel im Röntgenlicht aussehen könnte, wenn eROSITA seine vollständige Himmelsdurchmusterung im Jahr 2023 abgeschlossen hat. In nur vier Tagen eFEDS-Beobachtungen entdeckte eROSITA die erstaunliche Anzahl von fast 30.000 Quellen – mehr als in jedem anderen zusammenhängenden Feld einer Röntgendurchmusterung bis heute gefunden wurde. Die Veröffentlichung umfasst nicht nur die Enddaten, sondern auch mehrere Kataloge der Eigenschaften von eROSITA-Quellen bei Röntgen- und anderen Wellenlängen.

„Wir haben uns nicht mit der Röntgenstrahlung begnügt, sondern die eROSITA-Röntgendaten mit UV-, optischen und Infrarotdaten von vielen verschiedenen Instrumenten sowohl am Boden als auch im Weltraum kombiniert“, erklärt Mara Salvato, eROSITA-Sprecherin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe zur Nachverfolgung von eROSITA-Quellen. „Die Koordinaten des eFEDS-Feldes wurden unter anderem deshalb gewählt, weil hier ein großer Satz anderer Beobachtungen von leistungsstarken Teleskopen über den größten Teil des elektromagnetischen Spektrums verfügbar ist. Dieser Schritt ist entscheidend, um die von eROSITA entdeckten Röntgenquellen zu klassifizieren und ihre physikalischen Eigenschaften herauszuarbeiten. Es ist aufregend zu sehen, wie dies alles in eFEDS zusammenkommt. Es ist der Beweis dafür, dass wir dies für alle Quellen tun können, die die vollständige Himmelsdurchmusterung bringen wird – auch wenn wir noch eine Mammutaufgabe vor uns haben.“

Die 35 Arbeiten unter der Leitung des deutschen eROSITA-Konsortiums, die gleichzeitig mit dem EDR veröffentlicht werden, konzentrieren sich hauptsächlich auf diese EDR-Beobachtungen, enthalten aber auch einige spannende Highlights aus der laufenden Himmeldurchmusterung. Die untersuchten Objekte reichen von Sternen und diffuser Emission in unserer eigenen Milchstraße oder der benachbarten Großen Magellanschen Wolke über Aktive Galaktische Kerne (AGN), die supermassereiche Schwarze Löcher beherbergen, bis hin zu riesigen Galaxienhaufen. „Neben der bahnbrechenden Wissenschaft macht es mich wirklich stolz, dass rund 40% der Veröffentlichungen, die die Datenfreigabe begleiten, von Wissenschaftlerinnen geleitet wurden“, fügt Salvato hinzu. „Die eROSITA-Kollaboration wird sich weiter dafür einsetzen, Wissenschaft für alle zugänglich zu machen.“

Natürlich hat COVID-19 auch die Arbeit des eROSITA-Teams erschwert. „Nur sechs Monate nach dem Start der wissenschaftlichen Beobachtungen von eROSITA zwang uns die weltweite Pandemie dazu, unsere Herangehensweise massiv zu verändern“, sagt Andrea Merloni. Sogar der Betrieb des 1,5 Millionen Kilometer entfernten Teleskops musste von zu Hause aus aufrechterhalten werden. „Ich würde gerne glauben, dass die einzigartige Gelegenheit, mit einer brandneuen ‚Entdeckungsmaschine‘ zu arbeiten, vielen von uns geholfen hat, den Fokus zu bewahren – zumindest tat es das für mich“, sagt Merloni. „eROSITA hat uns viele Gründe zum Feiern gegeben, und wir freuen uns alle darauf, bald eine richtige Party zu feiern!“

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Kontakt:
Hannelore Hämmerle
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Gießenbachstraße 1
85748 Garching
E-Mail: pr@mpe.mpg.de
Internet: www.mpe.mpg.de

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news-2327Wed, 30 Jun 2021 11:56:29 +0200SCANLAB GmbH: Neues Maschinenkonzept schafft mehr Qualität bei geringeren Kostenhttp://photonicnet.de/Intelligentes Messsystem korrigiert automatisch Abweichungen der Laserbearbeitung im µm-Bereich und vermeidet so Ausschuss Die SCANLAB GmbH liefert die Kernkomponente für ein neues Maschinenkonzept für Laserbohren im Mikrometerbereich der stoba Customized Machinery. Die Bearbeitungsmaschine integriert das 5-Achs-Mikrobearbeitungssystem precSYS mit einem Femtosekunden-Laser und einer optischen Messung zur automatischen Korrektur der Bohrergebnisse. So sind bei einem industriellen 24/7-Einsatz der Maschine erhebliche Produktivitätssteigerungen erzielbar.Gerade wenn es um industrielle Fertigungsprozesse mit extrem hohen Anforderungen an die Genauigkeit geht, ist in der Regel auch der Personalaufwand für die Qualitätsüberwachung groß. Wenn es gelingt Messvorgänge, Fehlteile und Maschinen-Bedienzeiten zur Nachjustierung zu verringern, können erhebliche Kosten eingespart werden.
Genau das war das Ziel der Zusammenarbeit der beiden Firmen: Einen stabilen Laserbearbeitungsprozess für Mikrobohren sicherzustellen, begleitet von einer automatisierten Fertigteilkontrolle, die gegebenenfalls auch die Anpassung der Prozessparameter automatisch anstößt.

In der neuen Laserbearbeitungsmaschine FocusONE wird SCANLABs Mikrobohrkopf über EtherCAT mit einem optischen Messsystem verbunden. Das stoba Messsystem kann Bohrungen ab 25 µm Durchmesser überprüfen. Die integrierte Software für Maschinensteuerung analysiert die Messergebnisse und passt, sofern nötig, automatisch die Bohrrezeptur an. Sollte das Bohrergebnis beispielsweise einen Trend aufweisen, der auf eine Verringerung des Durchmessers von wenigen µm hinweist, nimmt das System ab einer individuell festgelegten Schwelle automatisch die Korrektur des Bohrdurchmessers vor. Für eine zuverlässige Chargennachverfolgung wird selbstverständlich der gesamte Fertigungsprozess umfassend überwacht und erfasst.

Mehr Produktivität für hohe Stückzahlen
Für den Anwender bedeutet das Maschinenkonzept mehr Durchsatz – dank eingesparter Rüstzeiten – und größere Freiheiten in der Fertigungsplanung, bei geringerem Personalbedarf. Da diese Laserbearbeitungsmaschinen über größere ‚Eigenständigkeit‘ in Sachen Typenwechsel (unterschiedliche Bohrmuster) und integrierte Messverfahren verfügen, genügt eine Fachkraft zur gleichzeitigen Bedienung mehrerer Maschinen.
Die größten Vorteile lassen sich in der Großserienfertigung von kostenintensiven Werkstücken erzielen. Zudem kann auch die Nachverfolgbarkeit der gefertigten Teile einfach gewährleistet werden. Erste Zielmärkte sind daher die Medizintechnik, der Automotive-Bereich und die Luft- und Raumfahrtindustrie.

>> mehr Informationen

Kontakt:

SCANLAB GmbH
Siemensstr. 2a
82178 Puchheim

Tel. 089 800 746-0
E-Mail: presse@scanlab.de
Internet: www.scanlab.de

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news-2322Tue, 29 Jun 2021 10:11:26 +0200Excelitas Technologies trifft Vereinbarung zur Übernahme der PCO AGhttp://photonicnet.de/Excelitas erweitert sein Photonikportfolio um wissenschaftliche CMOS-Kameratechnologien von PCO für die Hochleistungsbildgebung in der wissenschaftlichen Forschung, industriellen Qualitätskontrolle und Messtechnik.Die Excelitas Technologies Corp., ein internationaler Technologieführer in der Entwicklung und Fertigung innovativer Industrietechnologie und kundenspezifischer Photoniksysteme, gab heute in Waltham, Massachusetts (USA) bekannt, dass sie eine bindende Vereinbarung zur Übernahme der PCO AG aus Kelheim, Deutschland, unterzeichnet hat. PCO ist ein privat geführtes Unternehmen und ein marktführender Entwickler und Hersteller von hochwertigen wissenschaftlichen CMOS-Kameras für die Bildgebung in der Biomedizin und in industriellen Hochgeschwindigkeitsanwendungen. Excelitas wird 100 Prozent der Aktien der PCO AG von ihrem Gründer Dr. Emil Ott erwerben.

„Wir sind hocherfreut, PCO in der Excelitas-Organisation zu begrüßen“, sagte Michael Ersoni, Executive Vice President, Commercial SBU bei Excelitas. „PCO ist ein Pionier und wegweisend in der Entwicklung der wissenschaftlichen CMOS-Kameratechnologie. Die Einbindung seiner überlegenen Bildgebungsprodukte und -fähigkeiten in Excelitas‘ wachsendes Sensor-, Beleuchtungs- und Optikportfolio wird es uns ermöglichen, mit einem umfassenden Sortiment und reichen Anwendungswissen Komplettlösungen für Biowissenschaften und industrielle Märkte anzubieten.“

Dr. Emil Ott, Gründer von PCO, ergänzte: „Wir freuen uns sehr, der Excelitas-Familie beizutreten, deren Infrastruktur und globale Präsenz die Reichweite und die Fähigkeiten unserer eigenen Hochleistungskameras erweitern werden, um in diesem expandierenden globalen Markt zu wachsen.“

Die Übernahme soll in den kommenden Wochen vollzogen werden. Die Bedingungen der Transaktion werden nicht offengelegt und sind vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen. Der Erwerb von PCO ist die jüngste einer ganzen Reihe von strategischen Akquisitionen durch Excelitas Technologies seit seiner Gründung im Jahr 2010 und die vierte derartige Erweiterung, seit Excelitas im Dezember 2017 durch AEA Investors übernommen wurde.

Excelitas hat zusammen mit seinem Tochterunternehmen Qioptiq in Deutschland mehrere Fertigungsstätten: in Feldkirchen, Göttingen, Aßlar, Wiesbaden und Regen.

Über PCO

PCO wurde 1987 von dem Kamerapionier Dr. Emil Ott gegründet und brachte im selben Jahr die ersten Bildverstärkerkameras auf Basis innovativer proprietärer Technologien auf den Markt, welche die geltenden Leistungsstandards bei weitem übertrafen. Heute bietet PCO eine breite Palette wissenschaftlicher CMOS-, CCD- und Hochgeschwindigkeitskameras für den Einsatz in Biowissenschaften, in der Physik und in industriellen Anwendungen, wie z. B. in der Automobilindustrie. Mit seinem Hauptsitz in Kelheim, Deutschland, und mehr als 100 hochqualifizierten Beschäftigten ist PCO sehr gut aufgestellt, seine zukunftsweisenden Technologien in High-End-Märkten zu platzieren und weiter zu wachsen. PCO unterhält zudem Standorte in Singapur, China, Kanada und den Vereinigten Staaten.

Mehr Informationen über PCO: www.pco.de

Über Excelitas Technologies

Excelitas Technologies Corp. ist ein führendes Industrietechnologieunternehmen, dessen innovative, leistungsstarke und marktorientierte Photoniklösungen die hohen Anforderungen von OEM-Kunden an Beleuchtung, Detektion sowie optische Technologie erfüllen. Excelitas trägt damit entscheidend zu Kundenerfolgen auf unterschiedlichsten Zielmärkten bei – von biomedizinischer Technologie über Forschungslabore, Sicherheit und Schutz, Konsumgüter, Halbleiter, Energie und Umwelt, industrielle Sensorik und Bildgebung bis hin zu Verteidigung und Luft- und Raumfahrt. Nach dem Erwerb von Qioptiq im Jahr 2013 beschäftigt Excelitas Technologies heute rund 7000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien, die sich für Kunden in aller Welt engagieren.

Mehr Informationen über Excelitas Technologies: www.excelitas.com

Kontakt:
Excelitas Technologies Corp.
Oliver Neutert
Marketingmanager EMEA und Asien-Pazifik
Feldkirchen (bei München)

Tel.: +49-89-255458-965

E-Mail: oliver.neutert(at)excelitas.com

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news-2325Tue, 29 Jun 2021 09:49:00 +0200PicoQuant improves the MultiHarp 150’s temporal resolutionhttp://photonicnet.de/Latest firmware and software updates improve the temporal resolution to 5 ps for the high-throughput multichannel event timerPicoQuant is releasing a free firmware update for several models of its MultiHarp 150 high-throughput multichannel event timers. A major feature of this update is the improvement of the temporal resolution from 10 to 5 ps for the MultiHarp 150 4P, 8P, and 16P, without affecting other parameters like the excellent data throughput or the system's ultrashort dead time. Another new feature the update provides is a programmable input hysteresis for noise suppression in difficult environments. These MultiHarp 150 models provide the best temporal resolution on the market for event timers featuring sub-nanosecond dead time, which makes these devices an ideal choice of TCSPC electronics for fast and precise fluorescence lifetime imaging (rapidFLIM) and high throughput multichannel photon correlation.

“For customers who already own a MultiHarp 150 with 10 ps temporal resolution, the update process is very easy and free of charge.” says Dr. Torsten Langer, sales and application specialist for photon counting at PicoQuant. “Customers may contact us and we will gladly guide them through the update process.”

Devices from the MultiHarp product line are easy-to-use and versatile USB 3.0 tabletop units with either 4, 8, 16, or 64 detection channels and a common SYNC channel, making them a great choice for many time-resolved applications in life and materials sciences, as well as metrology and single photon based quantum technologies. The devices are also prepared for use in White Rabbit timing networks for synchronization over long distances. PicoQuant's confidence in the quality and robustness of the MultiHarp product line is underpinned by a 5-year warranty.

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news-2323Tue, 29 Jun 2021 08:30:00 +0200Register now for the ISLC 2021 conference –the international semiconductor laser community meets in Potsdam, Germanyhttp://photonicnet.de/In October 2021, the renowned International Semiconductor Laser Conference (ISLC) will be heldin Germany–for the first time in nineteen years and in person. Interested participants can register now – early bird registration until July 30.The Berlin-based Ferdinand-Braun-Institut  (FBH)  will  host  the  International  Semiconductor Laser  Conference  (ISLC)  as  a  hybrid  event  in  Potsdam  from  October  10  to  14,  2021. This makesthe  ISLC  one  of  the  very  first  in-person  international  laser  conferences  since  the COVID-19 outbreak.People interested in the conference who cannottravel to the eventare welcome to participate online.

The ISLC is dedicated to latest developments in semiconductor lasers, amplifiers and LEDs. Itrepresentsexcellence from all global regions and in all areas of currently active semiconductor laser research. The program committee has selected the top 100 papers for oral and poster presentations  from  the  conference submissions.  An  extensive  program  complementsthe conference, including renowned speakers and workshops on topics such as automotive LiDAR and photodetection.

The program with all contributions will soon be available on the conference website, which will be   continuously   updated –among  other   things, a   post-deadline  session   is   planned: www.islc2021.org.

Register now for the ISLC

Registration for participation is now open on the conference website –until July30at the Early Bird price.For more information, please click here: https://www.islc2021.org/registration

More about ISLC

The ISLC has more than 50years of tradition, attended by a highly international audience and with  locations  cycling  between  the  Americas,  Asia/Australia  and  Europe/Mid-East/Africa regions every two years. Since its founding, many new and ground-breaking semiconductor devices have been first presented at this conference. The ISLC was last in Germany in 2002. ISLC 2021and the associated exhibition areorganized by the Ferdinand-Braun-Institut, Berlin and supported by IEEE Photonics Society as technical sponsor.

Topics include: semiconductor optical amplifiers, silicon compatible lasers, VCSELs, photonic band-gap  and  microcavity  lasers,  grating  controlled  lasers,  multi-segment  and  ring  lasers, quantum  cascade  and  interband  laser,  sub-wavelength  scale  nanolasers,  mid  IR  and  THz sources,  InP,  GaAs  and  Sb  materials,  quantum  dot  lasers,  high  power  and  high-brightness lasers,  GaN  and  ZnSe  based  UV  to  visible lasers  and LEDs,  communications  lasers, semiconductor integrated optoelectronics.

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news-2336Mon, 28 Jun 2021 16:50:00 +0200Positive Bilanz für das CSEM trotz ungünstigem Umfeldhttp://photonicnet.de/Das CSEM setzte im Jahr 2020 seinen Wachstumskurs fort und präsentiert trotz leichter, der Pandemie geschuldeter Schwankungen eine sehr erfreuliche Bilanz. Das Jahr stand im Zeichen mehrerer technologischer Erfolge, dazu gehört insbesondere auch die Einführung der ersten vernetzten Solaruhr der Welt, der T-Touch Connect Solar von Tissot, die gemeinsam mit dem CSEM entwickelt wurde. Trotz der Covid-Pandemie, die 2020 die wirtschaftliche und soziale Welt stark erschütterte, blieb das CSEM finanziell und technologisch auf Kurs, denn es mobilisierte seine Kräfte und entwickelte unermüdlich Innovationen, um seine wesentliche Aufgabe, nämlich die Industrie zu unterstützen, zu erfüllen. Die Bilanz sieht dementsprechend gut aus und dem Jahr 2021 kann optimistisch entgegengeblickt werden. Das CSEM verstand es, ein grosses Volumen an Industriemandaten zu erhalten: Es arbeitete mit 225 Unternehmen zusammen; zudem wurde weiterhin ein allgemeines Wachstum verzeichnet, auch wenn sich dieses wegen COVID-19 leicht verlangsamte. Prägend für das Geschäftsjahr 2020 war auch die Ankündigung des Ausscheidens von Mario El-Khoury, der das CSEM elf Jahre lang erfolgreich geführt hat, sowie die Ernennung seines Nachfolgers Alexandre Pauchard, der die von seinem Vorgänger eingeschlagene Richtung weiterverfolgen will.
Partner bewiesen erneut Vertrauen

Der Umsatz des CSEM stieg 2020 um 2%, was u. a. zu einer Aufstockung des Personals um 5%, d. h. um 27 Vollzeitäquivalente, führte. Diese guten Ergebnisse lassen sich zum Teil durch eine Erhöhung der öffentlichen Beiträge erklären, aber auch durch die Zunahme der kompetitiven Forschungsgelder (Innosuisse, Schweizer Nationalfond und Europäische Projekte) und die weiterhin hohe Anzahl direkter Industrieaufträge. Sie sind ein starkes Signal für das Vertrauen der Partner, die sich nach wie vor auf die CSEM-Expertinnen und -Experten verlassen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Schweizer und dem internationalen Markt zu stärken.
Uhrmacherei, Hightech-Antennen und Blutdruckmessung

Dank seinem multidisziplinären technologischen Know-how vermochte das CSEM im Jahr 2020 in Projekten zu überzeugen, die vom Blutdruckmessen über das Defekttracking in Batteriekomponenten bis hin zur Beschichtung von Hochleistungsantennen und der Entwicklung von ultrahochleistungsfähigen Solarzellen und -modulen gingen. Ein ganz besonderes Ereignis stellte 2020 die Einführung der T-Touch Connect Solar von Tissot dar, der ersten vernetzten Solaruhr, für die CSEM ein einzigartiges Fotovoltaik-Zifferblatt entwickelte, zudem trug sie zur Entwicklung des Betriebssystems mit besonders niedrigem Stromverbrauch bei.
Digitale Unterstützung für zwei Schweizer Unternehmen

Neben den Forschungs- und Entwicklungsaufträgen engagierte sich das CSEM verstärkt in der Digitalisierung von Unternehmen. Angesichts der durch die Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Instabilität hat das CSEM seinen Wettbewerb «Digital Journey» 2020 ausgebaut, sodass nicht nur eines, sondern zwei KMU von einer technologischen Unterstützung im Wert von je CHF 100’000.00 profitieren konnten, um ihre Digitalisierungsträume zu verwirklichen. Der Preis ging an zwei KMU, die im Gesundheitssektor tätig sind: Gait Up – ein Unternehmen, das Sensoren und Algorithmen kombiniert, um Gangstörungen zu analysieren – und Definition 12, eine Firma, die neuartige digitale Hilfsmittel für die Therapie von Aphasiepatientinnen und -patienten entwickelt. Auch 2021 wird der Preis dieses Wettbewerbs wieder an zwei Unternehmen verliehen, nach wie vor im Bestreben, unsere Industrie und damit auch die Schweizer Konjunktur zu stärken.

«Dass das CSEM in diesem ganz besonderen Jahr 2020 weder im finanziellen noch im wissenschaftlichen Bereich aus dem Gleichgewicht geraten ist, beweist seine Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit», kommentiert Claude Nicollier, der Verwaltungsratspräsident des CSEM. «Wir sind hochzufrieden damit, wie Mario El-Khoury und die Geschäftsleitung diese menschlich und wirtschaftlich schwierige Phase gemeistert haben. Wir blicken dem Jahr 2021 zuversichtlich entgegen.»

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Kontakt:
CSEM (Hauptsitz)
Rue Jaquet-Droz 1
2002 Neuchâtel
Schweiz
E-Mail: info(at)csem.ch
Internet: https://www.csem.ch

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news-2321Mon, 28 Jun 2021 10:24:57 +0200Vernetzung und Kooperation unterschiedlicher Akteure ist Basis für Zukunft der Quantentechnologienhttp://photonicnet.de/Im Rahmen des dritten virtuellen Treffens des bundesweiten Expertenkreises „Quantentechnologien“ von PHOTONIK DEUTSCHLAND – PHOTONICS GERMANY am 22. Juni informierten sich rund 80 Teilnehmende zum Schwerpunktthema „Quantentechnologien – die Beteiligung der deutschen Wirtschaft“ über den neuesten Stand.Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender OptecNet Deutschland, und Dr. Wenko Süptitz von SPECTARIS begrüßten die Teilnehmenden und stellten das Programm mit vier Fachvorträgen vor.

Henning Schröder vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) gab einen Einblick in das quanten-photonische Packaging auf Glasbasis und stellte darüber hinaus Chancen für Spin-offs und Start-ups vor.

Anschließend folgte der Fachvortrag „Single Photon Counting in den optischen Quantentechnologien“ von Andreas Bülter von der PicoQuant GmbH.

Im dritten Vortrag stellte Dr. Robert Axmann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die DLR-Initiative zur Förderung des Quantencomputing vor. Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) können neue Quantencomputer entwickelt und ein ökonomisches Umfeld bestehend aus Industrie-Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups geschaffen werden.

Thomas Gläßer, Projektleiter bei Photonics BW, stellte abschließend die „Agenda Quantensysteme 2030“ des Programmausschusses „Quantensysteme“ mit zahlreichen beteiligten Akteuren vor. Um die bisherigen Kompetenzen und ökonomischen Vorteile nutzen und ausschöpfen zu können, bedarf es einer langfristigen Förderstrategie. So sollen die Forschungsergebnisse als Grundlage für die Entwicklung neuartiger Produkte und Dienstleistungen im Bereich Quantentechnologien dienen. Für die erfolgreiche Umsetzung ist die Einbindung verschiedenster Akteure aus Industrie, Forschung und Politik von großer Bedeutung. Die Vernetzung dieser Akteure hat sich PHOTONIK DEUTSCHLAND – PHOTONICS GERMANY mit Fachveranstaltungen zu den Quantentechnologien zum Ziel gesetzt und ist entsprechend auch in der Agenda verankert.

Im Anschluss an die Vorträge wurde das weitere Vorgehen diskutiert und abgestimmt. Die nächsten Treffen sind für Herbst 2021 erneut virtuell oder ggf. hybrid geplant. Im Rahmen der kommenden Veranstaltungen sollen die Aktivitäten im Bereich Quantentechnologien aus der Perspektive unterschiedlicher Regionen beleuchtet werden.

Wir freuen uns über das anhaltend große Interesse an der AG Quantentechnologien und bedanken uns bei den Referenten und Teilnehmenden für den spannenden und informativen Austausch!

 

PHOTONIK DEUTSCHLAND – PHOTONICS GERMANY ist die Allianz von SPECTARIS und OptecNet Deutschland. Mehr unter: www.photonics-germany.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den NetzenForschung und Wissenschaft
news-2320Fri, 25 Jun 2021 10:48:07 +0200Photonik für die Medikamenten-entwicklunghttp://photonicnet.de/Das Institut für Nanophotonik Göttingen e.V. startet zusammen mit der Ionovation GmbH das Projekt „ARIES – Entwicklung einer adaptiven Optik für die Fluoreszenz-Korrelations-Spektroskopie“.Adaptive Optiken sind essenzielle Bestandteile bodengebundener Teleskope, denn Turbulenzen in der Erdatmosphäre verzerren die Aufnahmen der Himmelsobjekte. Verformbare Spiegel – sogenannte adaptive Optiken – korrigieren daher diese Abbildungsfehler computergesteuert und in Echtzeit. Auch in den Lebenswissenschaften stellen Abbildungsfehler eine Herausforderung dar. Ziele sind hier das Messen, Beschreiben und das Verstehen von biologischen Interaktionen auf molekularer Ebene.

Die Fluoreszenz-Korrelations-Spektroskopie (FCS) ist ein optisches Messverfahren, das häufig in den Lebenswissenschaften eingesetzt wird. Sie ist in der Lage, die Dynamik einzelner Moleküle berührungslos zu erfassen, was insbesondere für die Entwicklung von Medikamenten von entscheidender Bedeutung ist. Um zu zeigen, ob ein potenzieller Wirkstoff ein bestimmtes Zielprotein in einer Zelle oder einem Gewebeverbund besetzt und darüber seine Wirksamkeit entfaltet, müsste diese Interaktion idealerweise direkt in dieser Umgebung verfolgt werden. Bei Messungen in Zellen oder Gewebe verfälschen jedoch probeninduzierte Abbildungsfehler sehr häufig die Ergebnisse und verhindern somit eine genaue Analyse. Aus diesem Grund werden potenzielle Wirkstoffe meist nur in einem biochemischen Modellsystem bestehend aus funktionalisierten Derivaten untersucht. Aus dem Kontext der Zelle gerissen sind diese isolierten und gereinigten Komponenten bezüglich Interaktion und Bindungskinetik experimentell zwar gut zugänglich, doch werden so die in vivo Verhältnisse nicht realitätsgetreu widergespiegelt.

Um dieses Problem zu lösen und den molekularen Blick in die Zelle für die FCS zu schärfen, forscht das Institut für Nanophotonik gemeinsam mit der Ionovation GmbH an einer Methode zur Korrektur von Abbildungsfehlern auf Basis von adaptiven Optiken. Hierdurch soll eine technologische Lücke geschlossen werden, so dass Dynamikmessungen in lebenden Zellen oder Gewebeverbünden ermöglicht werden und diese auch im Rahmen von industriellen Hochdurchsatz-Screenings eingesetzt werden können.

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Kontakt:

Institut für Nanophotonik Göttingen e.V.

Hans-Adolf-Krebs-Weg 1
37077 Göttingen

Tel.: +49 551 5035-0
Fax: +49 551 5035-99
E-Mail: info(at)ifnano.de

https://www.ifnano.de/

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news-2317Thu, 24 Jun 2021 11:49:05 +0200Warum altern Lithium-Schwefel-Batterien noch zu schnell? http://photonicnet.de/PTB-Messungen im laufenden Betrieb geben Einblick in atomare Vorgänge bei verschiedenen Ladezuständen.Mit der Elektromobilität nimmt auch die Suche nach Alternativen zu den klassischen Lithium-Ionen-Batterien Fahrt auf. Eine der Kandidatinnen heißt Lithium-Schwefel-Batterie. Um herauszufinden, warum dieser Typ Batterie noch nicht seine maximal mögliche Kapazität und Lebensdauer erreicht, wurde in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) ein Messsystem entwickelt, das im laufenden Betrieb der Batterie eingesetzt werden kann. Damit wurde ein möglicher Grund für die unerwünschte Alterung ermittelt: Polysulfide, kettenförmige Moleküle aus Lithium und Schwefel, die sich am Minuspol anreichern, sodass immer weniger Lithium und Schwefel für die Energiespeicherung zur Verfügung steht. Die Bewegung und Anreicherung der Polysulfide konnte mit zwei hochmodernen Analysemethoden mit Röntgenstrahlung der Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II in Berlin molekülspezifisch beobachtet und dem jeweiligen Ladezustand zugeordnet werden. Die Messungen lassen den Schluss zu, dass die Entwicklung und Verwendung von polysulfid-undurchlässigen Separatoren in solchen Batterien die Lebensdauer erhöhen können. Die Ergebnisse sind im Journal of Materials Chemistry A veröffentlicht.

Leistungsfähigen, wiederaufladbaren Batterien (Akkumulatoren, kurz Akkus) kommt eine Schlüsselrolle im Rahmen der Energiewende zu, z. B. als stationäre Zwischenspeicher für Energie aus erneuerbaren Energiequellen oder in Elektroautos zur Verdrängung fossiler Energieträger. Für diese Anwendungsgebiete kommen die derzeitigen Lithium-Ionen-Batterien hinsichtlich Kapazität und Lebensdauer an ihre Grenzen. Außerdem werden oft teure und toxische Rohstoffe eingesetzt, die teilweise unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Deshalb werden alternative, umweltfreundliche Batterietypen mit höherer Kapazität und längerer Lebensdauer benötigt, zu denen potenziell die Lithium-Schwefel-Batterie gehört. Eine solche Batteriezelle mit Lithium als Minuspol(Anoden-)Material und Schwefel- als Pluspol(Kathoden)-Material hat mehrere Vorteile: Schwefel ist preiswert, umweltfreundlich und reichlich vorhanden. Und die theoretische Energiedichte einer solchen Zelle liegt aufgrund der leichten Elemente bei bis zu 2500 Wh/kg, was signifikant höher ist als bei Lithium-Ionen-Batterien. Doch bisher konnte nur rund ein Viertel der theoretisch erreichbaren Energiedichte realisiert werden, und die Batterien dieser Art altern zu schnell, sodass die von der Industrie geforderten mindestens 1000 Ladezyklen derzeit noch nicht erreicht werden können.

Auf der Suche nach Gründen für den schnellen Rückgang der Kapazität standen die Polysulfide im Fokus. Polysulfide sind kettenförmige Moleküle, die aus Lithium und Schwefel bestehen, also genau jenen Elementen, die für die Energiespeicherung in diesem Batterietyp zuständig sind. Wenn sich die Polysulfide im Elektrolyten lösen, so geht der Anteil Lithium und Schwefel für die Energiespeicherung verloren, und folglich sinkt die Kapazität. Sie bilden sich während des Batteriebetriebs am Pluspol, lösen sich im Elektrolyten und wandern zum Minuspol. Beim Wiederaufladen müssen sie an den Pluspol zurückwandern; aber das klappt nicht vollständig. Die Polysulfide reichern sich mit zunehmender Zyklenzahl am Minuspol an. Am Pluspol steht somit immer weniger Schwefel zur Verfügung, was sich in abnehmender Kapazität niederschlägt. Mit dem in der PTB entwickelten Verfahren konnte jetzt erstmals molekülspezifisch erfasst werden, bei welchem Lade- und Entladezustand sich wie viele Polysulfide im Elektrolyten an den beiden Polen befinden. Dazu setzten die Wissenschaftler an der Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II in Berlin die Nahkanten-Absorptionsfeinstruktur-Analyse (NEXAFS) sowie referenzprobenfreie Quantifizierung mit Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) für das Element Schwefel ein. Die Verfahren sind sehr genau, rückführbar auf das Internationale Einheitensystem (SI) und kommen ohne Referenzmaterial aus.

Neben dem prozentualen Verlust des kathodischen (also Pluspol-) Aktivmaterials Schwefel für verschiedene Ladezustände konnten die Wissenschaftler die Veränderung der Moleküllänge der Polysulfide bestimmen, die sowohl Löslichkeit als auch Reaktivität maßgeblich beeinflusst. Durch die Untersuchung an beiden Elektrodenseiten konnte der Shuttle-Effekt, also die Bewegung der Polysulfide zwischen den Elektroden, und insbesondere die Akkumulation am Minuspol für fortschreitende Zyklenzahl beobachtet werden. Diese zeitaufgelösten Messungen im laufenden Betrieb der Zelle (Operando-Modus) ermöglichen eine Zuordnung von Veränderungen auf atomarer Ebene zu den elektrischen Eigenschaften der Batterie. 

Die Messungen ergaben, dass nicht primär die Bildung der Polysulfide, sondern ihre Bewegung und Ablagerung am Minuspol für den Rückgang der Zellkapazität verantwortlich ist. Dies führt zu neuen Strategien im Zelldesign, zum Beispiel zum Einsatz von polysulfid-undurchlässigen Separatoren.
es/ptb


Ansprechpartnerin
Dr. Claudia Zech, Arbeitsgruppe 7.24 Röntgenspektrometrie, Telefon: (030) 3481-7179, claudia.zech(at)ptb.de


Die wissenschaftliche Veröffentlichung
C. Zech, P. Hönicke, Y. Kayser, S. Risse, O. Grätz, M. Stamm, B. Beckhoff: Polysulfide driven degradation in lithium-sulfur batteries during cycling – quantitative and high time-resolution operando X-ray absorption study for dissolved polysulfides probed at both electrode sides. Journal of Materials Chemistry A, https://doi.org/10.1039/D0TA12011A

Autor: Erika Schow

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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news-2319Thu, 24 Jun 2021 10:42:00 +0200Taucheinsätze zur Munitionsbergung sollen sicherer werden http://photonicnet.de/Ein neues Forschungsprojekt entwickelt ein Arbeitsschutzsystem für Bergungstaucher alter Kriegsmunition. Schadstoffsensoren ermitteln die akute Belastung durch TNT & Co. und ein Alarmsystem zeigt Tauchern die Gefahrenquelle über ein Augmented Reality-Display direkt in der Taucherbrille in Echtzeit an. Unmengen an Munitionsaltlasten aus den beiden Weltkriegen, davon 220.000 Tonnen chemische Kampfmittel – so aktuelle Schätzungen – liegen am Grund der deutschen Nord- und Ostsee. Die Bergung ist nicht nur aufwendig und dadurch teuer, sondern auch gefährlich. Die vorwiegend aus Metall bestehenden Hüllen sind über die Jahrzehnte im Salzwasser immer mehr korrodiert. Dadurch dringen gefährliche Substanzen zunehmend ungehindert in die Wassersäule und den Meeresboden. Eine Gefahr nicht nur für die Umwelt, sondern im besonderen Maße für die professionellen Taucher, die – ungeachtet des technischen Fortschritts und steigenden Einsatzes von Unterwasserfahrzeugen – immer noch eine tragende Rolle bei der Bergung spielen.

Arbeitsschutz unter Wasser durch innovative Sensorik
Vor diesem Hintergrund hat ein Verbund aus norddeutschen Firmen und Forschungseinrichtungen das Projekt TOxAR gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines kompletten Arbeitsschutzsystems für Unterwasserarbeiten. Grundlage bildet eine Reihe neuer Sensoren, die sowohl die ans Wasser abgegebenen Bestandteile konventioneller Kampfstoffe, vorranging TNT, als auch chemische Stoffe wie Senfgas oder Abbauprodukte von Arsen messen. TNT wird mit Hilfe von Fluoreszenzlöschung nachgewiesen, Senfgas mittels Ionenmobilitätsspektrometrie erfasst und arsenhaltige chemische Kampfstoffe durch einen photonischen Biosensor detektiert. Die genannten Kampfstoffe können bei Kontakt Verätzungen auf der Haut verursachen und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Gefahr für Taucher und Tauchcrew, die direkt mit der Quelle dieser Stoffe hantieren oder mit kontaminierten Tauchequipment, ist um ein Vielfaches höher.

Messen und kommunizieren in Echtzeit
In Zukunft könnten Taucher vor einer Bergung von Altmunition das Gebiet mit Sensorlanzen abstecken und damit auch die technische Grundlage für den entscheidenden Bestandteil des Arbeitsschutzsystems legen: die Echtzeit-Kommunikation. Die sofortige Übermittlung der Messergebnisse stellt unter Wasser eine ungleich größere Herausforderung dar als an Land. Die Lanzen sind deshalb sowohl Träger der Sensoren für arsenhaltige Kampfstoffe und chemische Belastungen des Sediments als auch Navigations- und Kommunikationsknotenpunkt. Die Position des Tauchers unter Wasser wird bestimmt, eine austretende Schadstofffahne analysiert und eine mögliche Gefährdung sofort erkannt. Eine kabelfreie, digital akustische Kommunikation soll dabei nicht nur zwischen Lanzen und Tauchern aufgebaut werden, sondern auch mit dem Schiff bzw. der Tauchzentrale. Dass diese zu jeder Zeit stabil funktioniert, ist sowohl für die Gefahrenbewertung als auch bei schlechten Sichtverhältnissen essenziell.

AR in der Taucherbrille
Durch Sedimentaufwirbelungen wird die Sicht der Taucher sehr stark eingeschränkt. Gerade bei der Bergung von Kampfstoffen kann es zu Sichtweiten von wenigen Zentimetern kommen, die dann schnell zur Bedrohung werden können. Deshalb entwickelt das Fraunhofer IGD im Rahmen des Projekts TOxAR ein Augmented Reality System für die Taucherbrille. Dadurch kann die über das Sensornetz ermittelte Schadstoffbelastung in Wasser und Sediment den Tauchern mit einer genauen Verortung direkt in der Brille oder alternativ auf einem Display am Handgelenk angezeigt werden. Damit ist ein Rückzug bei entstehender Gefahr durch Schadstoffe viel schneller als bisher möglich und Maßnahmen zur Gefahreneindämmung können sofort eingeleitet werden. Zusätzlich können den Tauchern auch weitere relevante Informationen für den Tauchgang wie Kartenmaterial oder Position angezeigt werden.

Rolle des IFNANO
Am IFNANO werden der TNT-Sensor und die Senfgas Detektion entwickelt. Der Gehalt an TNT im Wasser wird mittels Fluoreszenzlösung beobachtet. Dazu wird ein mikrofluidischer Sensor entwickelt, der vom Taucher am Körper getragen werden kann. Die TNT-Moleküle müssen für die Fluoreszenzlöschung von speziellen Reagenzien gefangen werden, die in enger Kooperation mit dem Unternehmen miprolab erforscht werden.

Die Senfgasdetektion erfolgt durch eine Kopplung von Festphasenmikroextraktion, Gaschromatographie und Ionenmobilitätsspektrometrie. Hier ist die Herausforderung eine sichere Probennahme zu entwickeln, so dass einerseits keine Gefahr für die analysierende Person besteht und anderseits der Nachweis ohne besondere analytische Vorkenntnisse durchgeführt werden kann.

Konsortium
Die Projektleitung hat die MacArtney Germany GmbH aus Kiel inne. Neben dem Institut für Nanophotonik Göttingen sind das Kieler Projektbüro des Fraunhofer IGD, die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die EvoLogics GmbH aus Berlin sowie die miprolab Mikrobiologische Diagnostik GmbH aus Göttingen an der Entwicklung beteiligt. Unterstützt werden sie von den assoziierte Partnern Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Rostock GmbH, HCG Hazard Control GmbH und Nationales Informationszentrum Chemische Kampfmittel e.V.

Das Projekt TOxAR hat eine Gesamtlaufzeit von 2,5 Jahren und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Kontakt:

Institut für Nanophotonik Göttingen e.V.

Hans-Adolf-Krebs-Weg 1
37077 Göttingen

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news-2318Thu, 24 Jun 2021 09:22:00 +0200Laser statt Herbizide: LZH stellt Ansätze bei Eröffnung des Ackerbauzentrum Niedersachsen vor http://photonicnet.de/Bei der Eröffnung des Ackerbauzentrum Niedersachsen mit der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast stellte die Gruppe Food and Farming des LZH ihren Beitrag zur Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau vor.Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast eröffnete am 17. Juni 2021 das Ackerbauzentrum Niedersachsen auf Burg Warberg bei Helmstedt. Im Rahmen des Programms stellte PD Dr. Merve Wollweber, Leiterin der Gruppe Food and Farming des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), Strategien zur Unkrautbekämpfung mit dem Laser vor. Mit diesen soll zukünftig der Einsatz von Pflanzenschutzmittel verringert werden können.

Das Ackerbauzentrum wird Fragen rund um den Ackerbau sammeln und mit niedersächsischen Netzwerk-Partnern aufarbeiten. Dabei wird beispielsweise auch die Unkrautbekämpfung der Zukunft eine Rolle spielen. Das Zentrum wird über fünf Jahre mit einem Gesamtvolumen von einer Million Euro vom Land Niedersachsen gefördert.

Bericht im NDR

Pressemitteilung des Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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news-2313Wed, 23 Jun 2021 11:06:27 +0200Hightech und Plasma statt Pflanzenschutzmittelhttp://photonicnet.de/Roboter sollen zukünftig Pflanzen überwachen und optimal versorgen.Digital Farming, also der Einsatz von Robotern, künstlicher Intelligenz und Big Data, könnte in Zukunft unsere Ernährung sichern und gleichzeitig Umwelt und Ressourcen schonen. Im Forschungsprojekt PRo-MAPPER unter der Leitung von HAWK-Professor Dr. Thomas Linkugel soll durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ein vollautomatisierter Pflanzroboter weiterentwickelt werden. Dieser könnte in Zukunft nicht nur Aussaat, Bewässerung, Düngung und Unkrautkontrolle übernehmen.

Durch eine kontinuierliche Überwachung der Pflanzen soll die Anlage auch selbstständig Pflanzenkrankheiten erkennen und frühzeitig und umweltschonend mit Hilfe von Plasmatechnik bekämpfen. Das Projekt wird durch die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP) gefördert.

An dem Vorhaben beteiligt sind neben den Bereichen Robotik und Plasmatechnik an der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit auch das Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) an der Universität Göttingen und das Unternehmen piccoplant Mikrovermehrung. Diese Kooperation mache auch den besonderen Wert des Forschungsvorhabens aus, erklärt Prof. Linkugel. „Wir wollen verschiedene innovative Technologien kombinieren. Davon versprechen wir uns einen wertvollen Beitrag zu einer alternativen Landwirtschaft, die mit weniger Pestiziden auskommt.“

Linkugel ist Professor für Robotik und Embedded Systems an der HAWK und verantwortet damit neben der Projektleitung auch die Entwicklung neuer Sensorsysteme und die Zusammenführung der gemessenen Daten. Die Anwendung aller Komponenten erproben die Wissenschaftler*innen anhand von vollautomatisierten Anzuchtbeeten mit Flieder, Mangold und Zuckerrüben. Diese werden gezielt mit Erregern inokuliert, mittels Robotik und Sensorik überwacht und mittels Plasmatechnologie behandelt. Durch die vollständige Überwachung können so Pflege- und Behandlungskonzepte angepasst und optimiert werden.

Als Grundlage des neuen Systems dient ein kostengünstiger Open Source-Pflanzroboter der US-amerikanischen Firma FarmBot. Dieser kann bereits teilautomatisiert sähen, bewässern und Unkraut mechanisch kontrollieren. Durch die Ausstattung mit neuen Sensoren und einem Embedded System, also einem eingebauten Computer, soll dieser in Zukunft die Pflanzenentwicklung erfassen.

Die gesammelten Daten können dann gleich innerhalb des Systems verarbeitet werden. Durch maschinelles Lernen soll der Roboter so mit der Zeit immer besser Krankheiten und Schädlinge an den Pflanzen erkennen. Das IfZ entwickelt das dafür notwendige Big Data-Analysesystem. Die Forschenden erhoffen sich so vor allem einen Vorteil durch die schnellere Erkennung von Pflanzenkrankheiten. „Ziel ist ein Roboter, der Infektionen sehr früh erkennt und dann selbstständig die richtige Kontrollmaßnahme automatisch einleitet“, so Dr. Stefan Paulus, Experte für Sensoren und Datenanalyse beim IfZ.

Hat der Roboter festgestellt, dass eine Pflanze unter Schädlingsbefall, Pilz- oder Bakterieninfektionen leidet, kommt die Plasmatechnik der HAWK zum Einsatz. Studien, die unter anderem von HAWK-  Wissenschaftler*innen durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass plasmabehandelte Flüssigkeiten eine insektizide und mikrobizide Wirkung haben. Sie können also gegen Pflanzenkrankheiten und schädlichen Insektenbefall eingesetzt werden. „Außerdem sorgen plasmabehandelte Flüssigkeiten für einen beschleunigten Keimprozess und einen schnelleren Biomassezuwachs“, berichtet Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Leiter des Forschungsschwerpunktes Laser- und Plasmatechnologie an der HAWK. „Wir erhoffen uns so, gleichzeitig die Düngung und den Pflanzenschutz zu verbessern und damit langfristig chemische Pflanzenschutzmittel zu ersetzen.“ Mit einem Sprühsystem ausgestattet könnte der Roboter unmittelbar und individuell auf Veränderungen der Pflanzen reagieren, plasmabehandelte Flüssigkeit aufbringen oder einzelne Pflanzen entfernen. Die Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen wird so zielgerichteter und umweltschonender.

Um sicherzustellen, dass das entwickelte System für Nutzer*innen in der Landwirtschaft gut anwendbar ist, unterstützt die Firma piccoplant Mikrovermehrung das Projekt mit Feedback zum Praxiseinsatz. Um den Roboter langfristig kommerziell einsetzbar zu machen, soll außerdem eine erschwingliche Hardware entwickelt werden. Dann könnte das System sowohl in der
konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft Anwendung finden.

Hochschule für angewandte
Wissenschaft und Kunst
Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit
Von-Ossietzky-Straße 99
37085 Göttingen

Web: www.hawk.de

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news-2312Wed, 23 Jun 2021 10:17:33 +0200Fraunhofer IST und PVZ bauen gemeinsam ein in Deutschland einzigartiges Translationslabor aufhttp://photonicnet.de/Forschung aus Braunschweig ermöglicht innovative ArzneimittelBraunschweig baut seine Stärken in der Herstellung individueller Arzneimittel weiter aus. Dafür kooperieren erstmals das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST und das Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik (PVZ) der Technischen Universität Braunschweig.

Die Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt in Braunschweig mit 0,5 Mio € dafür den Aufbau eines Translationslabors »Pharma- und Medizintechnik­produktion« als Teil des neuen niedersächsischen Leistungszentrums »Medizin und Pharmatechnologie«. Es entsteht eine gemeinsam nutzbare Infrastruktur für die individualisierte Arzneimittelproduktion mit dem Ziel, Forschungsergebnisse und Innovationen gemeinsam noch schneller in die Anwendung zu bringen sowie Partner als Innovationslotsen zu begleiten.


Verfahrens- und Fertigungstechnik aus Braunschweig
Individuelle Arzneimittel sind ein wichtiger Baustein in der patientenzentrierten Medizin. Ein Ziel der Forschung ist es, Tabletten oder Kapseln so zu gestalten, dass sie in kleinen Stückzahlen flexibel, d. h. individualisiert für einen Patienten oder eine kleine Patientengruppe hergestellt werden können. Dies bringt hohe Anforderungen an die Herstellung mit sich. Verfahrens- und Fertigungstechnik aus Braunschweig soll dabei künftig eine wichtige Rolle spielen und mit der Expertise aus der Pharmazie kombiniert werden. Der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler begrüßt das Vorhaben: »Mit dem Leistungszentrum ›Medizin und Pharmatechnologie‹ beweist sich, wie stark die Lebenswissenschaften in der Region Hannover/Braunschweig aufgestellt sind. Ich bin davon überzeugt, dass die Kooperation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fraunhofer-Gesellschaft und der TU Braunschweig das Potenzial hat, neue und individuelle Arzneimittel herzustellen.«

Verbesserungen bei der Herstellung
Dank der Innovationen aus Braunschweig werden neuartige Arzneiformen möglich. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können z. B. Eigenschaften wie die Haftung an Maschinenoberflächen steuern, so kann auf die Verwendung von Trennmitteln in der Arzneimittel-Herstellung verzichtet werden, was die Eigenschaften des Produkts verbessert. Zudem lassen sich durch eine Modifizierung der Oberfläche mit einem »kalten« Plasma die Fließfähigkeit von Pulvern verbessern und Barriere­schichten erzeugen. Auch das führt zu neuen Möglichkeiten – zum Beispiel die Kombination mehrerer Wirkstoffe in einer Tablette, die sonst nicht miteinander kompatibel wären.
Das Fraunhofer IST wird in Kooperation mit dem PVZ auch neue Verfahren wie den 3D-Druck in Kombination mit innovativen Plasmasystemen und neuen Oberflächenbeschichtungen erforschen. Diese sollen Teil einer neuen modularen Prozesskette zur Herstellung von solchen individualisierten Arzneiformen werden. Die Fraunhofer- und TU Braunschweig-Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass diese Forschungen auch Verbesserungen und Innovationsimpulse für die Massenproduktion mit sich bringen.

Neues Translationslabor intensiviert die regionale Kooperation
Mit dem neuen Translationslabor, das 2021 den Betrieb aufnehmen und kontinuierlich weiter ausgebaut werden soll, bauen die TU Braunschweig und die Fraunhofer-Gesellschaft ihre Kooperation am Standort weiter aus. Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und Zivilgesellschaft sollen neue Produktionstechnologien in die Anwendung überführt werden. Interessierten Firmen wird so der Einstieg in die partnerschaftliche Technologie- und Prozessentwicklung in diesem Zukunftsmarkt erleichtert. Darüber hinaus soll durch Ausbildungskonzepte der Wissenstransfer in die industrielle Praxis unterstützt werden. Ein solches Translationslabor für die individualisierte Herstellung von Arzneimitteln existiert bisher nicht in Deutschland.
»Dies ist ein wichtiger Schritt für den systematischen Ausbau unserer Kompetenz im Bereich der Pharmaproduktion und der Intensivierung der regionalen Kooperation mit dem PVZ«, sagt Prof. Dr. Michael Thomas, Abteilungsleiter am Fraunhofer IST und Mitglied des PVZ. In seiner Abteilung werden neuartige, bei Atmosphärendruck arbeitende Plasmasysteme und funktionelle Oberflächen entwickelt und in Prozesse integriert. »Diese Plasmasysteme können sehr gut miniaturisiert und in Prozessketten eingebaut werden« erklärt Dr. Kristina Lachmann, Gruppenleiterin Atmosphärendruck-Plasmaverfahren und Oberflächenchemie am Fraunhofer IST. »Dadurch können im Produktionsprozess in-situ Funktionen wie z. B. die Haftung gesteuert oder Barriereschichten erzeugt und damit eine individualisierte Herstellung erreicht werden«, erklärt Dr. Lachmann. »Wir haben bereits jetzt erste industrielle Partner an Bord, die mit uns die Basis der modularen Plattform zur generativen Fertigung von Arzneimitteln aufbauen und die Entwicklung langfristig weiter vorantreiben wollen«, erläutert Prof. Dr. Michael Thomas.
Auch am PVZ ist man begeistert darüber, dass diese Plattform jetzt etabliert wird. »Den Ansatz der individualisierten Arzneimittelproduktion verfolgen wir schon länger«, erläutert Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade, Vorstandssprecher des PVZ. »Wir freuen uns, dass das Fraunhofer IST als regionaler Partner dieses Thema mit den Instituten des PVZ vorantreibt und hier seine Expertise in der Verfahrens- und Fertigungstechnik sowie in funktionalen Oberflächen als neue wichtige Kompetenz einbringt, um diesen entscheidenden Forschungszweig im PVZ erfolgreich voranzutreiben.«
Für die Zukunft planen die Partner verstärkte Forschung in der Digitalisierung und Überwachung der Prozesse sowie Erweiterungen der Entwicklung neuartiger Verpackungskonzepte – alles vor dem Hintergrund, Prozesse transparent und nachvollziehbar zu halten: So soll die Qualität jeder einzelnen, individuellen Arzneiform sicher nachgewiesen, dokumentiert und bis zur Einnahme nachverfolgt werden können.

Hintergrund

In dem vom Land Niedersachsen und der Fraunhofer-Gesellschaft geförderten Leistungszentrum »Medizin und Pharmatechnologie« haben sich unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM aus Hannover die Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik IMTE aus Lübeck und das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST aus Braunschweig zusammengeschlossen.
Die Schwerpunkte des Leistungszentrums mit standortspezifischen Translationslaboren liegen in der individuellen Arzneimittelherstellung (Standort Braunschweig), der Entwicklung intelligenter Beatmungssysteme sowie additiv gefertigter Implantate. Neben verschiedenen Unternehmen sind standortspezifische Forschungspartner die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Leibniz Universität Hannover (LUH), die Universität Lübeck, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und die Technische Universität Braunschweig mit ihrem Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik (PVZ). Ziel des Leistungszentrums ist es, die Lücke zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung und der Wirtschaft zu schließen und den Innovationsprozess von der Idee bis in den Markt zu beschleunigen. Dazu wird nicht nur die notwendige Infrastruktur bereitgestellt, es werden auch wichtige Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft vernetzt.

Kontakt:

Dr. Simone Kondruweit
Leitung Marketing und Kommunikation
Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
Bienroder Weg 54 e
38108 Braunschweig
Telefon +49 531 2155-535
https://www.ist.fraunhofer.de/

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2314Wed, 23 Jun 2021 09:56:00 +020012,5 Millionen Euro Investition in Ausbau vom TECHNOLOGIE ZENTRUM im Wissenschaftsparkhttp://photonicnet.de/Gemeinsam gaben Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier, Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Staatssekretär Stefan Muhle, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay, Regionspräsident Hauke Jagau und hannoverimpuls-Geschäftsführerin Doris Petersen in Marienwerder den Startschuss für die Bauarbeiten. Bisher bietet das TECHNOLOGIE ZENTRUM (TZ) von hannoverimpuls im Wissenschaftspark in Marienwerder mit 78 Büros, elf Werkstätten und acht Laboren auf 3.800 Quadratmetern innovativen, technologieorientierten Unternehmen und Startups die Möglichkeit einer Geschäftsentwicklung – jetzt kommen mehr als 2.700 Quadratmeter Nutzfläche dazu: „Das ist ein echter Meilenstein für Hannover!“, freut sich Doris Petersen, Geschäftsführerin der hannoverimpuls GmbH, die das TZ seit 2013 betreibt. „Wir sind dem Land Niedersachsen, das sich mit 5,5 Millionen Euro Förderung aus europäischen Mitteln (EFRE) beteiligt, und unseren Gesellschaftern Stadt und Region Hannover sehr dankbar. So können wir die Erfolgsgeschichte des TECHNOLOGIE ZENTRUMS fortschreiben.“

„Für Niedersachsens Position im europäischen Wettbewerb sind Technologietransfer und innovative Startups von zentraler Bedeutung. Der Erweiterungsbau des Technologie Zentrums Marienwerder ist daher eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Region innerhalb Europas“, unterstreicht Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier die Bedeutung der niedersächsischen Beteiligung an der Investition. „Die Pandemie hat uns allen die Bedeutung digitaler Innovationen in der Bewältigung von Krisen nochmal anschaulich gezeigt“, bekräftigt auch Staatssekretär Stefan Muhle den Stellenwert der TZ-Erweiterung.

„Das TECHNOLOGIE ZENTRUM bietet durch seine räumliche Nähe zu überregional und international renommierten Forschungseinrichtungen in den digitalen Technologien und Produktionstechniken sowie zum Laser Zentrum Hannover, dem IPH und dem neuen Maschinenbaucampus der Leibniz Universität Hannover einen immensen Standortvorteil. Den gilt es weiter zu stärken“, unterstreicht Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay die Strahlkraft der heute begonnenen Ausbauarbeiten mit Hannovers Unterstützung. Und auch Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover, ist glücklich über den Erweiterungsbau, der bis Ende Juni 2022 fertiggestellt sein soll: „Der Ausbau ist die richtige und notwendige Weichenstellung für den Wirtschaftsstandort, um technologieorientierten Startups und Jungunternehmen auch in Zukunft ein passgenaues Angebot zu machen.“

Der erfolgreiche gemeinsame Gründungsservice starting business der Leibniz Universität Hannover und hannoverimpuls, die VentureVilla als Accelerator mit ihren Inkubatoren-Programmen und die Fertigstellung des Maschinenbaucampus in Garbsen im vergangenen Jahr hatten den Bedarf an zeitgemäßer moderner Infrastruktur beschleunigt.

Über die geförderten Räumlichkeiten hinaus greift hannoverimpuls den im TECHNOLOGIE ZENTRUM angesiedelten Unternehmen mit umfassenden Beratungsangeboten und Services beim Durchstarten unter die Arme – von der Vernetzung mit passenden Kooperationspartner*innen bis zur Ermittlung geeigneter Förderungen und Finanzierungsquellen.

Hannovers Standort für die Technologie von Morgen bietet mit der Erweiterung demnächst eine Gesamtfläche von 6.500 Quadratmetern. Mit dem attraktiven Landschaftspark, der Nähe zu leistungsstarken und international anerkannten Forschungseinrichtungen sowie dem TZ verfügt der Wirtschaftsstandort Hannover damit über ein zukunftsorientiertes gewerbliches Angebot.

Pressekontakt:
Cornelia-Mercedes Bödecker
Tel.: 0511-300 333-16
E-Mail: cornelia.boedecker(at)hannoverimpuls.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2311Wed, 23 Jun 2021 09:52:14 +0200Neues Verbund-Projekt gestartet:http://photonicnet.de/Biomimetische Plasmapolymere zur Funktionalisierung von Papier Papierbasierte Konstruktionsmaterialien sind in Form von Verpackungsmitteln ein fester Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Um Papier für diese und neuartige Anwendungsgebiete nutzbar zu machen, muss die Ausstattung des Werkstoffes mit hydrophoben und antimikrobiellen Eigenschaften verbessert werden. Im Gegensatz zu aktuell eingesetzten Prozessen für die Modifikation der Papiereigenschaften soll im Produktionsprozess die Plasmapolymerisation zum Einsatz kommen.

Sie soll es erlauben, niedermolekulare Verbindungen biogenen Ursprungs auf Papieroberflächen abzuscheiden. Durch deren Vernetzung während der Beschichtung wird es möglich sein, unlösliche Polymere konturgetreu und in Reinform auch auf komplexe Oberflächen zu applizieren.

Pflanzliche Inhaltsstoffe stellen eine vielfältige und bisher nahezu ungenutzte Quelle biogener Vorstufen für Plasmabeschichtungen dar. Durch die variable Einspeisung dieser monomeren Vorstufen in das Trägergas des Plasmabeschichtungssystems wird es möglich, die gesamte zugängliche Oberfläche des Papiergefüges (auch inline) mit funktionalen Polymeren zu beschichten. Durch spezifische Elektrodenanordnungen lassen sich direkt im Behandlungsbereich stabile und reproduzierbare Entladungsbedingungen realisieren, die gerade bei beschichtenden PECVD-Prozessen (Plasma-Enhanced Chemical Vapor Deposition) eine wichtige Voraussetzung sind.

Projektpartner:

  • Fraunhofer Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
  • Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet: Makromolekulare Chemie und Papierchemie
  • Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

Projektlaufzeit: 01.05.2021 – 30.04.2024

Förderaufruf im Rahmen des »Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe«: Biobasierte Beschichtungen

Kontakt:

 

Martin Bellmann

Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
Von-Ossitzky-Straße 100
37085 Göttingen

Telefon +49 551 3705-379

 

Dr. Simone Kondruweit
Leitung Marketing und Kommunikation

Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
Bienroder Weg 54 e
38108 Braunschweig

Telefon +49 531 2155-535

https://www.ist.fraunhofer.de/

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2309Mon, 21 Jun 2021 14:34:49 +0200German Pavilion auf der SPIE Photonics West 2022http://photonicnet.de/Gute Nachrichten: Auf der SPIE Photonics West wird es vom 25. - 27. Januar 2022 wieder einen deutschen Gemeinschaftspavillon geben. Die Anmeldung ist bis zum 31. Juli 2021 möglich.Auf Initiative von SPECTARIS und mit Unterstützung von OptecNet Deutschland e. V. wurde die Fachmesse SPIE Photonics West 2022 in San Francisco erneut ins Auslandsmesseprogramm des Bundes aufgenommen.

Die internationale Fachmesse ist zentraler Treffpunkt für innovative Anwendungen aus den Bereichen Photonik und Optik.
Detaillierte Informationen zur Messe erhalten Sie hier.

Gute Nachrichten für Aussteller: Im kommenden Jahr wird es erneut einen German Pavilion mit sehr vergünstigten Teilnahmekonditionen und zahlreichen weiteren Vorteilen geben.

Freuen Sie sich auf:
• einen repräsentativen Messestand mit exponierter Platzierung.
• einen geringen eigenen Organisationsaufwand durch umfassende Betreuung vor und während der Veranstaltung.
• die Partizipation an zahlreichen Begleitmaßnahmen, wie Internetauftritt und Ausstellerflyer

Die ausführlichen Teilnahmeunterlagen erhalten Sie hier.
Die Messe Stuttgart erbittet eine frühzeitige Übersendung der schriftlichen Anmeldung, spätestens bis zum 31. Juli 2021.

Wir freuen uns darauf, Sie als Aussteller auf dem German Pavilion begrüßen zu dürfen!

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den NetzenProduktneuheitenForschung und Wissenschaft
news-2310Mon, 21 Jun 2021 10:07:00 +0200InGaAs-APDs in kompaktem SMT-Format für LiDAR und Abstandsmessunghttp://photonicnet.de/Excelitas Technologies ergänzt sein Sortiment an InGaAs-Avalanche-Photodioden um zwei neue APDs in robusten Keramik-SMT-Gehäusen für den Spektralbereich 1000 nm – 1700 nm.Die InGaAs-APDs C30645L-080 und C30662L-200 zeichnen sich aus durch eine hohe Quantenausbeute, hohe spektrale Empfindlichkeit, geringes Rauschen und ein sehr gutes Signal-Rausch-Verhältnis. Sie sind für die Wellenlänge 1550 nm optimiert und eignen sich für den Einsatz in augensicheren Laser-Entfernungsmessern. Zu den Hauptanwendungen zählen neben LiDAR- und ToF-Messungen auch die optische Zeitbereichsreflektometrie (OTDR) sowie optische Kommunikationssysteme und Laserscanning. Die nur 3 mm x 3 mm großen Gehäuse wurden für SMT-Produktionslinien entwickelt und können kosteneffizient in großen Stückzahlen durch automatisierte Systeme assembliert werden. Sie lassen sich somit präzise an Referenzflächen ausrichten und sind damit den meisten APDs in TO-Gehäusen weit überlegen. Darüber hinaus erleichtern die großen aktiven Flächen von 80 µm bzw. 200 µm die optische Integration. Es besteht zudem die Möglichkeit, optische Filter in die Gehäuse zu integrieren, um das Signal-Rausch-Verhältnis der rauscharmen InGaAs-APDs weiter zu optimieren, wenn Objekte auch über große Entfernungen zuverlässig erfasst werden müssen. Excelitas bedient mit diesem verbesserten Produktdesign den wachsenden Bedarf an kompakteren Baugruppen für eine kosteneffiziente Produktion neuer Geräte für LiDAR- und ToF-Anwendungen in der Industrie und für den Verbrauchermarkt.

Mehr über das vollständige Sortiment an InGaAs-APDs in TO- und SMT-Gehäusen: https://www.excelitas.com/de/product-category/high-performance-ingaas-apds

Über Excelitas Technologies

Excelitas Technologies® Corp. ist ein weltweit technologisch führender Anbieter innovativer, leistungsstarker und marktorientierter Photonik-Lösungen. Sie werden hohen Anforderungen in den Bereichen Beleuchtung, Detektion sowie optische Technologie gerecht und tragen damit entscheidend zu Kundenerfolgen auf unterschiedlichsten Zielmärkten bei – von biomedizinischer Technologie über Forschungslabore, Sicherheit und Schutz, Konsumgüter, Halbleiter, Energie und Umwelt, industrielle Sensorik und Bildgebung bis hin zu Verteidigung und Luft- und Raumfahrt. Nach dem Erwerb von Qioptiq im Jahr 2013 beschäftigt Excelitas Technologies heute rund 7000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien, die sich für Kunden in aller Welt engagieren. Bleiben Sie auf Facebook, LinkedIn und Twitter mit Excelitas in Verbindung.

Kontakt:
Excelitas Technologies Corp.

Oliver Neutert

Marketingmanager EMEA und Asien-Pazifik
Feldkirchen (bei München)

Tel.: +49 (0) 89-255458-965
E-Mail: oliver.neutert(at)excelitas.com
Internet: www.excelitas.com

 

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2308Wed, 16 Jun 2021 14:45:05 +0200Projekt MEEt: Fraunhofer ISE und Institut AMOLF starten Kooperation zu Metamaterialien http://photonicnet.de/Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und das niederländische Forschungsinstitut AMOLF haben eine strategische Kooperation im Bereich der Metamaterialien für optische Anwendungen gestartet. Im Projekt »Metasurfaces for Energy Efficient Devices« (MEEt) entwickeln die Partner Metamaterialien für Solarzellen, LEDs und optische Sensoren und die Prozessketten für deren Herstellung. Das gemeinsame Projekt läuft über drei Jahre und wird durch das Fraunhofer International Cooperation and Networking (ICON) - Programm gefördert.Metamaterialien werden seit etwa 15 Jahren erforscht und entwickelt und stehen vor ihrem Durchbruch zum Einsatz in verschiedenen Anwendungsfeldern. Das Besondere an ihnen: durch die Nanostrukturierung ihrer Oberflächen oder die Einbringung von Nanopartikeln erhalten sie neue optische Eigenschaften, die mit normalen Materialien nicht möglich sind. Ein Beispiel ist der negative Brechungsindex: während Wellen beim Eintritt in gewöhnliche Materialien zum Lot hin abgelenkt werden, können sie beim Übergang in ein Metamaterial über das Lot hinaus in die negative Richtung gebrochen werden. So können sie Objekte unsichtbar machen, indem sie eintreffende Wellen um die Objekte herum lenken.

Das niederländische Institut AMOLF ist weltweit führend in der Erforschung der Interaktionen, Eigenschaften und Funktionen von komplexen Molekülen und Materialsystemen, von nanophotonischen Strukturen bis hin zu multizellulären Organismen. Das Institut entwickelt in seinem Forschungsbereich Nanophotovoltaik neue funktionale Materialien für das Lichtmanagement innerhalb von Solarzellen. So kann durch das „Einfangen“ des Lichts innerhalb von Nanostrukturen, die kleiner sind als die Wellenlänge des Lichts selbst, die Effizienz der Solarzellen erhöht und damit die Kosten für die Solarstromerzeugung gesenkt werden.

Das Fraunhofer ISE ist das älteste und größte europäische Solar-Forschungsinstitut und blickt auf 40 Jahre Erfahrung in der klassischen Silicium-Photovoltaik sowie neuartigen und höchsteffizienten Photovoltaik-Konzepten zurück. Die Forschenden des Fraunhofer ISE arbeiten auf dem Gebiet der ganzen Solarzelle konnten schon zahlreiche Wirkungsgradrekorde erreichen.

»Das Projekt MEEt bringt die Kompetenzen zweier Institute zusammen, die sich hervorragend ergänzen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit, die nicht nur für den Bereich Photovoltaik effizientere Systeme ermöglicht und neue Anwendungen erschließt«, erklärt Dr. Benedikt Bläsi, Gruppenleiter Mikrostrukturierte Oberflächen am Fraunhofer ISE.

Im Forschungsprojekt konzentrieren sich die Partner auf drei Anwendungsfelder: neben der Entwicklung höchsteffizienter Solarzellen sind dies LEDs und optische Sensoren. Bei den LEDs wird z.B. die effiziente und gerichtete Auskopplung des Lichts angestrebt. Die optischen Sensoren sollen sehr energieeffizient und mit wenig Aufwand Rechenoperationen z.B. für die Bilderkennung durchführen können, für die Interferenzeffekte des einfallenden Lichts genutzt werden. Als Basis dienen unterschiedliche Materialien wie Kunststoff-Metall-Kombinationen oder transparente Sol-Gel-Materialien, an deren Oberflächen mittels Nanoimprint-Verfahren Nanostrukturen ausgebildet werden.

Ein weiteres Ziel des Forschungsprojekts ist die Etablierung einer Plattform, um Unternehmen aus anderen Branchen bei der Weiterentwicklung opto-elektronischer Anwendungen wie Displays, VR-Brillen oder Kameras zu unterstützen.

 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den MitgliedsunternehmenPressemeldung
news-2307Wed, 16 Jun 2021 12:53:05 +020030 Jahre metrologische Zusammenarbeit mit Osteuropa http://photonicnet.de/COOMET, die Vereinigung osteuropäischer Metrologieinstitute, wird 30 – neuer Vizepräsident ist Frank Lienesch aus der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Das 30-jährige Jubiläum von COOMET (Euro-Asian Cooperation of National Metrology Institutions) erinnert neben den Umwälzungen durch den Zerfall der Sowjetunion auch an die deutsche Wiedervereinigung und die Integration der metrologischen Abteilungen des Amtes für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung (ASMW) der DDR in die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB). Die PTB ist vom ersten Jahr an COOMET-Mitglied. Sie engagierte sich im Laufe der Jahre als Bindeglied zwischen COOMET und EURAMET, der Vereinigung der Metrologieinistitute der EU und der EFTA-Staaten, und stellt seit Jahren einen der vier COOMET-Vizepräsidenten. Während der Sitzung der Generalversammlung (des COOMET-Committee) am 15. Juni wurde Dr. Frank Lienesch, Leiter der PTB-Abteilung Gesetzliche und internationale Metrologie, zum neuen COOMET-Vizepräsidenten gewählt.

Die Gründung von COOMET markiert einen metrologischen Neubeginn nach dem Zerfall der Sowjetunion. Sie fand zeitgleich mit der Auflösung der Sektion Metrologie des Rats für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGB) statt. Basis für die Gründung war ein Memorandum of Understanding (MoU), das am 12. Juni 1991 von Vertretern der Metrologieinstitutionen von Bulgarien, Polen, Rumänien, der UdSSR (die noch bis zum 21. Dezember 1991 so hieß) und der Tschechoslowakei unterzeichnet wurde. Das Gründungsdokument bahnte COOMET auch den zukünftigen Weg als regionale Metrologieorganisation im Rahmen des CIPM MRA (des Mutual Recognition Arrangement des Internationalen Komitees für Maß und Gewicht CIPM, in dem die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der Metrologieinstitute definiert sind). Die PTB trat noch im selben Jahr, nämlich am 13. November 1991, COOMET bei. Sie hatte nach der deutschen Wiedervereinigung die metrologischen Abteilungen des Amtes für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung (ASMW) der DDR übernommen. Damit fiel der PTB von Anfang an eine besondere Rolle als Bindeglied zwischen den beiden metrologischen Organisationen in Ost und West, COOMET und EURAMET (das zunächst noch EUROMET hieß) zu.

Heute hat COOMET 15 Vollmitglieder und 6 assoziierte Mitglieder, darunter auch die Türkei und China. Die PTB ist bei der fachlichen Arbeit der technischen Ausschüsse von COOMET, durch Vergleichsmessungen, die Kalibrierung von nationalen Normalen der COOMET-Mitgliedsstaaten sowie Peer Reviews involviert und leitete über viele Jahre den technischen Ausschuss für Qualität. Sie ist Partnerin der COOMET-Mitglieder sowohl für höchsten wissenschaftlichen Anspruch als auch für die Heranführung an das internationale System der Metrologie.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die PTB die Aktivitäten und weitere Entwicklung von COOMET. Ein Fokus liegt dabei auf der Beteiligung der Länder Zentralasiens, des Südkaukasus, Moldau und der Ukraine. Durch die Beteiligung an COOMET erfüllt die PTB ihren Satzungsauftrag zur internationalen Vereinheitlichung des Messwesens und die von Anfang an bestehende Idee des Bindeglieds zu EURAMET. Zudem führt sie im Auftrag des BMZ technische Zusammenarbeit mit COOMET-Mitgliedsstaaten durch, die Partnerländer des BMZ sind. Seit 2004 führt die PTB außerdem EU-Twinning-Projekte zum Thema Metrologie mit den COOMET-Mitgliedsstaaten Aserbaidschan, Georgien, Litauen und Moldau durch.

Seit dem Jahr 2000 hat die PTB kontinuierlich einen der vier COOMET-Vizepräsidenten gestellt: 2000–2008 Dr. Hans-Dieter Velfe, 2008–2015 Prof. Dr. Klaus-Dieter Sommer, 2015–2020 Dr. Peter Ulbig. Dr. Peter Ulbig hat die Vizepräsidentschaft mit seinem Ausscheiden aus der PTB zum 31. Dezember 2020 beendet. Sein Nachfolger als Leiter der Abteilung 9 Gesetzliche und Internationale Metrologie Dr. Frank Lienesch ist nun auch sein Nachfolger als COOMET-Vizepräsident. Er wird das Amt voraussichtlich bis zum Jahr 2024 innehaben.

Dr.-Ing. Frank Lienesch studierte Elektrotechnik in Braunschweig und Valencia und arbeitet seit 1994 bei der PTB. Von 2003–2016 leitete er die Arbeitsgruppe Explosionsgeschützte Antriebssysteme und von 2016–2021 den Fachbereich Explosionsgeschützte Sensorik und Messtechnik sowie die Konformitätsbewertungsstelle Sektor 1. Seit 2021 ist er Leiter der Abteilung 9 Gesetzliche und internationale Metrologie. Er hat viel Erfahrung bei der Normungsarbeit, war jahrelang (2005–2016) mit einem Teil seiner Arbeitszeit zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie abgeordnet, um Fragen rund um die ATEX-Richtlinie zu betreuen, und hat seit 2005 Lehraufträge an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel und an der Technischen Universität Braunschweig.

Während der virtuellen Jubiläumsveranstaltung hielt der frühere PTB-Vizepräsident Dr. Manfred Kochsiek, der 1991 den Beitritt zu COOMET unterzeichnete und die 30-jährige Zusammenarbeit der PTB mit COOMET wie kaum ein anderer verkörpert, ein Grußwort.
es/ptb


Ansprechpartner
Moritz Ackermann, Sachgebiet 9.113 COOMET, EU-Twinning, Telefon: (0531) 592-8219, moritz.ackermann(at)ptb.de

Autor: Erika Schow

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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news-2306Fri, 11 Jun 2021 09:17:52 +0200Scharf sehen mit getauschter Augenlinse: LZH arbeitet an verbessertem Lens-Refillinghttp://photonicnet.de/Bei Augen-Operationen wegen Katarakt könnte die Methode des Lens-Refilling ermöglichen, die Akkommodation der Linse zu erhalten oder wiederherzustellen, also die Fähigkeit der Linse ihre Brechkraft flexibel einzustellen. Bisher konnte sich diese Methode jedoch klinisch nicht durchsetzen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) arbeitet in einem neuen Forschungsvorhaben mit der ROWIAK GmbH daher daran, die Methode weiter voranzutreiben.Beim sogenannten Lens-Refilling wird das Linseninnere mit einem Gel ersetzt, die Linse wird „wieder aufgefüllt“ (englisch: refill). Dabei kann es zu Komplikationen kommen, bei denen die Linsenkapsel eintrübt oder der Kapselsack versteift. So wäre nach der Operation entweder die Sicht der Patienten behindert oder die Akkommodation der Linse eingeschränkt. Im Projekt „Lens-Refilling“ wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH zusammen mit der LZH-Ausgründung ROWIAK GmbH einen neuen Ansatz erarbeiten. Die Idee dabei ist, gezielt nur den Kern der Augenlinse zu entfernen und durch Lens-Refilling zu ersetzen. Dazu entwickeln und evaluieren sie eine Methode mit der sie eine Linsenkern-Fragmentierung bei vollem Erhalt der physiologischen Strukturen technisch umsetzen können.

Kortex und damit Akkommodation erhalten
Der Kortex (Linsenrinde) bliebe bei dieser neuen Methode der Kernfragmentierung mittels Femtosekundenlaser unangetastet. Dies würde die oben genannten Komplikationen voraussichtlich verhindern. Somit wäre es möglich, die Akkommodationsfähigkeit nach dem Auffüllen der Linse wiederherzustellen.

Alternative zur Kunstlinse ermöglichen
Angewandt werden könnte diese Methode bei alterungsbedingten Linseneintrübungen, wie dem Grauen Star, oder zum Ausgleich von Altersweitsichtigkeit. Zurzeit wird üblicherweise die geschädigte Linse entfernt und durch eine künstliche ersetzt. Diese künstliche Linse kann allerdings nicht akkommodieren und der Patient verliert dabei die Fähigkeit auf jede Distanz scharf zu sehen. Die neue Methode würde dazu beitragen, das Risiko eines Nachstars nach der Operation zu senken. So sollten Patienten über einen längeren Zeitraum ohne erneute Operation auskommen können.

Über „Lens-Refilling“
Das Projekt „Fragmentierung des Augenlinsenkerns mit Hilfe eines Femtosekunden (fs)-Lasers zur Wiederherstellung der Akkommodationsfähigkeit mittels ‚Lens-Refilling‘“ wird von der NBank mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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news-2305Thu, 10 Jun 2021 15:50:33 +0200Studierende bewerten OTH Amberg-Weiden mit guten und sehr guten Ergebnissenhttp://photonicnet.de/Attraktive Studiengänge, hoher Praxisbezug, engagierte Dozierende und eine tolle Bibliothek – das sind nur einige ausgewählte Aspekte, die Studierende an der OTH Amberg-Weiden besonders schätzen. Sehr gute und gute Platzierungen im CHE Hochschulranking oder in Bewertungsportalen wie Studycheck.de belegen dies immer wieder. Die Hochschule legt darüber hinaus großen Wert auf das direkte Feedback ihrer Studierenden und führt regelmäßig hochschulinterne Befragungen durch, zum Beispiel die jährliche Studieneingangsbefragung.„Bei dieser haben unsere StudienanfängerInnen die Gelegenheit, ihre Meinung rund um den Studieneinstieg und ihre ersten Studienerfahrungen zu äußern“, erläutert Elisabeth Fichtner, Leiterin des Qualitätsmanagements an der OTH Amberg-Weiden, und konkretisiert: „Damit bietet sich uns die Chance, die Bedürfnisse, Erwartungen und Erfahrungen unserer Studierenden noch besser kennen zu lernen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Studieneingangsphase zu ergreifen.“

Das dies funktioniert, zeigen die aktuellen Ergebnisse: So fühlen sich 72,2 % der Studierenden an der OTH Amberg-Weiden (sehr) freundlich aufgenommen und willkommen – und dies auch in Zeiten der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Onlinestudiums. Als besonders hilfreich für die ersten Monate des Studiums wurden dabei die Erstsemesterbegrüßung, die „Infos für Erstsemester“ auf der Website, die Chat-Beratung und das Buddy-Programm genannt.

Für ein Studium an der OTH Amberg-Weiden entschied sich ein Großteil der Befragten aufgrund der Attraktivität des Studiengangs, der Nähe zum Heimatort und der Größe/Überschaubarkeit der Hochschule. Am Studium selbst gefällt dabei insbesondere der Praxisbezug und die Praxisnähe (trotz Online-Semester), der gute Kontakt zu den engagierten und freundlichen Lehrenden sowie die interessanten Studieninhalte. So erstaunt es nicht, dass 67,3 % der Studierenden mit ihrem Studium an der OTH Amberg-Weiden sehr zufrieden oder zufrieden sind.

Hohe Weiterempfehlung

Dies spiegelt sich auch in Bewertungsportalen wie Studycheck.de, einem der größten Bewertungsportale für Studiengänge und Hochschulen, wider. Vor allem die hohe Weiterempfehlungsrate von 95 Prozent und auch die durchschnittliche Bewertung mit 4,1 von 5 Sternen sind hier zu betonen. Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, erläutert dazu: „Diese ausgesprochen hohe Weiterempfehlungsrate und auch die sehr gute Durchschnittsbewertung freut uns sehr, zeigt sie doch, dass unsere Studierenden mit der OTH Amberg-Weiden, den Studienbedingungen und der Lehre sehr zufrieden sind.“

Die meisten Sterne erhalten die „Bibliothek“ (4,4), die „Studieninhalte“ (4,3) sowie die „Dozierenden“ und die „Ausstattung“ (mit je 4,1). Auch bei den digitalen Lehrbedingungen kann die OTH Amberg-Weiden überzeugen und bekam aufgrund der Studierendenbewertungen das Siegel „Digital Readiness“ verliehen. Mit diesem werden Hochschulen ausgezeichnet, die mindestens 3,75 (von 5) Sternen und mindestens 50 Bewertungen zum 2020 neu eingeführten Bewertungskriterium „Digitales Studieren“ erhalten haben.

CHE Hochschulranking

Auch beim CHE Hochschulranking ist die OTH Amberg-Weiden regelmäßig mit sehr guten Ergebnissen vertreten. Das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ist der detaillierteste und umfassendste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Dafür werden rund 120.000 Studierende an mehr als 300 Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW) sowie Dualen Hochschulen und Berufsakademien befragt. Dabei werden jedes Jahr werden unterschiedliche Fächergruppen betrachtet.

Im kürzlich veröffentlichen Ranking für 2021 konnten die Informatik-Studiengänge der OTH Amberg-Weiden in der Kategorie „Unterstützung beim Studieneinstieg“ einen Spitzenplatz und auch in der Kategorie „Kontakt zur Berufspraxis“ einen guten Platz belegen, wobei besonders die „Gestaltung der Praxisphasen“ gelobt wurde. 2020 lag der Fokus auf der Fächergruppe BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen. Die Studiengänge Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen der OTH Amberg-Weiden waren auch hier in ausgewählten Kategorien in der Spitzengruppe platziert. In den Jahren davor waren dies u. a. Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau sowie Umwelttechnik.

„Unser Anspruch ist es, die Qualität in Studium und Lehre auf höchstem Niveau zu sichern und fortzuentwickeln und wir freuen uns sehr, wenn uns solche Ergebnisse, intern wie extern, zeigen, dass wir diesen Anspruch gerecht werden und dies von unseren Studierenden auch honoriert wird“, betont Prof. Dr. Andrea Klug.

Foto (Quelle: Wagner/OTH Amberg-Weiden)
Studierende der OTH Amberg-Weiden

gez.
Sonja Wiesel, M.A.

 

Kontakt:

Sonja Wiesel, M. A.
Leitung Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Ostbayerische Technische Hochschule (OTH)
Amberg-Weiden
Kaiser-Wilhelm-Ring 23
92224 Amberg

Tel. (09621) 482-3135
Fax (09621) 482-4135
Mobil 0173 7209361
s.wiesel(at)oth-aw.de 

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2304Thu, 10 Jun 2021 10:15:31 +0200Jörn Stenger ist EURAMET-Vorsitzender http://photonicnet.de/Er tritt sein Amt in einer Zeit des Zusammenwachsens an und will diese Entwicklung weiter stärken: Dr. Jörn Stenger ist seit dem 9. Juni der Vorsitzender von EURAMET, der Vereinigung der europäischen Metrologinstitute. Stenger, der in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) das Amt des Mitglieds des Präsidiums bekleidet, war bereits in der EURAMET-Generalversammlung 2020 in das Amt gewählt worden, das er jetzt antritt. Seine Amtszeit als EURAMET-Chairperson dauert bis 2024. Bei der Amtsübergabe dankte Stenger seinem Vorgänger Hans Arne Frøystein vom norwegischen Metrologieinstitut Justervesenet (JV) für seine hervorragende Arbeit. Unter Frøysteins Leitung seien wegweisende Entwicklungen vorangebracht worden. Dazu gehören die Europäischen Metrologie-Netzwerke, in denen Europa auf dem Gebiet der Metrologie eng und wirkungsvoll zusammengewachsen sei, die EURAMET-Strategie 2030 sowie die Europäische Metrologie-Partnerschaft, ein neues Metrologie-Forschungsprogramm, das die EU mit 300 Millionen Euro über die kommenden sieben Jahre fördern will. Es steht kurz vor der Entscheidung durch EU-Parlament und Rat. All diese Entwicklungen will Jörn Stenger, der an diesen Entwicklungen auch bereits beteiligt war, als neuer Vorsitzender stärken und vorantreiben.

Nach dem Physikstudium an der Universität Heidelberg promovierte Stenger 1995 auf dem Gebiet der experimentellen Kern- und Hochenergie-Teilchenphysik. Nach zwei Postdoc-Jahren schloss er sich der Gruppe um Nobelpreisträger Wolfgang Ketterle am Massachusetts Institute of Technology (MIT) an und arbeitete dort auf dem Gebiet der Bose-Einstein-Kondensate. 1999 kam er in die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und entwickelte einen Femtosekundenlaser-Frequenzkamm für die Metrologie mit optischen Uhren. 2002 wechselte er zum Präsidialen Stab der PTB und wurde 2009 Mitglied des Präsidiums. Sein Schwerpunkt lag und liegt dort bei internationalen Angelegenheiten und internationalen Forschungsprogrammen. Zusätzlich war Stenger von 2016 bis 2019 mit der Wahrnehmung der Leitung der Abteilung Ionisierende Strahlung beauftragt.

Jörn Stenger ist schon seit 2002 Teil der EURAMET-Gemeinschaft, unter anderem als deutscher Delegierter, im Board of Directors sowie von 2010 bis 2015 als Vorsitzender des Komitees für die Forschungsprogramme EMRP/EMPIR.

„Der Start der Europäischen Metrologie-Partnerschaft und mehrerer Europäischer Metrologie-Netzwerke fällt in meine Amtszeit. Als Vorsitzender will ich dies voranbringen, die Zusammenarbeit mit den diversen Akteuren rund um die Metrologie weiter stärken und Themen wie Digitalisierung und gesetzliche Regulierungen in den Fokus nehmen“, erklärt Jörn Stenger. „Mein Ziel ist es, dass EURAMET koordinierte und effektive Lösungen für diese Herausforderungen findet.“ Der neue Vorsitzende freut sich auf konstruktive und von intensivem Dialog zwischen allen EURAMET-Mitgliedern geprägte Jahre.
es/ptb


Ansprechpartner
Dr. Jörn Stenger, Mitglied des PTB-Präsidiums und EURAMET-Vorsitzender, Telefon: (0531) 592-3000, E-Mail: joern.stenger(at)ptb.de

Autor: Erika Schow

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
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news-2303Tue, 08 Jun 2021 11:49:53 +0200Führungswechsel in der PTB http://photonicnet.de/Physik-Professorin Cornelia Denz tritt das Amt der PTB-Präsidentin am 1. Mai 2022 an. In der Führungsebene der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) steht ein wichtiger Personalwechsel an. Ab 1. Mai des kommenden Jahres wird die Physikerin Prof. Dr. Cornelia Denz von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die PTB leiten. Der derzeitige PTB-Präsident, Prof. Dr. Dr. h. c. Joachim Ullrich, der die Präsidentschaft seit dem Jahr 2012 innehat, scheidet dann altersbedingt aus. In der 135-jährigen Geschichte der PTB wird Cornelia Denz die erste Frau an der Spitze des nationalen Metrologieinstituts Deutschlands sein. Sie erhielt ihre Berufung in dieses höchste Amt der nationalen Metrologie vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWi), Peter Altmaier, in dessem Ressort die PTB angesiedelt ist. Das Ministerium folgt mit dieser Berufung dem einstimmigen Vorschlag einer mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft prominent besetzten Findungskommission.

Für Cornelia Denz ist die PTB keine Unbekannte – und umgekehrt. Seit vielen Jahren engagiert sie sich im Kuratorium der PTB und ist daher mit den Aufgaben und Zielen der Bundesanstalt bestens vertraut. „Ich freue mich sehr über diese Berufung“, sagt Cornelia Denz. „Eine einzigartige Institution wie die PTB mit ihrer langen Tradition und ihren zukunftsgestaltenden Möglichkeiten zu leiten, ist eine herausfordernde Aufgabe und Ansporn zugleich. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die PTB mit ihrer weitreichenden Messkunst einen wegweisenden Beitrag zu den systemischen Herausforderungen der anstehenden technischen und gesellschaftlichen Transformationen leisten wird.“

Ihr wissenschaftlicher Werdegang führte Cornelia Denz von der Technischen Universität Darmstadt, wo sie sich mit einer Arbeit zur Strukturbildung in der nichtlinearen Optik habilitierte, zur Universität Münster. Dort hat sie seit 2003 den Lehrstuhl für Experimentalphysik mit Schwerpunkt Angewandte Physik inne. Seit 2004 ist sie außerdem Direktorin des Instituts für Angewandte Physik. Cornelia Denz ist international bekannt für ihre Arbeiten zu komplexer Lichtstrukturierung, die sie mit ihrer Arbeitsgruppe „Nichtlineare Photonik“ in der Nanophysik, der Biomedizin und in den Informationstechnologien anwendet. Von 2010 bis 2016 war Cornelia Denz Prorektorin für Internationales und Wissenschaftlichen Nachwuchs der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Cornelia Denz wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lise-Meitner-Preis des Landes Hessen. Sie ist seit 2014 Mitglied in der Akademie der Wissenschaften und Künste des Landes Nordrhein-Westfalen. Ihre Publikationen wurden 13-mal in den letzten zehn Jahren unter die 30 weltweit besten Arbeiten eines Jahres von der Zeitschrift „Optics and Photonics News“ gewählt. Cornelia Denz ist eine begeisterte Hochschullehrerin, die sich für die Karriereentwicklung junger Physikstudierender einsetzt und Frauen in der Physik fördert. Im Jahr 2012 wurde sie vom Magazin Unicum zur Professorin des Jahres gewählt. Seit 2016 untersucht Cornelia Denz in ihrer zusätzlichen Professur zur Geschlechterforschung in der Physik die Ursachen für den geringen Frauenanteil in der Physik und fördert das Interesse von Mädchen an MINT-Themen.

In der langen Tradition der PTB (die Vorgängerinstitution, die Physikalisch-Technische Reichsanstalt, PTR, wurde im Jahr 1887 gegründet) wird mit Cornelia Denz, nach zuvor 14 Präsidenten, erstmals eine Frau das Präsidentenamt bekleiden. Aber auch ein solcher Umstand ist für Cornelia Denz als Physikprofessorin nicht gänzlich neu. So war sie, am Beginn ihrer Karriere, lange Zeit die einzige Physikprofessorin in Münster. „Dass es heute mehr begeisterte, erfolgreiche und engagierte Physikerinnen gibt als noch vor zwanzig Jahren, ist sehr erfreulich. Allerdings ist bis zur Gleichstellung noch viel zu tun. Daher setze ich mich dafür ein, die Karrieren herausragender junger Physikerinnen zu fördern. Dies will ich an der PTB fortsetzen.“

Der scheidende PTB-Präsident, Joachim Ullrich, in dessen Amtszeit entscheidende Weichen für eine Metrologie der Zukunft gestellt wurden, beglückwünscht Cornelia Denz zu ihrer neuen Aufgabe: „Meinen herzlichsten Glückwunsch an meine Kollegin“, so Joachim Ullrich. „Mit ihren vielfältigen Kompetenzen als herausragende Wissenschaftlerin und erfahrene Managerin liegt die Zukunft der PTB bei Cornelia Denz in den besten Händen.“
ptb

Weitere Informationen:

 

Ansprechpartner:
Dr. Dr. Jens Simon
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0531-592-3005
E-Mail: jens.simon(at)ptb.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2302Tue, 08 Jun 2021 11:15:39 +02003D-gedruckte Bauteile optimal für das Laserstrahlschweißen anpassen http://photonicnet.de/3D-gedruckte Bauteile mit dem Laser schweißen: An diesem Ziel arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH und des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH). Im neuen Forschungsprojekt „QualLa“ wollen sie ein Expertensystem entwickeln, das kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt, additive Fertigungsprozesse zu optimieren – sodass die gedruckten Bauteile anschließend sicher mit dem Laser geschweißt werden können.Für Spritzguss-Bauteile aus Kunststoff ist das Laserdurchstrahlschweißen bereits ein industriell etabliertes Fügeverfahren. Für Bauteile aus dem 3D-Drucker funktioniert der Fügeprozess aber noch nicht, weil Hohlräume und Grenzschichten in den 3D-gedruckten Bauteilen eine gleichmäßige Schweißnaht verhindern. Diese Hohlräume und Grenzschichten sind für jedes Bauteil individuell, denn in der Additiven Fertigung gleicht kein Bauteil dem anderen. Selbst Bauteile aus der gleichen Serie sind nur äußerlich identisch, der innere Aufbau kann unterschiedlich sein.

Expertensystem ersetzt aufwändige Analyse
Um kleinen und mittleren Unternehmen zu ermöglichen, 3D-gedruckte Kunststoffbauteile mit dem Laser zu schweißen, ohne jedes einzelne Bauteil vorab genau zu analysieren, wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IPH und LZH ein Expertensystem entwickeln und in diesem Computerprogramm Prozesswissen bündeln.

Im Projekt „Qualitätssicherung beim Laserstrahlschweißen additiv gefertigter thermoplastischer Bauteile (QualLa)“ betrachten die Forschenden dafür das Fused Deposition Modeling (FDM). Bei diesem additiven Verfahren werden dünne Stränge aus geschmolzenem Kunststoff Schicht für Schicht übereinandergelegt.

Das Expertensystem soll bereits vor dem 3D-Druck Empfehlungen geben, welches Material, welche Schichtdicke und welche Schichtausrichtung am besten geeignet sind, um eine möglichst hohe Transmission zu erreichen – also eine möglichst hohe Durchlässigkeit für den Laserstrahl. Dank dieser Vorarbeit wird es möglich, die gedruckten Bauteile im Anschluss optimal zu schweißen.

Prozess gezielt an Bauteil anpassen mit KI
Zusätzlich wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Methode entwickeln, um die Transmission ortsaufgelöst zu messen. Dabei wird für ein individuelles Bauteil ermittelt, an welchen Stellen der Laserstrahl wie stark hindurchgelassen wird. Diese Daten werden im Anschluss genutzt, um den Prozess des Laserdurchstrahlschweißens mithilfe des Expertensystems zu steuern.

Wird der Laserstrahl an einer bestimmten Stelle geringer transmittiert, muss die Laserleistung erhöht werden. Ist das Bauteil an einer anderen Stelle lichtdurchlässiger, genügt eine geringere Laserleistung. Ziel der Forscherinnen und Forscher ist es, eine Prozesssteuerung zu entwickeln, die die Laserleistung in Abhängigkeit der Transmission so anpasst, dass eine gleichmäßige Schweißnaht entsteht – auch wenn das 3D-gedruckte Bauteil den Laserstrahl nicht gleichmäßig durchlässt.

Zur Informationsverarbeitung wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Methoden des maschinellen Lernens einsetzen. Geplant ist, neuronale Netze zu nutzen, eine Art Künstliche Intelligenz, die das Expertensystem lernfähig macht. Das System soll lernen, selbstständig Zusammenhänge zwischen verschiedenen Eingangsgrößen und dem Druckergebnis zu erkennen – und so die zu erwartende Transmission vorherzusagen.

Kunststoffe mit Laserdurchstrahlschweißen fügen
Mittels Laserdurchstrahlschweißen lassen sich Bauteile aus thermoplastischen Kunststoffen verbinden – berührungsfrei, automatisierbar, ohne mechanische und mit geringer thermischer Belastung. Zwei Fügepartner – einer aus transparentem, einer aus intransparentem Kunststoff – werden mit einem Laserstrahl aufeinander geschweißt. Der Laserstrahl durchdringt dabei den transparenten Fügepartner und sobald er auf den intransparenten Kunststoff trifft, wird das Laserlicht absorbiert und in Wärmeenergie umgewandelt. Dadurch schmilzt der Kunststoff im Fügebereich auf und eine Schweißnaht entsteht. 

Im Forschungsprojekt arbeiten das IPH und das LZH eng mit der Industrie zusammen. Zum Projektbegleitenden Ausschuss gehören unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Lasertechnik, Additive Fertigung und Anlagenbau. Weitere Unternehmen sind herzlich willkommen, sich am Projekt zu beteiligen – gesucht werden insbesondere Firmen, die sich mit Künstlicher Intelligenz oder Additiver Fertigung beschäftigen.

Weitere Informationen sind unter qualla.iph-hannover.de zu finden.

Förderhinweis
Das IGF-Vorhaben Nr. 21571N mit dem Titel „Qualitätssicherung beim Laserstrahlschweißen additiv gefertigter thermo-plastischer Bauteile (QualLa)“ der Forschungsvereinigung Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. (FQS) wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH)

Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gemeinnützige GmbH forscht und entwickelt auf dem Gebiet der Produktionstechnik. Gegründet wurde das Unternehmen 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus. Das IPH bietet Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung rund um die Themen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung, Logistik und XXL-Produkte. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus den Branchen Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt und der Automobil-, Elektro- und Schmiedeindustrie.

Das Unternehmen hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover und beschäf-tigt aktuell ca. 70 Mitarbeiter, etwa 30 davon als wissenschaftliches Personal.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2301Tue, 08 Jun 2021 10:59:40 +0200Firma Optomech GmbH hat Kapazitäten im Bereich Fertigung und Montage von optomechanischen und optoelektronischen Baugruppen freihttp://photonicnet.de/Wenn Sie sich auf die Frage „Make or Buy“ für Fremdbezug entschieden haben, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf!Unsere Mitarbeiter verfügen über mehrjährige Berufserfahrung in der Montage von opto- und präzisionsmechanischen Komponenten. Ein entsprechendes Labor mit Laminar Flow Boxen und Montageausrüstung steht sowohl für den Prototypenbau als auch für eine kleine Serienproduktion zur Verfügung.

Wir können Ihre Produkte auch in Reinräumen bis zu der Klasse 6 montieren.

Um Ihnen eine hohe Qualität zu garantieren, sind wir ISO 9001 zertifiziert.

Gerne können wir eine Preisoptimierung für Ihre Einheit durchführen.

Sie erhalten die komplette auf Ihren Bedarf abgestimmte Dienstleistung aus einer Hand. Sie entscheiden, ob Sie unser know-how in der Entwicklung oder unsere Produktionskapazitäten oder beides ins Anspruch nehmen.

Weitere Informationen finden Sie auf unsere Internetseite.

https://www.optomech.de/thema/fertigung-montage/  bzw. https://www.optomech.de/

 

Kontakt:

Andreas Hermann
Geschäftsführer/CEO

OPTOMECH GmbH
Gerhard-Gerdes-Str. 5
7079 Göttingen

Tel. +49 (0)551 291 453 46

mobil. 015204954740

hermann@optomech.de

 

 

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2300Tue, 08 Jun 2021 10:21:24 +0200Unispectral bringt Monarch auf den Markt, die zweite Generation seiner Hyperspektralkamera für den unteren NIR-Bereichhttp://photonicnet.de/Erschwinglichkeit und Einfachheit erweitern die Verwendung der spektralen IR-Bildgebung auf die Landwirtschaft und andere Branchen. Die 30 Gramm schwere Kamera funktioniert überall in Verbindung mit Android-Smartphones oder WIN-PCs. Das Photonics BW Mitglied RABUS.TECH ist Business Partner von Unispectral und Ansprechpartner in der DACH Region.Tel Aviv, Israel. - Juni 2021 - Unispectral, der Entwickler der ColorIR ™ ️ -Technologie, gab die Einführung seiner neuen Monarch-Spektral-IR-Kamera bekannt. Monarch ist die erste Low-SWaP-Spektralkamera (Größe, Gewicht und Leistung) auf dem Markt, die für den sofortigen Einsatz oder durch Integration in OEM-Plattformen oder Anwendungsentwickler geeignet ist. Die kostengünstige Monarch vereinfacht die spektrale Bildgebung und macht teure, sperrige, komplizierte und empfindliche Geräte oder begrenzte Spektrometer überflüssig.

Monarch besteht aus dem von Unispectral entwickelten abstimmbaren Fabry-Pérot-Filter (μFPF), der in ein Miniatur-IR-Kameramodul integriert ist und alles in eine schlanke 30-g-Kamera mit 60 x 40 x 14,5 mm passt. Für Betrieb, Steuerung und Anzeige wird die Kamera über ein USB-Kabel entweder mit einem Android-Smartphone [für Handheld-Zwecke], einem PC [für statische Integration] oder einem Hauptprozessor der OEM-Plattform verbunden. Die Kamera erfasst und gibt sofort mehrere detaillierte Einzelband-NIR-Bilder im Spektralbereich der Wellenlängen von 680 nm bis 940 nm aus.

Ariel Raz, CEO von Unispectral, sagte: „Heute führen wir die erste Spektralkamera für den Massenmarkt ein. Mit dem Monarch schafft Unispectral ein brandneues Marktsegment der spektralen IR-Bildgebung für die Landwirtschaft und andere Branchen. Die 30-Gramm-Kamera funktioniert überall in Verbindung mit Android-Smartphones oder PCs. “

In der Landwirtschaft ermöglicht der Monarch die Analyse zahlreicher Indikatoren für die Gesundheit und Qualität von Produkten in der gesamten Lieferkette. Es ermöglicht die Inspektion von Böden, Pflanzen, ganzem Feld und Produkten vor / nach der Ernte. „Unsere Partner haben den Monarch mit hervorragenden Qualitäts- und Ertragsverbesserungen vor Ort getestet“, fügte Raz hinzu.

Die Erschwinglichkeit und Einfachheit der Monarch-Spektralkamera ermöglicht eine breite Anwendung in zahlreichen neuen Anwendungen wie:

  • Sicherheit - Gesichtsauthentifizierung, Zugriffskontrolle, Zahlungsterminals
  • Industrielle Automatisierung - Qualitätskontrolle, Herstellung von Leiterplatten, Inspektion von Beschichtungen, Textilien und andere Materialklassifizierungen
  • Medizinisch - Überwachung der Vitalfunktionen, Ferngesundheitspflege
  • Automotive - DMS-Fahrerüberwachungssystem

Die Monarch-Kamera wird mit einem vollständigen Satz von DLLs und APIs für Entwickler geliefert. Unispectral bietet den Monarch auch als EVK-Bundle an, mit einer grundlegenden Benutzeroberfläche für die sofortige Auswertung und bereit für Feldtests.

Über Unispectral: Unispectral wurde 2016 gegründet und ist ein Pionier in der spektralen Bildgebung. Das Unternehmen bietet eine revolutionäre Reihe von Produkten und Lösungen für die Erfassung spektraler NIR-Bilder, die auf der bewährten abstimmbaren Fabry-Pérot-Technologie basieren. 

Das Firmensitz von Unispectral befindet sich in Tel Aviv, Israel. Weitere Informationen finden Sie unter: www.unispectral.com.

Für Produkt- und Anwendungsanfragen und weiteren Informationen wenden Sie sich bitte direkt an: Dr. Dominik Rabus / dominik(at)rabus.tech / +49 17657604173

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den MitgliedsunternehmenProduktneuheitenPressemeldung
news-2298Tue, 08 Jun 2021 09:22:23 +0200BMBF-Bekanntmachung: "IoT-Sicherheit in Smart Home, Produktion und sensiblen Infrastrukturen"http://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zum Thema "IoT-Sicherheit in Smart Home, Produktion und sensiblen Infrastrukturen" im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit "Digital. Sicher. Souverän.", Bundesanzeiger vom 02.06.20211 Förderziel und Zuwendungszweck

Ziel der Förderung ist es, die Verfügbarkeit von sicheren, vertrauenswürdigen und nachvollziehbaren IoT-Systemen in wesentlichen Anwendungsbereichen qualitativ zu verbessern und quantitativ zu steigern. Indikator für die Qualität ist unter anderem die relative Anzahl von Sicherheitsvorfällen verglichen mit der Anzahl von Geräten im Feld; Indikator für die Quantität ist unter anderem die Anzahl sicherer IoT-Systeme am Markt. Aufgrund des vorwettbewerblichen Charakters wird ein messbarer Effekt frühestens zwei Jahre nach Abschluss der Förderprojekte erwartet. Mit der Förderrichtlinie soll die vorwettbewerbliche Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im universitären und außeruniversitären Bereich intensiviert sowie die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an Forschungsprojekten unterstützt werden. Die Intensivierung der Zusammenarbeit lässt sich unter anderem über die Anzahl neuer kontinuierlicher Kontakte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft messen. Eine Erhöhung der Anzahl der Kontakte wird bereits mit Veröffentlichung der Förderrichtlinie erwartet.

Mit der Förderung beabsichtigt das BMBF ferner, die Expertise und Wertschöpfung im Bereich der IT-Sicherheit für IoT-Systeme am Standort Deutschland nachhaltig zu stärken und europäische Alternativen bei sicherheitskritischen IT-Komponenten voranzubringen. Dabei fällt den KMU eine wichtige Rolle beim Transfer von Forschungsergebnissen in wirtschaftliche Erfolge zu.

Zweck der Zuwendung ist es, innerhalb einer dem Vorhaben angemessenen Projektlaufzeit von typischerweise drei Jahren, neue Technologien, Methoden und Verfahren für IoT-Sicherheit zu erforschen und zu entwickeln. Dabei ist eine dem Vorhaben angemessene Methodik zu verwenden und sind die im Projekt erzielten Ergebnisse geeignet zu evaluieren, zu bewerten, zu publizieren und für die weitere Verwertung vorzubereiten.

Die Fördermaßnahme ist Teil des neuen Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit „Digital. Sicher. Souverän.“ und leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung sowie der Digitalstrategie „Digitale Zukunft: Lernen. Forschen. Wissen.“ des BMBF

2 Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind innovative und risikobehaftete Forschungsvorhaben mit dem Ziel, neue Technologien, Methoden und Verfahren für IoT-Sicherheit zu erforschen und zu entwickeln. Mögliche Forschungsthemen sollen den Lebenszyklus von IoT-Geräten ganz oder in Teilbereichen berücksichtigen. Dies umfasst beispielsweise die Entwicklung, Gestaltung und Einführung von IoT-Systemen, weiterhin Fragestellungen des Betriebs und der Instanthaltung von IoT-Systemen sowie Rahmenbedingungen von IoT-Systemen, wie rechtliche Fragen, Standardisierung, Zertifizierung und Normung.

Förderinteressenten müssen sich einem der Schwerpunkte Smart Home, Produktion oder sensible Infrastrukturen zuordnen und die besonderen Herausforderungen sowie eine angepasste Lösungsstrategie im jeweiligen Anwendungsfeld nachvollziehbar herausarbeiten. Die Einreichung zu den jeweiligen Anwendungsfeldern erfolgt gemäß der in Nummer 7.2 genannten Stichtage.

2.1.1  Smart Home

Vernetzte Smart-Home-Geräte kommen im privaten Umfeld in zunehmenden Maße zum Einsatz. Sprachassistenten, smarte Fernseher, Waschmaschinen, Beleuchtung, Schließanlagen und Heizungen sind nur einige Beispiele. Aufgrund der Nutzung in allen Bereichen des Lebens sind die erhobenen und häufig unverschlüsselt übermittelten Daten teilweise sehr persönlich. Diese Daten erlauben zum einen detaillierte Rückschlüsse auf die Gewohnheiten der Anwenderinnen und Anwender, zum anderen kann ein Öffentlichwerden der Daten für die Betroffenen eine unangenehme Verletzung der Privatsphäre bedeuten. Werden IoT-Geräte im Smart Homes gehackt und manipuliert, kann dies schlimmstenfalls den Verlust der Kontrolle beispielsweise über Türschlösser, Rollläden und Heizungen bedeuten. Über schlecht gesicherte IoT-Geräte wie smarte Lautsprecher oder Kinderspielzeug können private Gespräche mitgehört, aufgezeichnet und für unlautere und kriminelle Zwecke missbraucht werden.

2.1.2  Industrielle Produktion

Die digitale Vernetzung ist eines der Kernmerkmale von Industrie 4.0 und prägt die industrielle Produktion nachhaltig. Cyber-physische Systeme, digitale Zwillinge und kollaborative Roboter sind nur einige Schlagworte moderner Produktion, die massiv auf vernetzte Geräte im sogenannten Industrial Internet of Things (IIoT) setzt. Durch die Vernetzung ergeben sich neue Angriffsflächen, die gerade im Mittelstand trotz aller Bemühungen zur Absicherung sehr problematisch bewertet werden. Produktionsausfälle aufgrund von Cyberangriffen auf das IIoT können schnell hohe Kosten verursachen. Das Abfließen von Betriebsgeheimnissen über schlecht gesicherte IIoT-Systeme kann im Extremfall bis in die Insolvenz führen. Ein Hacking und Fremdsteuern von kollaborativen Robotern oder anderen Teilen der sogenannten Smart Factory kann ebenfalls kostspielige Produktionsstopps verursachen und schlimmstenfalls Personenschäden zur Folge haben.

2.1.3  Sensible Infrastrukturen

Durch die allgegenwärtige Nutzung von IoT-Geräten werden diese zunehmend in Anwendungsfeldern eingesetzt, die besonderer Aufmerksamkeit mit Blick auf IT-Sicherheit bedürfen. So finden vernetzte Geräte beispielsweise vermehrt Eingang in Arztpraxen, Schulen, Supermärkte, private Energieerzeugungsanlagen und Fahrzeuge, deren Manipulation oder Ausfall teils erhebliche Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger haben kann. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden beispielsweise mit den Impfzentren und der Impflogistik sowie vernetzter Labordiagnostik in kurzer Zeit sensible Infrastrukturen auf- und ausgebaut, in denen der Einsatz von IoT-Technologie Effizienzgewinne und eine erhöhte Automatisierung verspricht, gleichzeitig aber auch sensible und personenbezogene Daten ausgetauscht werden. Viele IoT-Infrastrukturen in diesen Anwendungsbereichen fallen formal nicht in die Kategorie der kritischen Infrastrukturen (KRITIS) und sind daher teilweise nur wenig reguliert und überwacht.

2.2  Entwicklung, Gestaltung und Einführung von IoT-Systemen

Das Sicherheitsniveau in IoT-Anwendungsbereichen ist oftmals gering und die eingesetzten Technologien sind sehr heterogen. Es besteht die Anforderung, dass die Kommunikation reibungslos zwischen unterschiedlichen Geräten und Technologien funktioniert. Gleichzeitig besteht Bedarf an sicheren und robusten Architekturen für vernetze, eingebettete Systeme mit geeigneten Schnittstellen. Notwendig ist eine umfassende Integration von Software- und Hardware-Komponenten. Ein wesentlicher Faktor bei der Produktion von IoT-Geräten ist der Kostendruck, auch in weniger preisgetriebenen Anwendungsbereichen. Die zu entwickelnden Technologien sollen entgegenlaufende Anforderungen an Sicherheit und Ressourceneffizienz (Energieeffizienz, Rechenleistung und Speicherbedarf) berücksichtigen. Beispiele für mögliche Forschungsthemen sind:

  • Entwicklung und Demonstration von Verfahren und Werkzeugen für Vertrauensanker im IoT
    • zum Nachweis der Echtheit von IoT-Geräten,
    • zur Authentisierung von Komponenten und
    • zur Authentisierung von Kommunikationspartnern;
  • Entwurf und Erprobung von neuartigen Methoden und Werkzeugen für
    • Hardware-Software-Co-Design sowie
    • massenhaftes Testen von IoT-Geräten;
  • Erforschung und Evaluation neuer Architekturkonzepte
    • für Sicherheit im IoT-Netzwerk,
    • zur sicheren Einbindung unsicherer IoT-Systeme,
    • für sichere IoT-Plattformen, vor allem im Hinblick auf Schnittstellen und Kompatibilität sowie
    • für effiziente Sicherheitsverfahren mit Blick auf ressourcenbeschränkte IoT-Geräte;
  • Erforschung und Evaluation neuer Interaktionsmuster zur sicheren Bedienung von IoT-Geräten mit minimalen oder neuartigen Benutzungsschnittstellen.

2.3  Betrieb und Instandhaltung von IoT-Systemen

IoT-Geräte unterliegen je nach Einsatzgebiet sehr unterschiedlichen Anforderungen. Gemeinsam ist jedoch allen Geräten und Komponenten, dass sich das umgebende System dynamisch verändert. Gleichzeitig bleiben Komponenten häufig lange im Feld, sodass die Alterung der Komponenten im IoT (Obsoleszenz) ein wichtiges Thema ist. Das Erkennen von Fehlverhalten sowie angemessene Reaktionskonzepte werden hier besonders notwendig. Beispiele für mögliche Forschungsthemen sind:

  • Konzeption, Erforschung und Demonstration von IT-Sicherheitsmechanismen für dynamische veränderliche Systeme, zum Beispiel:
    • Erkennen von Fehlverhalten als Folge von IT-Sicherheitsvorfällen,
    • Abschätzung von IT-Sicherheits-Risiken (Predictive Security),
    • automatisierte Mechanismen zur Reaktion auf IT-Sicherheitsvorfälle;
  • Entwurf und Demonstration von Methoden und Werkzeugen für kollaborative IT-Sicherheit, beispielsweise:
    • die frühzeitige Erfassung und Verarbeitung von IT-Sicherheitsvorfällen (zum Beispiel durch Meldungen und ­Warnungen),
    • die Vertraulichkeit von erfassten, übermittelten und verarbeiteten Daten (zum Beispiel bei der Datenfusion),
    • der effiziente Transfer von IT-Sicherheits-Know-how;
  • Entwicklung und Demonstration von Verfahren und Werkzeugen für die langfristige Wartung und das Management von IoT-Systemen, zum Beispiel:
    • Umgang mit Obsoleszenz als Faktor von IT-Sicherheit, unter anderem Retrofitting von Sicherheitsmechanismen sowie langfristige Kompatibilität,
    • sichere Updates sowie sichere Freischaltung von Funktionen in ressourcenbeschränkten, verteilten Systemen.

Um Sicherheit nachhaltig zu gestalten, müssen Fragen der Standardisierung und Zertifizierung zusammen betrachtet werden. Vorbereitende Maßnahmen zur Normung, Standardisierung und Zertifizierung sollten in den Vorhaben berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Förderrichtlinie werden vorzugsweise interdisziplinäre Verbünde, in begründeten Ausnahmefällen auch Einzelvorhaben, gefördert. Die Umsetzbarkeit und wirtschaftliche Verwertung der Vorhaben soll durch eine der Relevanz des Themas angemessenen Beteiligung von Unternehmen in der Verbundstruktur sichergestellt werden. Die skizzierten Lösungen müssen deutlich über den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik hinausgehen. Die Machbarkeit der Lösungen ist vorzugsweise in einem Demonstrator nachzuweisen und geeignet zu evaluieren.

3  Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Verbund mit Hochschulen und/oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient, Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, in Deutschland verlangt. Die Beteiligung von Start-ups, KMU und mittelständischen Unternehmen wird ausdrücklich erwünscht und bei der Projektbegutachtung positiv berücksichtigt.

KMU oder „KMU“ im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen.

Der Antragsteller erklärt gegenüber der Bewilligungsbehörde seine Einstufung gemäß der KMU-Empfehlung der Kommission im Rahmen des schriftlichen Antrags.

Das BMBF ist bestrebt, den Anteil der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Forschungsförderung zu erhöhen sowie die Vernetzung zwischen Forschenden der grundlagenorientierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen (insbesondere der Max-Planck-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft) mit Forschenden an Hochschulen, in Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und aus der Industrie zu stärken. Hochschulen, Fachhochschulen und technische Hochschulen sowie grundlagenorientierte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind deshalb besonders aufgefordert, sich an den Verbundvorhaben zu beteiligen. Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben bzw. Kosten bewilligt werden. Zu den Bedingungen, wann eine staatliche Beihilfe vorliegt/nicht vorliegt und in welchem Umfang beihilfefrei gefördert werden kann, siehe Mitteilung der Kommission zum Unionsrahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation.

7  Verfahren

7.1  Einschaltung eines Projektträgers, Antragsunterlagen, sonstige Unterlagen und Nutzung des elektronischen ­Antragssystems

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme „IoT-Sicherheit in Smart Home, Produktion und sensiblen Infrastrukturen“ hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:

VDI/VDE Innovation und Technik GmbH
Projektträger Vernetzung und Sicherheit digitaler Systeme
Steinplatz 1
10623 Berlin

Ansprechpartner ist Jan-Ole Malchow
Telefon: 030/310078-5684
Telefax: 030/310078-247
E-Mail: jan-ole.malchow(at)vdivde-it.de

Soweit sich hierzu Änderungen ergeben, wird dies im Bundesanzeiger oder in anderer geeigneter Weise bekannt gegeben.

Vordrucke für Förderanträge, Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen können unter der Internetadresse https://vdivde-it.de/formulare-fuer-foerderprojekte abgerufen oder unmittelbar beim oben angegebenen ­Projektträger angefordert werden.

Zur Erstellung von Projektskizzen und förmlichen Förderanträgen ist das elektronische Antragssystem „easy-Online“ zu nutzen (https://foerderportal.bund.de/easyonline).

7.2  Zweistufige Verfahren

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe reicht der Verbundkoordinator eine Projektskizze des Verbundvorhabens beim zuständigen Projektträger ein. Die Entscheidung zur Weiterverfolgung des Projekts wird entsprechend der unten benannten Kriterien auf Grundlage der Projektskizze gefällt. Ausschließlich die zur Weiterverfolgung ausgewählten Vorhaben werden in der zweiten Verfahrensstufe schriftlich zur Einreichung weiterer Antragsunterlagen aufgefordert.

Skizzeneinreichenden wird die Möglichkeit geboten, an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen. In dieser werden der Inhalt der Förderrichtlinie sowie Prozess und Verfahren der Antragstellung erläutert. Informationen zu dieser Veranstaltung erhalten Antragsteller online beim Projektträger:

https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/foerderung/bekanntmachungen/IoT

In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen. Die Stichtage für die Schwerpunkte sind:

  • Sensible Infrastrukturen: 6. August 2021
  • Industrielle Produktion: 5. November 2021
  • Smart Home: 11. März 2022

Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist; Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Projektskizzen sind nach Abstimmung mit allen Verbundpartnern vom vorgesehenen Verbundkoordinator unter Verwendung des elektronischen Antragssystems „easy-Online“ beim BMBF unter der Fördermaßnahme „Sicherheit auf allen IT-Systemschichten“ einzureichen.

Die vollständige Richtlinie finden Sie unter https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3642.html 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetFördermaßnahmen / Bekanntmachungen
news-2297Mon, 07 Jun 2021 14:29:40 +0200Neue Umfrage belegt: Photonikbranche rechnet mit Wachstumsschubhttp://photonicnet.de/April-Umfrage von OptecNet Deutschland und SPECTARIS zeigt Erholung nach Krisenjahr 2020 / Umsatz der Branche könnte 2021 bei 46 Milliarden Euro liegen / Branche erlebt Digitalisierungsschub durch Corona Die Zeichen stehen wieder auf Wachstum: Laut den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrieverbandes SPECTARIS und des Innovationsnetzwerks OptecNet Deutschland unter dem gemeinsamen Dach „Photonik Deutschland“ rechnen 75 Prozent der Unternehmen der Photonikbranche für 2021 mit einem Umsatzplus, das im Durchschnitt um bis zu 14 Prozent über dem Ergebnis des allerdings schwachen Vorjahres liegen könnte. Der Umsatz der rund 1.000 deutschen Unternehmen würde sich damit der 46 Milliarden-Grenze nähern. Für das Inland wird im laufenden Jahr ein Zuwachs von etwas mehr als neun Prozent und damit ein Wert von 12,3 Mrd. Euro erwartet. Noch besser werden die Aussichten des internationalen Geschäfts bewertet. Demnach könnte der Auslandsumsatz um fast 16 Prozent auf dann 33,4 Mrd. Euro klettern. Die Exportquote würde damit auf 73 Prozent steigen. Entsprechend der Umsatzerwartung ist auch die Erwartung an die Beschäftigungsentwicklung erfreulich, und es wird ein Anstieg um rund vier Prozent auf dann 167.600 MitarbeiterInnen erwartet.

Nach dem schwachen Corona-Jahr 2020 ist diese Erholungsphase wichtig. Fast die Hälfte aller Unternehmen verzeichneten 2020 aufgrund der Pandemie Umsatzrückgänge, vielfach wurde das Instrument der Kurzarbeit genutzt. SPECTARIS-Geschäftsführer Jörg Mayer sieht den Fokus der wirtschaftlichen Auswirkungen im Mittelstand: „Insbesondere kleinere Unternehmen haben im vergangenen Jahr unter den Folgen der Pandemie gelitten und mussten oftmals deutliche, teils zweistellige Umsatzrückgänge verkraften. Es gilt nun mehr denn je, das mittelständische Fundament der deutschen Photonik-Branche zu fördern.“

Eine Erklärung dafür, dass die Branche 2020 die Krise dennoch mit einem leichten Minus von einem Prozent und einem Gesamtumsatz von 39,8 Milliarden Euro insgesamt besser als andere Industrien überstanden hat, liefert Mayer: „Etliche Anwendungen der Photonik haben maßgeblich zur Bekämpfung der Pandemie oder zur Impfstoffentwicklung beigetragen. Zugleich flankieren sie den digitalen Wandel, der durch die Corona-Krise nochmals massiv an Fahrt gewonnen hat.“ Dazu zählen Produkte der Analysen-, Bio- und Labortechnik bis zur Online-Datenspeicherung und der Kommunikationstechnik. Auch Videokonferenzen wären ohne die Photonik nicht möglich. Andere Anwendungsfelder wurden dagegen negativ von den Folgen der Corona-Krise betroffen, etwa die Luftfahrt oder der Bereich Automotive.

Für die kommenden Jahre sind die Perspektiven der Photonik in Deutschland, auf die 40 Prozent der europäischen und mehr als sechs Prozent der weltweiten Produktion entfällt, positiv. Bis 2025 wird laut Marktforschungsunternehmen Tematys ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund sechs Prozent und ein Gesamtumsatz von dann fast 60 Milliarden Euro erwartet.

 

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetNewsAus den NetzenAus den MitgliedsunternehmenForschung und Wissenschaft
news-2295Mon, 31 May 2021 15:27:20 +0200Forschung an der HAWK jetzt als komplette Datenbankhttp://photonicnet.de/Neues Informationssystem schafft schnellen Überblick über Forschungsaktivitäten.An was genau forscht eigentlich die HAWK? Ausgehend von dieser Frage ist eine umfangreiche Datenbank entstanden, um eine schnelle öffentlich sichtbare Übersicht zu schaffen. „Die HAWK zählt zu einer der wenigen Hochschulen, die schon ein komplettes Forschungsinformationssystem aufgebaut haben“, so Prof. apl. Prof. Dr. Wolfang Viöl, Vizepräsident für Forschung und Transfer, nicht ohne Stolz.

Das System, kurz FIS, dokumentiert seit 2018 knapp 300 Forschungsprojekte und knapp 900 Publikationen, die zum Großteil nun auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich sind. Außerdem sind dort, vorerst hochschulweit, Daten über Promotionen, Patente, Ausgründungen und Forschungsinfrastrukturen gelistet.

„Am Ende sollen umfassende Informationen zu allen Forschungsaspekten der HAWK im FIS zu finden sein und sukzessive auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. So wird in Forschungsprofilen nicht nur deutlich, wer an welchen Themen forscht, sondern auch, wer z.B. über welche Ressourcen, Labore und Geräte verfügt und welche Ausstattung gemeinsam genutzt werden könnte.“ Außerdem soll in Zukunft auch der zentrale Aspekt des Wissenstransfers der Hochschule besser sichtbar sein.

Als Institution der angewandten Wissenschaften sind unsere Transferaktivitäten im Bereich Kooperationen, Veranstaltungen, Gutachtertätigkeiten sowie Preise und Auszeichnungen dann auch ein wesentlicher Bestandteil des Systems“, so Viöl.
Durch die neue Transparenz seien strategische Entscheidungen innerhalb der Hochschule nun einfacher zu treffen.  „Auch Studierende und Studieninteressierte sowie Ministerien und Begutachtende von Mittelgebern erhalten so einen Überblick über unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Transfer. Außerdem können interessierte Industriebetriebe, zukünftige Kooperationspartner und die breite Öffentlichkeit durch das FIS leicht sehen, woran wir forschen und was wir publizieren und uns ganz gezielt ansprechen.“, zählt Viöl die Vorteile auf.

Im Januar 2019 ist die HAWK als erste Hochschule in ein Einführungsprojekt zum HIS-Forschungsmanagement mit der HIS eG gestartet. Das FIS listet alle Forschungs- und Transferaktivitäten der HAWK auf und wächst ständig. Damit soll unter anderem auch eine bessere Vernetzung unter den drei Standorten der Hochschule und auch unter den sechs Fakultäten entstehen: Fakultät Bauen und Erhalten, Soziale Arbeit und Gestaltung in Hildesheim, Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen in Holzminden, sowie Fakultät Ingenieurwissenschaften und Ressourcenmanagement in Göttingen.
 
In weiteren Schritten soll jetzt das FIS zu einem Forschungsmanagementsystem (FMS) reifen. Dazu sollen zentrale Prozesse abgebildet, Workflows etabliert, Managementtools eingebunden, Berichte sowie Kennzahlen und Statistiken zur Verfügung stehen und Schnittstellen zum Import und Export der Daten geschaffen werden. „Dabei hat die HAWK viele Gestaltungsmöglichkeiten“, erzählt Viöl über die flexible Anpassung des Systems an den speziellen Bedarf der Hochschule.

 

Kontakt:

Prof. apl. Prof. Dr. Wolfgang Viöl Vizepräsident für Forschung und Transfer, Leiter des Forschungsschwerpunktes Laser- und Plasmatechnologie Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit

  • +49/551/3705-218
  • Von-Ossietzky-Straße 100 (Raum GÖF_)
    37085 Göttingen
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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2293Mon, 31 May 2021 11:03:18 +0200LED-Beleuchtung mit iBlueDrive-Technologiehttp://photonicnet.de/Das Photonics BW Mitglied Polytec aus Waldbronn ist künftig exklusiver Distributions- und Servicepartner des spanischen LED-Beleuchtungs-Herstellers DCM.Das Portfolio des ingenieurgetriebenen Unternehmens DCM beeindruckt durch seine Vielfalt von über 30 Beleuchtungsserien und neun Lichtfarben. Langlebigkeit, Qualität und schnelle kundenspezifische Modifikationen zählen zu den Stärken der 1999 gegründeten Firma. Neben modernstem Elektronik-Design sticht die iBlueDrive-Technologie heraus – außer Blitz- , Schalt- und Dauerbetrieb ermöglicht ein integrierter Mikro-Blitzcontroller einen sogenannten Bulk-Trigger, um ein Objekt mit verschiedenen Beleuchtungseinstellungen aufzunehmen. Damit werden zum Beispiel photometrische Stereo- oder multispektrale Aufnahmen möglich.

Polytec bietet Anwendungsberatung, Machbarkeitsstudien, Vertrieb und Service für alle DCM-Beleuchtungen exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.polytec.com/dcm 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den Mitgliedsunternehmen
news-2292Mon, 31 May 2021 10:53:27 +0200Sir David Payne erhält Berthold Leibinger Zukunftspreishttp://photonicnet.de/Die Jury würdigt Sir Davids Arbeiten zum Erbium-dotierten Faserverstärker (EDFA) und seine wegweisende Forschung in der Faseroptik.

Professor Sir David Payne von der University of Southampton, England, ist der achte Preisträger des Berthold Leibinger Zukunftspreises der gemeinnützigen Berthold Leibinger Stiftung. Damit würdigt die Jury Sir Davids Arbeiten zum Erbium-dotierten Faserverstärker (EDFA) und seine wegweisende Forschung auf dem Gebiet der Faseroptik. Der mit 50.000 Euro dotierte Technologiepreis wird alle zwei Jahre an einen Pionier für herausragende Forschung in der angewandten Lasertechnologie verliehen. Die Preisverleihung findet am 24. September 2021 in Ditzingen statt.

Seit den siebziger Jahren forscht Sir David in vielen Feldern der Photonik, von der Telekommunikation und optischen Sensoren bis hin zu Nanooptik und optischen Materialien. Zusammen mit seinen Kollegen vom Optoelectronics Research Center der University of Southampton erarbeitete er viele bedeutende technische Errungenschaften auf dem Gebiet der optischen Fasertechnologie. Seine Arbeiten hatten einen direkten Einfluss auf die weltweite Telekommunikationstechnik und auch auf viele Gebiete der Optik-Forschung. Er ist insbesondere bekannt für seine Arbeiten zur optischen Verstärkung in Erbium-dotierten Glasfasern für die Telekommunikation und für Hochleistungs-Faserlaser für die Materialbearbeitung.

Beide in der Industrie wichtige Anwendungen haben eine Gemeinsamkeit: Die geringfügige Dotierung, also gezielte Verunreinigung, von Silizium-Glasfasern mit Elementen der Gruppe der Seltenen Erden. Diese Dotierung ermöglicht die effiziente Erzeugung oder Verstärkung von Licht in einer Glasfaser. 1985 entzündete die Gruppe von Sir David mit ihrer Publikation zur Erbium-Dotierung von Fasern mit niedrigem Verlust eine Revolution in der Glasfaser-Forschung. Nicht einmal zehn Jahre später wurde bereits das erste transpazifische Seekabel mit optischer Verstärkung mittels EDFAs verlegt und in den 2000er Jahren erreichten Faserlaser die Kilowatt-Klasse.

Kein globales Internet ohne EDFA

Ein Maß für die Leistungsfähigkeit faseroptischer Netzwerke war anfangs die Anzahl der Telefongespräche, die gleichzeitig über eine einzelne Faser transportiert werden konnten. Und diese Zahlen waren beeindruckend: Viele hunderttausende Gespräche konnten gleichzeitig über eine Faser geführt werden. Mit dem Internet und der Digitalisierung der Kommunikation änderte sich dieses Maß und die Rede war von Gigabits pro Sekunde. Nach einstelligen Zahlen in den 1990er Jahren sind die Rekorde von heute sechsstellig, die Rede ist nun von 100 Terabit pro Sekunde. Dabei ist die Leitungskapazität der optischen Kabel nicht einfach nur per se größer als die von Kupferkabeln, sie lässt sich auch nachträglich enorm steigern, indem mehrere Wellenlängen, jede ein eigener Kanal, durch die gleiche Faser geführt werden, das sogenannte Wellenlängen-Multiplexing. Durch den Einsatz kohärenter Übertragungstechnologien lässt sich die Anzahl der Kanäle noch einmal hochmultiplizieren. Doch für Netzwerkverbindungen länger als 100 Kilometer, denn nach dieser Strecke ist die Signalstärke auf kritische Werte abgesunken, benötigen all diese Technologien eine optische Signalverstärkung und sind daher auf EDFAs angewiesen. Man kann daher sagen, dass EDFAs für eine drastische Kostenreduktion für Bandbreite sorgen, indem sie elektrische Verstärker mit optischem Empfänger und Sender ersetzen, vor allem aber die Notwendigkeit für das Verlegen neuer Kabel reduzieren. Für die datengetriebene Welt von heute sind die niedrigen Kosten der Leitungskapazitäten eine wichtige Voraussetzung.

Mit großer Freude verleiht die Berthold Leibinger Stiftung Professor Sir David Payne den Berthold Leibinger Zukunftspreis. Mit dieser hohen Auszeichnung ist auch die Anerkennung seines unternehmerischen Geistes verbunden. Neben seiner Forschung initiierte er die Kommerzialisierung von Technologien durch die Gründung einer Reihe von Start-ups, genauso wie durch zahlreiche Kollaborationen mit etablierten Technologieunternehmen.

Professor Sir David Payne erwidert: „Der Berthold Leibinger Zukunftspreis ist ein internationaler Preis für exzellente Forschung zur Anwendung und Erzeugung von Laserlicht. Das Optoelectronics Research Centre, welches zu leiten ich die Ehre habe, teilt diese aufregende Mission. Ich fühle mich daher sehr geehrt, diese hoch angesehene Auszeichnung für meine Forschungsarbeiten zu erhalten. Es ist auch die Arbeit von herausragenden Kollegen, mit denen ich das Vergnügen habe, meine Arbeit über die Jahre hinweg zu teilen. Dieser Preis ist auch für sie. Ich stoße hinzu zu einer Gruppe von acht früheren Preisträgern, die sich wie das Who-is-who der Laserpioniere liest, und das erfüllt mich mit Stolz.“

Preisverleihung mit Berthold Leibinger Innovationspreis im September 2021

Der Bekanntgabe des Berthold Leibinger Zukunftspreises folgen die Finalisten des Berthold Leibinger Innovationspreises. Beide Preise werden den Preisträgern am Freitag, 24. September 2021 in Ditzingen überreicht.

Für mehr Informationen über die Preise und die Stiftung: www.leibinger-stiftung.de 

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news-2289Wed, 26 May 2021 17:01:40 +0200hema VISION DAYS vom 21.-24. Juni 2021: Expertengespräche rund um Embedded Visionhttp://photonicnet.de/Individuelle Gespräche statt Webinare aus der Dose: Mit diesem Anspruch veranstaltet hema electronic vom 21.-24. Juni die hema VISION DAYS. Im Fokus des Events stehen neue Technologien – direkt verbunden mit Projektgesprächen zum Einsatz in der Praxis. Als Partner von hema nehmen der FPGA-Lösungsanbieter Enclustra und Xilinx, weltgrößter Entwickler und Hersteller von FPGAs, an den hema VISION DAYS teil. Die Buchung der individuellen Termine, an denen Interessenten kostenlos über ein Online-Tool teilnehmen können, ist in Kürze möglich.Mit seiner Embedded Vision Plattform bietet hema electronic einen besonderen Baukasten für die schnelle und kostengünstige Entwicklung individueller Elektroniken für die Signaldatenverarbeitung. Dafür setzt das Unternehmen auf bewährte Schaltungen und modularen Aufbau – unter anderem mit FPGA-Modulen der Partner Enclustra und Xilinx. In den individuell auf die Teilnehmer ausgerichteten Projektgesprächen zeigen die Unternehmen zum Beispiel, wie Kunden vom Einsatz der kürzlich präsentierten Xilinx KRIA-SoMs profitieren und wie sie die neue Edge-AI-Technologie bestmöglich in ihre Designs und Projekte integrieren können. Je nach Interesse und Projektstand der Teilnehmer sprechen sie dafür mit Projektmanagern, Entwicklern und weiteren Experten der Unternehmen. Außerdem gibt hema exklusiv bei den hema VISION DAYS bekannt, wie Kunden künftig noch schneller zu individuellen Funktionsmustern kommen können.

Im Rahmen der Veranstaltung finden zusätzlich offene Podiumsdiskussionen rund um modulare Entwicklung und interaktive Führungen durch Entwicklung und Produktion bei hema statt. Einen weiteren Themenkomplex stellt die Schweißprozess-Visualisierung dar. In den Gesprächen dazu erfahren Interessenten, wie sie in Ihrer konkreten Anwendung mit intelligenten Kameras die Qualität ihrer Produkte verbessern und die Effizienz ihrer Produktionsprozesse steigern können. Alle Gespräche werden individuell vereinbart und durchgeführt, um optimal auf die spezifischen Fragen und Herausforderungen der Kunden reagieren zu können.

Detaillierte Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie unter www.hema.de/vision-days

Über hemɑ electronic

hemɑ electronic GmbH – the embedded vision expert

hemɑ electronic ist ein führender Entwicklungsdienstleister der Elektronikindustrie im Bereich Hardware- und Softwaredesign für Embedded Vision Boards und Systeme für Anwendungen in der industriellen Automatisierungstechnik, Verteidigungs- und Sicherheitstechnik. Von der Beratung und Konzeption über Design (FPGAs, DSPs, Embedded Processors), Qualifizierungen, Rapid Prototyping und Kleinserienproduktion bis hin zum Lifecycle-Management bietet Ihnen hemɑ electronic alles aus einer Hand. hemɑ electronic unterstützt seine Kunden wirksam dabei, die Weltmarktführer von morgen zu sein.

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news-2288Wed, 26 May 2021 12:20:17 +0200BMBF Bekanntmachung: „Leuchtturmprojekte der quantenbasierten Messtechnik zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen“ http://photonicnet.de/Richtlinien zur Fördermaßnahme „Leuchtturmprojekte der quantenbasierten Messtechnik zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen“ im Rahmen des Programms „Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt“, Bundesanzeiger vom 18.05.2021Förderziel und Zuwendungszweck

Sensoren bilden die Grundlage vieler Technologien. Sie haben unter anderem große Bedeutung in der Produktion, beispielsweise für Industrie 4.0, spielen eine wichtige Rolle in der Medizin sowie für Observations- und Detektionsverfahren. Mit der Quantensensorik entsteht eine neue Klasse von Sensoren, die speziell die quantenmechanischen Eigenschaften einzelner Quantensysteme nutzen. Die Fragilität von Quantenzuständen und -systemen eröffnet in der Messtechnik weitreichende Möglichkeiten, da sie zugleich für außerordentliche hohe technische Messempfindlichkeiten genutzt werden kann. Dies ermöglicht Messungen von Masse, Zeit, Ort, Geschwindigkeit und Feldstärken elektromagnetischer Felder jenseits der klassischen Grenzen und erschließt der Messtechnik völlig neue Anwendungsfelder. Neben der Steigerung von Empfindlichkeit oder Spezifität können Quantensensoren auch Vorteile in Bezug auf Robustheit gegenüber Störgrößen, Baugröße, Einsatzumgebungen sowie Reproduzierbarkeit und Rückführbarkeit im Vergleich zu klassischen Messgeräten bieten. Insgesamt eröffnen alle diese Eigenschaften den Zugang zu mittelfristigen Lösungen für eine Vielzahl von gesellschaftsrelevanten Problemstellungen von der Sicherung der Lebensgrundlagen bis hin zu ressourcenschonendem Wohlstand.

Mit dem Förderaufruf „Anwendungsbezogene Forschung in der Quantensensorik, -metrologie sowie Bildgebung“ wurde im Jahr 2020 bereits ein erster Schritt gemacht, einzelne Technologien in die industrielle Anwendung zu überführen.

Förderziel:

Ziel der vorliegenden Bekanntmachung ist die Entwicklung quantensensorischer Verfahren, die bedeutende gesellschaftliche Bedarfe adressieren. Sichtbare Projekte entsprechender Größe und Demonstrationsvorhaben sollen so einen weiteren Anschub für das noch junge Themenfeld geben.

Beispielhafte Anwendungsgebiete sind: die Diagnose in der Medizin bzw. die molekulare Bildgebung (z. B. durch miniaturisierte Quantenmagnetometer auf der Basis von NV-Zentren oder organischen Molekülen) zum Monitoring funktionaler Prozesse im Körper, zur Realisierung von Gehirn-Computer-Schnittstellen oder zum Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen. Ein weiteres gesellschaftlich relevantes Anwendungsfeld stellt die Erdbeobachtung bzw. das Umweltmonitoring dar. Dazu gehört beispielsweise die Beobachtung des Abschmelzens von Eis, der Veränderungen des Meeresspiegels oder des Grundwassers. Neue Quantensensoren wie Atominterferometer sowie neue Verfahren zur präzisen Zeitmessung können solche Vorgänge mit bisher unerreichter Präzision vermessen. Quantenbasierte Gravimeter könnten z. B. durch die Messung von Magmaverteilung und -bewegung in aktiven Vulkanen frühzeitig vor Naturkatastrophen warnen. Diese neue Klasse von Sensoren eröffnet aber auch völlig neue Möglichkeiten in der Geologie, Archäologie, Exploration von Bodenschätzen und im Bauwesen.

Ziel der Fördermaßnahme ist es damit, einerseits in mehreren dieser Anwendungsgebiete entscheidende Fortschritte zu erzielen und andererseits das Potenzial der quantenbasierten Messtechnik besser abzuschätzen sowie ent­sprechende Sichtbarkeit zu erhöhen.

Zuwendungszweck:

Für diese Herausforderungen und Anwendungen sind teilweise neue, interdisziplinäre Kooperationen in der Wissenschaft und jenseits etablierter Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten erforderlich. Sich komplementär er­gänzende Kompetenzen von Teilnehmern solcher Projekte sind daher zwingend notwendig, um die komplexen ­Fragestellungen zielführend bearbeiten zu können. Neben dem eigentlichen quantenphysikalischen Verständnis gewinnen ingenieurtechnische und anwendungsspezifische Kompetenzen (Geologie, Medizin, usw.) sowie eine konkrete Testung in den späteren Einsatzgebieten mit fortschreitender Technologiereife zunehmend an Bedeutung. Viele der Ansätze sind bislang nur im Labor gezeigt. Um entsprechende Systeme anwendbar zu machen, müssen neuartige Konzepte erarbeitet werden, welche die Robustheit steigern, eine bessere Bedienbarkeit ermöglichen und die ­Integration in bestehende Systeme erlauben. Letztendlich müssen die Technologien in breitangelegten Feldversuchen oder (medizinischen) Studien verifiziert und auf ihre Tauglichkeit in der Anwendung getestet werden.

Der Zweck der Fördermaßname im Rahmen des Programms „Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt“ ist, Leuchtturmprojekte und Demonstrationsvorhaben der Quantenmesstechnik zu schaffen, um gesellschaftlich relevante Fragestellungen innerhalb und außerhalb der akademischen Forschung zu adressieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher Verbundvorhaben, die den oben genannten Ansprüchen genügen und deren konkrete Zielstellungen sich am spezifischen Bedarf des jeweiligen Anwendungsfelds ausrichten. Die Maßnahme ermöglicht auch Forscherverbünde; die Einbindung relevanter heimischer Industrie sowie die Ausrichtung ­entlang von Wertschöpfungsketten ist jedoch erwünscht.

Die vollständige Richtlinie finden Sie hier.

Die Vorlagefrist endet am 31. Juli 2021.

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2287Wed, 26 May 2021 11:40:59 +020030 Jahre Untertagelaboratorium UDO http://photonicnet.de/In ihrem Labor in 430 Metern Tiefe prüft und kalibriert die PTB hochempfindliche Strahlungsmessgeräte. Nach Tschernobyl wurden weltweit Netzwerke von Messstationen eingerichtet, um die Radioaktivität und Ortsdosisleistung in der Umwelt flächendeckend zu überwachen. Heute sind allein in Europa mehr als 5500 solcher Messstationen nationaler Frühwarnsysteme im Einsatz, die mit hochempfindlichen Dosimetern die Ortsdosisleistung überwachen und ihre Messdaten rund um die Uhr, im Stundentakt, an das Joint Research Center (JRC) der EU-Kommission nach Ispra (Italien) melden. Ein Großteil dieser Dosimeter wurde im Laufe der Jahre im Untertagelaboratorium für Dosimetrie und Spektrometrie (UDO) der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) untersucht und kalibriert. Die Bedeutung der Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt wurde 2011 durch die Reaktorunfälle in Fukushima Daiichi, mit massiven Freisetzungen von radioaktiven Stoffen und großflächigen Kontaminationen, noch einmal verdeutlicht. Das UDO-Labor, das inzwischen seit 30 Jahren besteht, bietet mit einem der weltweit niedrigsten Strahlungspegel in einem Messraum überhaupt beste Bedingungen für die Bestimmung der Eigenschaften von Dosimetern und Spektrometern, die heutzutage nicht nur für die Überwachung der Umweltradioaktivität und Ortsdosisleistung, sondern auch zunehmend für grundlegende Beobachtungen der Umwelt wie des Klimawandels und des Stoffkreislaufs von zentraler Bedeutung sind.

Wer ein empfindliches Dosimeter oder Spektrometer überprüfen will, braucht dazu eine Umgebung mit möglichst wenig natürlicher Strahlung (d. h. eine niedrige Ortsdosisleistung der Umgebungsstrahlung). Die bietet sich, wenn man möglichst weit in die Tiefe geht, weil die natürliche Höhenstrahlung tief untertage stark abgeschwächt ist. Und sie bietet sich insbesondere in einer Umgebung aus reinem Steinsalz (NaCl, Kochsalz), das extrem geringe natürliche Radioaktivitätskonzentrationen aufweist; sie sind mehr als hundertmal niedriger als in typischen Baumaterialien wie etwa Mauerziegeln. Aus diesen Gründen errichtete die PTB ihr Untertagelaboratorium für Dosimetrie und Spektrometrie (UDO) in 925 Metern Tiefe im Bergwerk Asse II. Am 30. April 1991 wurde es vom damaligen PTB-Präsidenten Dieter Kind zusammen mit Kollegen der Gesellschaft für Strahlenschutz (GSF), dem damaligen Betreiber des Bergwerks, dort offiziell eingeweiht. Im Jahr 2004 musste UDO wegen der zunehmenden Verfüllung der Asse allerdings auf die 490-Meter-Sohle umziehen. Und schließlich, nach Schließung des Bergwerks Asse II, fand die PTB im Jahr 2011 einen neuen Standort für ihr Labor: im Salzbergwerk Braunschweig-Lüneburg, das von der European salt company (esco) betrieben wird, in Grasleben nahe Helmstedt, in 430 Metern Tiefe. Mit einer Ortsdosisleistung von lediglich (1,4 ± 0,2) nSv/h (das entspricht ca. 2 % der mittleren Ortsdosisleistung in Deutschland über Tage) und einer sehr geringen Radon-Aktivitätskonzentration in der Luft herrschen hier ähnlich gute Bedingungen wie vormals im „UDO-Labor der Asse“. Der Betrieb von UDO II, wie das Labor seither heißt, startete im Herbst 2012 mit einem großen Messvergleich von Dosimetern aus europäischen Frühwarnsystemen.

Die Arbeiten im UDO waren durchwegs eine Erfolgsgeschichte. Hier gibt es eine auf Primärnormale rückführbare Kalibriereinrichtung für Photonenstrahlungsfelder für den Dosisleistungsbereich der natürlichen Umgebungsstrahlung (50 nSv/h bis 200 nSv/h); lange Zeit war sie weltweit die einzige Einrichtung dieser Art. Von 1998 bis 2011 verfügte UDO zudem über drei der empfindlichsten Gamma-Spektrometriesysteme in Europa, mit denen zahlreiche Proben auf deren radioaktive Nuklide (Radionuklid-Metrologie und Umweltradioaktivität) untersucht wurden. Die kleinste dabei gemessene Aktivität war die einer Vanadium-50-Probe mit etwa drei radioaktiven Zerfällen pro Tag (nachgewiesen durch ein Ereignis pro Tag im Photo-peak des Gammastrahlung-Spektrometers!). Solch eine Messung ist überhaupt nur in einer Umgebung mit sehr geringer Strahlung möglich. Nach einer Messzeit von 120 Tagen konnte die Halbwertszeit dieses Nuklides mit T½ = (2,29 ± 0,25) 1017 Jahren (10 Millionen-mal länger als das heutige Alter des Universums) genauer als jemals zuvor bestimmt werden. Die Kenntnis dieser Halbwertszeit ist wichtig für Doppel-Betazerfalls-Experimente und damit die Untersuchung der fundamentalen Eigenschaften der schwachen Wechselwirkung. Messungen zur Aktivierung durch Neutronen wurden u. a. für Stahlproben aus Hiroshima, aktiviert durch den Atombombenabwurf 1945, und Tokaymura, Japan (wo 1999 ein nuklear-technischer Unfall passiert war) durchgeführt. Mit diesen Spektrometern wurde auch das Plasma des JET-Fusionsreaktors mittels Aktivierung untersucht; es waren die ersten direkten Messungen geladener Teilchen im Fusions-Plasma überhaupt. Daneben wurde die Radioaktivität von Meteoriten hochpräzise gemessen, und es gab zahlreiche z.um Teil interdisziplinäre Forschungsvorhaben und Kooperationen mit Partnern aus ganz Europa. Der Reaktorunfall in Fukushima machte deutlich, dass die Überwachung der Umgebung auf Radioaktivität und ionisierende Strahlung auch Jahrzehnte nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl keinen verzichtbaren Luxus darstellt. Im Gegenteil: Die Verbreitung von dosimetrischen und spektrometrischen Frühwarnsystemen hat weiter zugenommen, und auch private Initiativen („citizen science initiatives“) haben weltweit vernetzt damit begonnen, die ionisierende Strahlung in der Umwelt zu beobachten. Die Bereitstellung von rückführbaren und verlässlichen Kalibrierungen bei sehr geringen Dosisleistungen ist ein wesentliches Element der PTB mit dem Ziel der Harmonisierung der nationalen Frühwarnsysteme, der Unterstützung des radiologischen Notfallschutzes und der Weiterentwicklung der Metrologie für die Strahlenschutzgesetzgebung in Europa. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in Messungen kann nur erreicht werden, wenn die nationalen Ortsdosisleistung-Werte an Ländergrenzen keine nennenswerten „Sprünge“ aufweisen. Nur in einer Messumgebung mit vernachlässigbarer Strahlung lässt sich hochempfindliche Strahlungsmesstechnik genau untersuchen und kalibrieren und können Elektronik- und radioaktivitätsbedingte „Eigennull-Effekte“ präzise bestimmt werden. Die PTB sorgt mit dem Betrieb dieser einzigartigen Einrichtung dafür, dass Menschen und Organisationen den staatlichen Messungen vertrauen können.

In den letzten Jahren hat die PTB mehrere europäische Forschungsprojekte mit bis zu 20 Partnerinstitutionen geleitet, bei denen die Mess- und Kalibriermöglichkeiten des UDO-Labors eine zentrale Rolle spielten. Auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird Europa ohne eine Einrichtung wie UDO im Bereich der Umweltüberwachung auf Radioaktivität (Strahlenschutzmetrologie in der Umwelt) sowie der Beobachtung des Klimawandels und seiner bestimmenden Parameter nicht auskommen.
es/ptb

Ansprechpartner
Dr. Stefan Neumaier, Senior Scientist, Fachgebiet 6.10 „Ionisierende Strahlung in der Umwelt“, Telefon: (0531) 592-6160, stefan.neumaier(at)ptb.de

Dr. Faton Krasniqi, Leiter der Arbeitsgruppe 6.32 Dosimetrie bei niedrigen Dosisleistungen, Telefon: (0531) 592-6223, faton.krasniqi(at)ptb.de

Autor: Erika Schow

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2286Tue, 25 May 2021 13:05:13 +0200Filteraufwand beim Reaktorrückbau durch Laserstrahlschneiden reduzieren http://photonicnet.de/Immer mehr Atomkraftwerke erreichen ihre maximale Lebensdauer oder werden durch den Atomausstieg stillgelegt. Um bei Demontagearbeiten den zusätzlichen Aufwand der Wasserfilterung beim direkten Rückbau zu reduzieren, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ein laserbasiertes Schneidverfahren entwickelt und validiert. Mit diesem gelangen beim Zerschneiden der Reaktorbehältereinbauten bis zu 95 Prozent weniger radioaktiv kontaminierte Sekundärabfälle ins Wasser.Beim direkten Rückbau werden die Reaktorkomponenten an Ort und Stelle im Kühlwasser zerlegt. Für diesen Ansatz hat sich die Gruppe Unterwassertechnik des LZH eine bestimmte Eigenschaft des Laserstrahlschneidens zu Nutze gemacht: die Schmelze aus der Fuge bleibt beim Schneiden am Blech haften. Bei konventionellen Verfahren, wie dem Wasserstrahlschneiden oder dem Schneiden mit Sägeblättern, geht Material aus der Fuge und prozessabhängig gegebenenfalls auch zusätzlich Abrasivmittel ins Kühlwasser über. Das Wasser muss dann aufwendig von diesen Sekundärabfällen gereinigt werden.

Parameter optimiert:
95 Prozent weniger Sekundärabfall im Wasser

Durch geschicktes Anpassen der Parameter wie Laserleistung, Gasdruck und Schneidgeschwindigkeit, konnten die Forschenden den Gewichtsverlust beim Schneiden von Edelstahlblechen bis zu 95 Prozent verringern. Entsprechend weniger Sekundärabfälle gehen ins Wasser über. Der Prozess funktioniert ähnlich bei Zirkoniumlegierungen, ein ebenfalls übliches Material für Reaktorkomponenten.

Erfolgreiche Tests im Unterwassertechnikum Hannover
Im Unterwassertechnikum Hannover der Leibniz Universität Hannover gelang es der Gruppe in einer Wassertiefe von vier Metern erfolgreich drei und fünfzehn Millimeter dicke Edelstahlbleche zu schneiden. Dafür haben sie eine Laseroptik entwickelt und gebaut, die darauf optimiert ist, Kraftwerkskomponenten unter Wasser zu zerlegen. Die Versuche führten sie mit einem mobilen Scheibenlaser der Laser on Demand GmbH, einer LZH-Ausgründung, durch. Im Rahmen der Validierung konnte die Gruppe Unterwassertechnik des LZH zusammen mit dem Partner Orano GmbH, Nürnberg, den Prozess vom Labormaßstab auf Industrie-nahe Konditionen heben, entsprechend dem Technology Readiness Level 6.

Über AZULa
Das Projekt „Automatisierte Zerlegung von Reaktordruckbehältereinbauten mit Hilfe von Unterwasser-Lasertechnik“ (AZULa) wurde gemeinsam mit der Orano GmbH durchgeführt. Gefördert wurde AZULa vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 15S9408 durch den Projektträger Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit gGmbH (GRS).

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2285Tue, 25 May 2021 12:33:40 +0200EMV-feste PIR-Sensoren für Smart-Home-Anwendungenhttp://photonicnet.de/Excelitas Technologies präsentiert neue pyroelektrische Sensoren mit besonders guter Störfestigkeit. Die Detektoren im TO-Gehäuse erfassen Präsenz und Bewegung und eignen sich als kompakte Komponenten für Smart-Home-Geräte, Lichtregler und Alarmanlagen im Innen- und Außenbereich. Angesichts der parallel verlaufenden Trends zum vermehrten Einsatz von Sensorsteuerung und drahtloser Kommunikation – auch in großer räumlicher Nähe und mitunter kombiniert in einem Gerät – steigt der Bedarf an Sensoren, die elektromagnetischen Interferenzen gegenüber unempfindlich sind, um Fehlalarme zu vermeiden. Excelitas hat nun gleich mehrere störfeste PIR-Sensoren entwickelt und dafür das PCB-Layout sowie die Masseverbindung optimiert und Filterschaltungen integriert. Speziell zwei Ausführungen mit TO-5- bzw. TO-39-Gehäuse und zwei Widerstand-Kondensator-Beschaltungen stechen durch einen hohen Integrationsgrad hervor. Die Doppelelement-Pyrodetektoren zum Einbau in analoge Schaltkreise zeichnen sich zudem durch einen geringen Verbrauch aus. Die Signale sind auf einen internen FET in Drainschaltung (Sourcefolger) gelegt. Es stehen Sensorversionen mit mittlerem und großem Blickwinkel zur Verfügung. Darüber hinaus bietet der Hersteller die schnelle und flexible kundenspezifische Konfiguration an. Die Serienfertigung in großen Stückzahlen erfolgt in hochautomatisierten Fertigungslinien auf dem neuesten Stand der Technik.

Neue analoge Standardversionen: PYD 1378 (7688), PYD 1388 (7083, 7697), PYD 1398 (7085, 7570)

Mehr Informationen darüber sowie über weitere analoge und digitale Pyrodetektoren gibt es auf https://www.excelitas.com/de/product-category/pyroelectric-ir-detectors-and-sensors.

Über Excelitas Technologies

Excelitas Technologies® Corp. ist ein weltweit technologisch führender Anbieter innovativer, leistungsstarker und marktorientierter Photonik-Lösungen. Sie werden hohen Anforderungen in den Bereichen Beleuchtung, Detektion sowie optische Technologie gerecht und tragen damit entscheidend zu Kundenerfolgen auf unterschiedlichsten Zielmärkten bei – von biomedizinischer Technologie über Forschungslabore, Sicherheit und Schutz, Konsumgüter, Halbleiter, Energie und Umwelt, industrielle Sensorik und Bildgebung bis hin zu Verteidigung und Luft- und Raumfahrt. Nach dem Erwerb von Qioptiq im Jahr 2013 beschäftigt Excelitas Technologies heute rund 7000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien, die sich für Kunden in aller Welt engagieren. Bleiben Sie auf Facebook, LinkedIn und Twitter mit Excelitas in Verbindung.

Kontakt:
Excelitas Technologies Corp.

Oliver Neutert

Marketingmanager EMEA und Asien-Pazifik
Feldkirchen (bei München)

Tel.: +49 (0) 89-255458-965
E-Mail: oliver.neutert(at)excelitas.com
Internet: www.excelitas.com


 

 

 

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news-2284Tue, 18 May 2021 12:09:22 +0200Connecting Field Solvers demonstrated at Examples in VirtualLab Fusionhttp://photonicnet.de/In modern optical systems very different kinds of elements are used in order to push the limits of our manipulation of light further and further. New elements are developed and traditional devices are steadily improved to obtain the desired functionality and performance, which not seldom increases the level of complexity of these components and the entire systems. VirtualLab Fusion with its fast physical-optics technology, that is based on the flexible and automatic connection of different field solvers, allows for an accurate modeling of your optical system and enables the detailed analysis of relevant effects.Modeling of Total Internal Reflection (TIR) Prism

The modeling of a total-internal reflection (TIR) prism is presented. The device consists of two parts joined together. It is demonstrated how the resulting narrow gap introduces interference fringes and vignetting effects.

https://www.lighttrans.com/use-cases/application-use-cases/modeling-of-tir-prism.html

 

Modeling of GRIN lens

Graded-index (GRIN) media, with their smooth variation of the refractive index, can be used to reduce aberrations. VirtualLab Fusion’s Field Tracing technology provides a full physical-optics modeling for the light propagation through GRIN media. 

https://www.lighttrans.com/use-cases/application-use-cases/modeling-of-grin-lens

 

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07745 Jena
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news-2283Wed, 12 May 2021 10:06:59 +0200BMBF Bekanntmachung: „Quantencomputer-Demonstrationsaufbauten“http://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Quantencomputer-Demonstrationsaufbauten“, Bundesanzeiger vom 07.05.2021Vom 23. Februar 2021

1 Förderziel, Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, das Themenfeld „Quantencomputer-Demonstrationsaufbauten“ auf der Grundlage des Programms „Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt“ (www.quantentechnologien.de) zu fördern. Das BMBF leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Quantencomputer (QC) versprechen zukünftig Probleme zu lösen, die für klassische Rechner unerreichbar sind. Sei es bei der Entwicklung neuer Werkstoffe, der Batteriezellenentwicklung, dem Design neuer Pharmazeutika oder auch der Optimierung komplexer logistischer Systeme. Derzeit sind noch keine Quantencomputer in praxistauglicher Ausbaustufe verwirklicht worden. Die mit dieser Aufgabe verbundenen wissenschaftlich-technischen Problemstellungen sind beträchtlich, und mit deren kurzfristiger Lösung ist nicht zu rechnen. Dennoch sind bereits die wenigen weltweit verfügbaren experimentellen Aufbauten für künftige Anwender von hohem Interesse. Aufgrund der im Vergleich zu klassischen Computersystemen deutlich verschiedenen Funktionsweise ist eine frühzeitige Befassung mit den informationstechnischen Eigenheiten eines Quantencomputers für künftige Nutzer unerlässlich. Demzufolge ist das Interesse am Zugriff auf die am weitesten entwickelten Systeme, die sich überwiegend außerhalb Europas befinden, sehr hoch. Die damit verbundenen Kosten sind jedoch beträchtlich und der Zugriff ist mit Einschränkungen verbunden.

Um dem großen Interessenten- und potenziellen Nutzerkreis am Standort Deutschland eine erhebliche Verbesserung dieser Rahmenbedingungen zu bieten, soll in einer ersten Phase der zügige Aufbau eigener Demonstrations- und Testanlagen unterstützt werden. Diese Systeme sollen möglichst einfache Zugangsmöglichkeiten bereitstellen, die es den Anwendern erlauben, umfassende Tests mit und an den Geräten vorzunehmen.

Das BMBF beabsichtigt mit dieser Maßnahme, die Unabhängigkeit von der vielfach mit Restriktionen verbundenen Nutzung der wenigen außereuropäischen Anbieter sicherzustellen und damit die Voraussetzungen für Spitzenforschung auf dem Gebiet des Quantencomputings in Deutschland und Europa und langfristig Technologiesouveränität zu gewährleisten. Dazu soll mit der Förderung die Basis für fokussierte Strukturen in einem leistungsfähigen Ökosystem zur Entwicklung und Nutzung international wettbewerbsfähiger Quantencomputer-Systeme geschaffen werden.

1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

Deutschland verfügt über hervorragende wissenschaftliche Kompetenzen sowie eine Fülle an potenziellen Nutzern des Quantencomputing; es gibt aber heute keinen einzelnen Akteur, der die Entwicklung eines Quantencomputer-Systems übernehmen könnte. Die Kompetenzen sind verteilt und es sind Lücken in der skalierbaren Hardware­entwicklung, der Systemintegration und der Generierung geistigen Eigentums (Intellectual Property – IP) zu erkennen. Hier gilt es, das Know-how für ausgewählte Technologieplattformen fokussiert voranzutreiben und den schnellstmöglichen Aufbau und Betrieb von wettbewerbsfähigen Quantencomputer-Systemen in Deutschland zu unterstützen. 

Die erste Generation der Quantencomputer wird als NISQ-computer (noisy intermediate-scale quantum computer) bezeichnet und bildet die aktuelle Grundlage sowohl für hardwarenahe Arbeiten zur Quanteninformatik als auch die weitere Entwicklung der Quantencomputer. Ihr Wert besteht unter anderem darin, die künftigen Nutzer mit technischen Eigenheiten eines realen Quantencomputers vertraut zu machen, die von den abstrakten theoretischen Funktionsmodellen teils erheblich abweichen. Eine wesentliche Herausforderung beim praktischen Quantencomputing besteht darin, so früh wie möglich einen in seinen Möglichkeiten noch stark eingeschränkten Quantencomputer so einzusetzen, dass Vorteile gegenüber klassischer Hardware optimal für damit kompatible Anwendungen genutzt werden können.

Die genaue Kenntnis der systemspezifischen Fehlerquellen und der technischen Besonderheiten der ersten Gene­ration von Quantencomputern ermöglicht bedeutende Vorteile bei der Verwendung solcher Geräte. Daher ist es ­essentiell, ein möglichst tiefes Verständnis dieser Systeme zu erlangen und frühzeitig umfangreiche Tests, speziell im Hinblick auf die jeweilige konkrete Anwendung, durchführen zu können. Dieses Vorgehen ist die Basis dafür, Schutzrechte zu sichern und international eine Spitzenposition zu erreichen.

Förderziel:

Das BMBF beabsichtigt, den Aufbau von Demonstrations-Quantencomputern in Deutschland zu fördern. Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren einen wettbewerbsfähigen deutschen Quantencomputer mit mindestens 100 individuell ansteuerbaren Qubits zu schaffen – skalierbar auf mindestens 500 Qubits. Dazu sollen die vielversprechendsten tech­nologischen Ansätze verfolgt werden. Die Systeme sollen auf einheimischen bzw. europäischen Forschungsergebnissen aufbauen und den Anwendern umfassend zugänglich gemacht werden, beispielweise durch entsprechende Anbindung an eine Cloud. Die Arbeiten sollen den Grundstein dafür legen, dass in zehn bis fünfzehn Jahren ein fehlerkorrigiertes System zur Lösung einer universellen Klasse an Problemen zur Verfügung steht, um damit einen breiten Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft zu erzielen.

Zuwendungszweck:

Die Demonstrations-Quantencomputer sollen von Verbünden unter Einbeziehung aller für den vollständigen Systemaufbau erforderlichen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenzträger erforscht und entwickelt werden. Der Projekterfolg – sowohl hinsichtlich der technischen Ergebnisse als auch in Bezug auf den konkreten Nutzen für An­wender – und die Effektivität der kommerziellen Verwertung der Projektergebnisse bilden die Grundlage und sind Auswahlkriterium für nachfolgende Fördermaßnahmen mit dem mittel- und langfristigen Ziel der Einrichtung von Quantencomputing-Zentren, die über voll einsatzfähige und klassischen Systemen überlegene Quantencomputer verfügen.

Um, über die wissenschaftlich-technischen Arbeiten hinaus, den Aufbau leistungsfähiger Strukturen zu gewährleisten, sollen Fokusverbünde Konzepte für die Generierung von IP, für den Technologietransfer zu Industriepartnern, für die Ausgründung bzw. Einbindung von Start-ups sowie die Kooperation mit potenziellen Anwendern aus Wirtschaft und Wissenschaft erarbeiten. Wesentliche Aspekte dabei sind der souveräne Zugang zu kritischen Komponenten, ge­gebenenfalls in Kooperation mit europäischen Partnern, sowie die Perspektive einer industriellen Systemintegration.

Gefördert werden kooperative, vorwettbewerbliche Verbundprojekte, die den Aufbau eines Demonstrations-Quantencomputers nach dem jeweils aktuellen Stand der Forschung zum Ziel haben. Idealerweise bettet sich dieser Aufbau in ein bestehendes IT-Forschungsumfeld ein und unterstützt die Kooperation und Bündelung der Kompetenzen aus Quanten-Hardware und -Software. Kennzeichen der Projekte sind ein hohes Risiko und eine besondere Komplexität der Forschungsaufgabe. Für eine Lösung sind in der Regel ein inter- und multidisziplinäres Vorgehen und eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen erforderlich.

Da Innovations- und Beschäftigungsimpulse gerade auch von Unternehmensgründungen ausgehen, sind solche Gründungen im Anschluss an die Projektförderung des BMBF erwünscht. Der Hightech-Gründerfonds der Bundesregierung bietet hierzu Unterstützung an. Weitere Informationen finden sich unter http://www.high-tech-gruenderfonds.de.

Die Ergebnisse des geförderten Vorhabens dürfen nur in der Bundesrepublik Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz genutzt werden.

1.2 Rechtsgrundlagen

Der Bund gewährt die Zuwendungen nach Maßgabe dieser Förderrichtlinie, der §§ 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften sowie der „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA)“ und/oder der „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Kostenbasis (AZK)“ des BMBF. Ein ­Anspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Nach dieser Förderrichtlinie werden staatliche Beihilfen auf der Grundlage von Artikel 25 Absatz 2 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) der EU-Kommission gewährt.1 Die Förderung erfolgt unter Beachtung der in Kapitel I AGVO festgelegten Gemeinsamen Bestimmungen, insbesondere unter Berücksichtigung der in Artikel 2 der Verordnung aufgeführten Begriffsbestimmungen (vgl. hierzu die Anlage zu beihilferechtlichen Vorgaben für die Förderrichtlinie). Innovationsbeihilfen für KMU können gemäß Artikel 28 AGVO gewährt werden (siehe Anlage).

Die vollständige Richtlinie finden Sie hier.

In der ersten Verfahrensstufe sind dem beauftragten Projektträger bis spätestens zum 14. Juni 2021 beurteilungsfähige Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen.

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news-2282Wed, 12 May 2021 09:55:50 +0200BMBF Bekanntmachung: „Anwendungsnetzwerk für das Quanten-computing“http://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Anwendungsnetzwerk für das Quantencomputing“, Bundesanzeiger vom 07.05.2021Vom 23. Februar 2021

1 Förderziel, Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, ein „Anwendungsnetzwerk für das Quantencomputing“ auf der Grundlage des Programms „Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt“ (www.quantentechnologien.de) zu fördern. Das BMBF leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Das Quantencomputing hat das Potenzial Probleme zu lösen, die von klassischen Rechnern auch in Zukunft nicht gelöst werden können. Die Simulation von Molekülen, die Optimierung logistischer Systeme oder auch die Dekodierung verschlüsselter Daten – all dies sind Beispiele, bei denen klassische Computer zwar in der Lage sind Eigenschaften kleinerer Modellsysteme zu berechnen, aber wegen des exponentiellen Wachstums der Rechenzeit auch auf lange Sicht reale und damit komplexere Probleme nicht lösen können werden.

1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

Der exponentielle Vorteil von Quantencomputern ist für einzelne der oben genannten Fragestellungen informationstheoretisch bewiesen. Insbesondere bezogen auf die kurz- und mittelfristig verfügbaren „noisy intermediate-scale quantum computer“ (NISQ) ist allerdings offen, bei welchen praxisrelevanten Problemen der Quantencomputer einen Vorteil liefern wird. Um das Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft zu erschließen, bedarf es der Operationalisierung vielfältiger Probleme durch die Anwender ebenso wie der Realisierung der entsprechenden Quantenalgorithmen und -software. Im Sinne eines ganzheitlichen Ökosystems sollen insbesondere Anwender verschiedener Disziplinen eingebunden werden, um somit den größtmöglichen Nutzen aus dem Quantencomputing zu ziehen.

Förderziel:

Die Fördermaßnahme „Anwendungsnetzwerk für das Quantencomputing“ verfolgt das Ziel, den Nachweis praktischer Anwendervorteile durch die Nutzung eines Quantencomputers zu erbringen oder zumindest die Grundlagen hierfür zu erschließen. Für definierte Anwendungsgebiete in Wirtschaft oder Wissenschaft soll ein nützlicher Quantenvorteil erzielt werden. In diesem Rahmen sollen Anwender aus Industrie und Grundlagenforschung in die Lage versetzt werden, die Potenziale des Quantencomputers für den Einsatz im jeweilig betrachteten Themenfeld zu beurteilen.

Zuwendungszweck:

Es werden Forschungsarbeiten unterstützt, bei denen Partner mit komplementären Kompetenzen in den Bereichen Quantenalgorithmen, Quantensoftware sowie der adressierten Anwendung zusammenarbeiten. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen soll der Zugang zu der komplexen Technologie so niederschwellig wie möglich gestaltet werden. Dies erfolgt zum einen durch die geeignete Definition von Schnittstellen und Übergabepunkten. Zum anderen gilt es, Synergien innerhalb des gesamten Innovationsökosystems zu heben: Da Problemklassen einander vielfach ähneln und international führende Hardware nur beschränkt bzw. nicht für alle interessierten potenziellen Anwender gleichermaßen zugänglich ist, sollen übergeordnete Fragestellungen pilotartig in einem gesamtheitlichen Netzwerk aufgegriffen und zusammengeführt werden.

1.2 Rechtsgrundlagen

Der Bund gewährt die Zuwendungen nach Maßgabe dieser Förderrichtlinie, der §§ 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften sowie der „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA)“ und/oder der „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Kostenbasis (AZK)“ des BMBF. Ein Anspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Nach dieser Förderrichtlinie werden staatliche Beihilfen auf der Grundlage von Artikel 25 Absatz 2 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) der EU-Kommission gewährt.1 Die Förderung erfolgt unter Beachtung der in Kapitel I AGVO festgelegten Gemeinsamen Bestimmungen, insbesondere unter Berücksichtigung der in Artikel 2 der Verordnung aufgeführten Begriffsbestimmungen. Innovationsbeihilfen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können gemäß Artikel 28 AGVO gewährt werden (vgl. hierzu die Anlage zu beihilferechtlichen Vorgaben für die Förderrichtlinie).

Die vollständige Richtlinie finden Sie hier.

Die Vorlagefrist endet am 14. Juni 2021.

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news-2281Tue, 11 May 2021 09:37:01 +0200Markterprobte Coherent Sapphire-Laser für Biowissenschaftenhttp://photonicnet.de/Die etablierten Sapphire-Laser (über 50.000 Stück im Markt) sind wegen ihrer Zuverlässigkeit und niedrigen Betriebskosten die ideale Lösung für anspruchsvolle Anwendungen.

Die etablierten Sapphire-Laser (über 50.000 Stück im Markt) sind wegen ihrer Zuverlässigkeit und niedrigen Betriebskosten die ideale Lösung für anspruchsvolle Anwendungen, wie zum Beispiel:

  • DNA Sequenzierung: Unsere einzigartige, in Wellenlänge und Leistung skalierbare Technologie, bietet Ihnen die ideale Laserwellenlänge für jedes fluoreszierende Nukleotid, sowie den Leistungsbereich, der zur Unterstützung von Anwendungen mit hohem Durchsatz erforderlich ist.
  • Zytometrie: Coherent unterstützt die neuesten Trends bei Multiparameter-Analysemethoden für Forschung und klinische Anwendungen in Covid-19, sowie Sortieranwendungen.

  • Medizinische Diagnose, Mikroskopie uvm

Coherent bietet mit dem Sapphire kundenspezifische Versionen mit speziellen Wellenlängen und Strahlparametern für OEM-Anwender.

» weitere Informationen


Kontakt:

Petra Wallenta Dipl. Betriebswirtin
Marketing Europe
Coherent Inc.

Coherent Shared Services B.V., Dieselstr. 5b, 64807 Dieburg, Germany

Petra.Wallenta(at)coherent.com

www.coherent.com

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news-2280Mon, 10 May 2021 12:07:06 +0200MPE: eROSITA beobachtet Erwachen massereicher Schwarzer Löcher http://photonicnet.de/Mit Hilfe der SRG/eROSITA-Himmelsdurchmusterung haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik zwei bisher unauffällige Galaxien identifiziert, die jetzt quasi-periodische Ausbrüche zeigen. Alle paar Stunden leuchten die Kerne dieser Galaxien im Röntgenlicht auf und erreichen dabei eine Leuchtkraft, die mit denen einer ganzen Galaxie vergleichbar ist. Dieses pulsierende Verhalten ist möglicherweise auf ein stellares Objekt zurückzuführen, das um das zentrale Schwarze Loch kreist. Da diese Galaxien relativ nah und klein sind, könnte diese Entdeckung den Wissenschaftlern helfen, besser zu verstehen, wie Schwarze Löcher in massearmen Galaxien aktiviert werden. Quasare oder "aktive galaktische Kerne" (AGN) werden oft als die Leuchttürme des fernen Universums bezeichnet. Die Leuchtkraft ihrer zentralen Region, in der ein sehr massereiches Schwarzes Loch große Mengen an Material akkretiert, kann tausendmal höher sein als die einer Galaxie wie unserer Milchstraße. Doch anders als ein Leuchtturm leuchten die AGN kontinuierlich.

„In der eROSITA-Himmelsdurchmusterung haben wir nun zwei bisher unauffällige Galaxien gefunden, deren Röntgenemission enorm und fast periodisch pulsiert“, sagt Riccardo Arcodia, Doktorand am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE), der Erstautor der jetzt im Fachjournal Nature veröffentlichten Studie. Diese Art von Objekten ist ziemlich neu: Nur zwei solcher Quellen waren bisher bekannt; beide wurden entweder zufällig oder in Archivdaten der letzten Jahre gefunden. „Diese neue Art von pulsierenden Quellen scheint besonders im Röntgenbereich auffällig zu sein. Deshalb haben wir uns entschlossen, eROSITA quasi „blind“ einzusetzen, anstatt gezielt zu suchen. Bei unserer Analyse der Daten haben wir sofort zwei weitere Quellen gefunden“, fügt er hinzu.

Das eROSITA-Teleskop scannt derzeit den gesamten Himmel im Röntgenbereich und die kontinuierlichen Daten sind gut geeignet, um nach veränderlichen Ereignissen wie diesen Eruptionen zu suchen. Beide neue Quellen, die von eROSITA entdeckt wurden, zeigten innerhalb weniger Stunden eine Röntgenvariabilität mit hoher Amplitude, was durch Folgebeobachtungen mit den Röntgenteleskopen XMM-Newton und NICER bestätigt wurde. Im Gegensatz zu den beiden bereits bekannten, ähnlichen Objekten zeigten die Galaxien dieser neuen, von eROSITA gefundenen Quellen keine Anzeichen einer früheren Aktivität ihrer Schwarzen Löcher.

„Es handelte sich um normale, durchschnittliche Galaxien mit einer recht kleinen Masse und inaktiven Schwarzen Löchern“, erklärt Andrea Merloni vom MPE, leitender Wissenschaftler bei eROSITA. „Ohne diese plötzlichen, sich wiederholenden Röntgeneruptionen hätten wir sie ignoriert.“ Die Wissenschaftler haben nun die Möglichkeit, die Umgebung von supermassereichen Schwarzen Löchern zu erforschen, die eine relativ geringe Masse von 100 000 bis 10 Millionen Mal der Masse unserer Sonne haben.

Quasi-periodische Emissionen, wie sie jetzt von eROSITA entdeckt wurden, werden typischerweise mit Doppelsternsystemen in Verbindung gebracht. Wenn die Ausbrüche auch in diesem Fall durch die Anwesenheit eines umkreisenden Objekts ausgelöst werden, muss dessen Masse viel kleiner sein als die des Schwarzen Lochs – in der Größenordnung eines Sterns oder eines Weißen Zwerges, der bei jeder Passage durch die enormen Gezeitenkräfte in der Nähe des Schwarzen Lochs teilweise auseinander gerissen werden könnte.

„Wir wissen immer noch nicht, was diese Röntgenausbrüche verursacht“, räumt Arcodia ein. „Aber wir wissen, dass die Nachbarschaft des Schwarzen Lochs bis vor kurzem ruhig war. Eine bereits existierende Akkretionsscheibe, wie sie in aktiven Galaxien vorhanden ist, ist also nicht erforderlich, um diese Phänomene auszulösen.“ Zukünftige Röntgenbeobachtungen werden helfen, das Szenario eines um das Schwarze Loch kreisenden Objektes einzuschränken oder auszuschließen und mögliche Änderungen der Umlaufzeit zu beobachten. Liegt tatsächlich ein derartiges Szenario vor, so könnte diese Art von Objekten sowohl mit elektromagnetischen als auch mit Gravitations-Wellen beobachtbar sein und damit neue Möglichkeiten der Multi-Messenger-Astrophysik eröffnen. 

Weitere Informationen

Kontakt:
Hannelore Hämmerle
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Gießenbachstraße 1
85748 Garching
E-Mail: pr@mpe.mpg.de
Internet: www.mpe.mpg.de

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetNewsAus den MitgliedsunternehmenForschung und WissenschaftPressemeldung
news-2278Thu, 06 May 2021 10:49:33 +0200Prof. Dr. Michael Kues neues Mitglied im Wissenschaftlichen Direktoriumhttp://photonicnet.de/Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat Prof. Dr. Michael Kues in sein Wissenschaftliches Direktorium berufen. Prof. Dr. Kues wird ab sofort mit seiner Expertise im Bereich Photonische Quantentechnologien das Gremium des LZH unterstützen. Prof. Dr. Kues leitet seit 2019 als Universitätsprofessor die Arbeitsgruppe Photonische Quantentechnologien der Leibniz Universität Hannover. Diese ist am Hannoverschen Zentrum für Optische Technologien (HOT) angesiedelt, an dem auch das LZH beteiligt ist.Prof. Dr. Kues war von 2018 bis 2019 Assistenzprofessor an der Aarhus Universitet in Dänemark, 2018 Marie-Skłodowska Curie Fellow an der University of Glasgow und zuvor Leiter der Gruppe “Nonlinear integrated quantum optics” am Institut National de la Recherche Scientifique des Centre Énergie Matériaux et Télécommunications (INRS-EMT) in Kanada. Er studierte Physik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und promovierte dort 2013 zum Dr. rer. nat.

Das Wissenschaftliche Direktorium des LZH berät den Vorstand bei der wissenschaftlichen und technischen Fragestellungen im Bereich Forschung und Entwicklung und gewährleistet die Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchs.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2277Thu, 06 May 2021 10:34:27 +0200Ideale Voraussetzungen für die Wasserstoffwirtschafthttp://photonicnet.de/Der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Dr. Bernd Althusmann, besuchte am 4. Mai zusammen mit dem Peiner Landtagsabgeordneten Christoph Plett (CDU) und Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel den Wasserstoff Campus auf dem Gelände der Robert Bosch Elektronik GmbH in Salzgitter. Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann, Institutsleiter des Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, stellte den Besuchern das interdisziplinäre Vorhaben von Forschung und Wirtschaft zur Nutzung grünen Wasserstoffes vor. »Der Standort Wasserstoff Campus Salzgitter bietet mit seiner Kombination aus Großindustrie und Wissenschaft ideale Voraussetzungen für den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft. Hier wird ein Teil der Salzgitterhilfe gut genutzt, um einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Niedersachsen zu leisten und die Unternehmen vor Ort fit zu machen für dieses bedeutende Zukunftsthema«, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann bei seinem Besuch. Der Minister erhielt Einblick in zwei der bereits gestarteten und vom Land geförderten Projekte, das Projekt »Fabriktransformation zur Dekarbonisierung von Fabriken« und das Projekt »Speicherung von Wasserstoff in Stahltanks«. Das dritte vorgestellte Projekt zur Konzeptionierung einer grünen Wasserstoffversorgung für die Region Salzgitter startet diesen Monat.

Der Wasserstoff Campus Salzgitter ist ein Verbundprojekt von kommunalen Akteuren, Forschung und Wirtschaft, um die wirtschaftlich tragfähige Versorgung und Verwendung von Wasserstoff in der Industrie zu erforschen und zu erproben. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Wasserstofftechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zur Nutzung unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte zu realisieren und als Ausbildungsplattform für Fach- und Führungskräfte zu etablieren.

Astrid Paus in Vertretung der Landesbeauftragten Dr. Ulrike Witt und Oberbürgermeister Klingebiel begrüßten die Gäste. »Der Wasserstoff Campus Salzgitter treibt die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft in Salzgitter voran. Unternehmen, Wissenschaft und Kommune arbeiten hier vorbildhaft zusammen. Nun kommt es darauf an, mit diesem Impuls die regionale Vernetzung weiter voranzutreiben. Unsere Region hat das Zeug zu einer national bedeutsamen Wasserstoffregion«, so Astrid Paus. Und Oberbürgermeister Frank Klingebiel ergänzt: »Unser Wasserstoff Campus ist ein Leuchtturmprojekt für den industriellen Aufbruch in ein klimaschonendes Zeitalter. Gemeinsam wollen wir unsere Stadt und unsere Region zum Vorreiter in Sachen Wasserstofftechnologie entwickeln und damit Vorbildfunktion übernehmen.«  Das Fraunhofer IST ist der wissenschaftliche Partner im Campus und begleitet alle Teilprojekte. Durch seinen starken Hintergrund bezüglich der ganzheitlichen Gestaltung von Produktionssystemen erarbeitet das IST gemeinsam mit der Industrie einen Fahrplan für die Dekarbonisierung von Fabriken unter Nutzung von Wasserstofftechnologien.

Zur Realisierung verschiedener Projektbestandteile und Bündelung der Aktivitäten entsteht auf dem Bosch-Gelände an der John-F.-Kennedy-Straße in Salzgitter ein Wasserstoff Campus mit Laboren und Büros. Gastgeber Michael Gensicke, Geschäftsführer der Robert Bosch Elektronik GmbH, und Rainer Krause, Geschäftsführer des regionalen Energieversorgers WEVG Salzgitter GmbH & Co. KG, präsentierten dem Minister das Vorhaben Fabriktransformation zur Dekarbonisierung der Wertschöpfung mit H2. In Kooperation mit dem Fraunhofer IST entsteht eine Pilotfabrik mit realer Wasserstoffinfrastruktur. Im Zuge dessen werden Simulationsmodelle in einem realen Umfeld validiert, praktische Erfahrungen zum Aufbau und Betrieb einer Wasserstoffinfrastruktur gesammelt und tragfähige Geschäfts- und Betriebsmodelle entwickelt. »Derzeit installieren wir Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) als Teil unserer Energieversorgung und planen, sie zeitnah in Betrieb zu nehmen. Auch der Anschluss an das Fernwärmenetz der WEVG wird aktuell realisiert. In naher Zukunft werden wir zusätzlich eine Photovoltaikanlage errichten. Wir nehmen immer mehr Tempo auf«, so Michael Gensicke, Geschäftsführer der Robert Bosch Elektronik GmbH. 

Zu den Voraussetzungen, um Wasserstoff in der Praxis einzusetzen, gehören Transport und Lagerung. Wasserstofftanks aus Stahl sind günstig herzustellen und außerdem recyclingfähig; die Werkstoffkosten sind vergleichsweise niedrig und die Fertigungsverfahren sehr wirtschaftlich. Der Einsatz höchstfester Stähle für Typ-I-Tanks wird bisher durch die sogenannte Wasserstoffversprödung limitiert. »Gemeinsam mit dem Fraunhofer IST möchten wir eine Barriere für die Stahloberfläche entwickeln, die die Wasserstoffversprödung verhindert. Das Vorhaben verspricht ein hohes Potenzial, die verwendeten Stahlfestigkeiten zu erhöhen und dadurch Gewicht, Kosten und CO2-Emmissionen noch weiter zu reduzieren«, so Dr. Benedikt Ritterbach, Geschäftsführer der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH.

Wie eine wirtschaftlich tragfähige Versorgung mit grünem Wasserstoff in Salzgitter Wirklichkeit werden kann? Der Wasserstoff Campus will diese Frage beantworten. Dazu startet im Mai 2021 eine Studie unter Leitung von MAN Energy Solutions und Fraunhofer IST. Lokale Erzeugung, Transport aus den Küstenregionen und der Import von Wasserstoff werden darin technisch und ökonomisch verglichen sowie ein relevanter Abnehmermarkt identifiziert und entwickelt, zum Beispiel im Schienenverkehr oder in der Stahlerzeugung. Dr. Dirk Rosenau-Tornow, Geschäftsführer des Konzernbetriebsrates der Volkswagen AG, sagt: »Wir als Konzernbetriebsrat freuen uns, dass über unsere Konzernmarke MAN Energy Solutions die ambitionierten Pläne des Wasserstoff Campus Salzgitter unterstützt werden. Denn grüner Wasserstoff hat das Potenzial, die industrielle Stahlherstellung zu dekarbonisieren und somit auch den CO2-Fußabdruck in der Produktionskette der Automobilherstellung nachhaltig zu reduzieren..«

Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann, Institutsleiter des Fraunhofer IST betont das Potenzial der Region für die Wasserstoffforschung: »Im Wasserstoff Campus Salzgitter bündeln die Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ihre Kompetenzen, um die industrielle Wasserstoffnutzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu demonstrieren und marktfähige Lösungen für eine Dekarbonisierung zu entwickeln. Das Fraunhofer IST bringt seine Expertise in der angewandten Forschung zu Wasserstofftechnologien ein. Gemeinsam wollen wir die Entwicklungspfade für nachhaltige Nutzungskonzepte von grünem Wasserstoff in Produktion und Mobilität realisieren. Wir sehen Salzgitter als Leuchtturmregion zur industriellen, nachhaltigen Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff.«

Kontakt:

Dr. Simone Kondruweit
Leitung Marketing und Kommunikation

Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
Bienroder Weg 54 e
38108 Braunschweig

Telefon +49 531 2155-535

https://www.ist.fraunhofer.de/

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2270Wed, 28 Apr 2021 10:30:07 +0200Laser Components: Professor-Hönle-Preis für Barbara Hopf http://photonicnet.de/Entwicklerin für wegweisende Promotion ausgezeichnet Dr.-Ing. Barbara Hopf, Bereichsleiterin Produktentwicklung bei LASER COMPONENTS, wurde am 22. April mit dem Professor-Hönle-Preis der Hochschule München ausgezeichnet. Wegen der Corona-Beschränkungen fand die Ehrung im Rahmen der Oskar-von-Miller-Feier dieses Mal im Internet statt.Mit der Auszeichnung, die 2021 erstmalig vergeben wird, würdigt die Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik herausragende Abschlussarbeiten aus den Bereichen Optik, Laser und Photonik. Hopf erhielt die Anerkennung für ihre Promotion „Faser-Bragg-Gitter-basierte Multi-Parameter-Messung zur Anwendung in Hochleistungsgeneratoren“.

Barbara Hopf spezialisierte sich bereits während ihres Ingenieurstudiums an der Fachhochschule München auf dem Gebiet der Fasertechnologie. Nach ihrer Promotion im Jahr 2019 stieg sie als Entwicklungsingenieurin bei LASER COMPONENTS ein, wo ihr Anfang 2021 die Leitung des Bereichs Produktentwicklung übertragen wurde. Ihr Verantwortungsbereich umfasst neben der Fasertechnologie auch die Neuentwicklung und Optimierung von optoelektronischen Komponenten wie Lasermodulen oder Detektoren.

 » Weitere Informationen

Kontakt:
LASER COMPONENTS GmbH
Werner-von-Siemens-Str. 15
82140 Olching
E-Mail: info(at)lasercomponents.com
Internet: www.lasercomponents.com

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetNewsAus den MitgliedsunternehmenPreise und AuszeichungenPressemeldung
news-2269Wed, 28 Apr 2021 09:24:22 +0200BMBF-Bekanntmachung: Quantum Futur - Runde 2http://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema Nachwuchswettbewerb „Quantum Futur – Runde 2“, Bundesanzeiger vom 26.04.2021Vom 23. Februar 2021

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, Projekte zu den Quantentechnologien in Nachwuchsgruppen auf der Grundlage des Programms „Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt“ (www.quantentechnologien.de) zu fördern. Das BMBF leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Mit dem Nachwuchswettbewerb „Quantum Futur – Runde 2“ werden die Ziele zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, insbesondere für den Bereich der qualifizierten Fachkräfte, konkret umgesetzt.

Bei der sogenannten zweiten Generation der Quantentechnologien steht der kontrollierte Quantenzustand einzelner oder gekoppelter Systeme im Vordergrund, d. h. seine gezielte Präparation, seine kohärente Kontrolle und nachfolgende Auslese. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten für neue Anwendungen in der Informationsübertragung und -verarbeitung, höchstpräzise und -sensible Mess- und Abbildungsverfahren oder auch die Überwindung heutiger Beschränkungen bei der Simulation komplexer Systeme.

Förderziel

Der Nachwuchswettbewerb „Quantum Futur“ hat den Aufbau nachhaltiger Forschungsstrukturen zum Ziel. Exzellente Nachwuchsköpfe sollen die Möglichkeit erhalten, den Übergang von Erkenntnissen der Grundlagenforschung in neuartige Anwendungen in der Industrie zu stimulieren. Gleichzeitig werden jungen Akademikerinnen und Akademikern beste Start- und Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches, wissenschaftliches Arbeiten geboten. Damit wird Abwanderungstendenzen aus der Forschungslandschaft in Deutschland entgegengewirkt, Rückkehrwillige werden motiviert sowie ausländische Forscherinnen und Forscher für den Forschungs- und Industriestandort Deutschland gewonnen. Dies dient dem Ziel, international gebildete Spitzenkompetenz, die in den Quantentechnologien gerade im außer­europäischen Ausland vorhanden ist für den Forschungsstandort Deutschland zu gewinnen und durch wissenschaftliche Qualifizierungsarbeiten zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts beizutragen.

Zuwendungszweck

Mit der Förderung im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs „Quantum Futur“ erhalten exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Möglichkeit, an einer Forschungseinrichtung in Deutschland eine eigene, ­unabhängige Nachwuchsgruppe aufzubauen und neue interdisziplinäre Forschungsansätze in den Quantentechnologien aufzugreifen. Dabei sollen sie sich mit ihren Forschungsarbeiten, der Führung der Nachwuchsgruppe und der Anleitung wissenschaftlichen Personals oder durch eine Unternehmensgründung für Leitungsaufgaben in Wirtschaft oder Forschung qualifizieren.

In der vorliegenden zweiten Runde dieses Wettbewerbs sollen neue Gruppen aufgebaut und dadurch existierende Lücken gefüllt und neue Forschungsschwerpunkte geschaffen werden. Es sollen insbesondere die Felder adressiert werden, in denen in der Forschungslandschaft in Deutschland besonderer Bedarf besteht (unter anderem Quantencomputing) und thematische Stärken gezielt genutzt werden können.

Kooperationen insbesondere mit bestehenden Arbeitsgruppen der beantragenden Institution, aber darüber hinaus auch mit anderen Forschungseinrichtungen und erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind explizit erwünscht. Damit werden der Aufbau weiterer eigener Kompetenzen und die intensive Vernetzung mit der Wissenschaftsgemeinschaft gefördert sowie Synergieeffekte durch die gemeinsame Nutzung vorhandener Geräte und Anlagen geschaffen. Um die Vernetzung der neuen Arbeitsgruppen untereinander und mit den relevanten Bereichen der Fach-Community zu stärken, sind darüber hinaus gemeinsame Tagungen bzw. Workshops geplant.

In der ersten Verfahrensstufe sind dem beauftragten Projektträger beurteilungsfähige Projektskizzen elektronisch über das Internetportal https://foerderportal.bund.de/easyonline/ vorzulegen. Diese Skizzen sind auf Englisch zu verfassen. Die Vorlagefrist endet am 30. Juni 2021.

Die vollständige Richtlinie finden Sie hier.

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news-2268Wed, 28 Apr 2021 08:59:34 +0200BMBF-Bekanntmachung: Quantentechnologien - Förderung von Forschungsarbeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungenhttp://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema "Quantentechnologien - Förderung von Forschungsarbeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf der Basis innovativer Laboraufbauten", Bundesanzeiger vom 26.04.2021Vom 16. April 2021

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) möchte Forschungsarbeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf der Basis neuer, innovativer Laboraufbauten auf der Grundlage des Programms ­„Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt“ (www.quantentechnologien.de) fördern. Das BMBF ­leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung, insbesondere den wichtigen Zielen, neue Quellen für neues Wissen zu erschließen, Deutschlands Zukunftskompetenzen zu entwickeln und die Wirtschaft beim Transfer von Forschungsergebnissen aus dem Bereich der Quantentechnologie in die Anwendung zu unterstützen.

Förderziel

Deutschland verfügt über herausragende universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitutionen mit gut ausgebildeten Fachkräften im Bereich der Quantentechnologien und vielen potentiellen Anwendern aus unterschiedlichen Branchen.

Das Themenfeld besitzt international jedoch eine große Dynamik. Damit einher gehen stetig wachsende Anforderungen an die Labortechnik. Forschung im Bereich der Quantentechnologien benötigt daher häufig kostenintensive ­Forschungsgeräte. So werden − um im globalen Innovationswettbewerb bestehen zu können und exzellente Beiträge leisten zu können − neueste und effizienteste Komponenten aus den Basistechnologien benötigt, um signifikante Fortschritte in den Quantentechnologien zu erzielen.

Das BMBF beabsichtigt daher, das Innovationspotential aktueller Forschungsarbeiten in den Quantentechnologien verstärkt zu befördern, indem entscheidende Fortschritte in Präzision, Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Effizienz experimenteller Labortechnik erzielt werden.

Ziel ist es, innovative Forschungsprojekte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu fördern, deren Bedarf an Sachmitteln die Grundausstattung und auch die nutzbare Ausstattung aus bereits laufenden Forschungsprojekten sowie die Fördermöglichkeiten durch spezifische Förderprogramme der Bundesländer weit übersteigt, und deren innovative Forschungsergebnisse einen deutlich beschleunigten Transfer in die Anwendung erwarten lassen. Insbesondere Fragestellungen zur anwendungsnahen Skalierung sollen eine Verwertung der Forschungsergebnisse in der Praxis beschleunigen.

Die Projekte sollen ferner dazu beitragen, bereits existierenden Forschungs- und Innovationspotentiale weiter zu profilieren und zu verbessern. Auf dieser Basis soll die institutseigene und auch die strategische Position Deutschlands in diesem Forschungsfeld mittel- bis langfristig gestärkt und gesichert werden.

Zuwendungszweck

Das BMBF unterstützt mit der Fördermaßnahme „Quantentechnologien – Förderung von Forschungsarbeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf der Basis innovativer Laboraufbauten“ im Rahmen wissenschaftlicher Einzelvorhaben an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die zur Bearbeitung ihrer Forschungsfragen einen hohen Anschaffungsbedarf über den aktuellen Stand der Technik hinaus aufweisen. Ziel ist es, dadurch einen deutlich beschleunigten Transfer der Vorhabenergebnisse in die gewerbliche Anwendung zu ermöglichen. Hierauf können dann im Anschluss erfolgversprechende industrielle Forschungs- und experimentelle Entwicklungsvorhaben auf­bauen.

Die Anschaffungen von innovativen Laboraufbauten sollen auch nach Vorhabenende einen hohen Mehrwert für die künftige Forschung erschließen. Dieser ist durch den Antragsteller darzustellen und die Bereitstellung des dafür notwendigen Personals und der Betriebsmittel nachzuweisen.

Mithilfe des FuE-Vorhabens und der darin getätigten strategischen Anschaffung im Bereich innovativer Laboraufbauten sollen entscheidende Fortschritte der Forschungsarbeiten bezogen auf einen späteren Transfer der Ergebnisse in die Praxis erzielt werden. Die Ergebnisse sollen genutzt werden, schneller konkrete Anwendungen der Quantentechnologien zu demonstrieren und im Anschluss beispielsweise durch industriegeführte Verbundprojekte die ­Innovationen beschleunigt in die gewerbliche Verwertung zu überführen.

In der ersten Verfahrensstufe sind dem beauftragten Projektträger bis spätestens 25. Mai 2021 beurteilungsfähige Projektskizzen in elektronischer Form über das Internetportal https://foerderportal.bund.de/easyonline/ vorzulegen.

Die vollständige Richtlinie finden Sie hier.

 

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news-2267Wed, 28 Apr 2021 08:29:18 +0200Miniaturisierte On-Chip Interferometer von vario-opticshttp://photonicnet.de/Die Singlemode-Technologie von vario-optics ermöglicht die Herstellung von hochminiaturisierten On-Chip-Richtkopplern, die als Mach-Zehnder-Interferometer für verschiedene sensorische Anwendungen eingesetzt werden können.Die planaren Wellenleiter von vario-optics werden vor allem für optische Sensoranwendungen, die auf Interferometrie basieren, eingesetzt.

Hier erhalten Sie eine Anwendungsbeschreibung sowie detaillierte, technische Hinweise.

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news-2266Tue, 27 Apr 2021 14:06:37 +0200Laservibrometrie für leise Drohnenhttp://photonicnet.de/Die Polytec GmbH mit Hauptsitz in Waldbronn bietet mit ihrer Lasermesstechnik eine innovative Lösung zur Analyse und Messung des Schwingungsverhaltens von Drohnen.Da Schwingungen störenden Schall erzeugen und dadurch die Funktionsweise technischer Systeme beeinträchtigen, ist die Entwicklung leiser Drohnen von großer Bedeutung. Voraussetzung hierfür ist die genaue Bestimmung des Schwingungsverhaltens des Drohnenflugkörpers und des Propellers. Mithilfe der „3D-Scanning-Laser-Doppler-Vibrometer“ kann die Oberflächenschwingung der Struktur in allen drei Richtungen dargestellt werden. Diese Messungen eignen sich beispielsweise für das experimentelle Auffinden von Zonen hoher Vibration oder zur Validierung von Finite-Elemente-Simulationen des Schwingungsverhaltens. Die Laservibrometer können darüber hinaus auch das Schwingungsverhalten der Propeller messen.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

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news-2265Tue, 27 Apr 2021 12:15:23 +0200Wissenschaftliche Publikationen online abrufbar http://photonicnet.de/Künftig stellt der Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz besondere wissenschaftliche Schriften einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. In der Publikationsreihe „WAIT – Wernigeröder Automatisierungs- und Informatik-Texte“ erscheinen etwa Ergebnisse aus Forschungsprojekten oder herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden. Bisher veröffentlicht sind wissenschaftliche Arbeiten zur Klimaanpassung und zu Künstlicher Intelligenz. Das Format ruhte einige Jahre und wurde nach einem ersten Auftakt 2019 und vier weiteren Publikationen Ende 2020 mit einer grafischen Neugestaltung der Titelseiten wieder aufgenommen.

Mit der Öffentlichkeit geteilt werden die Publikationen auf der Internetplattform „Share_it“, dem Open-Access- und Forschungsdaten-Repositorium der Hochschulbibliotheken in Sachsen-Anhalt. Dessen Betreiberin ist die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die WAIT-Veröffentlichungen sind frei und kostenlos für alle Interessierten über die Internetseiten des Fachbereichs Automatisierung und Informatik unter www.hs-harz.de/wait oder direkt über den „Share_it“-Server zugänglich.

Neben „WAIT“ gibt es mit den „Harzer Hochschultexten“ eine weitere Publikationsreihe, die an der Hochschule Harz wieder aufgenommen wird, hierin sind Veröffentlichungen aus allen Fachbereichen vorgesehen.

Pressekontakt:

Janet Anders
Pressesprecherin
Leiterin Dezernat Kommunikation und Marketing
Friedrichstraße 57-59
D-38855 Wernigerode

Telefon +49 3943-659-822
E-Mail janders(at)hs-harz.de

www.hs-harz.de
facebook.com/hochschuleharz
twitter.com/HS_Harz
instagram.com/hochschule_harz

 

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news-2264Tue, 27 Apr 2021 11:25:50 +0200Erfolgreiche Seed-Finanzierungsrunde für Twenty-One Semiconductorshttp://photonicnet.de/Das Start-Up und Photonics BW Mitglied Twenty-One Semiconductors aus Stuttgart erhält eine Finanzierung vom Hightech Gründerfonds (HTGF) für die Entwicklung eines Portfolios von innovativen Kristallen für Lasermodule.Twenty-One Semiconductors (21S) ist ein Spin-Off der Universität Stuttgart und widmet sich der Herstellung von halbleiterbasierten Laserkristallen für die Anwendung in der Biomedizin. Im Gegensatz zu roten und blauen Lasermodulen sind für den grünen und gelben Spektralbereich keine effizienten Laserdioden verfügbar, was in diesem Bereich häufig zum Einsatz von komplexen und teuren Festkörperlasern führt. 21S hat daher auf Grundlage von Forschungsarbeiten des Instituts für Halbleiteroptik und Funktionelle Grenzflächen an der Universität Stuttgart einen innovativen Laserkristall für die unkomplizierte Erzeugung von sichtbarer Laserstrahlung entwickelt. Das sogenannte „MEXL (Membrane external-cavity Laser) – Laserkonzept unterstützt Laserhersteller bei der Entwicklung kompakter und effizienter Lasermodule im grün-gelben Spektralbereich. Das Investment des HTGF möchte 21S für die Entwicklung eines Portfolios an MEXL-Kristallen nutzen.

Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.

Wir gratulieren 21S sehr herzlich zur Finanzierung durch den HTGF sowie zur Entwicklung dieses innovativen Laserkristalls und wünschen viel Erfolg beim Aufbau des Portfolios!

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news-2263Tue, 27 Apr 2021 09:32:16 +0200Wissenschaftsrat empfiehlt Bau des Forschungsgebäudes „OPTICUM – Optics University Center and Campus“http://photonicnet.de/Rund 54 Millionen Euro für einen Forschungsbau der Leibniz Universität: Hannover bekommt ein neues Optikzentrum. Smartphone-Kameras, Online-Streaming per optischer Glasfaser, Laserschweißen von Autokarosserien und 3D-Abbildungen in der Medizin: Optische Technologien machen unseren digitalen Alltag erst möglich. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters „PhoenixD: Photonics, Optics, and Engineering – Innovation across Disciplines“ an der Leibniz Universität Hannover (LUH) arbeiten daran, die Leistungsfähigkeit dieser Schlüsseltechnologien weiterzuentwickeln. Künftig werden vrs. 120 Forschende aus den Fachgebieten Physik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Mathematik, Informatik und Chemie gemeinsam unter einem Dach an der Präzisionsoptik der Zukunft arbeiten. Der Wissenschaftsrat hat am 23.4.2021 empfohlen, den Forschungsbau „OPTICUM – Optics University Center and Campus“ zu fördern. Dieser wird – vorbehaltlich der abschließenden Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) – mit 54,2 Millionen Euro finanziert. Der Bund und das Land Niedersachsen beteiligen sich jeweils zur Hälfte an der Finanzierung.

„Ich gratuliere unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diesem herausragenden Erfolg“, sagt der Präsident der Leibniz Universität Prof. Dr. Volker Epping. „Die LUH weist die Bedeutung der optischen Technologien bereits durch einen eigenen Forschungsschwerpunkt und eine eigene Forschungsschule, die einer Fakultät vergleichbar ist, aus. Es ist folgerichtig und freut mich sehr, dass dieses Zukunftsthema nun auch durch einen neuen Forschungsbau untermauert wird und wissenschaftspolitisch Würdigung und Unterstützung erfährt. Die Förderempfehlung für das OPTICUM bedeutet zugleich eine weitere Stärkung unseres Exzellenzclusters PhoenixD, der Leibniz Universität und damit auch des Wissenschaftsstandorts Hannover.“

Forschungsbau ermöglicht Aufbau einer vernetzten Produktionsplattform

„Unser OPTICUM wird das Forschungsgebäude für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der sechs verschiedenen Disziplinen sein, die gemeinsam an der Digitalisierung der Optikforschung und Optikproduktion arbeiten“, sagt Prof. Dr. Uwe Morgner, Vorstandssprecher des Exzellenzclusters PhoenixD. „Wir alle freuen uns außerordentlich über die Empfehlung. Jetzt können wir mit Unterstützung von Bund, Land und Landeshauptstadt im Wissenschaftspark den Optik-Campus aufbauen.“ Die Optikforscherinnen und -forscher der LUH untersuchen zusammen mit Projektpartnern der TU Braunschweig und des Laser Zentrum Hannover e. V., wie komplexe Optiksysteme durch moderne Fertigungsverfahren – beispielsweise den 3D-Druck – für einen Bruchteil des heutigen Preises in einer kurzen Entwicklungszeit realisiert werden können.

Ermöglicht wird der angestrebte Paradigmenwechsel in der Optikproduktion durch zwei Trends: leistungsstärkere Datenverarbeitung und verbesserte (additive) Fertigungsmethoden.
Dadurch können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine digital und physikalisch vernetzte Produktions-Plattform für optische Bauteile und Systeme realisieren.

Dafür sind nicht nur Mess- und Produktionstechnik und viel Rechenleistung nötig, sondern auch die Entwicklung von Algorithmen sowie neuartiger optischer Verbundmaterialien bestehend u.a. aus Glas und Kunststoff. Mit der im künftigen Forschungsbau geplanten Produktions-Plattform kann die Qualität der Optiken während der laufenden Fertigung nicht nur kontrolliert, sondern es können Fertigungsmängel in Echtzeit korrigiert werden. Dabei zählen eine Steigerung der Präzision sowie die Senkung des Ressourcen- und Energieverbrauchs gegenüber dem jetzigen Stand der Technik zu den Forschungszielen. Um diese Ziele zu erreichen, müssen in den nächsten zehn Jahren noch viele grundlegende Fragen beantwortet werden.

Derzeit arbeiten die Optikforscherinnen und -forscher dezentral an einzelnen Produktionsabschnitten. Viele Großgeräte für die Produktionshalle in Höhe von zwölf Millionen Euro beschafft die LUH während der Bauphase u.a. aus Mitteln ihres Exzellenzclusters PhoenixD und des Europäischen Strukturfonds. Im neuen Forschungsbau stehen dann ausreichend Büros, Labore und Versuchshallen bereit, um die vollständig vernetzte Produktionsplattform an einem Ort zusammenzusetzen und daran gemeinsam, interdisziplinär zu arbeiten.

Hannover hat lange Tradition in der Optikforschung

Mit dem OPTICUM will die LUH seit Jahrzehnten bestehende Forschungsaktivitäten in den Bereichen Optik, Produktionstechnik, Materialentwicklung und Informatik an einem Ort zusammenführen. Die Leitung des OPTICUMS übernimmt die im Frühjahr 2020 gegründete Leibniz-Forschungsschule für Optik & Photonik (LSO). Sie ist eng mit dem Exzellenzcluster PhoenixD verknüpft und in ihrer Struktur einer Fakultät gleichgestellt. Enge Verbindungen bestehen u.a. mit der Quantenphysik am Hannover Institute of Technology (HITec) und dem Quantum Valley Lower Saxony (QVLS).

„Das OPTICUM ist ein weiterer Meilenstein in der außerordentlich erfolgreichen Entwicklung der optischen Technologien als verbindendes Schwerpunktthema zwischen der angewandten Physik und der Produktionstechnik an der Leibniz Universität Hannover und es wird nachhaltig die strategische Weiterentwicklung der Leibniz Universität Hannover voranbringen. Wir freuen uns sehr darüber“, sagt Prof. Dr.-Ing. Ludger Overmeyer, Mitglied im Vorstand des Exzellenzclusters PhoenixD.

Schon jetzt können sich Studierende mit dem Masterstudiengang Optical Technologies, der auch in englischer Sprache angeboten wird, an der LUH auf eine Tätigkeit in dieser Wachstumsbranche vorbereiten. Den Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn bietet eine Promotion an der Graduiertenschule von PhoenixD.

Forschungsbau entsteht im Norden Hannovers

Das OPTICUM soll im Wissenschaftspark Hannover-Marienwerder errichtet werden. Der Standort an der Pascalstraße wird über eine eigene Stadtbahnhaltestelle gut erreichbar sein und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Laser Zentrum Hannover e. V. sowie den beteiligten Instituten auf dem Campus Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover in Garbsen. In der Nachbarschaft befinden sich zudem das Technologiezentrum, das Institut für integrierte Produktion sowie der im Aufbau befindliche Technopark Hannover, in dem sich bereits zahlreiche innovative Unternehmen aus dem Bereich Forschung und Wissenschaft angesiedelt haben.

„Die Ansiedlung des OPTICUMS ist ein großartiger Erfolg für die exzellente Forschung in Hannover und zeigt die Vorzüge des Wissenschaftsparks Hannover-Marienwerder als idealen Standort für Innovation und Forschungsansiedlung“, erläutert Oberbürgermeister Belit Onay. Der Wissenschaftspark mit seiner herausragenden Landschaftsgestaltung bietet Studierenden wie Mitarbeitenden der Unternehmen eine attraktive Umgebung, die gern genutzt wird. Gleichzeitig hält die Landeshauptstadt weitere Flächen für Forschungsansiedlungen vor. Der geplante, vierstöckige Bau des OPTICUMS verfügt über eine Nutzfläche von gut 4.000 Quadratmetern. Mit dem Bau soll 2022 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2026 geplant.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover und Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter vonMuenchhausen@zuv.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Verfasst von Sonja Smalian

Kontakt:

Sonja Smalian
Cluster of Excellence PhoenixD
Leibniz University Hannover
Welfengarten 1 A
30167 Hannover

Mail: sonja.smalian(at)phoenixd.uni-hannover.de

https://www.phoenixd.uni-hannover.de/de/

 

 

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news-2261Fri, 23 Apr 2021 09:17:07 +0200Millionenförderung für die Suche nach „Neuer Physik“ http://photonicnet.de/Prof. Dr. Piet O. Schmidt erhält ERC Advanced Grant der EU – 2,5 Millionen Euro für ein fünfjähriges Projekt.

Gemeinsame Presseinformation mit der Leibniz Universität Hannover 22.04.2021

Es geht um fundamentale Fragen der modernen Grundlagenphysik: Ist unsere Beschreibung der Natur vollständig? Was ist dunkle Materie? Ändern sich Naturkonstanten mit der Zeit oder dem Ort? Theoretische Vorhersagen bescheinigen optischen Uhren basierend auf hochgeladenen Ionen eine 20-fach größere Empfindlichkeit gegenüber diesen Effekten im Vergleich zu bisherigen Uhren. Mit einem Konzept zur erstmaligen Realisierung solch spezieller Uhren, bei denen die hochgeladenen Ionen mithilfe vom Quantentechniken kontrolliert und über Laserspektroskopie gemessen werden, hat Prof. Dr. Piet O. Schmidt (Physikalisch-Technische Bundesanstalt und Leibniz Universität Hannover) jetzt eine der angesehensten Forschungsförderungen eingeworben: einen ERC Advanced Grant. Damit stellt der Europäische Forschungsrat (ERC) knapp 2,5 Millionen Euro für ein fünfjähriges Projekt zur Verfügung. Schmidts Ziel: eine mindestens 10-fache Verbesserung der Grenzen für neue Kräfte und Änderungen von Naturkonstanten zu erreichen und mit seinen neuartigen Messverfahren auch wichtige Fragestellungen in der Astronomie und Plasmaphysik zu adressieren.

Dem geplanten Projekt hat Schmidt den Namen FunClocks gegeben, wobei „Fun“ für „Fundamentale Physik“ steht. Dass der Name auch an „Spaß“ erinnert, ist Schmidt nicht unangenehm: „Es macht schon Freude, auf diesem Niveau zu forschen“, sagt er. Schmidt ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Quantenlogikspektroskopie. Dabei wird die optische Spektroskopie mit Methoden der Quantentechnologie kombiniert: Die Forschenden nutzen die Tatsache, dass zwei verschiedene Teilchen quantenmechanisch gekoppelt sein können. So verwenden sie ein sogenanntes Logik-Ion für die Manipulationen und Kontrolle (wie etwa extreme Kühlung und die anschließende spektroskopische Messung), um letztlich etwas über ein anderes Ion herauszufinden. Genau dieselben Methoden werden auch im „Quantum Valley Lower Saxony“ (QVLS) eingesetzt, um einen 50-Qubit-Quantencomputer aufzubauen. „Wir profitieren bei unseren Experimenten von dem einmaligen Umfeld mit der PTB als nationalem Metrologieinstitut, der Leibniz Universität, der Technologieentwicklung im Rahmen von QVLS und der Grundlagenforschung zu „Neuer Physik“ im Rahmen des Exzellenzclusters QuantumFrontiers“, hebt Schmidt, der auch Sprecher des „Quantum Valley Lower Saxony“ ist, hervor.

In ihrem jüngsten Experiment verwendete Schmidts Team die Kombination Beryllium (als Logik-Ion) und hochgeladenes Argon (als Spektroskopie-Ion, also das eigentliche Objekt ihres Interesses). Damit erreichten sie, in enger Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg, eine Verbesserung von neun Größenordnungen gegenüber früheren Aufbauten, bei denen hochgeladene Ionen in Elektronenstrahl-Ionenfallen erzeugt und untersucht wurden. Mit dieser gewaltigen Erhöhung der Genauigkeit gelang ihnen der Durchbruch für den Einsatz hochgeladener Ionen in der hochpräzisen Spektroskopie, wie sie in optischen Atomuhren verwendet wird.

Ein hochgeladenes Ion ist ein Atom, das viele Elektronen verloren hat und daher eine hohe positive Ladung aufweist. Je höher geladen ein Ion, desto näher befinden sich die verbleibenden Elektronen am Atomkern und desto schneller bewegen sie sich auch. Dies führt zur hohen Empfindlichkeit dieser Ionen gegenüber Effekten, die die „Neue Physik“ postuliert, bei gleichzeitiger Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Störeffekten. „Daher eignen sich die hochgeladenen Ionen besonders gut für optische Uhren“, sagt Schmidt. „Durch unsere neue Methode können wir hochgeladene Ionen in unterschiedlichsten Ladungszuständen untersuchen. Dadurch bekommt das Periodensystem eine dritte Dimension, nämlich den Ladungszustand“, erläutert Schmidt. Damit will sein Team optische Atomuhren mit unterschiedlichen Spezies bauen, die nach ihren Eigenschaften ausgewählt werden können: etwa im Hinblick auf ihre Eignung, dunkle Materie und mögliche Änderungen der Feinstrukturkonstante nachzuweisen, oder im Hinblick darauf, dass sie bei der Suche nach bislang unentdeckten sogenannten „fünften Kräften“ hilfreich sind. Diese Kräfte werden in Theorien der Neuen Physik wie der Stringtheorie vorhergesagt, konnten aber bisher selbst mit den besten verfügbaren Messungen nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Während dies ein Feld ausschließlich für Messungen größter Genauigkeit ist, will das Team im Projekt auch weitere, etwas einfachere Methoden der Präzisionsspektroskopie an hochgeladenen Ionen entwickeln, die dann vielfältige Anwendung etwa in der Astronomie oder der Plasmaphysik finden könnten.

Der ERC Advanced Grant ist einer der höchstdotierten Forschungsförderungs-Auszeichnungen überhaupt. Mit ihm unterstützt der Europäische Forschungsrat der EU internationale Top-Forschende bei grundlegenden Projekten von besonderer, international bedeutsamer Tragweite und Zukunftsfähigkeit.
es/ptb

Über den ERC
Der Europäische Forschungsrat, der 2007 von der Europäischen Union gegründet wurde, ist die wichtigste europäische Förderorganisation für exzellente Pionierforschung. Jedes Jahr wählt er die besten und kreativsten Forschenden jeder Nationalität und jeden Alters aus, um Projekte in Europa durchzuführen. Der ERC bietet vier zentrale Förderprogramme an: Starting, Consolidator, Advanced und Synergy Grants. Mit dem zusätzlichen Förderprogramm „Proof of Concept“ hilft der ERC den Geförderten, die Lücke zwischen ihrer bahnbrechenden Forschung und den frühen Phasen ihrer Kommerzialisierung zu schließen. Bis heute hat der ERC fast 10 000 Forschende in verschiedenen Karrierestufen und mehr als 70 000 Postdoktoranden, Doktoranden und andere Mitarbeiter in ihren Forschungsteams gefördert. Der ERC wird von einem unabhängigen Leitungsgremium, dem wissenschaftlichen Rat, geleitet. Der Präsident des ERC ist Professor Jean-Pierre Bourguignon. Das Gesamtbudget des ERC für die Jahre 2021 bis 2027 beträgt mehr als 16 Milliarden Euro und ist Teil des Programms „Horizon Europe“, für das die EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, Mariya Gabriel, zuständig ist.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Piet O. Schmidt, Leiter des QUEST-Instituts für experimentelle Quantenmetrologie, eines gemeinsamen Instituts der Leibniz Universität Hannover und der PTB, Telefon: (0531) 592-4700, piet.schmidt(at)quantummetrology.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2259Thu, 22 Apr 2021 08:59:36 +0200Beschichtungen auf Großoptiken für PW-Laser und Linienstrahlsysteme mit hoher LIDT http://photonicnet.de/LASEROPTIK bietet Beschichtungen mit IBS (lonenstrahl-Sputtern) auf großen Substraten bis zu einem Durchmesser von 500 mm oder entsprechenden rechteckigen Formaten an. Beschichtungsdesigns können für hohe LIDT und komplexe GDD-Spezifikationen optimiert werden, z.B. für Petawatt-Laseranwendungen. LASEROPTIK kann entweder Auftragsbeschichtung oder fertige Optik anbieten. Darüber hinaus hat LASEROPTIK IBS-Beschichtungsmaschinen für lange Optiken mit einer Länge von bis zu 2 Metern aufgebaut, die in industriellen Laserlinienstrahlsystemen zum Einsatz kommen. Zur Ausrüstung gehören zudem Zygo-Interferometer für große Substrate, Ultraschall-Reinigungssysteme und Substrathandlingswerkzeuge. Die Reproduzierbarkeit der Prozesssteuerung wird durch optisches Breitbandmonitoring gewährleistet.

Kontakt

LASEROPTIK GmbH
Horster Str. 20
30826 Garbsen / OT Frielingen
Dr. Wolfgang Ebert
Tel.: +49 5131 / 45 97-0
Fax: +49 5131 / 45 97-20
E-Mail: webert(at)laseroptik.de
Web: www.laseroptik.de

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2258Thu, 22 Apr 2021 08:55:10 +0200Einfache Sensorlösung für automatisierte Qualitätsprüfunghttp://photonicnet.de/Mit der SensorApp Quality Inspection und den neuen All-in-One-Vision-Sensoren InspectorP62x bietet das Photonics BW Mitglied SICK eine einfache Lösung für die Qualitätssicherung in der Fabrikautomation. Die SensorApp ist in der gesamten InspectorP6xx-Baureihe der 2D-Vision-Sensoren von SICK vorinstalliert.Hohe Produkt- und Prozessqualität einzuhalten, sind etablierte Aufgaben in jeder Produktionsanlage. Vor allem im fortschreitend automatisierten Umfeld gilt es deshalb, auch die Qualitätssicherung zu automatisieren. Während Kunden von qualitativ hochwertigen Produkten profitieren, erhöhen Unternehmen ihre Produktionsmengen und -geschwindigkeit bei gleichzeitig reduzierten Ausschussraten und Stillstandzeiten.

Mit der neuen SensorApp Quality Inspection auf den 2D-Vision-Sensoren der InspectorP6xx-Baureihe lässt sich die Inspektion von Produktion, Montage und Verpackung oder die Lokalisierung und Vermessung von Teilen jetzt einfach automatisieren. Auch das Prüfen, Zählen und Messen von Produktmerkmalen stellt für die neue Sensorlösung keine Herausforderung dar. Die SensorApp stellt sicher, dass die produzierten Artikel genau die geforderte Qualität hinsichtlich des Vorhandenseins und der Abmessungen von Details aufweisen.

Auf der Basis von SICK Nova lassen sich Anwendungen direkt im Webbrowser lösen: Werkzeuge zur Bildverarbeitung und -integration können nach Bedarf konfiguriert und kombiniert werden. Der Anwender kann einfach Standard- und kundenspezifische SICK Nova-Werkzeuge hinzufügen, um die Funktionalität zu erweitern. Kundenspezifische Werkzeuge sind benutzerdefiniert und ermöglichen die schnelle Lösung spezieller Inspektionsanforderungen. Sie können von jedem mit einer SICK AppSpace-Lizenz erstellt werden.

Mit dem neuen InspectorP62x hat SICK einen industriellen All-in-One-Vision-Sensor auf den Markt gebracht. Der 2D-Vision-Sensor ist einfach zu bedienen, kompakt und vielseitig einsetzbar. Das integrierte System aus elektronisch einstellbarer Optik und flexibler Beleuchtung liefert sofort nach dem Auspacken hochwertige Bilder. Sowohl erfahrene als auch unerfahrene Anwender können den Sensor über eine leicht zugängliche und intuitive Web-Benutzeroberfläche im Handumdrehen konfigurieren. Der InspectorP62x ist programmierbar und kann über SICK AppSpace konfiguriert werden. Die Funktionalität des InspectorP62x kann dank der wachsenden Anzahl von SICK Nova-Tools und SensorApps bei Bedarf durch kundenspezifische Entwicklungen erweitert oder ersetzt werden.

Über SICK Nova

SICK Nova ist die modulare und einfach zu bedienende Basis für Machine Vision SensorApps. Diese Grundlage ermöglicht eine schnelle kundenspezifische Anpassung der SensorApps. SICK Nova ist Teil des SICK AppSpace-Ökosystems.

Ansprechpartner

Melanie Jendro │PR Manager │melanie.jendro@sick.de

+49 7681 202-4183 │+49 151 741 035 31

SICK ist einer der weltweit führenden Lösungsanbieter für sensorbasierte Applikationen für industrielle Anwendungen. Das 1946 von Dr.-Ing. e. h. Erwin Sick gegründete Unternehmen mit Stammsitz in Waldkirch im Breisgau nahe Freiburg zählt zu den Technologie- und Marktführern und ist mit mehr als 50 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2019 beschäftigte SICK mehr als 10.000 Mitarbeiter weltweit und erzielte einen Konzernumsatz von rund 1,8 Mrd. Euro. Weitere Informationen zu SICK erhalten Sie im Internet unter http://www.sick.com oder unter Telefon +49 (0)7681202-4183

 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den Mitgliedsunternehmen
news-2257Wed, 21 Apr 2021 11:56:28 +0200Connecting Optical Technologies mit LightTranshttp://photonicnet.de/#LightTrans International vermarktet weltweit Lösungen für den gesamten Entwicklungszyklus von optischen Komponenten. Alle Produkte und Dienstleistungen basieren auf der Optikdesign-Software #VirtualLab Fusion, die verschiedene Methoden zur Lichtausbreitung, vom Raytracing bis hin zur schnellen Physikalischen Optik, für Anwendungen wie Lichtformung, optische Messtechnologie, Abbildungssysteme, Lasersysteme und Virtual & Augmented Reality bereitstellt.Interessiert an VirtualLab Fusion?
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Mehr Informationen finden Sie hier:
www.lighttrans.com

https://www.lighttrans.com/resources/trial-software.html

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Kontakt

LightTrans International UG
Kahlaische Str. 4
07745 Jena
Germany
Telefon:    +49 (0) 3641 53129 00
Fax:          +49 (0) 3641 53129 01
E-Mail:      info(at)lighttrans.com
Website:  www.lighttrans.com

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news-2256Wed, 21 Apr 2021 09:38:28 +0200Applied Photonics Award 2021: Nachwuchspreis für Angewandte Photonik ausgeschrieben http://photonicnet.de/Vom 1. April bis zum 30. Juni können sich Studierende und Promovierende wieder mit ihrer Abschlussarbeit für den Nachwuchspreis des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF bewerben. Mit dem »Applied Photonics Award« werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit innovativen optischen Technologien für Gesellschaft und Wirtschaft auseinandersetzen. Es winken bis zu 3.000 € Preisgeld. Hochqualifizierten Nachwuchs fördern und schon frühzeitig neue Ideen im Bereich der Angewandten Photonik würdigen – das ist das Ziel des »Applied Photonics Awards«, dem Nachwuchspreis des Fraunhofer IOF aus Jena.

Prämiert werden insgesamt drei Abschlussarbeiten in den Kategorien Bachelor, Master/Diplom und Dissertation. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken neben einem Preisgeld wertvolle Karrierekontakte in die Photonik- und Optikbranche. Die Preisgelder sind wie folgt gestaffelt:
Kategorie A: Beste Bachelorarbeit (1.000 €)
Kategorie B: Beste Masterarbeit (2.000 €)
Kategorie C: Beste Dissertation (3.000 €)

Wer darf sich bewerben?
Teilnahmeberechtigt sind alle Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen (in deutscher oder englischer Sprache), die in den Jahren 2020 oder 2021 an einer deutschen Universität oder Hochschule eingereicht wurden und bis zur Abgabe der Bewerbung als »bestanden« gelten.
Die Fachrichtung spielt dabei keine Rolle: Die Spanne ehemaliger Preisträger reicht von Physik über Optometrie bis Gartenbauwissenschaften. Ausschlagend für die Auszeichnung ist, dass sich die Arbeiten mit innovativen und wirtschaftlich verwertbaren optischen Technologien für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften befassen.

Preisverleihung bei den internationalen »Photonics Days«
Die Verleihung des »Applied Photonics Awards« findet im September 2021 im Rahmen der »Photonics Days« statt, einem internationalen Karriere- und Netzwerkevent, veranstaltet von Fraunhofer IOF sowie der Max Planck School of Photonics. Die Veranstaltung wird in diesem Jahr als hybrides Format umgesetzt. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten dabei die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit vor einem Fachpublikum zu präsentieren. Auch bietet sich die Möglichkeit zur Vernetzung mit Vertreterinnen und Vertretern hochrangiger Unternehmen der Optik- und Photonikindustrie.
Das Fraunhofer IOF schreibt den »Applied Photonics Award« in diesem Jahr bereits zum vierten Mal aus. Die Tradition, auf der der Preis ruht, reicht dabei deutlich länger zurück: Der Award für Angewandte Photonik löste 2018 den »Green Photonics«-Nachwuchspreis ab, der seit 2012 vom Institut verliehen wurde.
Die diesjährige Verleihung des »Applied Photonics Awards« erfolgt erneut mit freundlicher Unterstützung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sowie der Unternehmen Active Fiber Systems, JENOPTIK und TRUMPF.

Bewerbungen werden bis zum 30. Juni unter app@iof.fraunhofer.de angenommen.

 » Weitere Informationen             

Kontakt:
Fraunhofer IOF
Albert-Einstein-Str. 7
07745 Jena
E-Mail: info(at)iof.fraunhofer.de
Internet: www.iof.fraunhofer.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetNewsPreise und Auszeichungen
news-2255Wed, 21 Apr 2021 09:32:04 +0200BMBF: Photonik für die digital vernetzte Welt – schnelle optische Kontrolle dynamischer Vorgängehttp://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema Photonik für die digital vernetzte Welt – schnelle optische Kontrolle dynamischer Vorgänge, Bundesanzeiger vom 20.04.2021Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt das Themenfeld „Photonik für die digital vernetzte Welt – schnelle optische Kontrolle dynamischer Vorgänge“ auf der Grundlage des Programms „Photonik Forschung Deutschland“ (www.photonikforschung.de) zu fördern. Mit der schnellen Umwandlung optisch erfasster Daten in nutzbare Informationen liefert die Photonik eine wichtige Schnittstelle für die Digitalisierung der analogen Welt. Das BMBF leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung durch den Ausbau der technologischen Basis und die Sicherung der technologischen Souveränität Deutschlands.

Mit der Fördermaßnahme verfolgt das BMBF das Ziel, den Transfer innovativer Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Schlüsseltechnologie Photonik zu unterstützen und damit wichtige Beiträge für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit sowie für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu leisten.

 

1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

Lastkraftwagen oder Schilderbrücke, ein Mensch oder sein Schatten – die Mustererkennung im Straßenverkehr ist nur ein illustrierendes Beispiel des Alltags, in dem ein optimiertes Zusammenwirken von optischer Sensorik und einer echtzeitfähigen Datenverarbeitung mit geringer Latenz den Schlüssel für eine automatisierte und zuverlässige Erfassung und Interpretation von Vorgängen und Umgebungen darstellen würde. Insbesondere bei komplexen und/oder dynamischen Situationen besteht Forschungsbedarf.

Die optische Sensorik ist in der Lage, solche Situationen und Vorgänge hochdynamisch zu erfassen. Zumeist werden dabei bildgebende Verfahren genutzt, die in der Lage sind, immer detailliertere Informationen zu erfassen. Dies geht einher mit großen Datenmengen, die eine aufwendige Auswertung (leistungsfähige Hardware, lange Rechenzeiten) erfordern, um nutzbare Informationen oder Handlungsanweisungen zu erlangen. Bei vielen Anwendungen ist die schnelle Bereitstellung und Klassifizierung der notwendigen Informationen eine kritische Herausforderung, um beispielsweise die Echtzeitfähigkeit im Sinne des zuverlässigen Vorliegens eines Ergebnisses innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne sicherzustellen. Um dies zu erreichen, muss ein besonderer Fokus auf die Reduktion von Latenzen bei der Datenauswertung gelegt werden. Die gleichzeitige Reduktion der Hardware-Anforderungen erweitert den ­Einsatzbereich solcher Systeme und ermöglicht letztlich die Realisierung eines Internet of Things, das sehen und verstehen kann.

Im Kontext des Industrial Internet of Things gehören zu den wichtigen Treibern immer strengere Qualitätsvorgaben in Verbindung mit kleiner werdenden Losgrößen. Zunehmend werden Stichproben durch eine 100 %-Prüfung ersetzt. Produktionsschritte werden lückenlos dokumentiert und sind rückverfolgbar, insbesondere bei sicherheitskritischen Produkten. Reale Produkte erhalten digitale Zwillinge, die sie während ihres gesamten Lebenszyklus begleiten. Neue Geschäftsmodelle produzierender Unternehmen basieren neben der Technologieführung künftig immer häufiger auch auf der Verknüpfung von Maschinen und Services zu sogenannten Smart Products, woraus eine zunehmende Bedeutung einer Remote-Kontrolle von Fertigungsprozessen oder gar vollständig autonom agierender Produktionssysteme resultiert. Machine Vision im Sinne von Sehen und Verstehen ist dabei eine Schlüsselkomponente. Bildverarbeitungssysteme wandeln sich dabei vom Inspektor zum Optimierer. Sie ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Trends in Produktionsprozessen, so dass rechtzeitig gegengesteuert werden kann.

Förderziel

Basierend auf dem zuvor skizzierten Handlungsbedarf verfolgt die vorliegende Förderrichtlinie das Ziel, innovative photonische Systemlösungen für die Steuerung dynamischer Vorgänge zu realisieren und so Anwender und Anbieter in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, so dass diese ihre Position auf dem nationalen und internationalen Markt festigen und weiter auszubauen können.

Unmittelbar diesem Ziel zugeordnet ist das Bestreben, nachhaltige Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entlang der unterschiedlichen Fragestellungen aus dem Bereich der photonischen Kontrolle dynamischer Vorgänge zu initiieren und auszubauen, um so einen wirksamen Transfer von Forschungsergebnissen in innovative Dienstleistungen und Produkte zu erreichen.

Förderzweck

Dazu muss das gesamte System betrachtet werden, bestehend aus optischer Sensorik (gegebenenfalls inklusive Lichtquelle), einer sensorspezifischen schnellen Datenauswertung, der Ausgabe geeigneter Steuerparameter sowie der Nutzung dieser Informationen. Im Zentrum stehen ganzheitliche Ansätze, die alle Glieder dieser Kette sowie das Zusammenspiel aus Software und Hardware betrachten.

Die Reduktion der Latenz bei der Bereitstellung notwendiger Information auf der Basis optischer Sensoren muss die zentrale Herausforderung der Projekte sein. Die angestrebten Lösungen müssen eine Datenerfassung und Nutzung der resultierenden Informationen gemäß der spezifischen Echtzeit-Anforderung der jeweiligen Anwendung ermöglichen.

Einerseits sollen Verfahren entwickelt werden, welche die Daten optischer Sensoren in minimaler Zeit verarbeiten und auswerten, andererseits sollen Verfahren erforscht werden, welche die erfassten Datenmengen auf das zum Zwecke nötige Minimum beschränken.

Diese Arbeiten können auch die für die Auswertung erforderliche Elektronik und Algorithmik umfassen. Einbezogen werden können dabei auch die optischen Fähigkeiten erweiternde multimodale Ansätze und Informationsfusion, sofern dies einen Mehrwert hinsichtlich der Informationsqualität und der Verarbeitungsgeschwindigkeit liefert.

Es wird erwartet, dass die rückgekoppelte Regelschleife innerhalb des Verbundprojekts vollständig abgebildet und demonstriert wird. Ein Element dieses Regelkreises kann dabei auch der Mensch sein, der beispielsweise von einem Assistenzsystem unterstützt wird.

Da die schnelle Informationsbereitstellung einen Kernaspekt darstellt, sollen ausschließlich dynamische Systeme berücksichtigt werden, also nicht statische oder quasi-statische, bei denen die Sensordaten lediglich in einer Systemwarnung münden oder einen Prozess nur unterbrechen, aber ihn nicht aktiv steuern.

Gefördert werden dazu industriegeführte, vorwettbewerbliche Verbundprojekte, die zu völlig neuen oder wesentlich verbesserten technischen Systemlösungen im Bereich der latenzarmen optischen Kontrolle und dynamischen ­Prozessteuerung führen. Kennzeichen der Projekte sollen dabei ein hohes Risiko und eine besondere Komplexität der Forschungsaufgabe sein. Für eine Lösung ist in der Regel inter- und multidisziplinäres Vorgehen und eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Unternehmen und Forschungseinrichtungen erforderlich.

Da Innovations- und Beschäftigungsimpulse gerade auch von Unternehmensgründungen ausgehen, sind solche Gründungen im Anschluss an die Projektförderung des BMBF erwünscht. Der Hightech-Gründerfonds der Bundesregierung bietet hierzu Unterstützung an. Weitere Informationen finden sich unter http://www.high-tech-gruenderfonds.de.

Die Ergebnisse des geförderten Vorhabens dürfen nur in der Bundesrepublik Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz genutzt werden.

Die vollständige Bekanntmachung finden Sie hier.

In der ersten Verfahrensstufe sind dem beauftragten Projektträger bis spätestens 30. Juni 2021 zunächst Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen.

 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2254Wed, 21 Apr 2021 09:13:19 +0200BMBF: „Lokale Netze zur Quanten-kommunikation (Q-LAN)“http://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Lokale Netze zur Quantenkommunikation (Q-LAN)“, Bundesanzeiger vom 20.04.2021Als neuartige Sicherheitstechnologie bietet die Quantenkommunikation eine intrinsische – durch fundamentale ­physikalische Prozesse garantierte – Sicherheit bei der Übertragung kryptografischer Schlüssel. Durch diese lassen sich bestehende Kommunikationskanäle auch in Zukunft vor Abhörangriffen schützen. Quantenkommunikation bietet aber zusätzlich auch Möglichkeiten, Elemente anderer Quantentechnologien sicher miteinander zu vernetzen. Dazu gehören beispielsweise Quantensensoren, die immer präzisiere Messungen, unter anderem in der Medizin erlauben, oder Quantencomputer, die künftig viele Berechnungen in einem Bruchteil der heutigen Rechenzeit durchführen könnten. Auf Quantentechnologie basierende Zufallszahlengeneratoren in High-End-Smartphones erhöhen bereits heute die Sicherheit bei der Kommunikation und könnten künftig vermehrt als Sicherheitsbaustein in Netzen zum Einsatz kommen. Mit der steigenden Leistungsfähigkeit und Anwendungstauglichkeit von Quantentechnologien erhöht sich auch der Bedarf an einer sicheren Vernetzung von Quantenelementen und damit die Relevanz von Quantenkommunikationsnetzen.

Analog zum heutigen Internet müssen Quantenelemente perspektivisch sowohl weiträumig als auch in lokalen Netzen („Local Area Network“ – LAN) vernetzt sein. Die dabei verwendeten Übertragungstechnologien und Möglichkeiten für Einsatzszenarien unterscheiden sich jedoch zum Teil erheblich zwischen einem Quanten-LAN (Q-LAN) und der Quantenkommunikation über weite Strecken. Ursachen dafür finden sich schon bei den Fehlerquellen der Über­tragung: In einem Q-LAN haben Fehler, die aufgrund von thermischen Schwankungen oder durch mechanische ­Vibrationen in Gebäuden oder von Fahrzeugen verursacht werden, eine höhere Relevanz wohingegen Transmissionsverluste in Glasfasern oder im Freiraum eine untergeordnete Rolle spielen. Zudem erfordert die Vernetzung von ­Quantengeräten, insbesondere von Quantencomputern, eine Fehlertoleranz wie sie bislang noch nicht erreicht wurde. Hier bestehen besondere Forschungsbedarfe im Hinblick auf lokale Netze, welche durch die heute bereits auf ­Distanzen von bis zu 100 km eingesetzte Quantenverschlüsselung noch nicht abgedeckt wird.

Weitere Forschungsbedarfe bestehen bei der Entwicklung von verschiedenen Technologien zur Realisierung eines Q-LAN. Es existieren bereits erste Konzepte sowohl für kabelgebundene als auch kabellose Lösungen. Auf Basis dieser Technologien muss langfristig die Möglichkeit für eine universelle Vernetzung von Quantenelementen ent­stehen, bei der alle Komponenten im Netzwerk eingebunden werden können. Da auch in einem Q-LAN Komponenten und Kommunikationskanäle zum Ziel von Angriffen werden können, muss die Sicherheit für derartige Systeme schon bei der Entwicklung mitbedacht werden.

Lokale Quantenkommunikationsnetze haben das Potential die Sicherheit digitaler Systeme erheblich zu steigern und zugleich das Anwendungsfeld für Quantentechnologien zu erweitern. Da das Feld aber noch am Anfang der Technologieentwicklung steht, bedarf es noch erheblicher Forschungsanstrengungen um Anwendungen zu erschließen. Um die Forschung dahingehend zu stimulieren und zu beschleunigen, beabsichtigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) daher die anwendungsorientierte Erforschung und Entwicklung von Technologien zum Aufbau lokaler Quantenkommunikationsnetze, sowie von Komponenten, die zur Vernetzung von Quantenelementen in einem Q-LAN eingesetzt werden können.

Förderziel:

Ziel der Förderung ist, dass neue innovative Quantenkommunikationskomponenten zur Vernetzung in einem Q-LAN entwickelt und bestehende Ansätze verbessert werden. Mit der Bekanntmachung wird außerdem beabsichtigt, langfristig die Voraussetzungen für die Entwicklung marktreifer Quantenkommunikationskomponenten durch die deutsche Industrie zu schaffen. Hierzu soll die Förderung die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im universitären und außeruniversitären Bereich intensivieren und im Speziellen die Partizipation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an aktuellen wissenschaftlichen Ergebnissen unterstützen.

Zuwendungszweck:

Zweck der Zuwendung ist es, innerhalb einer dem Projekt angemessenen Projektlaufzeit von typischerweise drei Jahren, Konzepte für die lokale Vernetzung von Quantenelementen in einem experimentellen Aufbau zu demonstrieren oder zu validieren. Dabei ist eine geeignete Übertragungstechnologie zur technischen Realisierung auszuwählen. Durch die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen soll dabei das bereits vorhandene Know-how aus Deutschlands hervorragend aufgestellter Grundlagenforschung auf Umsetzungspartner aus der Wirtschaft transferiert und in die Anwendung gebracht werden. Die Förderung leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands im Bereich der IT-Sicherheit.

Die Fördermaßnahme ist Teil des Förderschwerpunktes der Bundesregierung zur IT-Sicherheit und leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung.1

Die Ergebnisse des geförderten Vorhabens dürfen nur in der Bundesrepublik Deutschland oder dem EWR2 und der Schweiz genutzt werden.

Die vollständige Bekanntmachung finden Sie hier.

In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH bis spätestens 25. Juni 2021 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen.

 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2253Wed, 21 Apr 2021 08:59:08 +0200FEL-Lasing erstmals unter 170 Nanometer mit Optiken vom LZH http://photonicnet.de/Bisher erreichten Oszillator-Freie-Elektronenlaser nur Ausgangswellenlängen bis zu 176,4 Nanometer. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist es nun gelungen, Optiken herzustellen, mit denen Physiker der Duke University, USA, erstmalig erfolgreich Wellenlängen unterhalb von 170 Nanometer erzeugt haben.Eingesetzt werden die vom LZH beschichteten Resonatorspiegel im Speicherring-Freien-Elektronen-Laser (FEL) des Triangle University Nuclear Laboratory (TUNL). Die hochreflektierenden Spiegel sind die limitierende Komponente, um mit Laseroszillatoren noch kürzere Wellenlängen zu erreichen. Daher eröffnen die neuentwickelten Optiken neue Möglichkeiten für die Forschung in der Physik.

Fluorid-basiertes Mehrschichtsystem
Die Resonatorspiegel sind strahlungsresistent, thermisch und mechanisch stabil. Das LZH hat für die Spiegel ein fluorid-basiertes Mehrschichtsystem entwickelt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler optimierten dafür mehrere Dünnschichttechniken, um sowohl die hochdichten Beschichtungen als auch schützende Deckschichten herzustellen. Den Forschenden an der Duke University/TUNL ist es mit den LaF3/MgF2-Optiken gelungen sehr stabil und reproduzierbar Laserstrahlen von 168,6 Nanometer bis zu 179,7 Nanometer zu generieren. Diese Bandbreite basiert auf der hohen Verstärkung von über 22 Prozent des FEL. Dem Team der Duke University ist es dadurch erstmalig gelungen, an der High Intensity Gamma-ray Source (HIGS), die vom FEL getrieben wird, 120 MeV Gammastrahlung zu erzeugen.

Das HIGS ist eine Forschungseinrichtung, mit der intensive, polarisierte und nahezu monochromatische Gammastrahlung von 1 MeV bis zu 120 MeV erzeugt werden kann. Diese Compton-Gammastrahlenanlage von Weltrang wird in der Materialforschung, Kernphysik und Beschleunigerphysik eingesetzt.

Pressemitteilung zum Download:  20210421_pm_lzh_fel-optiken_final.docx

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2252Tue, 20 Apr 2021 12:22:14 +0200BMBF: "Angewandte Quantenwissenschaft"http://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung von transnationalen Forschungsprojekten zum Thema "Angewandte Quantenwissenschaft" im Rahmen der gemeinsamen Förderinitiative "QuantERA - ERA-NET Cofund in Quantum Technologies" (QuantERA Call 2021), Bundesanzeiger vom 15.04.2021 Quantentechnologien bringen zahlreiche Chancen für neue Anwendungen in Industrie und Gesellschaft mit sich – in der Informationsübertragung und -verarbeitung, für höchstpräzise Mess- und Abbildungsverfahren oder für die ­Simulation komplexer Systeme. Szenarien beziehen sich darauf, die Magnetfelder des Gehirns zu vermessen und Alzheimer oder Parkinson besser zu verstehen, den Verkehrsfluss zu optimieren und Staus zu vermeiden oder neue Werkstoffe und Katalysatoren allein auf der Grundlage von Simulationen zu entwickeln. Quantentechnologien schaffen dafür die Basis und haben das Potenzial, heute vorhandene technische Lösungen etwa in der Sensorik oder beim Computing deutlich zu übertreffen.

Förderziel:

Übergeordnetes Ziel dieser Fördermaßnahme auf der Grundlage des Rahmenprogramms der Bundesregierung „Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt“ ist es, quantenbasierte Lösungen in Anwendungsfelder jenseits der akademischen Forschung zu überführen. Dieses Ziel leitet sich ab aus dem Umstand, dass die Quantentechnologien an vielen Stellen das Potenzial besitzen, in Anwendungsfeldern und Märkten eine dominante Rolle zu spielen, das Feld aber noch am Anfang der Technologieentwicklung steht. Um Anwendungen zu erschließen bedarf es noch erheblicher Forschungsanstrengungen, die durch diese Fördermaßnahme stimuliert und beschleunigt werden sollen.

Bislang sind die meisten Ansätze der Quantentechnologien nur im Labor gezeigt. Für eine tatsächliche (industrielle) Praxistauglichkeit müssen innovative Lösungen und neuartige Konzepte entwickelt werden, z. B. hinsichtlich der Skalierung, der Zuverlässigkeit, der Robustheit und der Einsetzbarkeit unter den realen Umgebungsbedingungen vor Ort sowie hinsichtlich der Integration in bestehende Systeme. Und um letztlich tatsächlich genutzt zu werden, müssen die quantenbasierten Lösungen zudem wirtschaftlich konkurrenzfähig sein.

Um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, bedarf es breit ausgerichteter Forschungsansätze und sich komplementär ergänzender Kompetenzen seitens der Forschungspartner eines solchen Projekts. Neben dem eigentlichen quantenphysikalischen Verständnis gewinnen ingenieurstechnische Kompetenzen sowie eine konkretere Vorstellung zum späteren Einsatzgebiet mit fortschreitender Technologiereife zunehmend an Bedeutung.

Die vollständige Bekanntmachung finden Sie hier.

Die Einreichungsfrist für Pre-Proposals endet am 13. Mai 2021 um 17 Uhr (MEZ).

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2251Tue, 20 Apr 2021 12:07:04 +0200Staubarme Arbeitsweise bei der Additiven Fertigung sicherstellenhttp://photonicnet.de/Bei der Additiven Fertigung mit laserbasierten Pulverbettverfahren sollten Betriebe auf eine staubarme Arbeitsweise achten. Das empfiehlt der Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), an dessen Erarbeitung die Gruppe Sicherheitstechnik des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) insbesondere im Rahmen der Durchführung von Expositionsuntersuchungen mitgewirkt hat.Für den Bericht wurden in insgesamt zehn Betrieben personengetragene und ortsfeste Arbeitsplatzmessungen an Anlagen mit Metall- und Kunststoffpulvern durchgeführt. Die Arbeitsplatzgrenzwerte für die alveolengängige Staubfraktion wurden vereinzelt überschritten, wenn offen mit Pulvern gearbeitet wurde. Daher empfiehlt der Bericht offene Schüttvorgänge zu vermeiden und bei Wartungsarbeiten an den geöffneten Anlagen einen filtrierenden Atemschutz zu tragen. Die Anlagen sollten standardmäßig mit integrierter Pulverzufuhr und -absaugung sowie mit Handschuhkästen (Gloveboxen) ausgestattet sein.

Mehr Informationen:

baua: Bericht "Expositionsermittlung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen bei Additiven Fertigungsverfahren - Einsatz von Pulverbettverfahren"; Jürgen Walter, Michael Hustedt, Stefan Kaierle, Ulrich Prott, Anja Baumgärtel, Anita Woznica, Ralph Hebisch; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2021; 117 Seiten; doi:10.21934/baua:bericht20210121.

Den Bericht gibt es im PDF-Format im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/dok/8854510.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2248Fri, 16 Apr 2021 09:34:10 +0200Ein magnetischer Blick durch die Schädeldecke http://photonicnet.de/Schnelle Gehirnsignale erstmals nichtinvasiv gemessen.

Gemeinsame Presseinformation mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin 15.04.2021

Das Gehirn verarbeitet Informationen über langsame und schnelle Hirnströme. Um Letztere zu untersuchen, mussten bisher allerdings Elektroden in das Gehirn eingeführt werden. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Institut Berlin, haben diese schnellen Hirnsignale jetzt erstmals von außen sichtbar gemacht – und eine erstaunliche Variabilität festgestellt. Wie das Team in der Fachzeitschrift PNAS* berichtet, verwendete es dazu einen besonders empfindlichen Magnet-Enzephalografen.

Die Informationsverarbeitung im Gehirn ist einer der komplexesten Prozesse des Körpers; Störungen wirken sich nicht selten als schwerwiegende neurologische Erkrankungen aus. Die Erforschung der Signalweitergabe im Gehirn ist deshalb der Schlüssel zum Verständnis verschiedenster Krankheiten – methodisch aber stellt sie Forscherinnen und Forscher vor große Herausforderungen. Um die Nervenzellen bei ihrer „gedankenschnellen“ Arbeit beobachten zu können, ohne Elektroden direkt ins Gehirn zu legen, haben sich zwei Technologien mit hoher Zeitauflösung etabliert: die Elektro-Enzephalografie (EEG) und die Magnet-Enzephalografie (MEG). Mit beiden Methoden lassen sich Hirnströme durch die Schädeldecke sichtbar machen – zuverlässig allerdings nur die langsamen, nicht die schnellen.

Langsame Ströme – sogenannte postsynaptische Potenziale – entstehen, wenn Nervenzellen Signale von anderen Nervenzellen empfangen. Feuern sie dagegen selbst und geben damit Informationen an nachgeschaltete Neuronen oder auch Muskeln weiter, verursacht das schnelle Ströme mit einer Dauer von nur einer Tausendstelsekunde: die sogenannten Aktionspotenziale. „Von außen konnten wir Nervenzellen bisher also nur beim Empfangen, nicht aber beim Weiterleiten von Informationen nach einem einzelnen Sinnesreiz beobachten“, erläutert Dr. Gunnar Waterstraat von der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie am Charité Campus Benjamin Franklin. „Man könnte sagen: Wir waren gewissermaßen auf einem Auge blind.“ Ein Team um Dr. Waterstraat und Dr. Rainer Körber von der PTB hat jetzt die Grundlage dafür gelegt, dass sich das ändert. Der interdisziplinären Forschungsgruppe ist es gelungen, die MEG-Technologie so empfindlich zu machen, dass sie auch schnelle Hirnströme als Antwort auf einzelne Sinnesreize erkennen kann.

Das erreichte das Team, indem es das Eigenrauschen des MEG-Geräts deutlich reduzierte. „Die Magnetfeld-Sensoren in einem MEG-Gerät werden in flüssiges Helium getaucht, um sie auf -269°C zu kühlen“, erklärt Dr. Körber. „Dazu ist das Kühlgefäß sehr aufwendig isoliert. Diese Superisolierung besteht allerdings aus mit Aluminium bedampften Folien, die selbst ein magnetisches Rauschen verursachen und deshalb kleine Magnetfelder beispielsweise von Nervenzellen überlagern. Wir haben die Superisolierung des Kühlgefäßes jetzt so konstruiert, dass dessen Rauschen nicht mehr messbar ist. So ist es uns gelungen, die MEG-Technologie um das Zehnfache empfindlicher zu machen.“

Dass das neue Instrument tatsächlich in der Lage ist, schnelle Hirnströme zu erfassen, zeigte das Forschungsteam am Beispiel der Reizung eines Armnervs. Dazu wurde ein Nerv am Handgelenk bei vier gesunden Probanden elektrisch stimuliert und der MEG-Sensor unmittelbar über dem Hirnareal positioniert, das für die Verarbeitung von Sinnesreizen der Hand verantwortlich ist. Um Störquellen wie Stromnetze oder elektronische Bauteile auszuschließen, fanden die Messungen in einer elektromagnetisch abgeschirmten Messkammer der PTB statt. Wie die Forschenden feststellten, ließen sich so Aktionspotenziale einer kleinen Gruppe synchron aktivierter Neurone messen, die in der Hirnrinde in Antwort auf einzelne Stimulationsreize entstanden. „Wir haben also das erste Mal nichtinvasiv den Nervenzellen im Gehirn beim Senden von Informationen nach einem Berührungsreiz zugeschaut“, betont Dr. Waterstraat. „Interessanterweise konnten wir dabei beobachten, dass diese schnellen Hirnströme trotz konstanter Stimulation nicht gleichförmig sind, sondern sich von Reiz zu Reiz verändern. Diese Veränderungen waren zudem unabhängig von den langsamen Hirnsignalen. Die Information über eine Berührung der Hand wird vom Gehirn also erstaunlich variabel verarbeitet, obwohl alle Nervenreize gleichartig waren.“

Dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt einzelne Reizantworten miteinander vergleichen können, eröffnet der neurologischen Forschung die Möglichkeit, bisher ungeklärte Fragen zu untersuchen: Welchen Einfluss haben Faktoren wie Aufmerksamkeit oder Müdigkeit auf die Informationsverarbeitung im Gehirn? Oder das zeitgleiche Auftreten weiterer Reize? Auch zu einem tieferen Verständnis und einer besseren Therapie neurologischer Erkrankungen könnte das hochempfindliche MEG-System beitragen. Beispielsweise sind die Epilepsie und das Parkinson-Syndrom unter anderem mit Störungen der schnellen Hirnsignale verbunden. „Mit der optimierten MEG-Technologie haben wir jetzt ein grundlegendes Instrument mehr in unserem neurowissenschaftlichen Werkzeugkasten, um all diese Fragen nichtinvasiv zu adressieren“, sagt Dr. Waterstraat.

Magnet-Enzephalografie

Wie alle Ströme erzeugen die winzigen Gehirnströme ein Magnetfeld, das allerdings nur in der Größenordnung von wenigen Femtotesla liegt und damit etwa eine Milliarde Mal schwächer ist als das Erdmagnetfeld. Die Magnet-Enzephalografie misst diese magnetischen Signale, die bei der Weiterleitung elektrischer Impulse in bzw. zwischen Nervenzellen der Hirnrinde entstehen. Hierzu kommen sogenannte supraleitende Quanteninterferometer (SQUID) als Sensoren für das Magnetfeld zum Einsatz.


Ansprechpartner in der PTB

Dr. Rainer Körber, Leiter der Arbeitsgruppe 8.25 MR-Bildgebung im Niedrigfeld, Telefon: (030) 3481-7576, E-Mail: rainer.koerber@ptb.de


Ansprechpartner in der Charité

Dr. Gunnar Waterstraat, AG Neurophysik Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie, Campus Benjamin Franklin Charité – Universitätsmedizin Berlin, Telefon: (030) 8445 4703, E-Mail: gunnar.waterstraat@charite.de

* Die wissenschaftliche Originalveröffentlichung

Waterstraat G, Körber R et al. Noninvasive neuromagnetic single-trial analysis of human neocortical population spikes. PNAS 2021. doi: 10.1073/pnas.2017401118

Autor: Erika Schow

Pressekontakt:
Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
PÖ Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2247Fri, 16 Apr 2021 08:54:50 +0200d.fine HR 2.4/128 Objektivhttp://photonicnet.de/Das hochauflösende Inspektionsobjektiv LINOS® d.fine HR 2.4/128 3.33X ist für einen 3,33-fachen Vergrößerungsfaktor optimiert und erreicht eine Objektauflösung von bis zu 300 lp/mm bei Bildkreisdurchmessern von bis zu 82 mm. In Verbindung mit dem modularem Zubehör unterstützt das d.fine HR 2.4/128 Objektiv sowohl 12k/16k-Zeilensensoren als auch großformatige Flächensensoren und bietet damit vielfältige Einsatzmöglichkeiten für eine breite Auswahl an Imaging Aufgaben. Mit einer Blende von 2.4 und einer extrem geringen Verzeichnung von 0,1 % ist das d.fine HR 2.4/128 die perfekte Wahl für die anspruchsvollsten Imaging Anwendungen mit hohem Durchsatz. Das LINOS d.fine HR 2.4/128 3.33X-Objektiv ist die perfekte Ergänzung für moderne, hochauflösende Kameras mit 3,5 und 5 µm-Pixel-Zeilensensoren sowie großen Flächensensoren. Es wurde für Anwendungen mit extrem hohen Anforderungen an die Auflösung optimiert. Das Objektiv kann mit einem Prismenmodul zur Einkopplung einer koaxialen Beleuchtung für Zeilenscan-Anwendungen ausgestattet werden. Für zweidimensionale Anwendungen wird das gleiche d.fine HR-Objektiv mit dem entsprechenden Flächenscanmodul verwendet. Mechanische Fokussiertuben sind ebenfalls erhältlich, um das Objektiv an M72-, M90- und M95-Kameraanschlüsse zu adaptieren.

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Kontakt

Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG
Königsallee 23
37081 Göttingen

www.excelitas.com

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2246Thu, 15 Apr 2021 09:46:00 +0200Exaktes Messen bis in den unteren Nanometerbereich: Die neue MarSurf WI-Serie http://photonicnet.de/Messtechnikspezialist Mahr hat sein Portfolio in der Oberflächenmesstechnik um eine neue Geräteserie mit hochinnovativen Weißlichtinterferometern erweitert: Gleich drei neue Geräte sind auf den Markt, die dank des neuartigen „Intelligent Correlation Algorithm“ (kurz ICA) ein höchststabiles Signal bei einem extrem niedrigen Rauschmaß ermöglichen. Ergebnis: Hochpräzise Topografiedaten bei einer sehr hohen vertikalen Auflösung.In der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie sowie in vielen anderen Branchen steigen die Anforderungen an die Strukturen und Topografien von Oberflächen beständig an. Immer häufiger gefordert: Hochglatte Oberflächen, die zum Beispiel bei künstlichen Gelenken dafür sorgen, dass die Metall- und Kunststoffkomponenten der Implantate nahtlos mit dem menschlichen Körper interagieren. Sind ihre Oberflächen nicht nanometergenau geschliffen, scheitern alle Gehversuche.

Die drei neuartigen Weißlichtinterferometer des Göttinger Unternehmens Mahr messen zuverlässig die Oberflächentopografien bis in den Sub-Nanometerbereich. Dafür sind sie mit der hochinnovativen ICA-Technologie („Intelligent Correlation Algorithm“) ausgestattet, die eine sehr gute statistische Bestimmung der Höhenwerte, beste Datenqualität und ein minimales Rauschmaß von nur 80 Pikometern ermöglicht. Messdaten liefert die neue Technologie in wenigen Sekunden. Das bedeutet für Anwender: Hochpräzise Topografiedaten und Oberflächenstrukturen bei einer sehr hohen vertikalen Auflösung.

Die neue Produktserie von Mahr umfasst drei Geräte: Das manuelle MarSurf WI 50 M als Allround-Einstiegslösung für anspruchsvolle Messaufgaben. Das MarSurf WI 50, ein hochpräzises Messgerät für Forschung und Qualitätsmanagement, und das automatisierbare MarSurf WI 100 als Profigerät mit erweiterter Z-Achse für besonders große Werkstücke.

"Über die Genauigkeit hinaus punkten die neuen Geräte mit einem sehr großen Positioniervolumen für große Werkstücke und einer intuitiven Benutzersoftware, die unsere Kunden bereits von den anderen optischen Systemen kennen und schätzen“, erklärt Mahr-Produktmanager Thorsten Höring. „Damit können Labore und Qualitätssicherungen feinste Rauheiten, Stufenhöhen oder Ebenheiten im Nanometerbereich eruieren – und das in wenigen Sekunden.“ Die neue Serie erweitert nicht nur das Portfolio optischer Messgeräte des Traditionsunternehmens, sondern führt zudem die langjährig erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Messtechnikspezialisten Mahr und NanoFocus weiter. 

Über Mahr:
Höchste Präzision, moderne Technologien und internationale Präsenz – dafür steht Mahr. Als Hersteller innovativer Fertigungsmesstechnik unterstützen wir unsere Kunden seit 160 Jahren im Messraum und in der Produktion. Diese Erfahrung macht uns zu Experten für die Qualitätssicherung in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, der Luft- und Raumfahrt, der Optik und vielen anderen Branchen. Vom manuellen Handmessschieber bis zum vollautomatisierten Messplatz: In all unseren Produkten stecken die Leidenschaft und das Know-how der mehr als 1.900 Mahr-Mitarbeiter weltweit.

Ihre Ansprechpartnerin:
Mahr GmbH
Julia Ockenga
Tel. 0551 7073-99356

julia.ockenga(at)mahr.de

Mehr Informationen: www.mahr.com/ica-interferometer

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2244Wed, 14 Apr 2021 12:29:31 +02005. EIP Agri Projektaufruf in Niedersachsenhttp://photonicnet.de/Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den 5. EIP Agri Projektaufruf eröffnet. Ab sofort kann das für die Teilnahme am Auswahlverfahren notwendige Projektskizzenformular von der Website der Landwirtschaftskammer Niedersachsen heruntergeladen werden. Die Frist zur Einreichung von Projektskizzen endet am 25.06.2021. Die thematischen Schwerpunkte der EIP Agri Förderung finden Sie hier:

Projektaufruf 5. Call

Themenschwerpunkte 5. Call 2021

Alle interessierten Antragsteller sind ausdrücklich dazu eingeladen, sich für eine inhaltliche Beratung bereits zu einem frühen Zeitpunkt an den Innovationsdienstleister von EIP Agri in Niedersachsen, Dr. Benjamin Kowalski, zu wenden:

Dr. Benjamin Kowalski, 0171838151, B.Kowalski(at)nds.de

Unter diesem Link finden Sie ein kurzes Erklärvideo zur Zielsetzung der EIP Agri Förderung. Auf der Website finden Sie bereits geförderte Projekte sowie Ankündigungen aus der Welt von EIP Agri.

Ergänzende Hintergrundinformationen zu EIP Agri

EIP Agri steht für „Europäische Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“. Es handelt sich um einen Fördertopf des ELER. Mit einem europaweiten Netzwerk aus bisher mehr als 2200 Projekten soll die Landwirtschaft der EU wettbewerbsfähiger, nachhaltiger und produktiver gestaltet werden. Jedes dieser Projekte versucht, eine konkrete Herausforderung der Agrarbranche durch eine neue innovative Idee zu lösen.

Es handelt sich nicht um Grundlagenforschung, sondern um das Austesten von Ideen für die Praxis mit der Praxis. Landwirte müssen in den Projektteams daher eine zentrale Rolle spielen. Es werden 100% der förderfähigen Kosten bis zu einem Maximalwert von 500.000€ und maximal für drei Jahre gefördert. Es handelt sich um Open Source Projekte, d.h. alle Ergebnisse müssen veröffentlicht werden. Der Fokus liegt auf Personalkosten, Kosten für Versuche, Prototypenentwicklung und Ergebnisverbreitung; Investitionen werden nicht gefördert.

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NetzwerkePhotonicNet GmbH
news-2243Wed, 14 Apr 2021 12:18:38 +0200Generationenwechsel bei hema electronichttp://photonicnet.de/Über 40 Jahre lang war Charlotte Helzle Geschäftsführerin von hema electronic. Das Unternehmen entwickelt Elektroniken für Embedded Vision und Spezialkameras für die optische Qualitätskontrolle. Jetzt hat Charlotte Helzle die alleinige Geschäftsführung an ihren Sohn Oliver Helzle übergeben. Damit bleibt das Unternehmen aus Aalen, das langjähriges Mitglied bei Photonics BW ist, auch in Zukunft familiengeführt. Mit diesem Ziel hat die Übergabe zwischen den Generationen bereits vor über 10 Jahren begonnen und wurde nun erfolgreich abgeschlossen.„Wir haben wichtige Entscheidungen immer gemeinsam getroffen und ich bin dankbar, dass ich meine Mutter in dieser Zeit immer an meiner Seite wusste“, sagt Oliver Helzle. Er stieg 2004 mit dem erfolgreichen Abschluss seines Wirtschaftsingenieursstudiums in das Unternehmen ein, das seine Mutter seit 1996 als alleinige Geschäftsführerin leitete. Schrittweise übernahm er Bereiche wie das Projektmanagement und die Projektleitung, um sich auf die Unternehmensnachfolge vorzubereiten.

Verjüngung und Wachstum

In den letzten Jahren haben Oliver Helzle und seine Mutter die gesamte Führungsmannschaft von hema electronic nach und nach strategisch aufgebaut und verjüngt. Weiterhin stehen die Innovationsplanung und der Aufbau zukünftiger Führungskräfte im Fokus, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. hema electronic wächst kontinuierlich und sucht derzeit nach Fachkräften in der Entwicklung und im Vertrieb, ebenso wie nach gelernten Elektronikern für die Produktion und den Test der eigenen Systeme. Lösungen für Qualitätskontrolle und Embedded Vision von hema electronic kommen bei der Daimler AG und anderen namhaften Firmen, in Spezialfahrzeugen, Drohnen und der Medizintechnik zum Einsatz.

Nachwuchsförderung - intern und extern

Auch außerhalb des eigenen Unternehmens kümmert sich der Ausbildungsbetrieb um Nachwuchsförderung. Kürzlich hat hema electronic ein Bildungspaket für Lehre und Ausbildung zusammengestellt, mit dem hochkomplexe Schweißprozesse per Videoübertragung perfekt veranschaulicht werden können – ob an einem großen Monitor im Lehrsaal oder im Fernunterricht. Das Interesse daran ist groß, insbesondere durch die Corona-Pandemie und den Nachholbedarf bei der Digitalisierung in der Bildung. „Kameras und intelligente Sensoren werden unser Leben in Zukunft in vielen Bereichen begleiten und verbessern. Wir unterstützen unsere Kunden mit neuesten Technologien dabei, solche Lösungen schnell und sicher auf den Markt zu bringen“, sagt Oliver Helzle.

hemɑ electronic GmbH – the embedded vision expert

hema electronic ist ein führender Entwicklungsdienstleister der Elektronikindustrie im Bereich Hardware- und Softwaredesign für Embedded Vision Boards und Systeme für Anwendungen in der industriellen Automatisierungstechnik, Verteidigungs- und Sicherheitstechnik. Von der Beratung und Konzeption über Design (FPGAs, DSPs, Embedded Processors), Qualifizierungen, Rapid Prototyping und Kleinserienproduktion bis hin zum Lifecycle-Management bietet Ihnen hemɑ electronic alles aus einer Hand. hemɑ electronic unterstützt seine Kunden wirksam dabei, die Weltmarktführer von morgen zu sein.

Kontakt

hema electronic GmbH
Röntgenstr. 31
73431 Aalen, Germany
Tel. +49 7361 / 9495-0
info(at)hema.de

www.hema.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den Mitgliedsunternehmen
news-2241Wed, 14 Apr 2021 10:24:49 +0200Neue Softwareversion: COMSOL Multiphysics® Version 5.6http://photonicnet.de/COMSOL Multiphysics® Version 5.6 bietet schnellere und speicherschonendere Solver für Multicore- und Cluster-Berechnungen, eine effizientere Handhabung von CAD-Baugruppen, Vorlagen für das Layout von Simulations-Apps und eine Reihe neuer Grafikfunktionen wie Clipebenen, realistisches Materialrendering und partielle Transparenz. Für Anwender des Ray Optics Module, mit dem z. B. Strahlengänge oder auch ganze Linsensysteme simuliert werden können, bringt COMSOL Multiphysics® Version 5.6 ein schnelleres und genaueres Ray Rendering, neue spezielle Funktionen für die Streuung von Strahlen in verdünnten, partikelhaltigen Medien und an rauen Oberflächen sowie eine neue Funktion für ideale Linsen, die ein schnelles Aufsetzen von paraxialen Linsensystemen ermöglicht, ohne dass eine detaillierte Geometrie erforderlich ist.

Auch Nutzer des Wave Optics Module, das auf der dedizierten Strahleinhüllenden-Methode basiert und für die Simulation optisch großer Bauteile eingesetzt wird, bringt Version 5.6 Verbesserungen; So gibt es einen neuen Studienschritt für schnellere Port-Sweeps, einen neuen Polarisierungs-Plot-Typ und mehrere neue Tutorialmodelle für den Einstieg in die Wellenoptik-Simulation.

Mehr über die Verbesserungen der neuen COMSOL Multiphysics Version 5.6 erfahren Sie hier: https://www.comsol.de/release/5.6

Mehr über die Möglichkeiten der COMSOL Add-On-Produkte für Optik- und Photonik-Simulation finden Sie unter https://www.comsol.de/ray-optics-module und https://www.comsol.de/wave-optics-module.

Kontakt:

Dr. Phillip Oberdorfer
Manager Technical Marketing

Comsol Multiphysics GmbH
Robert-Gernhardt-Platz 1 • 37073 Göttingen

Tel: +49 551 99721-0 • Fax: +49 551 99721-29

info(at)comsol.dewww.comsol.de

 

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2240Wed, 14 Apr 2021 09:32:44 +0200Neuer ultraschneller Laser bei 780nm senkt Kosten für Mikroskopie, Nano-Ritzen und Inspektionhttp://photonicnet.de/Mit der neuen Wellenlänge von 780nm hat Coherent jetzt die Axon-Familie erweitert. Die ersten beiden Modelle haben Ausgangswellenlängen von 920nm und 1064nm. Alle Axon-Laser zeichnen sich durch die gleiche kompakte Form (212 mm x 312 mm x 62 mm), Passform und Funktion aus, einschließlich hoher Durchschnittsleistung, integrierter GVD-Vorkompensation und optionaler schneller Leistungsregelung. Um den Einsatz dieses Lasers weiter zu vereinfachen, entspricht seine Leistung den bestehenden Femtosekunden-Laseroszillatoren: kurze (Darryl McCoy, Direktor Produktmarketing, kommentiert: "Die kurze Pulsbreite und die hohe Spitzenleistung von Femtosekundenlasern ermöglichen bahnbrechende Methoden in der Biologie, Physik, angewandten Wissenschaft, Halbleitermesstechnik und Materialbearbeitung. Wir sind bestrebt, Entwickler in diesen wichtigen Bereichen mit Lasern zu unterstützen, die eine Kombination aus Leistung, Benutzerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit bieten, um eine möglichst breite Anwenderbasis zu ermöglichen. Wir sind stolz darauf, eine neue Generation von Lasern vorzustellen, die dieses Engagement beispielhaft unterstreicht."

Die Produkt-Highlights sind zusammenfassend folgende:

  • Kompaktes Design mit geringen Betriebskosten
  • OEM-freundlich, mit einheitlicher Passform und Funktion der gesamten Axon-Familie für eine einfache und schnelle Integration
  • 800 mW bei 780 nm und > 1000mW bei 920, 1064 nm
  • Kurze Pulse < 150 fs
  • Vollständig integrierte Dispersions-Vorkompensation
  • Optionale Total Power Control (TPC), integrierte schnelle Modulation der Leistung
  • Wartungsfreies, luftgekühltes Design
  • Exquisite Strahlqualität
  • Einfacher schlüsselfertiger Betrieb
  • HALT-Design, HASS-getestet für längste Lebensdauer und niedrige Betriebskosten

Website: Axon | Coherent

Kontakt:

Petra Wallenta Dipl. Betriebswirtin
Marketing Europe
Coherent Inc.

Coherent Shared Services B.V., Dieselstr. 5b, 64807 Dieburg, Germany

Petra.Wallenta(at)coherent.com

www.coherent.com

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2239Tue, 13 Apr 2021 10:13:48 +0200Dr. Henrik Ehlers ist neuer F+E-Leiter des Beschichtungsexperten LASEROPTIK http://photonicnet.de/Anfang 2021 nahm Dr. Henrik Ehlers seine Tätigkeit als neuer F+E-Leiter des Beschichtungsexperten LASEROPTIK GmbH in Garbsen auf. Es ist verantwortlich für die zukünftige technologische Ausrichtung der Produkte und Prozesse und zielt darauf ab, Innovationen und strategisch wichtige Entwicklungen voranzutreiben. Kernfelder seiner Arbeit sind die Verbesserung der LIDT und spektralen Präzision sowie Erweiterung von Beschichtungs- und Messlösungen.Zuvor war Ehlers fast 20 Jahre am Laser Zentrum Hannover e.V. tätig und leitete dort zuletzt die Gruppe für Prozessentwicklung im Bereich Beschichtung. Als Physiker mit Spezialisierung auf optische Beschichtungen erlangte er hier weit reichende Erfahrungen in allen Bereichen der Dünnschicht- und angewandten Lasertechnik.

LASEROPTIKs Geschäftsführer Dr. Wolfgang Ebert stellt dazu fest: "Wir freuen uns sehr, Henrik Ehlers bei uns begrüßen zu können, nachdem wir bereits sehr lange als externe Partner erfolgreich zusammenarbeiten durften."

Über die LASEROPTIK GmbH: Die LASEROPTIK GmbH produziert optische Beschichtungen und Laserspiegel für hohe Leistungen im Bereich UV bis IR her. Mit einer erfahrenen Belegschaft von fast 100 Mitarbeitern werden pro Jahr bis zu 180.000 beschichtete Optiken für Laseranwendungen in Industrie, Medizin und Wissenschaft hergestellt.

Kontakt:
Dr. Wolfgang Ebert
LASEROPTIK GmbH
Horster Str. 20
30826 Garbsen - Germany

 Tel: ++49 5131 4597-15 (-0)/Fax: -20

 mailto:webert(at)laseroptik.de

 http://www.laseroptik.de

 

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news-2236Fri, 09 Apr 2021 10:40:01 +02003D-Druck als Chance: Niedersachsen ADDITIV zeigt Angebote für KMU auf der Hannover Messe 2021http://photonicnet.de/Experten-Knowhow für den Innovationstransfer: Niedersachsen ADDITIV unterstützt Unternehmen in Niedersachsen auf ihrem Weg zum 3D-Druck. Vom 12. bis zum 16. April 2021 präsentiert sich das Projekt auf dem virtuellen Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen auf der Hannover Messe. Der 3D-Druck ist in vielen großen Unternehmen fest etabliert. Aber wie sieht es bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus? „Auch für Niedersachsens KMU und  Betriebe bietet der 3D-Druck enormes Potenzial“, sagt Dr.-Ing. Sascha Kulas, Projektleiter von Niedersachsen ADDITIV. „Innovationen vorantreiben, Wettbewerbsfähigkeit stärken – diese Chancen bietet der 3D-Druck auch für kleine und mittlere Unternehmen. Wir möchten ihnen den Einstieg in die neue Technologie erleichtern.“ 

Unternehmen profitieren von Knowhow und Technik
Auf der Hannover Messe gibt Niedersachsen ADDITIV einen Überblick über die konkreten Angebote für Unternehmen:  Das Projekt bietet Weiterbildungen und Schulungen im Bereich 3D-Druck an, bringt Experten und Anwender auf Veranstaltungen und Branchentreffs zusammen und hat mit der Website www.niedersachsen-additiv.de einen digitalen Anlaufpunkt mit vielen Informationen für KMU geschaffen. Ausführlich vorgestellt wird auch der „Praxis-Check 3D-Druck“, bei dem Unternehmen ihr Vorhaben für dreidimensionales Drucken einreichen können. Niedersachsen ADDITIV unterstützt die ersten Schritte zur Umsetzung geeigneter Ideen kostenlos mit Fachwissen und Technik. 

Und was bringt mir das? Expertenvortrag erläutert Vorteile des 3D-Druck
Einsteiger in die Thematik können sich auch im Vortrag von Projektleiter Dr.-Ing. Sascha Kulas informieren. Er wird im Rahmen des Niedersachsen Forums des Gemeinschaftsstands Niedersachsen am 14. April von 12:15 bis 12:45 Uhr über die Potenziale des 3D-Drucks sprechen und erläutern, wie sich mit der Technologie Arbeitsschritte, Material und Zeit sparen lassen. „Wir freuen uns außerdem darauf, mit Unternehmerinnen und Unternehmern ins Gespräch zu kommen – wenn auch diesmal nur per Video“, so Sascha Kulas: „Wir werden auch digital Begeisterung für das Thema 3D-Druck wecken“.

Über Niedersachsen ADDITIV
Niedersachsen ADDITIV ist ein gemeinsames Projekt des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) und des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH. Es wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. 

Pressemitteilung zum Download: 

20210409_pm_lzh_hm-niedsadditiv.docx

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2235Fri, 09 Apr 2021 10:24:28 +0200Podiumsdiskussion zu QI-Digital http://photonicnet.de/Live-Event auf der Hannover Messe am 14. April, 13 Uhr 

PTB-Presseinformation 8. April 2021

Die digitale Revolution fordert auch das ausgeklügelte System der Qualitätsinfrastruktur (QI) heraus. Die fünf Säulen dieses Systems sind Metrologie, Akkreditierung, Konformitätsbewertung, Normen & Standards sowie Marktüberwachung. Dieses solide und bewährte System gilt es zu einer dringend benötigten „Qualitätsinfrastruktur Digital (QI-Digital)“ weiterzuentwickeln. In einer Live-Session am 14. April (13 Uhr) auf der Hannover Messe diskutieren die wesentlichen Akteure der Qualitätsinfrastruktur (BAM, DAkkS, DIN, DKE und PTB) eine QI, die dem digitalen Zeitalter gerecht wird und internationale Maßstäbe für die Qualitätssicherung im 21. Jahrhundert setzt. Verfolgen Sie mit, welche wichtigsten Handlungsfelder die Partner von „QI-Digital“ identifiziert haben und wie sie erste Lösungsansätze des gemeinsamen Vorhabens bewerten und umsetzen.

Um an der Podiumsdiskussion teilzunehmen, melden Sie sich bitte als Gast/Besucher zu dieser Live-Session bei der Hannover Messe an: www.hannovermesse.de/veranstaltung/qi-digital-qualitatsinfrastruktur-als-vertrauensanker-in-der-digitalen-transformation/pan/98347  

QI-Digital: Teilnehmer an der Podiumsdiskussion

  • Dr. Stephan Finke
    Geschäftsführer, Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS)
  • Prof. Dr. Ulrich Panne
    Präsident, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
  • Michael Teigeler
    Geschäftsführer, DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE
  • Prof. Dr. Joachim Ullrich
    Präsident, Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
  • Christoph Winterhalter
    Vorsitzender des Vorstandes, Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN)

Moderation:

  • Alexandra Horn
    Leiterin KMU und Verbandskooperationen, Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN)

PTB-Ansprechpartnerin
Dr. Anke Keidel
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Koordination Digitalisierung
Telefon: (030) 3481-7793
E-Mail: anke.keidel@ptb.de

 

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news-2233Tue, 06 Apr 2021 10:37:00 +0200Hochleistungs-UKP-Laser erobern Serienfertigunghttp://photonicnet.de/Auf dem »UKP-Workshop – Ultrafast Laser Technology« in Aachen wird auch in diesem Jahr der aktuelle Stand dieser innovativen Lasertechnik in Forschung und Industrie diskutiert. Sind die Strahlquellen jetzt so stark wie Faser- oder CO2-Laser? Wie werden »die PS auf die Straße« gebracht? Und welche neuen Applikationen sind im Kommen? Diese und noch mehr Fragen werden auf dem 6. UKP-Workshop am 21. und 22. April 2021 beantwortet. In diesem Jahr wird der Workshop den Umständen entsprechend online stattfinden. Petra Nolis M.A. Marketing & Kommunikation, Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

kW-Strahlquellen für Applikationsversuch

Die ersten UKP-Laser im Multihundert-Watt-Bereich sind auf dem Markt verfügbar. Mit den neuen Strahlquellen ergeben sich nicht nur neue Anwendungsmöglichkeiten, sondern auch erhebliche Veränderungen in der Prozesstechnik. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat die Chance erkannt und entwickelt im Fraunhofer Cluster of Excellence Advanced Photon Sources CAPS mit einem Verbund von mehr als 13 Instituten neue Prozesstechnik für hochproduktive UKP-Prozesse. Mit Quellen von derzeit bis zu 10 kW mittlerer Ausgangsleistung werden sowohl die Prozesstechnik als auch verschiedenste neue Anwendungen in Applikationslaboren in Jena und Aachen erprobt. Die beiden Labore mit der kompletten Technik werden dabei auch Interessenten außerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft als Versuchsplattform angeboten.

Mehr Strahlen parallel einsetzen

Im Publikum des UKP-Workshops sitzen traditionell viele Anwender aus Bereichen wie Automotive, Werkzeugmaschinen oder der Konsumgüterindustrie. Sie interessieren sich vor allem für die Anwendung der neuen Technologie, welche Details die Forschung dafür liefert und welche Applikationen reif für den Serieneinsatz sind. »Wir haben dieses Jahr zwei Schwerpunkte«, sagt dazu der Organisator des Workshops, Prof. Arnold Gillner, vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT. »Anwendung von UKP-Prozessen im stark wachsenden Markt Halbleitertechnik einerseits und die anwendungsspezifische Auswahl optimaler Prozessparameter als Antwort der Forschung auf Fragen der Anwender andererseits.«

Daneben werden neue systemtechnische Ansätze dahingehend vorgestellt, wie sich Prozesse mit der Multistrahltechnik skalieren lassen. Mit ihr lässt sich die Bearbeitungsgeschwindigkeit von UKP-Prozessen signifikant steigern. Die Multistrahlbearbeitung war lange Zeit durch eine statische Matrix-Anordnung von identischen, parallelen Teilstrahlen auf die Bearbeitung von periodischen Oberflächenstrukturen begrenzt. Durch den Einsatz von Modulatoren gelingt es inzwischen, jeden Teilstrahl dieser Strahlmatrix unabhängig von den anderen Teilstrahlen zu modulieren. Dadurch können mit diesem Multistrahlansatz beliebige Oberflächenstrukturen erzeugt werden.

Elektromobilität und Wasserstofferzeugung

Anwendung findet die neue Prozesstechnik in immer mehr Bereichen. Der Vorteil der UKP-Laser lag schon immer in ihrer hohen Präzision bis hinein in den sub-Mikrometerbereich. Mit der Parallelisierung kann die Produktivität signifikant gesteigert werden. Sie wird selbst für kontinuierliche Fertigungsprozesse mit hohem Durchsatz interessant. So wird aktuell zum Beispiel die Mikrostrukturierung von Rollenmaterial mit 500 mm Breite und einer Vorschubgeschwindigkeit von 1 m/min entwickelt und erprobt. Angewandt werden solche Prozesse bei der Herstellung von organischen Photovoltaikzellen oder der Strukturierung von Batterieelektroden. Dort werden Graphitanoden strukturiert und so die Kapazität über die vergrößerte Oberfläche gesteigert.

Auch beim Zukunftsthema Wasserstoff spielen große strukturierte Oberflächen eine maßgebliche Rolle. Strukturierte Elektroden in Elektrolyseuren zeigen beispielsweise eine gesteigerte Aktivität der Wasserstoff-Bildung.

Vorträge und virtuelle Lab-Tour

Das Programm für den UKP-Workshop 2021 am 21. und 22. April umfasst je sechs Vorträge in drei Sessions pro Tag. Die virtuelle Führung durch die UKP-Labore des Fraunhofer ILT ist sicherlich eines der Highlights der Veranstaltung. Hier liegt der Fokus auf den Fortschritten bei der High-Power UKP-Bearbeitung, der roboterbasieren Bearbeitung und der sensorgestützten Bearbeitung bzw. Korrektur von Bauteilen.

Der Workshop findet in deutscher Sprache online statt. Die Anmeldung zum Workshop ist ab sofort möglich unter: https://www.ultrakurzpulslaser.de/de/ukp-workshop/anmeldung.html

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dipl.-Phys. Martin Reininghaus
Gruppenleiter Mikro- und Nanostrukturierung
Telefon +49 241 8906-627
martin.reininghaus@ilt.fraunhofer.de

Dr. rer. nat. Karsten Lange
Gruppe Mikro- und Nanostrukturierung
Telefon +49 241 8906-8442
karsten.lange@ilt.fraunhofer.de

Prof. Dr.-Ing. Arnold Gillner
Kompetenzfeldleiter Abtragen und Fügen
Telefon +49 241 8906-148
arnold.gillner@ilt.fraunhofer.de

Bildrechte bei Fraunhofer ILT, Aachen

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWOptecNet
news-2232Tue, 06 Apr 2021 09:10:14 +0200Robust und anwendungsorientiert: Ein neuer Industriestandard zur Bestimmung der photokatalytischen Aktivität von Oberflächenhttp://photonicnet.de/Alles sauber – fast ohne Putzen! Wer wünscht sich das nicht? Gerade im Sanitärbereich können selbstreinigende Keramik und Fliesen oder Glas für Duschkabinen nicht nur eine erhebliche Erleichterung im Alltag bieten, sondern auch die Lebensdauer der Produkte erhöhen.

Erreicht wird dieser Selbstreinigungseffekt zum Beispiel durch den Einsatz photokatalytisch aktiver Materialien oder Oberflächenbeschichtungen. Fällt Licht der geeigneten Wellenlänge auf die photokatalytisch aktive Oberfläche, werden organische Verunreinigungen abgebaut. Zusätzlich gibt es einen zweiten Effekt: Durch das Licht erfolgt eine sogenannte »Hydrophilisierung« der Oberfläche, sie wird »wasserliebend«, d. h. Wasser bildet einen Film, der die Schmutzpartikel unterwandern kann, so dass sie sich leichter abspülen lassen. Um die photokatalytische Aktivität verschiedener Produkte vergleichen zu können, findet die Deutsche Industrienorm DIN 52980:2008 Anwendung, wobei der Nachweis über den Abbau von Methylenblau erfolgt. In der Vergangenheit kam es dabei in der Praxis immer wieder zu starken Schwankungen der Messergebnisse und auch in der wissenschaftlichen Literatur wurde eine Reihe von Schwachpunkten des aktuellen Verfahrens aufgezeigt. 

»Für das Fraunhofer-Institut für Schicht-und Oberflächentechnik IST war das ein Anlass, gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung einen robusten und anwendungsnahen deutschen Industriestandard zur Charakterisierung der photokatalytischen Aktivität von Oberflächen zu entwickeln«, erklärt Frank Neumann, Leiter der Arbeitsgruppe Photo- und elektrochemische Umwelttechnik am Fraunhofer IST. »Das Kooperationsprojekt war auch für die MRC eine exzellente Gelegenheit, spannende Ansätze aus der Forschung aufzugreifen, um sie zusammen mit unseren langjährigen Partnern in die Normungsarbeit einzubringen und in neue Produktideen zu überführen«, bestätigt Dr. Marcus Götz, Geschäftsführer der MRC Systems GmbH aus Heidelberg. 

Im Rahmen eines vom BMWi geförderten Projekts haben die Partner MRC Systems GmbH (Heidelberg), BCE Special Ceramics GmbH (Mannheim), das Forschungsinstitut Glas/Keramik FGK (Höhr-Grenzhausen) und das Fraunhofer IST (Braunschweig) die Spezifikationen der bisherigen Messmethodik untersucht und Vorschläge für Anpassungen und Neuerungen in einem Revisionsentwurf der Norm erarbeitet. Hierbei wurden neben einem neuen Prüfverfahren für großformatige Proben auch neue Prüfstandards entwickelt. Sie bestehen aus langzeitstabiler Keramik mit definiert abgestufter photokatalytischer Beschichtung. Die Standards wurden charakterisiert und im Hinblick auf ihre Wiederverwendbarkeit untersucht. 

Ein vom Fraunhofer IST koordinierter Rundversuch zeigt, dass die Messergebnisse unter Verwendung des im Projekt entwickelten Standards und der neuen Prüfmethodik wesentlich präziser und zuverlässiger sind als bei dem ursprünglichen Verfahren: Der Variationskoeffizient der Vergleichspräzision beträgt statt ursprünglich 30,6 Prozent nur noch 4,95 Prozent. Das Fraunhofer IST und das Forschungsinstitut für Glas/Keramik (FGK) engagieren sich aktiv im Arbeitsausschuss Photokatalyse des Deutschen Instituts für Normen DIN. Bereits während der Projektlaufzeit erfolgte stets ein enger Austausch mit den dort vertretenen Institutionen und Industriebetrieben, um die Praxistauglichkeit der erzielten Ergebnisse sicherzustellen.

Die Durchführung des Forschungsvorhabens »Entwicklung eines robusten und anwendungsnahen deutschen Industriestandards zur Bestimmung der photokatalytischen Aktivität von Oberflächen – DePhakto« wurde durch eine Förderung im Rahmen des Programms »WIPANO – Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen« mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie – BMWi mit dem Förderkennzeichen FKZ 03TNG016C ermöglicht.

Weitere Informationen

Kontakt:

Sandra Yoshizawa
Marketing und Kommunikation
Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
Bienroder Weg 54E | 38108 Braunschweig
Telefon +49 531 2155-505 | Fax -900
Mailto: sandra.yoshizawa(at)ist.fraunhofer.de

 

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2229Thu, 01 Apr 2021 10:48:50 +0200STMicroelectronics und OQmented entwickeln, produzieren und vermarkten gemeinsam Laserscanner-Lösungen auf der Basis von MEMS-Spiegelnhttp://photonicnet.de/In einem Abkommen zwischen beiden Unternehmen geht es im Kern um die Steigerung der Entwicklung und Kapazität für ultrakompakte, stromsparende Laserscanner zur weiteren Expansion des Markts

Genf (Schweiz) und Itzehoe (Deutschland), den 29. März 2021 - STMicroelectronics (NYSE: STM), ein weltweit führender Halbleiterhersteller mit Kunden im gesamten Spektrum elektronischer Applikationen, und OQmented, ein auf MEMS1-Spiegeltechnologie fokussiertes Deep-Tech-Startup, haben in einem Vertrag die Weiterentwicklung der Technologie für den Augmented-Reality- und den 3D-Sensing-Markt vereinbart. Ziel der gemeinschaftlichen Initiative ist es, auf der Basis des Know-hows beider Unternehmen die Technologie und die Produkte weiterzuentwickeln, auf denen die führenden, auf MEMS-Spiegeln beruhenden LBSLösungen (Laser-Beam Scanning) auf dem Markt basieren.

Die offizielle Pressemitteilung finden Sie hier.

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2228Wed, 31 Mar 2021 13:33:43 +0200PanDao - Herzlich Willkommen bei bayern photonicshttp://photonicnet.de/PanDao, das Startup aus St. Gallen, ist neues Mitglied bei bayern photonics. PanDao schließt mit einer Software die Lücke zwischen Optikdesign und Fertigung und hilft dem Anwender, Kosten zu sparen, indem diese die minimalen Fertigungskosten berechnet.Mit diesen Kompetenzen bereichert die Neugründung mit den Verantwortlichen Marco Tinner und Oliver Fähle unser Netzwerk und wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Mehr Informationen unter www.pandao.ch

 

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2226Tue, 30 Mar 2021 16:07:41 +0200TRIOPTICS und TechnoTeam geben strategische Entwicklungs-Partnerschaft bekannthttp://photonicnet.de/Viele Hersteller aus dem Bereich Consumer Electronics und der Automobilindustrie sind darauf angewiesen, die Abbildungsqualität ihrer Display-Produkte, z.B. VR/AR-Headsets, Head-up-Displays unter verschiedenen Aspekten genau zu analysieren. Dabei müssen sowohl photometrische Eigenschaften (Farbe und Leuchtdichte) als auch Abbildungseigenschaften (Modulations-Transfer-Funktion, Verzeichnung) in Kombination charakterisiert werden. Künftig werden die Unternehmen TechnoTeam und TRIOPTICS ihre Kompetenzen in einer strategischen Partnerschaft bündeln. Ziel ist die Entwicklung eines Messgerätes, das beide Messprozesse in einem Gerät integriert.Die Firma TechnoTeam Bildverarbeitung GmbH hat ihre Kernkompetenz im Bereich der ortsaufgelösten Licht- und Farbmesstechnik, während die TRIOPTICS GmbH der weltweit führende Anbieter für MTF Messtechnik ist. Für die Vermessung von Projektoren, Headsets, Head-up-Displays und Displays ist beides sehr wichtig und eine Kombination beider Messtechniken in einem Gerät bietet Produktionsvorteile für die Kunden. 
www.trioptics.de
Daniela HoeseTRIOPTICS GmbHTechnoTeam Bildverarbeitung GmbH

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news-2223Tue, 30 Mar 2021 12:20:41 +0200SCHOTT testet Glasherstellung mit grünem Wasserstoff erfolgreichhttp://photonicnet.de/Die Glasindustrie wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Bundesrepublik. Das Problem: Für jährlich rund 7 Millionen Tonnen verkaufsfähigen Glases fallen derzeit pro Jahr rund 5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen an. Das liegt vor allem an der Glasschmelze: Um Quarzsand, Kalk und Soda zu Glas zu verschmelzen, braucht es Temperaturen von rund 1.600 Grad Celsius. Um diese zu erreichen, kommen bisher mit Erdgas betriebene Schmelzwannen zum Einsatz. Grüner Wasserstoff könnte das Problem lösen: So entsteht bei der Verbrennung von Wasserstoff lediglich Wasserdampf – kein CO2. Im Kopernikus-Projekt P2X des BMBF ist nun erstmalig ein Test zur Glasschmelze mit Wasserstoff erfolgreich abgeschlossen worden: Die SCHOTT AG hat in seinem Werk in Mainz acht Wochen lang eine Technikums-Schmelzanlage mit Wasserstoff befeuert – und das Erschmelzen von drei verschiedenen Gläsern getestet. Das Ergebnis: Bei der Befeuerung mit Wasserstoff und Sauerstoff konnte eine ähnliche Brennerleistung mit ähnlichen Temperaturen und ähnlicher Glasqualität erreicht werden wie beim Betrieb mit Erdgas und Sauerstoff.
Weitere Informationen: https://lnkd.in/dvYzJm9
SCHOTT

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news-2222Tue, 30 Mar 2021 11:18:40 +0200Durch Wände messen mit IRIS von Polytechttp://photonicnet.de/Mithilfe des neuen MSA-650 IRIS Micro System Analyzer von Polytec aus Waldbronn können die MEMS-Entwickler direkt durch die Siliziumkappe des Bauelementes hindurch die Bewegung der MEMS-Komponenten hochaufgelöst und in Echtzeit erfassen. Dabei sind Frequenzen von bis zu 25 MHz möglich.Die Basis hierfür ist eine innovative, patentierte Messtechnik bestehend aus einem speziellen Infrarot-Interferometer. Die integrierte IR-Kamera schaut ebenfalls durch die Kappe hindurch, liefert hochaufgelöste Bilder der MEMS-Mechanik und ermöglicht mittels stroboskopischer Videomikroskopie eine Messung der planaren Bewegungskomponente („In-Plane“).

Zu den Hauptvorteilen des neuen MSA zählen die schnelle Messung unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen ohne aufwendige Präparation sowie die exzellente Datenqualität aufgrund der kurzkohärent-interferometrischen Unterdrückung von Störeinflüssen.

Weitere Informationen sowie die vollständige Pressemeldung erhalten Sie hier.

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news-2225Mon, 29 Mar 2021 23:48:00 +0200PanDao - herzlich willkommen bei Optencehttp://photonicnet.de/PanDao, das Startup aus St. Gallen, ist neues Mitglied bei Optence. PanDao schließt mit einer Software die Lücke zwischen Optikdesign und Fertigung und hilft dem Anwender, Kosten zu sparen.Mehr Informationen unter www.pandao.ch Mit diesen Kompetenzen bereichert die Neugründung mit den Verantwortlichen Marco Tinner und Oliver Fähle unser Netzwerk und wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.

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news-2221Thu, 25 Mar 2021 12:31:02 +0100WeLASER: Technische Alternative im Unkrautmanagementhttp://photonicnet.de/Anstatt chemische Produkte einzusetzen, soll zukünftig das Wachstumszentrum von Unkräutern mittels Laserstrahlung letal geschädigt werden. Die Grundlage dafür wollen die Partner im EU-Projekt WeLASER schaffen. Das Vorhaben vereint Forschungsinstitutionen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus dem Agrarbereich aus acht EU-Staaten, unter anderem das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Die Partner wollen in den nächsten drei Jahren die Wirksamkeit eines Lasersystems an ausgewählten Nutzpflanzen testen.Vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung und der Notwendigkeit, den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln zu reduzieren, strebt WeLASER eine nachhaltigere Unkrautbehandlung an. Konventionelle mechanische Methoden können die Bodeneigenschaften verschlechtern und nützliche Bodenorganismen schädigen. Außerdem erzielen sie bei der Unkrautbekämpfung in der Reihe nur unbefriedigende Ergebnisse.

Mit Laser, KI und IOT gegen Unkraut
Die WeLASER-Lösung konzentriert sich daher auf eine nicht-chemische Unkrautbekämpfung. Die Idee dahinter ist, das Wuchszentrum des Unkrauts mit hohen Energiedosen einer Hochleistungs-Laserstrahlquelle zu schädigen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH entwickeln dafür ein Bildverarbeitungssystem, das mittels künstlicher Intelligenz (KI) Nutzpflanzen von Unkraut unterscheidet. Dieses System trainieren sie außerdem darauf, die Position der Unkrautmeristeme zu erkennen. Mit den Zielkoordinaten wird am LZH ein robustes, mehrreihiges Scannersystem angesteuert, so dass der Laserstrahl auf das Wuchszentrum ausgerichtet werden kann.

Für den Einsatz auf dem Feld sollen die Systeme auf einem autonomen Fahrzeug installiert werden. Koordiniert werden sie dann über einen intelligenten Controller, der Internet of Things (IOT)- und Cloud-Computing-Techniken nutzt, um landwirtschaftliche Daten zu verwalten und einzusetzen.

Prototyp bis 2023
Das LZH entwickelt weiterhin Konzepte, wie die Lasersicherheit für alle beteiligten Personen wie Landwirte und Maschinenbediener gewährleistet werden kann. Testen wollen die Partner den Prototypen an Zuckerrüben-, Mais- und Wintergetreidekulturen. Der Prototyp soll zum Projektende, also 2023, zur Verfügung stehen und dann für die Kommerzialisierung weiterentwickelt werden.

Die Technologie des WeLASER-Projekts bietet eine saubere Lösung für das Unkrautproblem und trägt dazu bei, die Chemikalienbelastung der Umwelt deutlich zu verringern.

Über WeLASER
WeLASER ist ein europäisches Innovationsprojekt, das im Rahmen des Programms "Horizont 2020" finanziert wird. Es wird vom spanischen Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC, dt.: Rat für wissenschaftliche Forschung) koordiniert. Beteiligt sind weiterhin: Futonics LASER (Deutschland), Laser Zentrum Hannover e.V. (Deutschland), die Abteilung für Pflanzen- und Umweltwissenschaften der Universität Kopenhagen (Dänemark), AGREENCULTURE SaS (AGC, Frankreich), Coordinadora de Organizaciones de Agricultores y Ganaderos (COAG, dt.: Koordinator der Landwirte und Viehzuchtorganisationen; Spanien), die Fakultät für Agrarwissenschaften der Universität Bologna (Italien), Instytut Ekologii Terenów Uprzemysłowionych (IETU, dt.: Institut für Ökologie der Industriegebiete; Polen), die Fakultät für Agrarökonomie der Universität Gent (Belgien) und Van den Borne Projecten BV (VDBP; Niederlande).

Mit Hilfe der europäischen Fördermittel will im Forschungsvorhaben WeLASER eine große Gruppe von Akteuren und Interessenvertretern Fortschritte bei der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität erzielen und gleichzeitig die Umwelt nachhaltiger gestalten sowie die Gesundheit von Tier und Mensch verbessern.

Mehr Informationen: https://welaser-project.eu/

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2220Thu, 25 Mar 2021 11:13:33 +0100Ringvorlesung Optik erfolgreich gestartethttp://photonicnet.de/222 Studierende aus ganz Deutschland und darüber hinaus nahmen an der Auftakt-Vorlesung der deutschlandweiten Ringvorlesung Optik am 24.3.21 teil. Der interaktiv gestalteten Vorlesung von Prof. Dr. Michael Totzeck von der Universität Konstanz und der Carl Zeiss AG zum Thema „Photonics technologies for the fabriction of integrated circuits“ folgte eine lebhafte Diskussion.Mit der Ringvorlesung Optik können Studierende während des Sommersemesters wöchentlich einen Einblick in Schwerpunkte jenseits der eigenen Hochschulen erhalten. Dozenten von Universitäten und Hochschulen halten Online-Vorlesungen zu aktuellen Themen wie 3D-Druck von Optiken, spezifischer optischer Messtechnik, Laserkunststoffschweißen, Mikrooptischen Systemen uvm. Ziel der Ringvorlesung Optik ist es, Studierenden aus dem Bereich der Optik die Bandbreite der Photonik näher zu bringen. Am 31.3.21 wird Prof. Dr. Jürgen Czarske, TU Dresden über  „Computational Adaptive Laser Metrology for Biomedicine” vortragen.

Die Ringvorlesung richtet sich primär an Studierende im Master, aber auch besonders Interessierte im höheren Bachelorsemester bzw. Doktoranden sind zur Teilnahme eingeladen, um ihre Perspektiven in der Photonik zu erweitern. Interessierte aus der Industrie können sich an einer Hochschule oder Universität Ihrer Wahl als Gasthörer einschreiben um an der 2SWS umfassenden Ringvorlesung teilzunehmen.

Die Ringvorlesung Optik wurde im Rahmen der gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft Aus- und Weiterbildung von  bayern photonics und Photonics BW entwickelt und wird durch die Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik unterstützt. Die Durchführung organisiert Prof. Dr. Andreas Heinrich von der Hochschule Aalen.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie unter: https://www.hs-aalen.de/de/pages/b-eng-optical-engineering_ringvorlesung

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den NetzenForschung und Wissenschaft
news-2219Thu, 25 Mar 2021 08:52:11 +0100OptecNet Deutschland ist offizieller Partner der Messe VISIONhttp://photonicnet.de/OptecNet Deutschland, der bundesweite Zusammenschluss der regionalen Innovationsnetze Optische Technologien, pflegt bereits seit Langem einen regelmäßigen fachlichen Austausch mit der Messe Stuttgart als Veranstalter mehrerer internationaler Fachmessen zu den Optischen Technologien und deren Anwendungsbranchen.OptecNet Deutschland ist nun offizieller Partner der „VISION – Weltleitmesse für Bildverarbeitung“. Die VISION in Stuttgart ist zentraler Treffpunkt für alle Anbieter und Dienstleister rund um das vielfältige Spektrum der Bildverarbeitung. Rund 500 Aussteller und über 11.000 Fachbesucher waren in 2018 auf der VISION.

Gemeinsam mit der Fachabteilung VDMA Machine Vision und dem Netzwerk VDMA Startup-Machine bot die VISION eine einzigartige digitale Plattform für Start-ups, um neueste Entwicklungen in der Bildverarbeitung vorzustellen. Das Photonics BW Mitglied HD Vision Systems ist mit seinem Thema „Light field and Deep Learning-based Machine Vision“ zum „VISION Start-up 2020“ gekürt worden. Der Preis umfasst einen Standplatz auf der kommenden VISION 2021. HD Vision Systems wird dies nutzen, um neue KI-basierter Bildverarbeitungslösungen zu präsentieren.

Das Ziel der Partnerschaft zwischen OptecNet Deutschland und der VISION ist es, den für zahlreiche Anwendungsfelder wichtigen Bereich der Bildverarbeitung voran zu treiben und die Applikationspotenziale noch stärker in die Breite zu tragen.

Merken Sie sich bereits jetzt den Termin für die kommende VISION vom 5. – 7. Oktober 2021 vor und informieren Sie sich über neueste Produkt- und Dienstleistungsinnovationen.

Alle Informationen zur Messe erhalten Sie unter www.vision-messe.de

Official website in english: www.vision-fair.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den NetzenPressemeldung
news-2218Wed, 24 Mar 2021 16:48:55 +0100PR-Experten unterstützen bei Content, Pressearbeit, Marketing und Leadshttp://photonicnet.de/Virtuelle Messen und kaum Kundenbesuche – auch für die Photonik-Unternehmen werden Marketing und Lead-Generierung in diesen Zeiten zu einer ganz besonderen Herausforderung. Vor allem professioneller Content und Fachmedien-Know-how können entscheidend dabei helfen, neue Zielgruppen und Märkte zu erschließen. Die Redakteure der vormaligen photonik-Redaktion bieten Unterstützung bei Content Creation, PR, Publishing, Lead-Generierung und Marketing-Strategie.Virtuelle oder hybride Messen und stark eingeschränkter Kundenkontakt sowie ein Wandel bei den Fachmedien: Für KMU der Photonik werden Marketing und Lead-Generierung zu einer Herausforderung von neuer Qualität. Denn Technologieunternehmen, die erklärungsbedürftige Produkte entwickeln und produzieren, brauchen jetzt neue Strategien, um ihre anspruchsvollen und oftmals hochspezialisierten Kunden zu erreichen.

Das Content-Marketing ist ein bewährter Ansatz, um diese Zielgruppen, zum Beispiel in den weit verzweigten und stark differenzierten Marktsegmenten der Photonik, über Fachartikel, Blogbeiträge, Interviews oder Podcasts anzusprechen. Da es viel Zeitaufwand, umfassendes Fachwissen und redaktionelles Know-how erfordert, hochwertige Inhalte zu erstellen, zu verbreiten und für verschiedene Medienkanäle wie Fachzeitschriften, Newsletter, Websites, Blogs, Corporate Media oder Social Media zu optimieren, ist hier professionelle Unterstützung hilfreich.

Das kompetente Redaktionsteam der ehemaligen Fachzeitschrift photonik verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Erstellen und Managen von Fach- und Produktbeiträgen sowie F&E-Berichten in deutscher und englischer Sprache, in der analogen und digitalen Pressearbeit sowie im Content-Marketing.

Dr. Matthias Laasch und Dr. Matthias Gerlach unterstützen die Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Photonik einschließlich der Quantentechnologien individuell bei ihren Content-, PR-, Publishing- und Marketing-Projekten.

Kontakt

laasch:tec  Dr. Matthias Laasch technology editorial consulting, E-Mail laaschtec(at)icloud.com,
Tel.
+49 (0) 179/4815723, linkedin.com/in/drlaasch/

 

 

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news-2217Wed, 24 Mar 2021 16:26:57 +0100Forschungsverbund trägt zu weniger Verpackungsmüll beihttp://photonicnet.de/Das BMBF-Forschungsvorhaben „Tasteful“ vereint Tracer-Based-Sorting mit Objekterkennung und Künstlicher Intelligenz. Teil des Forschungsverbundes sind die drei Photonics BW Mitglieder HD Vision Systems GmbH, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Hochschule Pforzheim sowie die Polysecure GmbH und das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik.Nur 12% der drei Millionen Tonnen an Kunststoff-Verkaufsverpackungen in Deutschland werden rezykliert und zur Herstellung neuer Kunststoffverpackungen verwendet. Der Rest wird häufig verbrannt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher in seinem Programm „KMU innovativ – Ressourceneffizienz“ mittelständische Unternehmen, die mit innovativen Ideen entscheidend zur Umweltentlastung beitragen möchten. Die Polysecure GmbH aus Freiburg ist eines von ihnen und revolutioniert mit seinen fluoreszierenden, anorganischen Markern (englisch: tracer) die Verpackungssortierung und somit das Recycling. Innerhalb des sogenannten „Tracer-Based-Sorting“ wird den Kunststoff-Verpackungen mithilfe des Tracers ein spezifischer Sortiercode zugeordnet. Diese Technologie trägt zu einer erhöhten Verlässlichkeit und Effizienz für die Sortierung von Abfällen bei.

Durch das Forschungsvorhaben „Tracer Based Sorting – Effizient und Flexibel“ (Tasteful) soll die Effizienz und Praktikabilität der TBS-Sortiertechnologie erhöht werden. Gleichzeitig soll das Projekt zu einer Verbesserung der Anregungstechnologie, der Erweiterung des Tracer- und Sortiercode-Portfolios und der Erweiterung der Sortiertechnik um Objekterkennungssysteme beitragen.

Um schnell anwendungsreife Lösungen zu generieren, arbeitet Polysecure mit verschiedenen Forschungspartnern zusammen. HD Vision Systems aus Heidelberg stellt optische Prüfsysteme und verarbeitende neuronale Netze bereit, die speziell an die neue Anwendung angepasst werden. Das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik aus Augsburg widmet sich der Objekterkennung und Tracer-Identifikation auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Das KIT entwickelt zusammen mit Polysecure neue Tracer-Substanzen während die Hochschule Pforzheim abfallwirtschaftliche Untersuchungen durchführt und den Markteintritt der Technologie unterstützt.

Wir wünschen dem Forschungsverbund viel Erfolg bei der Weiterentwicklung dieser hochinnovativen Technologie!

Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.

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news-2216Wed, 24 Mar 2021 11:51:40 +0100Laserverstärker für laserbasierte Kommunikation im Allhttp://photonicnet.de/Im Rahmen einer Studie für die Europäische Weltraumorganisation (European Space Agency, ESA) arbeitet das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) an einem Laserverstärker im Bereich zwischen 1000 nm und 1100 nm, der zukünftig für die laserbasierte Kommunikation im All eingesetzt werden könnte.Langfristiges Ziel des ESA-Projekts HydRON ist es, ein rein optisches Kommunikationsnetzwerk aufzubauen, das Übertragungsraten im Bereich Terabit pro Sekunde ermöglicht. Notwendig sind dafür Satelliten mit Laserterminals, die 10 oder mehr optische Kanäle beinhalten.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Gruppe Solid State Lasers des LZH werden dafür den notwendigen Verstärker entwickeln. Die Herausforderung: Der Verstärker muss eine bestimmte Mindesteffizienz erreichen, damit er später auf Satelliten eingesetzt werden kann. Bei der Entwicklung können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihre Erfahrungen in der Faserverstärkerentwicklung für die Gravitationswellendetektion bauen.

Im Rahmen der Studie prüft das LZH zurzeit, wie die Signale einer rein optischen Kommunikation über Laser verstärkt werden könnten. Denn die Verstärkung wäre die Grundlage für eine laserbasierte Satellitenkommunikation.

Teil des Auftrags ist es ebenso, das System mit dem Blick auf Weltraumtauglichkeit zu evaluieren. Dies schränkt die Auswahl der einzusetzenden Komponenten ein. Daher testet das LZH im Zweifelsfall Komponenten direkt während der Entwicklung auf ihre Weltraumkompatibilität.

Pressekontakt LZH:

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Tel.: +49 511 2788-419
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news-2214Wed, 24 Mar 2021 08:24:39 +0100Das von LASER COMPONENTS vertriebene LaserLight gewinnt den Prism Award 2021http://photonicnet.de/Olching, 23. März 2021 - LaserLight W-IR SMD, der weltweit erste Weißlicht-Chip mit Umschaltfunktion wurde vom Photonik-Branchenverband SPIE mit dem Prism Award 2021 ausgezeichnet. Auf Befehl verwandelt er sich in einen IR-Emitter mit 905 nm oder 850 nm. Beide Lichtquellen sind auf demselben Chip von 7×7 mm untergebracht. Um die Montage auf der Platine zu erleichtern sind die SMDs optional auch mit Starboard erhältlich.Mit einem Lichtstrom von 450 Lumen und einer Leuchtdichte von 1000 Mcd/m² bietet die Lichtquelle von KYOCERA SLD Laser auch in dieser Doppelfunktion alle Vorteile der LaserLight-Weißlicht-Technologie wie eine hohe Reichweite und einen engen Abstrahlwinkel. Die IR-Wellenlängen werden mit einer Ausgangsleistung von 250 mW emittiert.
 
Die IR-Wellenlängen des SMD W-IR werden vor allem in Bewegungssensoren, Nachtsicht-Kameras und anderen professionellen Sicherheitssystemen eingesetzt. Hier eröffnet diese Neuentwicklung zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Statt Bewegungsmelder und Beleuchtung in zwei verschiedenen Bauteilen unterzubringen kann ein Element beide Funktionen übernehmen, sodass zum Beispiel eine Überwachungskamera automatisch den entsprechenden Bereich ausleuchtet, sobald sie etwas Verdächtiges wahrnimmt.
 
Der Chip wird in Europa und den USA durch LASER COMPONENTS vertrieben.

 » Weitere Informationen

Kontakt:
LASER COMPONENTS GmbH
Werner-von-Siemens-Str. 15
82140 Olching
E-Mail: info(at)lasercomponents.com
Internet: www.lasercomponents.com

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news-2213Fri, 19 Mar 2021 11:58:26 +0100Chromatischer Lichtteilcheneffekt für die Entwicklung photonischer Quantennetzwerke enthüllthttp://photonicnet.de/PhoenixD-Mitglied Prof. Dr. Michael Kues und seine Doktorandin Anahita Khodadad Kashi demonstrieren neuartigen, photonischen Interferenzeffekt, der den Weg zu großskaligen kontrollierbaren Quantensystemen bahnen könnte. Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Entwicklung von Anwendungen der Quanteninformationsverarbeitung. In einem Schlüsselexperiment ist es gelungen, die bislang definierten Grenzen für Photonenanwendungen zu überschreiten: Anahita Khodadad Kashi und Prof. Dr. Michael Kues vom Institut für Photonik und dem Exzellenzcluster PhoenixD der Leibniz Universität Hannover haben einen neuartigen Interferenzeffekt demonstriert (siehe Video).

Die Wissenschaftlerin und der Wissenschaftler haben damit nachgewiesen, dass neue farbcodierte photonische Netzwerke erschlossen und die Zahl der involvierten Photonen, d.h. Lichtteilchen, skaliert werden können. „Diese Entdeckung könnte neue Maßstäbe in der Quantenkommunikation, den Rechenoperationen von Quantencomputern sowie den Quantenmessverfahren ermöglichen und ist mit bestehender optischer Telekommunikationsinfrastruktur umsetzbar“, sagt Kues.

Das entscheidende Experiment glückte im neu eingerichteten „Quantum Photonics Laboratory (QPL)“ des Instituts für Photonik und des Hannoverschen Zentrums für Optische Technologien an der Leibniz Universität Hannover. Dort gelang es Anahita Khodadad Kashi unabhängig erzeugte Photonen mit unterschiedlichen Farben, d.h. Frequenzen, quantenmechanisch zu interferieren und einen sogenannten Hong-Ou-Mandel-Effekt nachzuweisen.

Die Hong-Ou-Mandel-Interferenz ist ein fundamentaler Effekt der Quantenoptik, der die Grundlage für viele Anwendungen der Quanteninformationsverarbeitung bildet – vom Quantencomputing bis zur Quantenmetrologie. Der Effekt beschreibt, wie sich zwei Photonen beim Auftreffen auf einem räumlichen Strahlteiler verhalten und erklärt das Phänomen der quantenmechanischen Interferenz.

Die Forschenden konnten nun mittels Telekommunikationskomponenten einen Frequenzstrahlteiler realisieren und den Hong-Ou-Mandel-Effekt erstmalig zwischen zwei unabhängig erzeugten Photonen in der Frequenzdomäne nachweisen. Im Gegensatz zu anderen Dimensionen, wie z.B. der Polarisation (Schwingungsebene des elektrischen Feldes) oder der Position (räumliche Lokalisation) eines Photons, ist die Frequenz weitaus weniger störanfällig. „Zudem erlaubt unser Ansatz eine flexible Konfigurierbarkeit und einen Zugang zu hochdimensionalen Systemen, was in der Zukunft zu großskaligen kontrollierbaren Quantensystemen führen kann“, sagt Kues.

Dieses Zwei-Photonen-Interferenz-Phänomen kann als Fundament für ein Quanteninternet, nicht-klassische Kommunikation und Quantencomputer dienen. Das heißt, die Ergebnisse könnten für frequenzbasierte Quantennetzwerke eingesetzt werden. Eine weitere Besonderheit an der jetzt gemachten Neuentdeckung: Diese Steigerung der Leistungsfähigkeit ließe sich mit bestehender Infrastruktur, also gängigen Glasfaseranschlüsse für die Anbindung an das Internet, verwenden. Die Nutzung von Quantentechnologien zu Hause könnte damit also theoretisch in Zukunft ermöglicht werden.

„Ich war sehr erfreut, dass unser Experiment den Hong-Ou-Mandel Effekt in der Frequenzdomäne nachweisen konnte“, sagt Khodadad Kashi. Die Forscherin ist nach ihrem Masterabschluss im Fach Elektroingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Photonik an der Iran Universität für Wissenschaft und Technologie in Teheran im Jahr 2019 nach Hannover gewechselt. Seitdem verstärkt sie das siebenköpfige Team von Prof. Kues. Kues ist seit Frühjahr 2019 Professor an der Leibniz Universität Hannover und erforscht im Exzellenzcluster PhoenixD die Entwicklung von photonischen Quantentechnologien mittels der Mikro- und Nanophotonik.

Künftig werden Kashi und Kues weiter zu dem Thema der spektralen Hong-Ou-Mandel-Interferenz forschen. „Ich möchte das jetzige Experiment erweitern, um den Effekt für Quanteninformationsverarbeitung ausnutzen zu können“, sagt Khodadad Kashi.

Die Forschungsergebnisse werden erstmals in der aktuellen Ausgabe von „Laser & Photonics Reviews“ vorgestellt. Die Resultate wurden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Quantum Futur Projektes „PQuMAL“ (Photonische Quantenschaltkreise für das maschinelle Lernen) erzielt.

Originalartikel:
Anahita Khodadad Kashi, Michael Kues,
Spectral Hong-Ou-Mandel interference between independently generated single photons for scalable frequency-domain quantum processing

Laser & Photonics Reviews
https://doi.org/10.1002/lpor.202000464

Verfasst von Sonja Smalian

Kontakt:

Sonja Smalian
Cluster of Excellence PhoenixD
Leibniz University Hannover
Welfengarten 1 A
30167 Hannover

Mail:      sonja.smalian@phoenixd.uni-hannover.de

 

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news-2212Thu, 18 Mar 2021 12:25:13 +0100PhotonicsViews ist neues Publikationsmedium von Photonik Deutschland / Photonics Germanyhttp://photonicnet.de/Photonik Deutschland / Photonics Germany, die Allianz von OptecNet Deutschland und SPECTARIS zur Förderung der Optischen Technologien und Quantentechnologien, konnte die etablierte Fachzeitschrift PhotonicsViews als Publikationsmedium mit großer internationaler Reichweite gewinnen.Photonics Germany wurde im Jahr 2020 ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Interessen der Hightech-Branche auf nationaler und internationaler Ebene mit vereinten Kräften zu vertreten und mit abgestimmten Aktivitäten und Initiativen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land zu stärken. Insbesondere sollen die Rahmenbedingungen für die Photonik und Quantentechnologien weiter verbessert und Förderangebote zielgerichtet weiterentwickelt werden. Der Politik bietet sich Photonics Germany als repräsentativer Ansprechpartner speziell zu den Themen Förderpolitik, Gesetzgebung und Fachkräftesicherung an. Photonics Germany steht darüber hinaus internationalen Verbänden als zentraler Dialogpartner zur Verfügung.

Photonics Germany hat als eine der ersten Aktivitäten im Jahr 2020 drei Umfragen durchgeführt, um die Auswirkungen Corona-Pandemie auf die Photonik-Branche systematisch zu untersuchen. Dabei zeigte sich, dass die Unternehmen überwiegend sehr robust aufgestellt sind und sich im Vergleich zu anderen Branchen in der Krise gut behaupten konnten, entweder durch Innovationen oder durch Lösungen für aktuelle Herausforderungen. Die Ergebnisse sollen auch in die weitere Gestaltung von effizienten Hilfsmaßnahmen einfließen.

Die Photonik ist der Enabler für einen der ganz großen Technologietrends dieser Dekade – den Quantentechnologien. Durch gänzlich neue Produktlösungen auf diesem Gebiet werden signifikante Steigerungen in Dynamik, Auflösung und Sicherheit in zahlreichen technischen Anwendungsfeldern möglich. Für Photonics Germany sind die Quantentechnologien ein fachlicher Schwerpunkt. Ein deutschlandweiter Expertenkreis wurde im Jahr 2020 etabliert, der die Vernetzung von Forschungseinrichtungen mit den Unternehmen und die technische Nutzung und Kommerzialisierung vorantreibt. Nach einem erfolgreichen Auftakt finden nun regelmäßig Treffen mit stets aktuellen Schwerpunkten statt.

Photonics Germany publiziert künftig Veranstaltungshinweise und Neuigkeiten sowie Berichte in der PhotonicsViews als etablierte Fachzeitschrift in der Photonik mit großer, internationaler Reichweite.

https://www.wileyindustrynews.com/en/photonicsviews

Die Mitglieder erhalten im Rahmen der Mitgliedschaft ab April regelmäßig eine Printausgabe der PhotonicsViews und sind herzlich zur Lektüre eingeladen.

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news-2211Thu, 18 Mar 2021 11:29:50 +0100Mehr Licht für die Zukunft der Gravitationswellen-Astronomie http://photonicnet.de/Für leistungsstärkere Gravitationswellen-Detektoren haben Forschende des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI), des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und von der Leibniz Universität Hannover (LUH) ein neues Lasersystem entwickelt. Dieses vereint das maßgeschneiderte Licht von zwei Hochleistungslasern äußerst präzise. So ist es möglich, die optische Leistung des Lasersystems weiter zu erhöhen. Eingesetzt werden soll das System zukünftig in der erdgebundenen Gravitationswellendetektion. Das LZH entwickelt dafür, in Kooperation mit dem AEI, hochleistungsfähige Faserlaser. Diese sind aufgrund ihrer besonderen Laserstrahleigenschaften interessant und sollen daher in zukünftigen Generationen von Gravitationswellen-Detektoren eingesetzt werden. Diese Detektoren sollen zehnmal empfindlicher nach Gravitationswellen lauschen als die derzeitigen großen Detektoren LIGO, Virgo und KAGRA. Die Ergebnisse der Arbeit sind nun in der Fachzeitschrift Optics Express erschienen. Gefördert wurden die Arbeiten unter anderem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Exzellenzclusters QuantumFrontiers. Mehr Informationen sind in der Pressemitteilung des AEI zu finden.

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2209Wed, 17 Mar 2021 08:37:40 +0100SCANLAB: Smartes Scannen für Lasermarkieraufgaben http://photonicnet.de/SCANLAB erweitert die bewährte SCANcube Produktfamilie Die SCANLAB GmbH, führender Anbieter von Laser-Scan-Lösungen, stellt ein neues Scan-System vor. Der SCANcube IV verfügt als erster Vertreter dieser Produktfamilie über optionale Rücklesefunktionen und damit über einen wichtigen Baustein zur Prozessüberwachung. Im Vergleich zum SCANcube III wurde die Systemlinearität um 30 Prozent verbessert. Das neue Gehäuse-Design ist nicht nur ansprechend, sondern auch funktionaler Bestandteil eines optimierten Wärmemanagements. Mit passenden Tunings kann der neue Scan-Kopf optimal für unterschiedliche Kundenbedarfe konfiguriert werden. Unverändert bleibt bei der neuen Scan-Kopf-Generation das hervorragende Preis-Leistungsverhältnis. Die Anforderungen an ein Scan-System unterscheiden sich stark, je nachdem für welches Laserbearbeitungsverfahren es eingesetzt werden soll. Prozesse zur Laserbeschriftung oder -gravur beispielsweise stellen ganz andere Anforderungen an die Positioniergeschwindigkeit oder den Schleppverzug eines Systems als additive Verfahren im 3D-Druck. Um diesen Unterschieden Rechnung zu tragen und dennoch eine flexible und kostengünstige Lösung anbieten zu können, stellt SCANLAB eine neue Generation der bewährten SCANcube-Familie vor.

Der neue SCANcube IV kann mittels verschiedener Tuning- und Spiegel-Varianten perfekt für den gewünschten Einsatz konfiguriert werden. In Kombination mit einer RTC-Ansteuerkarte stehen jetzt optional Rücklesefunktionen zur Systemüberwachung und -diagnose zur Verfügung. So können während der Bearbeitung die Ist-Position, die Temperatur und andere Statuswerte zuverlässig abgefragt werden.

Die gegenüber seinem Vorgänger, dem SCANcube III, um 30 Prozent verbesserte Systemlinearität erleichtert die Kalibrierung und ermöglicht präzisere Bearbeitungsergebnisse. Zudem gewährleistet das neue formschöne und staubdichte Gehäuse ein optimiertes Wärmemanagement und sorgt dafür, dass das System auch bei anspruchsvollen Anwendungen einen ‚kühlen Kopf‘ bewahrt. 

Zur Markteinführung ist der SCANcube IV ab sofort mit 10 mm oder 14 mm Apertur bestellbar.

Kontakt:
SCANLAB GmbH
Siemensstr. 2a
D-82178 Puchheim
E-Mail: e.jubitz(at)scanlab.de
Internet: www.scanlab.de

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news-2208Tue, 16 Mar 2021 10:09:54 +0100Wie der 3D-Druck auf den Mond kommthttp://photonicnet.de/Podcast über die Arbeiten und Ergebnisse des Projekts MOONRISE.Beim Druckwelle-Podcast von  ingenieur.de und dem Verband Deutscher Ingenieure (VDI) berichtete Niklas Gerdes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), über die Arbeiten und Ergebnisse des Projekts MOONRISE. Dabei arbeiteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH und des  Instituts für Raumfahrtsysteme der  TU Braunschweig daran den 3D-Druck auf den Mond zu bringen.

Hier geht es zum Podcast.

Mehr Informationen zum Projekt MOONRISE.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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news-2207Tue, 16 Mar 2021 09:23:23 +0100Neue Köpfe für die Quantentechnologien http://photonicnet.de/Das Quantentechnologie-Kompetenzzentrum (QTZ) an der PTB verstärkt sein Kernteam.

Die zweite Quantenrevolution ist ausgerufen, die Forschungspläne sind aufgestellt und die anvisierten Meilensteine sind definiert. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ist mit ihrer Messkunst hierbei ein zentraler Akteur – mit Spitzenforschung auf allen Gebieten der optischen, atomaren und elektrischen Quantentechnologien, die tiefgreifende Auswirkungen auf Industrie und Gesellschaft entwickeln und nun bereits an der Schwelle zur Kommerzialisierung stehen. Die PTB hat in diesem Zusammenhang ganz gezielt ihre Grundlagenforschung und ihre hochspezialisierten Dienstleistungen um ein anwendungsnahes Quantentechnologie-Kompetenzzentrum (QTZ) ergänzt. Mit dem QTZ unterstützt die PTB - zusammen mit Partnern aus der Industrie – gezielt die Überführung unterschiedlicher Quantentechnologien in die Anwendung mit wirtschaftlichem Potential. Um diese Aktivitäten zu stärken, werden nun weitere sechs Wissenschaftler*innen und Ingenieure*innen für die Themenfelder „Ionenfallenentwicklung und -fertigung“, „supraleitende Quantencomputer“, „optische Quantentechnologie“ und „Supraleitungssensorik“ mit der Möglichkeit einer dauerhaften Anstellung gesucht. Bewerbungsschluss ist der 12. April 2021.

An der PTB sind Quantentechnologien im Rahmen der Grundbeauftragung ein großes und vielfältiges Themenfeld, das sowohl Fragen der Grundlagenforschung als auch industrielle Anwendungsfälle umfasst. Insbesondere in der Quantenmetrologie und bei Quantensensoren ist die PTB dabei eine weltweit führende Institution. Beispiele für diese Spitzenforschung sind hochgenaue Quantenstandards für elektrische Größen, mikrostrukturierte Ionenfallen, Quantensensoren zur empfindlichen Messung von Magnetfeldern, Einzelphotonenquellen und -detektoren für die Quantenradiometrie und Quantenkryptographie sowie ultrastabile und genaue optische Uhren. Diese Bündelung von Infrastruktur (exzellente Laborausstattung) und Expertise (ausgezeichnete, sehr erfahrene Wissenschaftler) in Quantentechnologien zeichnet die PTB aus.

Das im Aufbau befindliche Quantentechnologie-Kompetenzzentrum der PTB ergänzt diese grundlagenorientierten Arbeiten und unterstützt die gezielte Überführung von Quantentechnologien in die Anwendung mit wirtschaftlichem Potential. Das QTZ fungiert als zentraler Ansprechpartner für die Industrie an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und anwendungsbezogener Entwicklung und soll es der deutschen Industrie ermöglichen, die herausragende metrologische und fachliche Kompetenz der PTB optimal zu nutzen. Dies schließt die Entwicklung von robusten Komponenten und Technologien, Dienstleistungen, unabhängige Charakterisierung und Qualifizierung von QT-Komponenten, Angebote zum Wissenstransfer und Ausbildung für Industriepartner sowie Standardisierungsaktivitäten ein. Als Orte des Austausches und der Kooperation mit der Industrie werden an den PTB-Standorten in Berlin und Braunschweig hierzu Anwenderplattformen aufgebaut.

Das bisherige QTZ-Kernteam wird nun zu einem Team von insgesamt zehn permanenten Mitarbeitern ergänzt, um die bisherigen Angebote der PTB durch einen Ausbau der Anwenderplattformen „Ionenfallenentwicklung und -fertigung“, „supraleitende Quantencomputer“, „optische Quantentechnologie“ und „Supraleitungssensorik“ zu stärken. Damit leistet das QTZ einen zentralen und umfassenden Beitrag zu Technologieentwicklungen in verschiedenen Basistechnologien für Quantencomputer, Quantensensorik, Quantenkryptographie und natürlich Quantenmetrologie.
ptb

Aktuelle Stellenausschreibungen

Ansprechpartner:
Dr. Nicolas Spethmann
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Leiter des Quantentechnologie-Kompetenzzentrums QTZ
Telefon: 0531-592-2009
E-Mail: nicolas.spethmann(at)ptb.de

Pressekontakt:
Imke Frischmuth
Wissenschaftsredakteurin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PÖ
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
E-Mail: imke.frischmuth(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2204Thu, 11 Mar 2021 11:50:14 +0100Technologie des Braunschweiger Fraunhofer-Instituts landet auf dem Marshttp://photonicnet.de/Im neuen Mars-Rover »Perseverance« ist ein optischer Interferenzfilter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik, kurz Fraunhofer IST, verbaut. Er hilft dem Rover der NASA bei der Untersuchung des Staubs in der Atmosphäre des Planeten – und das unter den extremen Bedingungen.Nach über einem halben Jahr und 472 Millionen Kilometern Reise ist der neue Mars-Rover »Perseverance« erfolgreich auf dem Mars gelandet und liefert schon seit der Landung spektakuläre Bilder des Nachbarplaneten. Das Ziel: Wichtige Erkenntnisse über etwaiges Leben auf dem Mars gewinnen. Dafür ist in dem eine Tonne schweren Rover umfangreiche, hochsensible Technik verbaut – auch aus Deutschland. Vom Fraunhofer IST aus Braunschweig ist ein spezieller optischer Filter integriert.

Konkret befindet sich der Filter in einem optischen Sensor zur Staubcharakterisierung im »Mars Environmental Dynamics Analyzer«, kurz MEDA. »Der MEDA führt Wettermessungen durch, u. a. werden Windgeschwindigkeit und -richtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit gemessen, aber auch Strahlung sowie Menge und Größe von Staubpartikeln in der Marsatmosphäre«, skizziert Dr. Michael Vergöhl, Leiter der Abteilung Niederdruckplasmaverfahren des Braunschweiger Fraunhofer IST, das System. In seiner Abteilung werden mit einer speziellen Beschichtungsanlage, dem Sputtersystem EOSS®, u. a. hochpräzise optische Filtersysteme entwickelt. »Bei unseren Entwicklungen handelt es sich stets um Spezialanfertigungen – so ist im Rover ein für diesen Anlass hergestellter Bandpassfilter im Einsatz.«

Mars-Staub gibt Aufschluss über Klimageschichte

Der Mars Environmental Dynamics Analyzer soll im Zuge der Mission wesentlich dazu beitragen, die Erforschung des Mars durch Menschen vorzubereiten. Bereitgestellt werden in diesem Zusammenhang etwa tägliche Wetterberichte, Informationen zu den Strahlungs- und Windmustern und Erkenntnisse hinsichtlich der staubigen Oberfläche des Mars, die den Planeten dominiert. Jene Oberfläche ist übrigens der Grund, warum der Mars auch »Roter Planet« genannt wird: Denn für die rötliche Färbung sorgt der Eisenoxid-Staub – quasi Rost – , der die Oberfläche überdeckt. Der Staub auf dem Mars, er verrät ganz wesentlich etwas über die Geschichte des Planeten und gibt Aufschlüsse über die dortige Klimageschichte.

Projektleiter Stefan Bruns erläutert dazu die mit dem Vorhaben verbundenen, besonderen Herausforderungen: »Der sogenannte‚ ›Winkelshift‹, d. h. die Verfälschung der Messung durch schräg einfallendes zu detektierendes nahes Infrarot-Licht muss möglichst gering ausfallen, gleichzeitig muss der Filter die extreme Gamma-, Protonen- und ionisierende Strahlung vor Ort aushalten. Außerdem ist ein wesentlicher Aspekt die Temperaturstabilität: Auch bei sehr tiefen Temperaturen bis zu -120 Grad Celsius darf sich der durchgelassene Wellenlängenbereich von 950 nm, das sogenannte Passband, nicht gravierend verschieben.« Durch das Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (deutsch: Nationales Institut für Luft- und Raumfahrttechnik), kurz INTA, wurden im Vorfeld der Mission fast vier Jahre lang umfangreiche und teilweise schärfste Tests im Vakuum mit Blick auf Druck- und Temperatur-Bedingungen durchgeführt. Dabei wurde der Filter beispielsweise 3000 Mal einem schnellen Temperaturwechsel zwischen -45 ° und 135 °C ausgesetzt. »Das System soll ja schließlich nicht nach ein paar ›Marstagen‹ ausfallen«, erklärt Bruns.

Stabile Leistungen unter besonderen Umwelteinflüssen

Die Sensoren des MEDA sind im Rover an unterschiedlichen Positionen integriert, unter anderem am »Hals« des Geräts, an der Frontseite sowie im Innenteil. Die Sensorik für Strahlungsbelastung und Staub befinden sich auf der Oberseite des Rovers. Dort eingesetzt: Der Filter des Fraunhofer IST. »Die Aufgabe des Filters ist es, nur Licht im ›nahen‹ Infrarot-Bereich durchzulassen. Dabei geht es darum, den Staub auf der Oberfläche des Mars zu erkennen«, schildert Bruns. Angefragt wurde der Filter von der spanischen Weltraumorganisation INTA.

Hergestellt haben die Wissenschaftler des IST den sogenannten Bandpassfilter auf der EOSS®-Beschichtungsanlage mittels Magnetronsputtern. Um zu gewährleisten, dass die extrem dünnen Einzelschichten des Filters hochpräzise und homogen abgeschieden werden, wird das ebenfalls am IST entwickelte optische Monitoring System MOCCA eingesetzt. Natürlich kommen Bandpassfilter nicht nur interstellar zum Einsatz. Der Abteilungsleiter Michael Vergöhl dazu: »Es gibt auch immer wieder Bandpassfilter für Anwendungen auf der Erde. Die Besonderheit dieser Filter liegt darin, dass sie auch unter außergewöhnlichen Umwelteinflüssen sehr stabil arbeiten.« Je nach Rahmenbedingung werden die Filter für jeden Anlass besonders entwickelt.

Detailinformationen zu der Mars-Mission gibt es unter: mars.nasa.gov.

Kontakt:

Dr. Simone Kondruweit
Leitung Marketing und Kommunikation

Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
Bienroder Weg 54 e
38108 Braunschweig

Telefon +49 531 2155-535

https://www.ist.fraunhofer.de/

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news-2206Thu, 11 Mar 2021 08:08:00 +0100Quantenforscher Dr. Raktim Haldar erhält Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftunghttp://photonicnet.de/Der 31 Jahre alte Elektrotechnikingenieur erhält die Förderung für seine Forschung zu photonischen Quantennetzwerken. Raktim Haldar gehört seit Jahresanfang 2020 als Post-Doc zum Team von Prof. Dr. Michael Kues. Im Exzellenzcluster PhoenixD der Leibniz Universität Hannover erforscht Kues die Entwicklung und Anwendung photonischer Quantentechnologien. Prof. Dr. Michael Kues und die  Mitarbeiter des Hannoverschen Zentrums für Optische Technologien und des Exzellenzclusters PhoenixD an der Leibniz Universität Hannover haben Grund zum Feiern: Kues‘ wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Raktim Haldar hat eines der begehrten Humboldt-Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. Für insgesamt 24 Monate erhält er nun ab Mai 2021 ein monatliches Stipendium.

„Ich freue mich sehr über die Förderung. Jetzt kann ich meine Forschung zu photonischen Quantennetzwerken intensivieren.“, sagt Dr. Raktim Halder. Das Ziel des Projektes ist die Realisierung von photonischen neuronalen Quantennetzwerken, eine Verbindung aus Qanteninformationsverarbeitung und künstlichen neuronalen Netzwerken. Diese Netzwerke finden Anwendung in der Performanz-Verbesserung von Quantenverschlüsselungssystemen oder der Performanz-Charakterisierung von nichtklassischen Computern wie Quantencomputern. 

„Neben der Erforschung meiner wissenschaftlichen Fragestellungen wird dieses Stipendium dazu beitragen, durch mehrere Humboldt-Treffen, die jedes Jahr organisiert werden, ein starkes berufliches Netzwerk aufzubauen. Ich freue mich unglaublich, am Landau-Nobelpreisträgertreffen teilzunehmen, an dem sich nur wenige junge Forscher mit Nobelpreisträgern austauschen können. Die Humboldt-Stiftung bietet uns die einmalige Gelegenheit, an diesem Programm teilzunehmen. Darüber hinaus bietet die Stiftung zahlreiche Reisestipendien und -zulagen, damit die Forschungsresultate in Seminaren und auf Konferenzen weltweit präsentiert werden können. Im 21. Jahrhundert kann Forschung nicht getrennt von der Gesellschaft durchgeführt werden", sagt Haldar.

Der gebürtige Inder hat 2019 an der Fakultät für Electronics & Electrical Communication Engineering am Indian Institute of Technology in Kharagpur im indischen Bundesstaat Westbengalen promoviert. In seiner Doktorarbeit untersuchte er „Integrated Photonic Devices and Components for Linear, Nonlinear and Quantum Applications“ (dt. Integrierte photonische Bauelemente für lineare, nichtlineare und Quantenanwendungen).

„Mit Hilfe der photonischen Technologien können wir die meisten Nachteile der heutigen elektronischen Technologien beheben. Beispielsweise ist ein photonischer Computer viel schneller, erlaubt höhere Datenraten (einige hundert Terabyte) und verbraucht weniger Energie. Bald wird alles mit Licht statt mit Strom betrieben! Nach meiner Promotion möchte ich nun die Vorteile photonischer Technologien für neuronale Netze untersuchen“, sagt Haldar.

Um seine Forschung auf dem Gebiet der photonischen Quantentechnologien auch nach seiner Promotion fortsetzen zu können, hat Haldar nach einer passenden wissenschaftlichen Institution gesucht – und wurde in Hannover fündig.

Haldar ist Teil des achtköpfigen, internationalen Teams von Prof. Dr. Michael Kues, der seit 2019 am Hannoverschen Zentrum für Optische Technologien (HOT) tätig ist. Im Exzellenzcluster PhoenixD erforscht der Physiker die Entwicklung von photonischen Quantentechnologien mittels der Mikro- und Nanophotonik.

„Als Elektrotechnikingenieur mit Fokus auf integrierten photonischen Technologien bringt Haldar wichtige Sichtweisen und Kompetenzen mit ins Team bei einer sehr interdisziplinären Forschungsfrage: Wie können anwendungsbezogene großskalige Quantennetzwerke in integrierter Form realisiert werden“, sagt Prof. Dr. Michael Kues. „Raktim Haldar bringt einmalige Expertise auf dem Gebiet, die in dieser Form in Deutschland nicht zu finden ist.“, sagt Kues.

Aus diesem Grund hat Kues die Bewerbung von Haldar bei der Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt. Mit dem vergebenen Forschungsstipendium fördert die Stiftung überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland, die ein eigenständiges Forschungsvorhaben bei einem selbst gewählten Gastgeber in Deutschland während eines sechs bis 24 Monate währenden Aufenthaltes umsetzen möchten. Bei der Auswahl der Stipendiaten bewertet die Stiftung unter anderem die Originalität und das Innovationspotential des vorgeschlagenen Forschungsvorhabens, heißt es in den Programminformationen der Stiftung. In den vergangenen Jahren seien durchschnittlich 25 bis 30 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber gefördert worden.

„Die Bewerbung um Stipendien sind ein wichtiges Element, um ein eigenständiges Forschungsprofil aufbauen zu können“, sagt Kues, der selbst erst Mitte 2020 den mit 1,5 Millionen Euro dotierten Forschungspreis des Europäischen Forschungsrates (ERC Starting Grant) erhalten hatte. Haldar hat nun 24 Monate Zeit, um auf seine wissenschaftlichen Fragestellungen eine Antwort zu finden. „Wie können photonische neuronale Quantennetzwerke realisiert werden?“

Verfasst von Sonja Smalian

Kontakt:

Sonja Smalian
Cluster of Excellence PhoenixD
Leibniz University Hannover
Welfengarten 1
30167 Hannover

Mail: sonja.smalian(at)phoenixd.uni-hannover.de

www.phoenixd.uni-hannover.de

 

 

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news-2201Wed, 10 Mar 2021 09:23:04 +0100Ziel: DIN-Handlungshilfe für Luftentkeimer http://photonicnet.de/Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe arbeitet an konkreten Handlungsempfehlungen für den Einsatz von UV-Luftentkeimern.

Presseinformation 09.03.2021

Es ist wissenschaftlich erwiesen: UV-Luftentkeimer können zum Schutz vor Corona beitragen und bieten prinzipiell eine große Chance etwa für Schulen. Aber noch sind die Ängste und die Unsicherheit groß: Welches Modell eliminert die Coronaviren effizient? Wie gut ist der Schutz vor austretender UV-Strahlung? Wo und wie muss ein solches Gerät aufgestellt werden? Das sind die wichtigsten Fragen, die geklärt werden müssen, bevor die Geräte flächendeckend eingesetzt werden können – in Schulen, aber auch anderen öffentlichen Bereichen wie etwa der Verwaltung oder in Arztpraxen, Frisörbetrieben, Kosmetiksalons, Supermärkten, Gastronomie oder Kleinbetrieben. Der Physiker Dr. Peter Sperfeld von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) hat nun als Obmann des Arbeitsausschusses „Optische Strahlung“ im DIN-Normenausschuss Lichttechnik einen interdisziplinären Arbeitskreis mitgegründet, an dem mehr als 50 Wissenschaftler/innen aus den verschiedensten Disziplinen und etliche deutsche Hersteller von UV-Luftreinigern beteiligt sind. Das Ziel: Bis zum Spätsommer soll eine DIN-Handlungsempfehlung zum Thema UV-Luftentkeimer veröffentlicht werden.

Die Pandemie hat auch die Hersteller von UV-Luftreinigern auf den Plan gerufen: Immer mehr Geräte kommen auf den Markt. Aber die Bedenken und Ängste sind noch groß. „Kein Wunder, es geht ja auch um ein sehr komplexes Feld“, sagt Peter Sperfeld, Wissenschaftler in der Arbeitsgruppe Spektroradiometrie der PTB. „Einerseits ist erwiesen, dass UVC-Strahlung Viren und Mikroorganismen effektiv eliminieren kann. Andererseits birgt UVC-Strahlung bei nicht sachgerechter Anwendung erhebliche Risiken für Augen und Haut. Die effektive Reduktion der Virenlast ist zudem von zahlreichen Faktoren abhängig, insbesondere von der angewandten wirksamen Strahlendosis. Bei allen UV-Luftentkeimern muss sichergestellt werden, dass Viren und Mikroorgansimen effektiv inaktiviert werden, aber nach außen keine UV-Strahlung austritt.“

Bislang gibt es kein verfügbares einheitliches und ausreichendes Regelwerk, um mobile UV-Luftentkeimer hinsichtlich ihrer Sicherheit und Wirksamkeit zu beurteilen und entsprechend zertifizieren zu können. Gerade um die Geräte in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder der Verwaltung einzusetzen, brauchen Hersteller, potenzielle Anwender und Planer aber dringend eine Handlungshilfe zur Beurteilung von Raumluftentkeimern mit UV-Strahlung.

Eine solche Handlungshilfe soll jetzt möglichst schnell erarbeitet werden. Dazu hat sich in dem neu gegründeten DIN-Arbeitskreis eine Gruppe von mehr als 50 Expert/innen zusammengefunden. Sie stammen aus den Bereichen Physik (optische Strahlung), Biologie, Biodosimetrie, Strömungsmechanik, Maschinenbau, Arbeitsschutz, Strahlenschutz sowie Verbraucherschutz. Zudem sind etliche deutsche Hersteller von UV-Luftentkeimern mit dabei. Geleitet wird der Arbeitskreis von Dr. Mark Paravia von der der Firma Opsytec Dr. Gröbel GmbH in Ettlingen (Baden-Württemberg). Die PTB unterstützt die Arbeitsgruppe durch inhaltliche Mitarbeit und infrastrukturelle Maßnahmen.

Bei einem Besuch bei Firma Falk & Janke in Wolfenbüttel, einem Hersteller von UV-Luftentkeimern, hat sich Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) über das Potenzial der UV-Luftentkeimer als zusätzliche technische Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie informiert. „Technische Möglichkeiten können uns helfen, die Pandemie zu bekämpfen, zusätzlich zu Testung, Impfung und Einhaltung der AHA+L-Regeln.“

Der Mitinitiator der neuen DIN-Arbeitsgruppe Peter Sperfeld hat bei dieser Gelegenheit angeregt, dass die Politik ähnlich wie bei der Brandschutzverordnung mittel- bis langfristig weitere bzw. umfassendere Hygieneverordnungen aufstellen sollte, die zukünftigen Pandemiesituationen entgegenwirken und die es Betrieben ermöglichen, mit einem geeigneten Hygienekonzept geöffnet zu bleiben. Dazu gehörten auch technische Möglichkeiten wie Luftfilteranlagen und UV-Luftentkeimer.
es/ptb

Ansprechpartn
er
Dr. Peter Sperfeld, Arbeitsgruppe 4.11 Spektroradiometrie, Telefon: (0531) 592-4144, E-Mail: peter.sperfeld(at)ptb.de

Autor: Erika Schow

Pressekontakt:


Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PÖ
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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news-2200Wed, 03 Mar 2021 14:45:59 +0100MPE: Hoinga - der größte Supernova-Überrest, der jemals im Röntgenlicht gefunden wurdehttp://photonicnet.de/Astronomen des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching haben mithilfe des deutschen Röntgentelekops eROSITA einen riesigen, bisher unbekannten Supernova-Überrest entdeckt. Überraschend war dabei nicht nur der Durchmesser von mehreren Grad, sondern auch seine Position am Himmel: Der von den Astronomen „Hoinga“ getaufte Überrest befindet sich weit außerhalb der galaktischen Ebene, wo scheinbar bisher noch kaum jemand nach den Überresten explodierter Sterne gesucht hat. Die Entdeckung, die durch Daten früherer Radio-Beobachtungen unabhängig bestätigt wurde, ist die Erste im Rahmen einer gemeinsamen Partnerschaft zwischen eROSITA und Australien, die zur Erforschung unserer Galaxie bei verschiedenen Wellenlängen, von niederfrequenten Radiowellen bis hin zu energiereicher Röntgenstrahlung, gegründet wurde – ein gutes Omen für viele weitere Entdeckungen in den nächsten Jahren. Massereiche Sterne beenden ihr Leben in gigantischen Supernova-Explosionen, wenn die Fusionsprozesse in ihrem Inneren nicht mehr genug Energie erzeugen um ihrem Gravitationskollaps entgegenzuwirken. Aber selbst in einer Galaxie mit mehreren Hunderten Milliarden Sternen sind diese Ereignisse ziemlich selten. Schätzungsweise ereignet sich eine Supernova-Explosion in unserer Milchstrasse im Durchschnitt nur alle 30 bis 50 Jahre. Während die Supernova selbst nur für einen Zeitraum von mehreren Monaten beobachtet werden kann, können ihre millionengrad heißen Überreste für etwa 100 000 Jahre nachgewiesen werden. Diese Überreste bestehen aus dem Material, das der explodierende Stern mit hoher Geschwindigkeit in den Weltraum hinausschleudert und das beim Auftreffen auf das umgebende kältere interstellare Medium Schockfronten bildet.

Etwa 300 solcher Supernova-Überreste sind heute bekannt – viel weniger als die geschätzten 1200, die in unserer Heimatgalaxie verteilt sein sollten. Entweder haben die Astrophysiker also bisher die Supernova-Rate falsch eingeschätzt, oder die große Mehrheit wurde bisher übersehen. Ein internationales Team von Astronomen nutzt nun die Himmelsdurchmusterung des eROSITA-Teleskops, um nach bisher unbekannten Supernova-Überresten zu suchen. Mit Temperaturen von Millionen von Grad senden die Überbleibsel der Supernovae intensive thermische Röntgenstrahlung aus, wodurch sie in den erstklassigen Daten der eROSITA Himmelsdurchmusterung sichtbar werden.

"Wir waren sehr überrascht, als uns gleich der erste Supernova-Überrest ins Auge gestochen ist", sagt Werner Becker vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. "Hoinga" ist der größte Supernova-Überrest, der jemals aufgrund seiner Röntgenstrahlung entdeckt wurde. Mit einem Durchmesser von etwa 4,4 Grad bedeckt er am Himmel eine Fläche, die etwa 90-mal so groß ist wie die Scheibe des Vollmondes. "Außerdem liegt er sehr weit oberhalb der galaktischen Ebene, was für diese Objekte sehr ungewöhnlich ist", fügt er hinzu. Bisher konzentrierten sich die meisten Suchen nach den Überresten explodierter Sterne auf die Galaktische Scheibe, wo die Sternentstehungsaktivität am höchsten ist und stellare Überreste daher häufiger sein sollten. Allerdings scheint es gut möglich zu sein, dass diese Suchstrategie bisher zahlreiche Supernova-Überreste übersehen hat.

Nachdem die Astronomen das Objekt in den Daten der eROSITA-Himmelsdurchmusterung gefunden hatten, suchten sie in archivierten Röntgen- und Radiodaten früherer Himmelsdurchmusterungen um seine Natur weiter zu erforschen. Tatsächlich ist Hoinga – wenn auch nur sehr schwach – bereits in den 30 Jahre alten Daten des ROSAT-Röntgenteleskops zu sehen; aufgrund seiner Leuchtschwäche und seiner Lage bei hohen galaktischen Breiten fiel das riesengroße diffuse Objekt bisher jedoch niemandem auf. Weitere wichtige Erkenntnisse und der endgültige Beweis, dass es sich bei der Röntgenquelle um die Überreste eines explodierten Sterns handelt, kamen dann aus Radiodaten, dem Spektralband, in dem 90% aller bekannten Supernova-Überreste gefunden wurden.

"Wir sind die Radio-Archivdaten durchgegangen und dieses Objekt hat nur darauf gewartet entdeckt zu werden", staunt Natasha Walker-Hurley, die an der Curtin University Teil des International Centre for Radio Astronomy Research in Australien ist. "Die Radioemission in den zehn Jahre alten Himmelsdurchmusterungen bestätigt eindeutig, dass Hoinga ein Supernova-Überrest ist; also könnte es da draußen noch viele mehr geben, die nur auf scharfe Augen warten, die sie finden." Aufgrund seiner Größe sowie der spektralen Verteilung im Röntgen- und Radiobereich schließen die Forschenden, dass es sich bei Hoinga um einen Supernova-Überrest mittleren Alters ähnlich wie der berühmte Vela-Überrest handelt, allerdings mit einer Distanz von rund 1500 Lichtjahren doppelt so weit entfernt.

Das Röntgenteleskop eROSITA führt acht vollständige Himmelsdurchmusterung im Röntgenbereich durch und ist damit etwa 25-mal empfindlicher als sein Vorgänger - der Röntgensatellit ROSAT. Beide Observatorien wurden am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching konzipiert und gebaut und eROSITA wird dort betrieben. Die Astronomen erwarteten in den nächsten Jahren weitere neue Supernova-Überreste in den Röntgendaten zu entdecken, aber sie waren sehr überrascht, den Ersten bereits so schnell zu identifizieren. Zusammen mit der Tatsache, dass das Signal auch schon in jahrzehntealten Daten vorhanden ist deutet darauf hin, dass viele Supernova-Überreste in der Vergangenheit übersehen worden sein könnten, weil sie beispielsweise eine niedrige Oberflächenhelligkeit haben, sich an ungewöhnlichen Orten befinden oder von anderen galaktischen Objekten in der Nähe überstrahlt werden. Zusammen mit zukünftigen Radiodurchmusterungen lässt die eROSITA-Himmelsdurchmusterung überaus vielversprechende neue Erkenntnisse und Ergebnisse auf dem Gebiet der Supernova-Forschung erwarten. „Wir sind überzeugt, viele der fehlenden Supernova-Überreste zu finden und damit zur Lösung dieses langjährigen astrophysikalischen Rätsels beizutragen“ sagt Werner Becker.

Weitere Informationen

Kontakt:
Prof. Dr. Werner Becker
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Gießenbachstraße 1
85748 Garching
E-Mail: web@mpe.mpg.de
Internet: www.mpe.mpg.de

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news-2199Wed, 03 Mar 2021 09:13:41 +0100Challenge One Health Hackathon 12. bis 14.3.2021http://photonicnet.de/Beim 48-stündigen Challenge One Health Hackathon haben Sie vom 12. – 14.3. die Gelegenheit, innovative Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln und sektorenübergreifende Kooperationen anzubahnen: Entwickeln Sie gemeinsam mit der IT-, Wissenschafts- und Tech-Community aus Data Scientists, Softwareentwickler:innen und Produktmanager:innen und weiteren Interessierten Lösungsansätze im Rahmen eines 48-stündigen Hackathons. Mit mehr als 200 Teilnehmer:innen widmete sich der diesjährige Niedersächsische Life Science Tag 2021 dem Thema One Health: Als interaktive Digital-Konferenz im Rahmen der Challenge One Health beleuchtete die Veranstaltung in einem mehr als 6-stündigen Konferenzprogramm aktuelle Entwicklungen und neuste Technologien in inspirierenden Impulsvorträgen, spannenden Diskussionsrunden und interaktiven Networking-Sessions. Gemeinsam mit Ihnen geht die Challenge One Health nun in die nächste Runde:

Beim 48-stündigen Challenge One Health Hackathon haben Sie vom 12. – 14.3. die Gelegenheit, innovative Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln und sektorenübergreifende Kooperationen anzubahnen: Entwickeln Sie gemeinsam mit der IT-, Wissenschafts- und Tech-Community aus Data Scientists, Softwareentwickler:innen und Produktmanager:innen und weiteren Interessierten Lösungsansätze im Rahmen eines 48-stündigen Hackathons. 

Ein Hackathon (von dem Verb "to hack sth." und "Marathon") ist eine mehrtägige Veranstaltung, bei der eine große Anzahl von Teilnehmenden mit interdisziplinären Fähigkeiten zusammenkommt, um sich mit kollaborativer Problemlösung, interdisziplinärer Ideenfindung und agiler Produktentwicklung an der Schnittstelle von Technologie und Wissenschaft zu beschäftigen.

Erstklassige niedersächsische Mentor:innen aus den Bereichen Innovationsberatung, Startup Förderung, Agrar- und Ernährungswirtschaften, Veterinär- und Humanmedizin, Umweltwissenschaften, Lebenswissenschaften sowie des Technologie-Transfers begleiten und vernetzen Sie und Ihr Team: Von der Idee, über die Entwicklung eines Prototypen bis zur (Aus-)Gründung oder Innovationspartnerschaft. Zudem erwartet Sie ein Preisgeld von insgesamt 4.500 Euro sowie Gründungsstipendien von bis zu 48.000 Euro pro Team.

Weitere Einzelheiten und Details zur Anmeldung erhalten Sie unter folgendem Link: https://www.challengeonehealth.com/hackathon.

Eine ausführliche Übersicht zum Hackathon sowie Ihren Teilnahmemöglichkeiten finden sie unter folgendem Link: https://challengeonehealth.com/wp-content/uploads/2021/02/Challenge-One-Health-Imagepraesentation-Hackathon.pdf

Sollten Sie Fragen zu Möglichkeiten Ihrer Teilnahme haben, steht Ihnen unser Team gerne beratend zur Verfügung (info(at)challengeonehealth.com).

 

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news-2197Tue, 02 Mar 2021 09:19:15 +0100Förderung von Enabling Technologies für die Quantentechnologienhttp://photonicnet.de/Mit der neuen Fördermaßnahme „Enabling Technologies für die Quantentechnologien“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die gezielte Weiterentwicklung für Schlüsseltechnologien, um den Fortschritt und die wirtschaftliche Umsetzung der Quantentechnologien in Deutschland voranzutreiben. Einreichungsfrist für Projektskizzen ist der 11. April 2021.Obwohl sich die unterschiedlichen Quantentechnologien in Bezug auf ihre Technologiereife und ihren potenziellen Markteinfluss stark unterscheiden, haben sie eines gemeinsam: Derzeit handelt es sich vorwiegend um individuelle Laboraufbauten, die hohen technischen und personellen Aufwand erfordern. Der Schritt zu einer verlässlichen, markttauglichen Technologie erfordert daher große Schritte zur Weiterentwicklung dieser Quantensysteme. Die hohen Anforderungen bei der Präparation und Messung der Quantenzustände sowie die erforderliche Skalierbarkeit übersteigen den aktuellen Stand der Gerätetechnik zum Teil deutlich. Eine konsequente Weiterentwicklung der sogenannten „Enabling Technologies“ wird daher maßgeblich zum Erfolg der Quantentechnologien beitragen.

Bei den „Enabling Technologies“ handelt es sich nicht um ein spezifisches, klar abgrenzbares Technologiefeld. Bedingt durch die Anforderungen der unterschiedlichen Quantensysteme ist ein Fortschritt in vielen Bereichen erforderlich, wie zum Beispiel Software, Photonik, Hochfrequenztechnik, Kryotechnik oder Vakuumtechnik. Dabei sind neben der eigentlichen technischen Leistung auch weitere Faktoren entscheidend wie beispielsweise die einfache Bedienung, die Verlässlichkeit oder die Kosten. Insbesondere dem deutschen Mittelstand bietet sich die Chance, sich in dem breiten Feld der Schlüsselkomponenten zu verstärken und die international wichtige Rolle weiter auszubauen.

Einreichungsfrist für die Fördermaßnahme ist der 11. April 2021.

Detaillierte Informationen und Ansprechpartner zur Bekanntmachung finden Interessierte unter Enabling Technologies.

Um die Anforderungen an Projektvorschläge im Detail zu erklären und Fragen zu beantworten, lädt der zuständige Projektträger VDI Technologiezentrum herzlich zu einer virtuellen Infoveranstaltung ein. Diese findet statt am Dienstag, 16.03.2021, 15.00 – 16.30 Uhr. Mehr Infos zu Programm und Anmeldung gibt es hier.

Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3415.html

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news-2196Thu, 25 Feb 2021 10:25:41 +0100LASER MAGAZIN ist neuer Medienpartner von OptecNet Deutschlandhttp://photonicnet.de/OptecNet Deutschland – der bundesweite Zusammenschluss der regionalen Innovationsnetze Optische Technologien – hat mit dem LASER MAGAZIN eine renommierte und etablierte Fachzeitschrift für die Lasertechnik und Photonik mit sehr großer Reichweite gewinnen können, in welcher künftig Aktivitäten und Projekte aus dem Dachverband publiziert werden.Das LASER MAGAZIN erscheint quartalsweise und bildet nach der Einstellung der Fachzeitschrift Photonik das neue Fachorgan von OptecNet Deutschland e.V. Im Rahmen des „Fachteils Photonik“ werden Verbandsnachrichten und entsprechende Neuigkeiten der regionalen Netze in der Photonik-Branche im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht.

Den Mitgliedern der regionalen Netze bieten sich gleichzeitig ein vielfacher Mehrwert: Sie können das LASER MAGAZIN als kostenloses ePaper erhalten und profitieren bei Anzeigenschaltung von 10 – 20 % Rabatt (je nach Format) auf den Listenpreis. Damit können auch Fachbeiträge veröffentlicht werden. Sonderwünsche werden gerne berücksichtigt. Auch der Bezug von Printexemplaren ist über die regionalen Netze möglich.

Unter http://www.laser-magazin.de/ erhalten Sie detaillierte Informationen über das LASER MAGAZIN.

Alle Mitglieder des OptecNet Deutschland sind herzlich eingeladen, dies künftig zu nutzen.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem LASER MAGAZIN und einen intensiven fachlichen Austausch rund um die Optischen Technologien!

 

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news-2193Fri, 19 Feb 2021 12:58:08 +0100Quantencomputing – Made in Niedersachsenhttp://photonicnet.de/Leibniz Universität Hannover (LUH) und Quantenbündnis QVLS geben erste Einblicke in ihre Quantencomputer-Forschungslabore Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll der erste Quantencomputer mit 50 Qubits in Niedersachsen an den Start gehen. Wie dies gelingen soll, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Initiative Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) heute der Öffentlichkeit vorgestellt. "Die Leibniz Universität Hannover und ihre Partner im Quantenbündnis verfügen über exzellente Expertise im Bereich der Quantentechnologie. Im DFG-Förderatlas ist die LUH mit dem Bereich `Optik, Quantenoptik und Physik` auf Platz 1. Gemeinsam haben wir damit die besten Voraussetzungen für den erfolgreichen Bau eines Quantenrechners", fasst LUH-Präsident Prof. Dr. Volker Epping zusammen.

Das Bündnis verfolgt demnach einen der vielversprechendsten Ansätze: das Quantencomputing mit gefangenen Ionen. Bei dieser Technologie werden Ionen ‒ geladene Atome ‒ als Grundrecheneinheit des Computers verwendet, ein Ion ist ein Qubit (anlag zur Einheit Bit bei einem normalen Computer). Mithilfe von elektrischen Feldern können diese Ionen eingefangen werden. Zur Steuerung der Ionen werden meist fokussierte Laserstrahlen verwendet, die allerdings sehr schwer zu kontrollieren sind und einen enormen Aufwand mit sich bringen.

Bei QVLS wollen die Forschenden daher einen anderen Weg gehen, bei dem die Rechenoperationen auf den Qubits mit Mikrowellenfeldern ausgeführt werden. "Mikrowellenbauteile sind heute in jedem Mobiltelefon enthalten, also allgegenwärtig. Mikrowellen lassen sich extrem gut kontrollieren. Und was noch interessanter ist - wir können die entsprechenden Kontrollelemente gleich in die Ionenfallen einbauen", erläutert Prof. Christian Ospelkaus, Sprecher der Leibniz Universität im Quantenbündnis. Für den Einsatz in Quantencomputern hätte das den Vorteil, dass sich kleinere Fehlerraten als beim Einsatz von hochspezialisierten Lasern erzielen lassen. Ospelkaus: "Das Ganze funktioniert mit geringem Aufwand, sehr genau und ist zudem extrem robust".

Mit diesem Ansatz konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kürzlich bereits die notwendigen Quanten-Rechenoperationen auf zwei Qubits realisieren. "Die Herausforderung ist nun, diesen Ansatz zu skalieren, um die angepeilten 50 Qubits zu erreichen und - wie in konventionellen Computern - unterschiedliche Register zu ermöglichen, etwa für Rechenoperationen einerseits und Speicheroperationen andererseits", so Ospelkaus.

Hier zeigt sich nun das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Forschungseinrichtungen des Quantenbündnisses mit ihren jeweiligen Expertisen. An der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt werden die Chips hergestellt und die Bauteile des komplexen Prozessors vorab in Betrieb genommen und charakterisiert. An der Leibniz Universität entwickeln die Forschenden parallel eine spezielle kryogene Ionenfalle. Der eigentliche Quantencomputer wird schließlich am HITec, dem Forschungsbau der Leibniz Universität für Quantentechnologien entstehen, in Betrieb genommen, angewendet und programmiert. Die TU Braunschweig bringt wichtige Expertise für die Skalierung mittels Chip-integrierter Wellenleiter, Detektoren und Kontrollelektronik ein.

Ospelkaus dazu: "In unserem Konsortium gibt es ausgewiesene Expertinnen und Experten für alle Technologien, die man braucht, um auf dieser Basis einen Quantenprozessor mit vielen Qubits zu bauen."

Weitere Informationen:

Prof. Christian Ospelkaus
Institut für Quantenoptik

Telefon +49 511 762-17644
christian.ospelkaus@iqo.uni-hannover.de

 

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news-2189Tue, 16 Feb 2021 13:30:56 +0100 Dr.-Ing. Sascha Kulas übernimmt Projektleitung von Niedersachsen ADDITIVhttp://photonicnet.de/Zum Jahresbeginn hat Dr.-Ing. Sascha Kulas die Leitung von Niedersachsen ADDITIV übernommen. Er ist damit ab sofort zentraler Ansprechpartner für niedersächsische Unternehmen mit Interesse am 3D-Druck.Dr.-Ing. Sascha Kulas wechselte aus der Industrie an das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), um das Projekt in der zweiten Phase als Projektleiter zu übernehmen. Er kann dafür auf seine Erfahrung im Bereich 3D-Druck und Lasertechnik bauen. Bei WAGO Kontakttechnik GmbH & Co.KG war er zuletzt Leiter der Technologieentwicklung im Bereich Verbindungstechnik.

Potenzial des 3D-Drucks für Niedersachsen erschließen
„Der 3D-Druck hat ein einzigartiges Potenzial. Gerade auch für kleinere und mittelständische Unternehmen“, sagt Dr.-Ing. Sascha Kulas. „Mit Niedersachsen ADDITIV wollen wir helfen dieses Potenzial für die Betriebe in Niedersachsen zu erschließen. Wir werden aktiv Gespräche suchen und übertragbare Lösungen finden, damit möglichst viele von den Ergebnissen des Projekts profitieren können.“

Als gemeinsamen Projektes des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und des Instituts für Integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH) informiert und unterstützt Niedersachsen ADDITIV Unternehmen und Betriebe in Niedersachsen herstellerunabhängig und kostenfrei, beispielsweise mit dem Praxis-Check 3D-Druck.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Pressekontakt LZH:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
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news-2188Tue, 16 Feb 2021 13:15:57 +0100PTB stärkt ihre Kompetenzen für KI in der Medizinhttp://photonicnet.de/Sammelausschreibung für zehn Nachwuchswissenschaftler-Stellen zu Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Die Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) befinden sich auf einem Siegeszug, der auch vor der Medizin nicht Halt macht – versprechen sie doch großen Nutzen für Patienten und enorme wirtschaftliche Potenziale. Doch mit der KI kommen auch neue Herausforderungen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ist als nationales Metrologieinstitut in Deutschland die oberste Instanz mit gesetzlicher Beauftragung, wenn es um die Bewertung von Messverfahren geht, und baut jetzt ihr Engagement auf dem Gebiet der KI noch weiter aus. Dafür wird sie gleich zehn Nachwuchswissenschaftler einstellen, die neue Methoden der standardisierten Bewertung von KI-Methoden entwickeln sollen. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei bei der Erklärbarkeit, der Robustheit und der Unsicherheiten von KI-Verfahren für die Anwendungsfälle bildgebende Verfahren sowie Strahlen- und der Labormedizin. Jede/r Bewerber/in sollte sich von vornherein aus einer Liste mit 13 möglichen Projekten drei Projekte aussuchen, auf die er/sie sich bewirbt. Bewerbungsschluss ist der 8. März.

Durch die schnell voranschreitende Digitalisierung finden Methoden der Künstlichen Intelligenz immer breiteren Einzug in alle Bereiche der Medizin und stellen auch die PTB vor neue Herausforderungen. Die Komplexität der Zusammenhänge, der technische Fortschritt in der Messtechnik, der hohe Nutzen für die Patienten und die enormen wirtschaftlichen Potenziale werden zu einem rasanten Anstieg an KI-Anwendungen im Gesundheitssektor führen. Für viele Herausforderungen könnten KI-Verfahren die Lösung sein: Beispielsweise werden in bildgebenden Verfahren Mengen von Daten generiert, die durch Ärzte nicht zu bewältigen sind. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg sind im Jahr 2019 insgesamt 675 Exabyte an Bildinformationen in der Radiologie generiert worden, was rund 13,5 Billionen Schichtbildern entspricht – medizinisch genutzt werden nur ca. 7 % der Daten. Gleichzeitig hat im Bundesgebiet beispielsweise die Anzahl niedergelassener Radiologen, bei steigender Gesamtzahl ambulant tätiger Ärzte, von 2018 zu 2019 um 2,2 % abgenommen. Hier kann KI in Zukunft helfen: Aufgaben, für die Ärzte jahrelange Erfahrung brauchen, können durch Künstliche Intelligenz innerhalb weniger Sekunden bewältigt werden – es fehlt jedoch bisher ein allgemein anerkannter Vertrauensanker in der Qualitätsinfrastruktur.

Im Rahmen ihrer gesetzlichen Beauftragung, beispielsweise durch das Medizinproduktegesetz, setzt sich die PTB intensiv mit dem Thema KI auseinander. So entwickelt sie beispielsweise moderne Verfahren zur Bestimmung der Bildqualität von Röntgenbildern, etwa in der Mammografie. Das Ziel ist es, mithilfe von objektiven Maßzahlen für Bildqualität und Dosis eine objektive Zielgröße für die Optimierung dieser radiologischen Diagnostiken zu entwickeln – im Hinblick auf bestmögliche Bildqualität bei niedriger Dosis. In der Magnetresonanztomografie werden robuste Methoden zur Bildrekonstruktion entwickelt. Maschinelles Lernen erlaubt es hier zum Beispiel, die Bildrekonstruktion von funktionalen MR-Bildern so zu beschleunigen, dass auch Untersuchungen von bewegten Tumoren möglich sind. Ein weiteres Beispiel ist die weltweit größte frei zugängliche EKG-Datenbank, veröffentlicht durch die PTB, die maschinenlesbare Befunde und Bewertungen von Kardiologen liefert. Der Datensatz kann als Referenz für im Markt befindliche Methoden eingesetzt werden, die bislang oftmals mit proprietären Daten trainiert werden, und schafft so größere Transparenz.

Das Forschungsprogramm „Metrology for AI in Medicine“ (M4AIM) ist interdisziplinär und deckt KI-Anwendungen in verschiedenen Bereichen der Medizin ab. Je nach Thema werden die neuen Mitarbeiter/innen ihre berufliche Heimat an einem der der beiden PTB-Standorte der PTB, Braunschweig oder Berlin, finden und sowohl mit erfahrenen PTB-Kollegen als auch mit den Experten aus der akademischen KI-Forschung sowie der kooperierenden Universitätskliniken und Krankenhäusern arbeiten. Bei aller Unterschiedlichkeit der konkreten Aufgaben wird der Teamcharakter im Vordergrund stehen, ebenso wie die grundsätzliche Ausrichtung auf die drei großen Säulen der Metrologie für KI-Anwendungen. Die erste ist die Erklärbarkeit, bei der es darum geht, die Gründe für ein KI-Ergebnis zu verstehen und nachzuvollziehen. Zweitens geht es um die Ermittlung der Unsicherheit von KI-Methoden, also den metrologischen Blick auf die Genauigkeit der entsprechenden Messverfahren. Die dritte Säule ist die Generalisierbarkeit und Robustheit der KI-Verfahren. Hier sollen standardisierbare Maßzahlen für die Bewertung der Robustheit gegenüber verrauschten, unbekannten oder schädlichen Eingangsdaten entwickelt werden. Das ist der generelle Blickwinkel für das gesamte Team.

Mit diesem generellen Fokus im Hinterkopf wird jede/r Bewerber/in gebeten, sich auf drei Projekte aus einer Liste von 13 Projekten zu bewerben.
es/ptb

Die Sammelausschreibung (mit der Projektliste) 

Weitere Informationen auf den Seiten des Lenkungskreises Medizin

Ansprechpartner
Hans Rabus, Senior Scientist 8.02 „Künstliche Intelligenz und Simulation in der Medizin“, Telefon: (030) 3481-7054, hans.rabus(at)ptb.de

Autor: Erika Schow

Pressekontakt:

Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PÖ
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
Fax: (0531) 592-3008
E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
Web: www.ptb.de

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news-2187Fri, 12 Feb 2021 12:48:35 +0100Niedersachsen ADDITIV – Angebote in 2021http://photonicnet.de/Mit einem vielfältigen Angebot rund um das Thema 3D-Druck startet Niedersachsen ADDITIV in das neue Jahr. Die Experten bieten einen kostenfreien Praxis-Check 3D-Druck, Schulungen sowie Veranstaltungen, aktuelle Informationen zum Thema und das Netzwerk Niedersachsen ADDITIV.

Die konkrete Beratung und Unterstützung steht auch 2021 im Fokus der Aktivitäten von Niedersachsen ADDITIV : Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen erhalten Hilfe bei der Einführung und Weiterentwicklung von 3D-Druck-Verfahren. Niedersachsen ADDITIV ist ein gemeinsames Projekt des LZH und des Instituts für Integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH).

Dieser Artikel wurde in der Online-Zeitschrift phi – Produktionstechnik Hannover veröffentlicht. Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel auf der phi-Webseite zu lesen.

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news-2184Thu, 11 Feb 2021 09:50:23 +0100Optische Schwingungsmesstechnik mit QTec® von Polytechttp://photonicnet.de/Schneller, einfacher, zuverlässiger: Die Technologie QTec® der Polytec GmbH revolutioniert die berührungslose Schwingungsmesstechnik auf technischen Oberflächen.QTec® erzeugt hochpräzise Messdaten unter Verwendung aller verfügbarer Lichtquanten. Insbesondere auf querbewegten oder rotierenden, weit entfernten oder biologischen Messobjekten sorgt QTec® für ein optimales Signal-Rausch-Verhältnis. Mithilfe des VibroFlex QTec® Messkopfes ist die Generierung aussagekräftiger Daten auf allen technischen Oberflächen möglich.

Die Besonderheit der QTec® Vibrometer liegt darin, dass mehrere Detektionskanäle genutzt und die besten Werte zu einem Signal mit sehr hohem Signal-Rausch-Verhältnis kombiniert werden. Dieses Verfahren ermöglicht eine erhöhte Präzision sowie eine einfachere Interpretation und Auswertung der Messdaten.

Weitere Informationen zur QTec® Technologie erhalten Sie hier.

Wir sind stolz darauf, dass Polytec als hochinnovatives Unternehmen langjähriges Mitglied von Photonics BW ist.

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news-2182Wed, 10 Feb 2021 12:51:22 +0100 2-Mikrometer-Femtosekundenlaser industrietauglich machenhttp://photonicnet.de/Um die Einsatzgebiete von Femtosekunden (fs)-Lasern auszuweiten, arbeitet das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) zusammen mit dem Jenaer Unternehmen Active Fiber Systems GmbH an einem innovativen und kompakten 2-µm-Fs-Faserlasersystem.Fs-Laser haben sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Anwendungen in vielen Bereichen entwickelt. Eingesetzt werden diese etwa in der Mikrobearbeitung von Materialien wie Metallen oder Keramiken. Diese Laser emittieren im Wellenlängenbereich um einen Mikrometer, haben Pulsenergien im Mikrojoule-Bereich und Pulsdauern von wenigen 100 fs. In industrieller Umgebung sind sie mittlerweile etabliert.

Große innovative Applikationsfelder sind allerdings mit 1-µm-Lasern nicht oder nur unzureichend adressierbar. Darunter fällt beispielsweise die 3D-Strukturierung von Polymeren oder Silizium (Si) für die Si-basierte Photonik und damit die Herstellung von mikro-elektromechanischen Systemen für Sensoren. In diesem Spektralbereich sind die Materialien nicht transparent und können daher nicht mit aktuell zur Verfügung stehenden Systemen im Volumen bearbeitet werden.

Für diese wichtigen Zukunftsmärkte werden fs-Laser mit Wellenlängen um zwei Mikrometer benötigt. Diese haben allerdings bei Weitem noch nicht den technologischen Reifegrad und die Zuverlässigkeit der 1-µm-Systeme erreicht. Dies wollen die Projektpartner nun im Projekt IKARUS ändern. Das 2-µm-fs-Faserlasersystem soll Pulsdauern von unter 500 fs bei Pulsenergien von 50 µJ in einem kompakten Aufbau ermöglichen – eine so bisher auf dem Markt nicht erhältliche Strahlquelle.

Über IKARUS
Das Projekt „IKARUS – Innovative 2 µm Ultrakurzpulsstrahlquelle hoher Pulsenergie für die Materialbearbeitung“ wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi; Förderkennzeichen: 16KN053068). Projektpartner sind das LZH und die Active Fiber Systems GmbH, Jena.

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news-2180Wed, 10 Feb 2021 11:40:39 +0100Laser Components: Komplexes Schichtdesign ermöglicht Polarisationstrennung bei drei Wellenlängenhttp://photonicnet.de/Eigenentwicklung: Trichroide Polarisationsoptik Mit einem von LASER COMPONENTS entwickelten Schichtdesign lassen sich erstmals gleichzeitig die Polarisationen von drei Wellenlängen trennen. Die nach Kundenspezifikationen gefertigten Optiken können unter anderem dazu verwendet werden, linear polarisierte Laserstrahlen aus mehreren Quellen zusammenzuführen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese dieselbe oder unterschiedliche Wellenlängen haben. Genauso lässt sich damit aber auch unpolarisiertes Licht von drei Wellenlängen gleichzeitig in seine Polarisationen trennen.Der trichroide Dünnfilmpolarisator ist für einen Einfallswinkel von 45° ausgelegt und weist bei rotem (640 nm), grünem (520 nm) und blauem Licht (450 nm) für die s-Polarisation hervorragende Reflexionseigenschaften auf. Die p-Polarisation wird dagegen fast vollständig transmittiert.
 
Die Herstellung solcher Polarisatoren erfordert besonders kompakte Schichten mit geringer Schichtdickentoleranz. Diese Eigenschaften erreicht der Hersteller mit einer modernen IBS-Beschichtungsanlage (Ion Beam Sputtering). Bei dem Verfahren wird das Beschichtungsmaterial durch einen Ionenstrahl aus einem Target herausgeschlagen und zerstäubt (gesputtert). Daher haben die Materialteilchen eine sehr hohe kinetische Energie und sind sehr beweglich, wenn sie sich auf dem Substrat abscheiden. Das ermöglicht besonders kompakte Schichten, und es lassen sich erheblich komplexere Designs realisieren als bei anderen Verfahren.

 » Weitere Informationen

Kontakt:
LASER COMPONENTS GmbH
Werner-von-Siemens-Str. 15
82140 Olching
E-Mail: info(at)lasercomponents.com
Internet: www.lasercomponents.com

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetNewsAus den MitgliedsunternehmenProduktneuheitenPressemeldung
news-2179Tue, 09 Feb 2021 11:31:00 +0100Lasertechnik für die Landwirtschaft 4.0http://photonicnet.de/Mit dem Klimawandel, Ungewissheiten in der Ernährungssicherung und Ressourcenschonung hat die Landwirtschaft kein leichtes Päckchen zu tragen. Um diesen Herausforderungen mit kostengünstigen und intelligenten elektronischen Lösungen zu begegnen, vereinen Forschende am Fraunhofer IZM gemeinsam mit Partnern smarte Systemintegration mit Sensorik und ermöglichen somit den Sprung zur Landwirtschaft 4.0. Bereits in einem Vorläufer-Projekt entwickelten sie einen Laser, der mit Hilfe von optischer Detektion und KI-Auswertung den Befall durch Schadinsekten in Lagerhallen verhindern und deren bisher übliche Begasung ersetzen soll. Zwischen dem Anbau von Getreide und seinem Verzehr liegt die eigentliche Arbeit von Landwirt*innen, denn das Wachstum der Pflanzen muss ständig überwacht, die Bodenqualität kontrolliert und Schadinsekten müssen ausgeschlossen werden – Prozesse, die zeit- und kostenintensiv sind. Um diese zu modernisieren, ist das Fraunhofer IZM mit der TU Berlin an dem ZIM-Netzwerk „AgriPhotonik“ beteiligt, in dem 29 deutsche und israelische Partner aus Industrie und Forschung zusammengeschlossen sind, um mit den Potenzialen von Agrartechnik und Photonik digitale Prozesse in der Landwirtschaft zu etablieren. Das Netzwerk-Management liegt bei dem Kompetenzverbund OpTecBB.  

Im Vorläuferprojekt „Insektenlaser“ wurde mit Förderung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und Partnern am Fraunhofer IZM eine Lösung entwickelt, die die landwirtschaftlichen Vorräte vor der Kontamination durch Kornkäfer und Dörrmotten schützt. Die nur knapp vier Millimeter großen Schädlinge können erhebliche wirtschaftliche Schäden anrichten und Krankheiten übertragen.

Üblich ist es, die Lagerräumlichkeiten erst nach dem Schädlingsbefall mit Hilfe von chemischen Substanzen zu begasen. Diese für die Insekten tödlichen Gifte wie Phosphorwasserstoff können jedoch nur einige Male angewendet werden, bilden sich doch bei häufigerer Nutzung Rückstände auf den Vorräten, die zu gesundheitlichen Gefährdungen für den Menschen und vor allem zur Umweltbelastung führen.  

Um die Nutzung chemischer Schutzmittel zu reduzieren, haben es sich Forschende am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM zur Aufgabe gemacht, Lasertechnik und automatisierte Bilderkennung zu vereinen und somit den Vorratsschutz von landwirtschaftlichen Produkten zuverlässig zu gewährleisten. Koordiniert wurde das Projekt vom Berliner Julius-Kühn-Institut.

Die Forschenden erkennen den Moment des Befalls, bevor sich die Schädlinge in den Vorräten ausbreiten können. Mittels eines von der BTU Cottbus entwickelten Bildverarbeitungsverfahrens werden die kleinen Schädlinge auf den Oberflächen der Vorräte oder auf Wänden detektiert. Anschließend analysiert und klassifiziert ein KI-System die Insekten und vergleicht sie mit Referenzbildern. Solche Algorithmen zur Bilderkennung sind bereits in unzähligen Anwendungen etabliert. Besonders herausfordernd in diesem Projekt waren jedoch die sehr unterschiedlichen Dimensionen, denn die nur wenige Millimeter kleinen Schädlinge müssen in sehr großen Lagerhallen zuverlässig erkannt werden - was bei dem Design und der Erstellung des IZM-Lasersystems zu beachten war.

Ist die Position eines Schädlings bekannt, wird per Funk durch einen Scanner ein feiner Laserstrahl auf die betreffenden Koordinaten ausgerichtet, der den Kornkäfer oder die Dörrobstmotte unschädlich macht. Aufgrund der geringen Temperatur und Intensität des Lasers werden die darunter befindlichen Vorräte nicht in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Anwendung eines Lasersystems wird der direkte Primärbefall unterbunden, so dass sich vorratsschädliche Insekten gar nicht erst ausbreiten.

Die Forschenden am Fraunhofer IZM in Berlin haben zum einen untersucht, wie unterschiedliche Wellenlängen und Intensitäten des Lichtstrahls das Bewegungs-verhalten der Vorratsschädlinge beeinflussen. Dabei stellten sie fest, dass sich Infrarotlicht auf das für die Identifizierung charakteristische Bewegungsverhalten der Tiere am geringsten auswirkt. Zum anderen waren sie maßgeblich an der Entwicklung des Lasersystems beteiligt: Anfänglich stellten sie einen Laboraufbau her. Nach erfolgreichen Tests überführten sie diesen Aufbau in ein kompaktes Insektenlaser-System bestehend aus mehreren Einheiten zur Verwendung in Versuchszellen.

Darüber hinaus entwickelten sie die Schnittstellen von Soft- und Hardware zwischen Kamera, Laser und Scanner.

Mit diesen Aktivitäten öffnet sich das Fraunhofer IZM für Projekte, durch die die Landwirtschaft stärker digitalisiert und automatisiert werden soll. Dabei integrieren die Forschenden optische Sensorik und steuernde Elektronik in neuartige Systeme und stellen sicher, dass sich diese kostengünstig herstellen und nachhaltig anwenden lassen.

(Text: Olga Putsykina)

Pressekontakt:

Susann Thoma
Tel.: +49 30 46403-745
Email: susann.thoma(at)izm.fraunhofer.de  

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NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2174Tue, 02 Feb 2021 09:25:47 +0100Technology & Business Cooperation Days 2021 12.04.21 - 15.04.2021http://photonicnet.de/Mit den "Technology & Business Cooperation Days 2021" veranstaltet das Enterprise Europe Network Niedersachsen auch in diesem Jahr eine weitere digitale Ausgabe der langjährigen und beliebten Kooperationsbörse. Die kostenfreie Kooperations- und Geschäftspartnerbörse, die während der virtuellen Ausgabe der diesjährigen Hannover Messe vom 12.04.21 - 15.04.2021 stattfindet, bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen und Startups die Möglichkeit, Geschäfts- und Kooperationspartner in den Bereichen Industrie 4.0, Smart Factory, Nachhaltige Energie & Mobilität zu finden.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich im Rahmen bilateraler, digitaler Meetings mit potenziellen Geschäfts- und Kooperationspartnern auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Um Sie bei Ihrer Registrierung und bei der Erstellung Ihres Profils geeignet unterstützen zu können, geben Sie bitte die Leibniz Universität Hannover als Ihr “Support Office” an. Zur Anmeldung gelangen Sie hier: https://technology-business-cooperation-days-2021.b2match.io/ . Anmeldeschluss ist der 04. April 2021.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: philipp.janotta(at)zuv.uni-hannover.de; Tel.: 0511 762 5406, Leibniz Universität Hannover, Dezernat Forschung und EU-Hochschulbüro, Technologietransfer - 43 –

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news-2171Mon, 01 Feb 2021 08:29:54 +0100Neues Optence Mitglied: ThinkMade Engineering & Consulting Dr. Ruth Houbertz http://photonicnet.de/Dr. Houbertz bietet ganzheitliche Ansätze zum Lösen komplexer Herausforderungen in technologischer, geschäftlicher und persönlicher Entwicklung beispielsweise als Interims-Managerin, Mitglied des Boards, Consultant oder Coach an. Mit mehr als 32 Jahren Erfahrung in verschiedensten Bereichen von Technologie, Forschung & Entwicklung und Management bietet Frau Dr. Houbertz Consulting zu Technologie-Transfer und Start-Up-Gründungen, Technologie-Scouting, Implementierung von Verfahren und Technologien in bestehende Prozessketten, Bewertung von Technologien und Geschäftsideen sowie Benchmarking und Verfahrensentwicklungen an. Dabei liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und Optimierung sowie Vereinfachung und Kostenreduktion von Prozessen. Im Dienstleistungsportfolio befinden weiterhin Coaching für Mitarbeiter, Führungskräfte und Individualisten.  Ergänzt wird das Angebot durch Wissensvermittlung im Rahmen von Lehraufträgen sowie Aus– und Weiterbildung mit Schwerpunkten in den Bereichen Mikro– und Nanotechnologien, 3D-Druck, Disruption und Innovation und Emotionale Intelligenz.

https://www.linkedin.com/in/ruth-houbertz-a8730029/

 

 

 

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news-2169Fri, 29 Jan 2021 09:40:28 +0100Auftakt des Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) am 10. Februarhttp://photonicnet.de/Wir laden Sie herzlichst zu unserer öffentlichen digitalen Auftaktveranstaltung ein.QVLS-Q1: Der Quantencomputer aus Niedersachsen

11:00-12:00 Uhr am Mittwoch, den 10. Februar 2021

Im QVLS planen wir die Entwicklung eines ersten Quantenprozessors mit 50 Qubits innerhalb der nächsten fünf Jahre, vorangetrieben durch eine Förderung von 25 Mio. Euro aus dem Niedersächsischen Vorab und einen effizienten Transfer von Technologien und Know-How in die regionale und nationale Wirtschaft. Mit Blick auf die verfügbare Infrastruktur und die vorliegende Expertise bietet das QVLS die mit Abstand besten Voraussetzungen in Deutschland, um einen Ionenfallen-Quantencomputer mit einem der vielversprechendsten Ansätze für skalierbare Quantenrechner zu realisieren.

In unserer digitalen Veranstaltung erfahren Sie mehr über das neue Spitzenprojekt des Landes Niedersachsen von Minister Björn Thümler (Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Prof. Dr. Jürgen Mlynek (Gründungsbeauftragter, ehem. Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft) und führenden VertreterInnen der beteiligten Organisationen (u.a. Leibniz Universität Hannover, Technische Universität Braunschweig, Physikalisch-Technische Bundesanstalt). Wir bieten Ihnen die ersten Einblicke ins Forschungslabor sowie in die Pläne von marktführenden IndustrievertreterInnen. Zum Schluss können Sie selbst Fragen in unserer Live Q&A Session stellen.

Melden Sie sich bis zum 1. Februar 2021 auf www.qvls.de an  und erhalten Sie weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm, unseren Plänen und Partnern.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Bernd Jungbauer (Geschäftsführung)

Quantum Valley Lower Saxony
Geschäftsstelle
Callinstr. 36
30167 Hannover

E-Mail: info(at)qvls.de

 

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news-2166Wed, 27 Jan 2021 08:23:19 +0100BMBF: Förderung der Mikroelektronik-Forschung von deutschen Verbundpartnernhttp://photonicnet.de/Richtlinie zur Förderung der Mikroelektronik-Forschung von deutschen Verbundpartnern im Rahmen des europäischen EUREKA-Clusters PENTA, Bundesanzeiger vom 22. Januar 2021Vom 14. Januar 2021

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist am europäischen Cluster PENTA („Pan-European partnership in micro- and Nano-electronic Technologies and Applications“) im Rahmen der Initiative EUREKA beteiligt. Ziel ist es, die Innovationsdynamik im Bereich Elektroniksysteme durch die gezielte Einbindung von Partnern in internationale Verbünde zu unterstützen und zu fördern.

1 Förderziel, Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

Förderziel ist die Beschleunigung der Innovationsdynamik in Deutschland im Bereich der Technologien und Anwendungen von Elektroniksystemen sowie der Aufbau von europäischen Innovations- und Wertschöpfungsketten, um die technologische Souveränität in der Mikroelektronik und Sensorik in Deutschland und Europa zu stärken und somit die Wettbewerbssituation im internationalen Vergleich zu verbessern.

Zuwendungszweck ist die Förderung deutscher Partner in vorwettbewerblichen, industriegetriebenen europäischen FuE-Verbundvorhaben im Rahmen des EUREKA-Clusters PENTA. Die Zuwendungen des BMBF sollen innovative und risikobehaftete kooperative Forschungsprojekte unterstützen, die ohne Förderung nicht durchgeführt werden könnten.

2 Gegenstand der Förderung

Gefördert werden vorwettbewerbliche, industriegetriebene FuE-Arbeiten im Rahmen bi- und multilateraler euro­päischer Verbundvorhaben. Das BMBF fördert im Rahmen der PENTA-Förderrunde 2021 vorrangig Vorhaben, die einen großen Beitrag zur Vertrauenswürdigkeit und Nachhaltigkeit von Mikroelektronik im Sinne des Rahmenprogramms Mikroelektronik der Bundesregierung für Forschung und Innovation 2021 bis 2024 leisten.

Die Förderung umfasst insbesondere folgende Technologiebereiche:

  • Electronic Design Automation (EDA),
  • Spezialprozessoren für Edge-Computing und Künstliche Intelligenz,
  • neuartige, intelligente und vernetzte Sensorik,
  • Hochfrequenzelektronik für Kommunikation und Sensorik,
  • intelligente und energieeffiziente Leistungselektronik,
  • Querschnittstechnologien (Systemintegration, Test, Verifikation und Validierung sowie Adaption neuer Materialien),
  • ausgewählte Produktionstechnologien für die Mikroelektronikproduktion (Automatisierungslösungen, additive Fertigungsverfahren, Mess- und Prüftechnik) sowie
  • neuartige Technologien zur Leistungs- oder Effizienzsteigerung von Halbleiterbauelementen („Advanced Silicon and Beyond“), z. B. neuartige Strukturen und Bauelemente und neue Ansätze für Rechenleistung („Beyond-von-Neumann“) mit bereits erkennbarer industrieller Anwendungs- und Umsetzungsfähigkeit

für Anwendungen in:

  • Künstlicher Intelligenz,
  • Kommunikationstechnologie,
  • Smart Health,
  • Autonomem Fahren,
  • Industrie 4.0 sowie Intelligenter Energiewandlung.

3 Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung) in Deutschland verlangt.

7 Verfahren

7.2 Zweistufiges Antragsverfahren

PENTA hat sich das Ziel gesetzt, den Antragstellern und dabei insbesondere KMU die Teilnahme an europäischen Kooperationsprojekten durch einfache Antragstellung und gezielte Förderberatung zu erleichtern. Das Verfahren ist daher zweistufig angelegt:

In der ersten Verfahrensstufe reicht der Koordinator des Gesamtverbundes eine Projektskizze („Project Outline“) sowie gegebenenfalls eine Gesamtvorhabenbeschreibung („Full Project Proposal“) für das transnationale Gesamtvorhaben bei der PENTA-Geschäftsstelle ein.

In der zweiten Verfahrensstufe können die nach Nummer 3 antragsberechtigten Teilnehmer der vom BMBF positiv bewerteten Gesamtvorhabensbeschreibungen („Full Project Proposals“) zur Einreichung förmlicher Förderanträge aufgefordert werden.

Für die Förderrunde 2020 ist die Vorlagefrist der 26. Februar 2021 (17.00 Uhr MEZ).

 

Die vollständige Richtlinien des BMBF finden Sie hier.

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetFördermaßnahmen / Bekanntmachungen
news-2165Tue, 26 Jan 2021 11:39:22 +0100Benchmark für Einzelelektronen-schaltkreise http://photonicnet.de/Neues Analyseverfahren für eine abstrakte und universelle Beschreibung der Genauigkeit von Quantenschaltkreisen. Die Manipulation einzelner Elektronen mit dem Ziel, Quanteneffekte nutzbar zu machen, verspricht neue Fähigkeiten und Präzision in der Elektronik. In diesen gerade durch die Gesetze der Quantenmechanik bestimmten Einzelelektronenschaltungen treten dennoch auch Fehler auf – im besten Fall nur sehr selten. Verständnis und Metrologie der Funktionsweise und die Genauigkeit dieser fundamentalen Unsicherheit sind daher für die weitergehende Entwicklung entscheidend. In Zusammenarbeit mit der Universität Lettland haben Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) hierfür ein statistisches Testverfahren entwickelt. Ihre Ergebnisse sind in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Einzelelektronenschaltkreise finden bereits Verwendung als Quantennormal der elektrischen Stromstärke und in Prototypen von Quantencomputern. In diesen miniaturisierten Quantenschaltungen erschweren Wechselwirkungen und Rauschen die Untersuchung der fundamentalen Unsicherheiten, und ihre Bestimmung stellt somit große Anforderungen selbst an die metrologische Präzision der Messapparatur.

Im Bereich der Quantencomputer wird häufig ein Testverfahren, auch Benchmark genannt, herangezogen, in dem Funktionsweise und Genauigkeit der Gesamtschaltung über die Akkumulation von Fehlern nach einer Sequenz von Operationen bewertet wird. Forscher der PTB und der Universität Lettland haben nun einen Benchmark für Einzelelektronschaltkreise entwickelt. Die Schaltungsgenauigkeit wird dabei durch die zufälligen Schritte eines Fehlersignals beschrieben, das von einem integrierten Sensor erfasst wird, während der Schaltkreis wiederholt eine Operation ausführt. Die statistische Analyse dieses "Random-Walk" genannten Verlaufs ermöglicht es, die seltenen, aber bei der Manipulation einzelner Quantenteilchen unvermeidbaren Fehler zu identifizieren.

Mithilfe dieses Random-Walk-Benchmarks wurde der Transfer einzelner Elektronen in einer Schaltung aus Einzelelektronenpumpen untersucht, die an der PTB als Primärnormale für die Realisierung der SI-Basiseinheit Ampere entwickelt werden. In diesem Experiment erfassen empfindliche Detektoren das Fehlersignal mit Einzelelektronenauflösung. Die durch das Zählen individueller Teilchen ermöglichte statistische Analyse zeigt nicht nur grundsätzlichen Grenzen der Schaltungsgenauigkeit, verursacht durch externe Rauschbeiträge und zeitliche Korrelationen, sondern bietet auch ein robustes Maß für Fehler in der Quantenmetrologie.

Das im Rahmen dieser Arbeit entwickelte Verfahren legt die Grundlage für die Validierung von Quantennormalen elektrischer Größen und bietet darüber hinaus weitere Anwendungsmöglichkeiten für die Entwicklung und Analyse der Funktionsweise komplexer Quantensysteme.
es/ptb

Die wissenschaftliche Originalveröffentlichung
D. Reifert, M. Kokainis, A. Ambainis et al.: A random-walk benchmark for single-electron circuits. Nat Commun 12, 285 (2021), https://doi.org/10.1038/s41467-020-20554-w

Ansprechpartner
Dr. Niels Ubbelohde, Arbeitsgruppe 2.53 „Niedrigdimensionale Elektronensysteme“, Telefon: (0531) 592-2534, E-Mail: niels.ubbelohde(at)ptb.de

Autor: Erika Schow

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Erika Schow
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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2159Fri, 22 Jan 2021 09:43:50 +0100Challenge One Health 2021 - Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt neu denkenhttp://photonicnet.de/In der Wissenschaft setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass wir das Thema Gesundheit in unserer globalisierten, hochtechnisierten und dem Klimawandel unterliegenden Welt einem breiteren Verständnis unterwerfen müssen. Unter dem Begriff One Health verschwimmen sektorale Grenzen und eröffnen sich Möglichkeiten für eine intensive Kooperation zwischen Humanmedizin, Veterinärmedizin und den Umweltwissenschaften.Gemeinsam mit Ihnen wollen wir vorhandene Kompetenzen in Bezug auf One Health in Niedersachsen ausbauen und laden Sie zum Niedersächsischen Life Science Tag 2021 am 18.2.2021 ein!

Der Niedersächsische Life Science Tag 2021 ist als Teil der Challenge One Health eine interaktive Digital-Konferenz, die sich unter dem Motto „Gesundheit neu denken“ dem übergreifenden Blick auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt widmet.

Gewinnen Sie Einblicke in aktuelle Themen und Entwicklungen sowie neueste Technologien und innovative Forschungsansätze aus der niedersächsischen Wirtschaft und Wissenschaft. Diskutieren Sie mit Fachexpertinnen und -experten und erfahren Sie mehr über Anwendungsfelder und Chancen des One Health-Ansatzes. Zur Anmeldung.

Oder haben Sie eigene innovative Ideen?! Dann nutzen Sie den Call for Solutions und präsentieren Sie Ihre Ideen oder Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen des digitalen Science Slams am 18.2.2021.

Reichen Sie Ihre Bewerbung bis zum 10.02.2021 ein!

Alle Einzelheiten zu den kostenfreien Veranstaltungen finden Sie hier!

PhotonicNet unterstützt diese Veranstaltungsreihe unter anderem beim 48-stündigen Online-Hackathon im Rahmen des Projekts PhotonicNet4Farming. Wir werden den Projektteams als Ansprechpartner und Mentor sowohl während der Veranstaltung als auch im Anschluss zur Verfügung stehen und bei der Umsetzung Ihrer Projektideen beraten. Von besonderem Interesse sind hierbei Ideen zum Thema Lebensmittelsicherheit für uns, da wir überzeugt davon sind, dass die Photonik hier einen bedeutenden Beitrag leisten kann und wird.

Unsere Netzwerkpartner sind herzlich dazu eingeladen, als Ideengeber oder Teilnehmer am Online-Hackathon teilzunehmen!

Wir freuen uns auf den wissenschaftlichen Austausch, den wir gerne fördern!

Hashtags: #ChallengeOneHealth2021 #LST21
URL: https://challengeonehealth.com/
Netzwerke bei Twitter: @lifescience_nds @Digital_NDS @EIP_Agri_NDS @startupnds

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2163Fri, 22 Jan 2021 09:23:00 +0100Freie Plätze im Start-up-Zentrumhttp://photonicnet.de/Bis zum 7. Februar können sich angehende Gründerinnen und Gründer für die nächste Betreuungsrunde im Start-up-Zentrum Mobilität und Innovation (MO.IN) der Braunschweig Zukunft GmbH bewerben. Im vom Land Niedersachsen geförderten MO.IN erhalten Gründungsteams sechs Monate lang Unterstützung bei der Ausgestaltung ihrer Geschäftsidee.„Für eine Bewerbung im MO.IN muss die formale Unternehmensgründung noch nicht erfolgt sein. Eine innovative Geschäftsidee oder ein Produkt mit Alleinstellungsmerkmal reichen aus“, erklärt Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH. Zudem starteten viele Gründungsinteressierte zunächst nebenberuflich.

Die überzeugendsten Bewerberinnen und Bewerber können ihr Gründungsvorhaben anschließend vor einer Jury präsentieren, die aus regionalen Kooperationspartnern der Wirtschaftsförderung besteht.

Im MO.IN erhalten die Gründungsteams nicht nur kostenlosen Zugang zu Büroarbeitsplätzen im städtischen Technologiepark am Rebenring, sondern auch professionelles Coaching und Unterstützung bei der Erarbeitung des Businessplans sowie zu weiteren betriebswirtschaftlichen, technischen und juristischen Fragen. Außerdem vermittelt das MO.IN wertvolle Geschäftskontakte zu möglichen Partnern, Kunden und Kapitalgebern.

Bewerbungsschluss ist der 7. Februar. Die Betreuungsphase beginnt am 1. April. 

Das Bewerbungsformular, Ansprechpartner und alle Informationen zum MO.IN sind im Internet unter www.braunschweig.de/moin zu finden.

Pressekontakt:
Projektleiter
Kommunikation

Fabian Kappel
Sack 17
38100 Braunschweig

Tel.: 0531 4703460
Fax: 0531 4703444
E-Mail-Adresse: fabian.kappel@braunschweig.de

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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2162Thu, 21 Jan 2021 10:50:00 +0100Konstanz von Naturkonstanten in Raum und Zeit untermauert http://photonicnet.de/Vergleiche von Atomuhren verbessern bisherige Tests um das 20-fache. Es klingt trivial: Eine Naturkonstante sollte immer den gleichen Wert besitzen, unabhängig davon, zu welcher Zeit oder an welchem Ort sie bestimmt wird. Auch Einsteins berühmte allgemeine Relativitätstheorie nutzt diese grundlegende Annahme, die als lokale Positionsinvarianz (LPI) bekannt ist. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Physical Review Letters untermauern Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) die Gültigkeit der LPI mit einem deutlich verbesserten experimentellen Test. Motiviert sind ihre Untersuchungen durch moderne Stringtheorien, die LPI-Verletzungen, zum Beispiel zeitlichen Variationen von Naturkonstanten, vorhersagen. Auf der Suche nach einer experimentellen Bestätigung solcher "neuen Physik" nutzten die Forscher der PTB den Vergleich ihrer hochgenauen Atomuhren und konnten Ergebnisse früherer Experimente bis zu 20-fach verbessern.

Der Ausgang eines Experiments, das nicht von der Gravitation abhängt, sollte unabhängig davon sein, zu welcher Zeit und an welchem Ort es ausgeführt wird. Diese Annahme ist als lokale Positionsinvarianz (LPI) bekannt und ein zentraler Bestandteil von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie. LPI impliziert auch, dass Naturkonstanten sich zeitlich und räumlich nicht ändern. Allerdings stößt das bisherige Verständnis der Physik an seine Grenzen, zum Beispiel bei der Beschreibung von Dunkler Materie oder dem Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie. Moderne Theorien, die sich um eine Beschreibung dieser Phänomene bemühen, sagen Verletzungen der LPI voraus, welche sich beispielsweise in Veränderungen von Naturkonstanten manifestieren könnten.

Bekannte Naturkonstanten sind die Feinstrukturkonstante α, die die Stärke der elektromagnetischen Wechselwirkung beschreibt, und das Massenverhältnis von Proton und Elektron µ. Diese Größen gehen in den Aufbau aller Atome und Moleküle ein. Sie beeinflussen die atomaren Energieskalen und damit auch Energieunterschiede zwischen atomaren Zuständen, die in Atomuhren als Referenzfrequenz genutzt werden. Die Empfindlichkeit der Energieunterschiede gegenüber den Naturkonstanten hängt stark vom jeweiligen atomaren System ab. So verändert sich die Frequenz der Cäsium-Uhr, mit der die Basiseinheit der Zeit Sekunde realisiert wird, bei einer Variation von µ und von α. Frequenzen optischer Atomuhren zeigen keine Abhängigkeit von µ, können aber zur Detektion von α-Variationen genutzt werden. Besonders geeignet hierfür erscheint das Ytterbium-Ion, das zwei optische Referenzübergänge mit stark unterschiedlicher Abhängigkeit von α besitzt. Ein kombinierter Vergleich von Ytterbium- und Cäsium-Uhren erlaubt somit eine Suche nach Veränderungen sowohl von α als auch von µ . Diesem Ansatz folgend verglichen Forscher der PTB ihre hochgenauen Atomuhren über einen Zeitraum von mehreren Jahren und stellten fest, dass Änderungen im Wert von α (α=0,007297...) pro Jahr höchstens ab der 21. Nachkommastelle auftreten können. Dies ist die erste signifikante Verbesserung der Grenze einer möglichen zeitlichen Variation von α seit über 12 Jahren, mit einer um den Faktor 20 höheren Genauigkeit. Für Änderungen von µ wurde das bisherige Limit um den Faktor 2 verbessert. Neben der Einschränkung einer potenziellen zeitlichen Veränderung begrenzen die Daten ebenfalls eine mögliche räumliche Abhängigkeit der Naturkonstanten vom Gravitationspotential der Sonne auf der Erdumlaufbahn.

Im Rahmen der Messungen wurde außerdem die Frequenz einer der beiden Ytterbium-Uhren mit höchster Präzision bestimmt: Die bei 642×1012 Hz liegende Frequenz wurde mit einer Genauigkeit von 0,08 Hz ermittelt und stellt die bisher genaueste Messung einer optischen Frequenz mit Cäsium-Uhren dar.

Ansprechpartner

Dr. Nils Huntemann, Leiter der Arbeitsgruppe 4.43 „Optische Uhren mit gespeicherten Ionen“, Telefon: (0531) 592-4430, E-Mail: nils.huntemann@ptb.de

Wissenschaftliche Veröffentlichung

R. Lange, N. Huntemann, J. M. Rahm, C. Sanner, H. Shao, B. Lipphardt, Chr. Tamm, S. Weyers, E. Peik: Improved Limits for Violations of Local Position Invariance from Atomic Clock Comparisons. Phys. Rev. Lett. 126, 011102 (2021).https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.126.011102 

Autor: Nils Huntemann

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Erika Schow
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news-2161Wed, 20 Jan 2021 10:46:00 +0100Halbleitersensoren mit hoher UV-Empfindlichkeit http://photonicnet.de/Neue Photodiode aus schwarzem Silizium erreicht Quantenausbeute von über 130 % im UV.PTBnews 1.202, 07.01.2021

Photodioden für den ultravioletten (UV-) Spektralbereich werden in einer Vielzahl von Anwendungen wie zum Beispiel der Spektroskopie, Bildgebung, Flammendetektion, Wasseraufbereitung und Biotechnologie eingesetzt. Ihre Empfindlichkeit ist aber bisher durch Verlustprozesse stark limitiert. Mit einer neuartigen Photodiode konnte die Quantenausbeute von rund 80 % auf über 130 % gesteigert werden.

Am Markt verfügbare Halbleitersensoren weisen nur eine sehr begrenzte UV-Empfindlichkeit auf. Selbst die besten UV-Photodioden haben eine Quantenausbeute von unter 80 % im Spektralbereich zwischen 200 nm und 300 nm. Hierbei wird stets die externe Quantenausbeute betrachtet, d. h. die Anzahl der pro Photonen nachgewiesenen Ladungsträgerpaare. Forschern aus Finnland, Spanien und Deutschland ist es gelungen, eine neuartige Silizium-Photodiode zu entwickeln, die eine Quantenausbeute von über 130 % im UV erreicht. Die PTB mit ihren Möglichkeiten zur präzisen Messung durch radiometrische Rückführung in der UV-Detektorradiometrie konnte diese hohen Empfindlichkeiten messtechnisch validieren.

Die UV-Empfindlichkeit einer Photodiode ist durch zwei fundamentale technologische Hürden limitiert: zum einen die hohen Reflexionsverluste der einfallenden Strahlung direkt an der Oberfläche und zum anderen die oberflächennahe Rekombination der erzeugten Ladungsträger. Die erste Hürde wurde durch eine nanostrukturierte Oberfläche mit säulen- und kegelförmiger Morphologie überwunden, die eine sehr geringe Reflektivität aufweist. Die bei herkömmlichem Silizium bläulich schimmernde Oberfläche ist nun schwarz. Die durch die Nanostrukturierung eigentlich erwartbare erhöhte Rate der Oberflächenrekombination konnte durch eine Passivierung der Oberfläche mit Al2O3 reduziert werden, womit auch die zweite Hürde überwunden wurde. Die in der Al2O3-Schicht verbleibende Oberflächenladung induziert einen pn-Übergang im Silizium. Hierdurch kann auf die Dotierung mit Fremdatomen zur Erzeugung des für die Photodiode notwendigen pn-Überganges verzichtet werden, was ebenfalls zur hohen Quantenausbeute beiträgt.

Die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse lassen vermuten, dass die Quantenausbeute der Photodioden aus schwarzem („black“) Silizium (b-Si) sogar noch weiter erhöht werden kann. Die Kombination aus Nanostrukturierung der Oberfläche und dem durch Oberflächenpassivierung induziertem pn-Übergang kann perspektivisch auch bei anderen Halbleitermaterialien eingesetzt werden.

Ansprechpartner

Lutz Werner
Fachbereich 7.3
Detektorradiometrie und Strahlungsthermometrie
Telefon: (030) 3481-7325
lutz.werner(at)ptb.de

Wissenschaftliche Veröffentlichung

M. Garin, J. Heinonen, L. Werner, T. P. Pasanen, V. Vähänissi, A. Haarahiltunen, M. A. Juntunen, H. Savin: Blacksilicon ultraviolet photodiodes achieve external quantum efficiency above 130 %. Phys. Rev. Lett. 125, 117702 (2020)

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Erika Schow
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news-2156Tue, 19 Jan 2021 11:46:43 +0100Prof. Dr.-Ing. Overmeyer übernimmt WLT-Präsidentschaft http://photonicnet.de/Prof. Dr.-Ing. Ludger Overmeyer, Mitglied des Vorstands des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Direktoriums, hat zum 1. Januar 2021 die Präsidentschaft der Wissenschaftlichen Gesellschaft Lasertechnik e.V. (WLT) übernommen.„Die WLT ist eine starke Gemeinschaft wissenschaftlicher Einrichtungen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Overmeyer und beschreibt die Ziele so: „Wir wollen auch in Zukunft unsere Kompetenzen in der Lasertechnologie und Photonik nutzen, um die Forschung in dem Bereich voranzutreiben und die Ergebnisse für andere Disziplinen erschließen.“

Die Arbeit der WLT konzentriert sich auf die Identifikation und aktive Beförderung strategischer Ziele, um die Laserstrahlung als universell einsetzbares "Werkzeug" wissenschaftlich weiterzuentwickeln und für neue interdisziplinäre Einsatzfelder in den Optischen Technologien nutzbar zu machen.

Die Geschäftsführung der WLT übernimmt begleitend Dr. Moritz Hinkelmann, Gruppenleiter Optische Systeme am LZH.

Konferenz „Lasers in Manufacturing“
Die WLT organisiert unter anderem die Konferenz „Lasers in Manufacturing (LiM)“. Diese findet 2021 entweder hybrid oder rein virtuell statt. Bis zum 25. Januar 2021 können noch Beiträge eingereicht werden. Das dazugehörige Call for Papers findet sich auf der Webseite der WLT: https://www.wlt.de/lim/Call-for-Papers_LiM2021.pdf

Über die WLT
Die Wissenschaftliche Gesellschaft Lasertechnik e.V. (WLT) wurde 1997 gegründet; sie ging aus dem 1987 gegründeten Wissenschaftlichen Arbeitskreis Lasertechnik hervor. Die Mitglieder der WLT sind Leiter von großen wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich vorwiegend mit der Erzeugung, Verstärkung, Formung, Übertragung, Messung und Anwendung von Laserstrahlung beschäftigen. Dabei handelt es sich sowohl um Universitätseinrichtungen als auch Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, sowie um weitere außeruniversitäre Einrichtungen.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V.
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Head of Communication Department

Hollerithallee 8
D-30419 Hannover

Germany
Tel.: +49 511 2788-419
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: presse(at)lzh.de

Internet: www.lzh.de

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OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
news-2160Tue, 19 Jan 2021 09:11:00 +0100Langzeitmessung der Sr-Übergangsfrequenz http://photonicnet.de/Messungen mit Cäsium-Fontänenuhren setzen auch neue Grenzen für fundamentale Tests.PTBnews 1.202, 07.01.2021

Optische Uhren wie die Strontium- Gitteruhr dienen zur sekundären Darstellung der SI-Einheit Sekunde und werden als Kandidaten für eine Neudefinition der Zeiteinheit erwogen. Für einen nahtlosen Wechsel ist die Kenntnis der Strontium-Übergangsfrequenz im jetzigen, durch Cäsium-Atomuhren gegebenen System notwendig. Der Vergleich der beiden Uhrentypen im Zeitraum von 2017 bis 2019 erlaubte es nun, diese Frequenz mit einer Rekordunsicherheit von nur 1,5 · 10–16 in relativen Einheiten zu bestimmen. Aus den Daten konnten auch Grenzen für eine zeitliche Drift des Massenverhältnisses von Proton und Elektron und eine mögliche Kopplung an das Gravitationspotential der Sonne gewonnen werden.

Für eine zukünftige Neudefinition der SI-Einheit Sekunde werden weltweit neue Atomuhren entwickelt, die aufgrund der Verwendung eines optischen Übergangs eine höhere Genauigkeit ermöglichen als Cäsium-Atomuhren mit ihrem Mikrowellenübergang. Bereits heute dienen einige dieser optischen Übergänge zur sekundären Darstellung der Sekundeneinheit. Der Vergleich der Übergangsfrequenzen dieser optischen Uhren an unterschiedlichen Instituten erlaubt die Prüfung ihrer Konsistenz und ist damit ein wichtiger Schritt zur Validierung dieser Uhren. In regelmäßigen Abständen trägt das Internationale Komitee für Maß und Gewicht (CIPM) alle weltweit verfügbaren Daten zusammen und prüft sie auf ihre Konsistenz. Auf dieser Basis werden dann die Frequenzen der sekundären Darstellungen mit ihren Unsicherheiten neu definiert. Die neuen Frequenzmessungen der PTB werden aufgrund ihrer niedrigen Unsicherheit hier einen wichtigen Beitrag leisten. Statistische Beiträge zur Messunsicherheit spielen aufgrund der Länge des Datensatzes praktisch keine Rolle mehr – sie wird durch die systematischen Unsicherheiten der Cäsium- Fontänenuhren der PTB begrenzt, die zu den genauesten weltweit zählen. Der beobachtete Frequenzwert steht in sehr guter Übereinstimmung mit früheren Messungen an der PTB und der empfohlenen Übergangsfrequenz des StrontiumÜbergangs.

Die neuen Messungen wurden in Kombination mit Ergebnissen anderer Forschungsgruppen auch für einen Test des Einstein-Äquivalenzprinzips genutzt, wonach atomare Übergangsfrequenzen unabhängig von Ort und Geschwindigkeit sind. Da Cäsium- und Strontium- Uhren mit ihren Atomübergängen im Mikrowellen- und optischen Frequenzbereich auf sehr unterschiedlichen physikalischen Systemen beruhen, könnte eine Veränderung des Frequenzverhältnisses beider Uhren auf eine Verletzung des Äquivalenzprinzips hindeuten.

Die Frequenzdaten wurden auf eine zeitliche Drift und eine jährliche Modulation untersucht, wobei letztere durch eine Beeinflussung atomarer Parameter durch das auf der Erde im Jahresverlauf periodisch variierende Gravitationspotential der Sonne hervorgerufen werden könnte. Die Analyse der neuen Messdaten ergab eine engere Grenze für eine Kopplung des Massenverhältnisses von Proton und Elektron an ein Gravitationspotential und bestätigt überdies die bisher gefundenen Grenzen für eine zeitliche Drift dieses Massenverhältnisses.

Ansprechpartner

Christian Lisdat
Fachbereich 4.3
Quantenoptik und Längeneinheit
Telefon: (0531) 592-4320
christian.lisdat(at)ptb.de

Stefan Weyers
Fachbereich 4.4
Zeit und Frequenz
Telefon: (0531) 592-4410
stefan.weyers(at)ptb.de

Wissenschaftliche Veröffentlichung

R. Schwarz, S. Dörscher, A. Al-Masoudi, E. Benkler, T. Legero, U. Sterr, S. Weyers, J. Rahm, B. Lipphardt, C. Lisdat: Long term measurement of the 87Sr clock frequency at the limit of primary Cs clocks, Phys. Rev. Research 2, 033242 (2020)

Pressekontakt:

Erika Schow
Wissenschaftsredakteurin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PÖ
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 592-9314
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E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
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PhotonicNet GmbHOptecNet
news-2155Fri, 15 Jan 2021 11:06:42 +0100Gemeinsam für die Zukunft - OPC Optics & Pfeiffer Präzisionsoptik gehen gemeinsame Wegehttp://photonicnet.de/OPC Optical Precision Components Europe GmbH mit Sitz in Bad Kreuznach und PPO Pfeiffer Präzisionsoptik GmbH mit Sitz in Gießen, gehen seit dem 01.01.2021 gemeinsame Wege und festigen so die Fundamente beider Standorte. Die beiden sich ergänzenden Unternehmen werden in Zukunft als Partnerunternehmen zusammenarbeiten und stellen ein modernes, flexibles und schlagkräftiges Kompetenzteam der optischen Industrie in Deutschland dar.
  • Zusammenarbeit als Partnerunternehmen
  • Bündelung der Kompetenzen
  • Firmierung & Strukturen
  • Timo Heinze, Geschäftsführer OPC Optics, blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Optik ist nach wie vor ein extrem starker Zweig der deutschen Industrielandschaft und wir sehen weiterhin großes Wachstumspotential durch neue Technologien und damit einhergehenden Bedarf an hochpräzisen optischen Komponenten. Wir haben in der Vergangenheit bereits erfolgreich mit Pfeiffer Präzisionsoptik zusammengearbeitet und konnten uns selbst ein sehr genaues Bild von den Fähigkeiten und der hohen Fertigungsqualität machen. Deshalb freuen wir uns umso mehr auf die gemeinsame Zukunft und werden unseren Kunden ein sehr breites Leistungsspektrum anbieten können.“

    Bündelung der Kompetenzen
    Pfeiffer Präzisionsoptik ist insbesondere als Hersteller für hochwertige Endoskop- und Mikrooptik im Markt bekannt. Durch den zukünftig gemeinsamen Weg mit OPC Optics entsteht ein noch breiteres Leistungsspektrum, das den Kunden nun aus einer Hand angeboten werden kann. So wird es zum Beispiel möglich sein, Optiken mit Durchmessern von 1-200 Millimetern zu produzieren und kürzere Fertigungszeiten als bisher zu realisieren. „Durch die dazu gewonnen Fertigungsmöglichkeiten - speziell für sehr kleine Linsen - und die grundsätzliche Erhöhung unserer Fertigungskapazitäten, können wir nun noch schneller und flexibler auf die Wünsche unserer Kunden eingehen und Projekte abbilden, die für uns bis dato schwierig oder nicht realisierbar waren“, erläutert Timo Heinze.

    Firmierung & Strukturen
    Aus Sicht der Kunden, Lieferanten und Partner werden die künftig gemeinsam agierenden Unternehmen wie gewohnt zur Verfügung stehen und Anfragen, Projekte, Aufträge, etc. noch effizienter, schneller und kompetenter erledigen können als bisher. Die Belegschaften beider Standorte bleiben erhalten, sodass die gewohnten Kontaktwege und Ansprechpartner weiterhin in Anspruch genommen werden können. Der Standort in Gießen wird durch den bisherigen Inhaber von Pfeiffer Präzisionsoptik, Herrn Marco Pfeiffer, weitergeführt. „Ich freue mich sehr, dass Herr Pfeiffer weiterhin an Bord ist und seine Expertise in die gemeinsame Zukunft mit einbringen wird. Wir sind absolut überzeugt, dass die Zusammenarbeit beider Unternehmen Synergien erzeugt, durch die unsere gemeinsamen Kunden einen nicht unerheblichen Vorteil erhalten werden und sich so noch stärker am nationalen und internationalen Markt positionieren können,“ sagt Timo Heinze.

    Über OPC Optics
    OPC Optics, ein im Jahre 2016 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Bad Kreuznach, ist Spezialist für hochpräzise asphärische und sphärische Linsen, Doppel-Asphären, Achromaten und optische Baugruppen. OPC Optics ist Entwicklungspartner und Optik-Hersteller für Kunden unter anderem aus den Bereichen Fotografie, Medizintechnik, Automotive, Lasertechnik und bietet darüber hinaus technische Beratung bei Projekten, sowie Auftragsmessungen optischer Komponenten an. Mit seinem Hightech-Maschinenpark setzt OPC Optics auf sehr hohe Qualität und Präzision bei der Fertigung von Glaslinsen. Dank vollständiger Dokumentation von der Glasschmelze, über die Verarbeitung des Rohglases, bis hin zur fertigen Linse, vertrauen Kunden aus aller Welt auf die Leistungen von OPC Optics.

    Über Pfeiffer Präzisionsoptik
    PPO Pfeiffer Präzisionsoptik GmbH (ehemals Pfeiffer Präzisionsoptik e.K.) hat sich, nach Gründung im Jahre 2015 und der Übernahme der Geschäftstätigkeiten der Firma E. Färber Präzisionsoptik GmbH & Co.KG zum 01.01.2016, auf das Herstellen von sphärischen Linsen im Bereich von Ø1mm – Ø30mm spezialisiert. Durch Investitionen in neueste Messtechnik, können höchste Anforderungen erfüllt werden. Pfeiffer Präzisionsoptik bietet seinen Kunden einzelne Bemusterungen, sowie komplette Serienfertigungen optischer Komponenten, an. So konnte sich Pfeiffer Präzisionsoptik in den letzten Jahren einen sehr guten Namen, in Bezug auf kürzeste Lieferzeiten und dem Erfüllen höchster Anforderungen, erarbeiten.

    Kontakt – OPC Optics
    OPC Optical Precision Components Europe GmbH
    Herr Timo Heinze          Tel.: +49-671-8876970
    Mainzer Straße 32         E-Mail: office@opc-optics.com
    55545 Bad Kreuznach    Web: www.opc-optics.com

    Kontakt – PPO Pfeiffer Präzisionsoptik
    PPO Pfeiffer Präzisionsoptik GmbH
    Herr Marco Pfeiffer        Tel.: +49-641-9627114
    Rodheimer Straße 70     E-Mail: info@pfeiffer-praezisionsoptik.de
    35452 Heuchelheim       Web: www.pfeiffer-praezisionsoptik.de

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    OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
    news-2152Thu, 14 Jan 2021 15:22:03 +0100OTH Amberg: Studienstart zum Sommersemester 2021 – Jetzt bis zum 7. Februar bewerben!http://photonicnet.de/Es gibt viele gute Gründe, um ein Studium im März zu beginnen und nicht, wie meist üblich im Oktober: längere Orientierungsphase nach dem Schulabschluss, Praxisluft durch Praktika oder erste Jobs schnuppern, aber auch Unsicherheit aufgrund von Corona oder vielleicht ein Wechsel des Studiengangs sind nur einige davon. Die OTH Amberg-Weiden bietet eine Vielzahl von Bachelorstudiengängen an, die im Sommersemester 2021 gestartet werden können. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 7. Februar 2021. StudienanfängerInnen erwartet ein umfangreiches Angebot: In den sechs Studienfeldern „Technik“, „Wirtschaft“, „Informatik und Medien“ „Gesundheit“ „Energie und Umwelt“ sowie „Pädagogik“ stehen insgesamt 26 Bachelorstudiengänge zur Wahl – bei 13 Studiengängen ist ein Studienbeginn zum Sommersemester 2021 möglich, darunter Klassiker wie Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen mit vielfältigen Vertiefungsmöglichkeiten über Internationales Technologiemangement bis hin zu den neuen Bachelorstudiengängen Motorsport Engineering und Künstliche Intelligenz – International. Und wem eine ökologisch verantwortungsvolle Zukunft wichtig ist und wer das Klima schützen möchte, für den könnte der Studiengang Energietechnik, Energieeffizienz und Klimaschutz der richtige Studiengang sein.
    Alle Studiengänge, in denen ein Studienstart im Sommersemester möglich ist, sind unter www.oth-aw.de/besserstudieren zu finden. Hier einfach im Studiengangsfinder weiter unten auf dieser Seite nach Studienbeginn Sommersemester filtern.
    Orientierungsstudium prepareING
    Wer sich noch nicht sicher ist, was er studieren möchte, kann sich auch für das Orientierungsstudium prepareING bewerben. Das Modulstudium gibt Einblicke in verschiedene MINT-Studiengänge der OTH Amberg-Weiden, um im Anschluss eine Entscheidung für ein Studium treffen zu können und um auf dieses vorzubereiten. In der Orientierungsphase erworbene Studienleistungen werden dabei auf das gewählte Studium angerechnet.
    Jetzt bewerben
    Studieninteressierte können sich im Online-Bewerbungsportal für ein Studium im Sommersemester 2021 (Beginn: 15. März 2021) anmelden. Dazu auf der Startseite der Homepage der OTH Amberg-Weiden (www.oth-aw.de) den Link „Zur Studienplatz-Bewerbung“anklicken und los geht’s!

    Sonja Wiesel, M. A.
    Leitung Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

    Ostbayerische Technische Hochschule (OTH)
    Amberg-Weiden Kaiser-Wilhelm-Ring 23
    92224 Amberg

    Tel. (09621) 482-3135
    Fax (09621) 482-4135
    Mobil 0173 7209361
    Email: s.wiesel(at)oth-aw.de
    Presse-Information 14.01.2021; Nr. 02 | 2021

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    NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetNewsAus den MitgliedsunternehmenPressemeldung
    news-2150Wed, 13 Jan 2021 09:35:18 +0100BMBF: Projekte zum Thema „Wege zur Innovation – Unterstützung zukünftiger Antragsteller in der europäischen Sicherheitsforschung“http://photonicnet.de/Richtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung von Projekten zum Thema „Wege zur Innovation – Unterstützung zukünftiger Antragsteller in der europäischen Sicherheitsforschung“, Bundesanzeiger vom 11. Januar 20211 Förderziel, Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

    1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

    Das BMBF übernimmt im Rahmen des Förderprogramms „Die europäische Innovationsunion – Deutsche Impulse für den Europäischen Forschungsraum“ Verantwortung für die Stärkung von Forschungsexzellenz und für enge Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in der Europäischen Innovationsunion.

    Auf nationaler Ebene unterstützt das BMBF unter anderem durch das Förderprogramm zur europäischen Innovationsunion gezielt den Aufbau von Kompetenzen von Forschenden und die Strategiefähigkeit von Forschungseinrichtungen, um den Ausbau strategischer Partnerschaften und die Koordinierung von Forschungsagenden in Europa zu erleichtern.

    In Säule II von Horizont Europa wird in Cluster 3 die zivile Sicherheitsforschung gefördert. Die Förderrichtlinie „Wege zur Innovation – Unterstützung zukünftiger Antragsteller in der europäischen Sicherheitsforschung“ soll einen Beitrag dazu leisten, frühzeitig Anreize für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und andere Anwender aus dem Bereich der zivilen Sicherheitsforschung sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft bezüglich einer Beteiligung an Ausschreibungen des Clusters 3 in Horizont Europa zu schaffen. Ziel ist es,  einzelnen Akteuren aus Deutschland die internationale Vernetzung, den Aufbau von europäischen Konsortien sowie die Ausarbeitung eines EU-Antrags zu ermöglichen und damit die Einreichung eines Projektantrags im europäischen Sicherheitsforschungsprogramm zu erreichen.

    2 Gegenstand der Förderung

    Gefördert werden Aktivitäten, die zur Vorbereitung sowie zur konkreten Ausarbeitung eines EU-Antrags zu Cluster 3 erforderlich sind. Mit dem Stichtag im Jahr 2021 ist dies erstmals möglich für das Arbeitsprogramm 2022.

    Liegt zum Einreichungsstichtag der Förderrichtlinie das Arbeitsprogramm für Cluster 3 nicht final vor, können dennoch Projektskizzen eingereicht werden. Dies betrifft vornehmlich die Einreichungsstichtage 2022 und 2024. Diese müssen sich auf einen Themenbereich des Clusters 3 beziehen und unmittelbar nach Veröffentlichung des Arbeitsprogramms eine Überprüfung der inhaltlichen Ausrichtung des Vorhabens im Hinblick auf die tatsächlich veröffentlichten Ausschreibungen vorsehen (Meilenstein). Über die Fortführung des Vorhabens wird schriftlich auf der Basis der Ergebnisse der Meilensteinpräsentation entschieden, nachdem erforderlichenfalls geänderte Arbeitspläne zur Anpassung an eine konkrete Ausschreibung vorgelegt worden sind.

    Im Rahmen der Förderrichtlinie werden folgende Aktivitäten gefördert:

    • Befassung mit dem vorgesehenen Förderinstrument
    • Arbeiten zur frühzeitigen Aufstellung eines Kernkonsortiums und zur themenspezifischen Netzwerkbildung
    • Ausarbeitung und finale Einreichung des EU-Antrags

    Die Förderrichtlinie zielt primär auf eine deutsche Koordination des EU-Antrags ab. Bei der Erstellung der EU-Anträge soll die Beratung der NKS Sicherheitsforschung (NKS Sicherheit) in Anspruch genommen werden. Die Einbindung weiterer – insbesondere euro­päischer – Partner (auch Praxispartner) als assoziierte Partner ist explizit gewünscht. Um Wissen dahingehend aufzubauen, wie qualitativ hochwertige und auch im Hinblick auf die formalen und Managementaspekte erfolgreiche Anträge erstellt werden können, ist es ausdrücklich erwünscht, dass der Antragsteller durch einen professionellen Akteur in diesem Bereich unterstützt wird.

    Die Förderung erfolgt in Form von Einzelvorhaben.

    3 Zuwendungsempfänger

    Antragsberechtigt sind:

    • Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen,
    • Behörden und deren Forschungseinrichtungen,
    • andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern,
    • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft,
    • BOS und andere Anwender aus dem Bereich der Sicherheitsforschung,
    • Kommunen,
    • Verbände und Non-Profit-Organisationen.

    Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der nicht-wirtschaftlichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung oder andere Institution, die Forschungsbeiträge liefern, BOS), in Deutschland verlangt.

    Forschungseinrichtungen, die von Bund und/​oder Ländern grundfinanziert werden, können neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt bekommen.

    Zu den Bedingungen, wann staatliche Beihilfe vorliegt/​nicht vorliegt, und in welchem Umfang beihilfefrei gefördert werden kann, siehe Forschungs-, Entwicklungs- und Innovations-Unionsrahmen (FuEuI). KMU im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen. Der Antragsteller erklärt gegenüber der Bewilligungsbehörde seine Einstufung gemäß Anhang I der AGVO bzw. KMU-Empfehlung der Kommission im Rahmen des schriftlichen Antrags.

    Die vollständige Richtlinie mit detaillierten Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier.

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    OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetForschung und WissenschaftFördermaßnahmen / Bekanntmachungen
    news-2149Wed, 13 Jan 2021 08:41:05 +0100BMBF: Attraktive Arbeits- und Forschungsbedingungen an Hochschulen im Bereich "Künstliche Intelligenz"http://photonicnet.de/Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlichte die "Richtlinie zur Schaffung, Verstetigung und Bündelung attraktiver Arbeits- und Forschungsbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs an Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften im Bereich 'Künstliche Intelligenz'".Bundesanzeiger vom 6. Januar 2021

    1 Förderziel, Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

    1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

    Künstliche Intelligenz (KI) und KI-Forschung sind von großer Bedeutung für die künftige Stärke des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Deutschland. Im Bereich der Grundlagenforschung hat Deutschland mit seiner breiten und exzellenten Forschungslandschaft eine sehr gute Ausgangslage. Obwohl einige Unternehmen Methoden aus dem Spektrum der KI entwickeln und nutzen, hat der Großteil an Unternehmen in Deutschland noch keine ausreichende KI-Expertise, was den Transfer von neuen KI-Technologien in die Breite der Wirtschaft, die von mittelständischen Unternehmen geprägt ist, zu einer großen Herausforderung macht.

    Aufgrund ihrer Praxisnähe und Problemorientierung sind Fachhochschulen (FH)/Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) besonders geeignet, um den notwendigen Wissens- und Technologietransfer, insbesondere im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen, zu leisten und so die Wertschöpfungspotenziale zu heben. Neben dem Transfer von Wissen und Methoden ist die praxisnahe Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von besonderer Bedeutung.

    Zweck der Förderrichtlinie ist es, die Rolle der Forschung an FH/HAW für den Standort Deutschland zu stärken, um so langfristig Fähig- und Fertigkeiten im Bereich KI zu schaffen, zu verstetigen und zu bündeln. Es sollen unter anderem die Grundlagen für exzellente KI-Forschung an FH/HAW gelegt werden, um die vielseitigen Anwendungsfelder für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen. Eine große Rolle spielen dabei Netzwerk- und Clusteransätze in Verbindung mit personellem Austausch in Kooperation mit regionalen Unternehmen der (Digital-)Wirtschaft und außerhochschulischen Forschungspartnern mit dem Ziel,  innovatives Wissen und neuartige Ideen rasch in KI-Anwendungen zu überführen.

    Mit dieser Richtlinie im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ fördert das BMBF strukturbildende Forschungsprojekte mit Forschungsgeräten, Forschungsanlagen und Demonstratoren für Arbeiten zum Zwecke der anwendungs- und transferorientierten KI-Forschung und zur Schaffung attraktiver Forschungs- und Arbeitsbedingungen.

    2 Gegenstand der Förderung

    Gefördert wird die Akzentuierung der KI-Forschung an FH/HAW. Im Rahmen der Vorhaben sind notwendige strategische Investitionen förderfähig, die flexible und langfristige Strukturen zur Durchführung von Lehre, Forschung und Entwicklung befördern sowie den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft im Bereich der „Künstlichen Intelligenz“ verstärken. Neben Anschaffung, Aufbau und Inbetriebnahme ist auch die Erstellung eines umfassenden Nutzungskonzepts zur breiten Verwendung der Investition durch mehrere Nutzergruppen sowie erste Arbeiten, um die Nutzung der Investition in bereits laufende oder geplante Arbeiten einzubinden, zuwendungsfähig. Dabei soll insbesondere der freie Zugang für den wissenschaftlichen Nachwuchs der gesamten Hochschule sichergestellt sein und im Rahmen der Antragstellung dargestellt werden. Baumaßnahmen oder aus Mitteln der Grundfinanzierung zu bestreitende Investitionen sind nicht Gegenstand dieser Förderung.

    3 Zuwendungsempfänger

    Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte FH/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, die Duale Hochschule Baden-Württemberg, die Hochschule Geisenheim, die Berufsakademie Sachsen, die Duale Hochschule Thüringen sowie die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (der Teil in der die Hochschule Lausitz (FH) gemäß Artikel 1 § 1 Absatz 2 des Gesetzes zur Neustrukturierung der Hochschulregion Lausitz aufgegangen ist).

    Die vollständige Richtlinie mit detaillierten Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier.

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    OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetForschung und WissenschaftFördermaßnahmen / Bekanntmachungen
    news-2148Fri, 08 Jan 2021 11:54:26 +0100Hartmagnetische Schichten für die hochpräzise Mikroskopiehttp://photonicnet.de/Im Kampf gegen das Coronavirus kommt der Mikroskopie ein besonderer Stellenwert zu: Spezial-Mikroskope sind ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der Darstellung kleinster Zellstrukturen. Sie helfen, die Entwicklung von Impfstoffen und Therapien voranzutreiben. Dabei sind die Anforderungen an die optische Auflösung der Mikroskope und die Präzision der Mikroskoptische enorm. Hartmagnetische Schichten des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST tragen dazu bei, kleinste Zellstrukturen sehr schnell und genau zu erfassen.Mikroskop- und Labortechnik sind ein unverzichtbares Hilfsmittel im Kampf gegen Viren und Bakterien. Sie unterstützen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Suche nach Impfstoffen und Therapien, etwa gegen SARS-CoV-2. Am Fraunhofer IST in Braunschweig entwickeln Forscherinnen und Forscher hartmagnetische CoSm-Schichten (kurz für Kobalt-Samarium) für magnetische Maßstäbe. Diese Bänder werden in den Mikroskoptischen der Dr. ITK Kassen GmbH eingesetzt. Im Zusammenspiel mit Sensoren und einem Auswertealgorithmus erhöhen sie die Positioniergenauigkeit des Mikroskoptischs, auf dem die Probe zur Beobachtung abgelegt wird. »Biologisches Material wie Zellen können sich bewegen, daher muss ich Positionen bis auf den Mikrometer präzise anfahren können«, sagt Dr. Ralf Bandorf, Wissenschaftler am Fraunhofer IST. Die Mikroskoptische, die mit der magnetischen Positionierung arbeiten, lassen sich sehr kompakt bauen – sie werden in Mikroskopen von namhaften Herstellern wie Leica oder Zeiss eingesetzt. Die CoSm-Schichten wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Industriepartner entwickelt.

    Positionsauflösung im Nanometerbereich

    Das Team rund um Dr. Bandorf bringt die CoSm-Schichten auf unmagnetische Metallbänder auf, sprich diese erhalten eine definierte magnetische Struktur bzw. Funktionsschicht, die sich mit einem Signalmuster codieren und per Sensor auslesen lässt, um eine Positionsbestimmung vornehmen zu können. »Im Zusammenspiel mit den integrierten Sensoren, die die Signale auslesen, ermöglichen unsere Schichten das Anfahren von Positionen bis auf fünf Nanometer genau«, so der Ingenieur. Die Tische ermöglichen durch das integrierte Messsystem eine Absolutbestimmung der Position, ohne Referenzierung. Wiederholgenauigkeiten von plus/minus 100 Nanometer sind erreichbar. Dies ist besonders bei der Untersuchung von lebenden Objekten wichtig, wo die Untersuchungszeit oftmals knapp und ein schnelles Positionieren daher essentiell ist.

    Die Schichten ersetzen galvanische Kobaltschichten, für die umweltschädliche Chemikalien benötigt werden. Sie zeichnen sich durch ihre Robustheit und Langlebigkeit sowie durch besonders gute magnetische Eigenschaften aus: Sie ermöglichen ein stärkeres magnetisches Signal und berührungsloses Messen. Auch kann man in geschlossenen Bauteilen wie etwa Hydraulikzylindern messen, an die optische Systeme nicht gelangen. Anders als reine Kobaltschichten sind die CoSm-Schichten nicht so leicht ummagnetisierbar und unempfindlich gegenüber Störfeldern. Außerdem lassen sich sehr feine Schichtdicken erzielen. Darüber hinaus erlauben sie auch das Messen in verschmutzten Bereichen. Aber auch Winkelpositionen und Radialbewegungen lassen sich messen. Dies ist in Robotikanwendungen relevant – etwa in der Automobilbranche. »Bringt man eine kompakte CoSm-Schicht direkt auf das Bauteil wie ein Kugellager auf, kann man zusätzliche Informationen erhalten«, erklärt Bandorf. Auch im Bereich der Elektromobilität steigt die Nachfrage nach hochgenauen magnetischen Messsystemen.

    Umweltfreundliches Beschichtungsverfahren

    Die CoSm-Schichten werden mit einer am IST entwickelten Technologie, dem Hohlkathoden-Gasfluss-Sputtern, einem Vakuumbeschichtungsverfahren hergestellt. Anders als bei galvanischen Verfahren kommen hier keine Schadstoffe zum Einsatz.

    https://www.ist.fraunhofer.de/

    Kontakt:

    Dr. Simone Kondruweit
    Leitung Marketing und Kommunikation

    Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
    Bienroder Weg 54 e
    38108 Braunschweig

    Telefon +49 531 2155-535

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    PhotonicNet GmbHOptecNet
    news-2145Thu, 07 Jan 2021 10:39:28 +0100MOONRISE: Schritt für Schritt zur Siedlung aus Mondstaubhttp://photonicnet.de/Als Bausteine sind sie noch nicht nutzbar – aber die mit dem Laser aufgeschmolzenen Bahnen sind ein erster Schritt zu 3D-gedruckten Gebäuden, Landeplätzen und Straßen aus Mondstaub. Im Projekt MOONRISE ist es dem Wissenschaftler-Team vom Institut für Raumfahrtsysteme (IRAS) der Technischen Universität Braunschweig und dem Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) gelungen, sowohl Regolith unter Mondgravitation aufzuschmelzen als auch zusammenhängende Bahnen zu „drucken“.Zum Abschluss des zweijährigen, von der VolkswagenStiftung finanzierten Projekts konnten Labor-Versuche mit dem MOONRISE-Laser an einem Robotorarm des Rovers vom IRAS umgesetzt werden. Dabei gelang es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Mondstaub zu zusammenhängenden Bahnen aufzuschmelzen. Der vom LZH entwickelte Laserkopf wurde dabei über den Robotorarm angesteuert – ähnlich, wie er in Zukunft auf dem Mond eingesetzt werden könnte.

    Robuster, kleiner Laser und Mond-ähnliches Regolith
    „In den zwei Jahren haben wir einen Laserkopf entwickelt, der nur etwa so groß ist wie eine große Saftpackung und trotzdem den widrigen Bedingungen im Weltraum standhält“, berichtet Niklas Gerdes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des LZH, vom Laser, der auch schon nötigen Temperatur-Vakuum- und Vibrationstest standhielt. Niklas Gerdes fasst die nächsten Schritte zusammen: „Bei den ersten Versuchen im Labor haben wir die notwendige Bestrahlungsdauer und Leistung bestimmt. Dann ging es in die Vakuum-Kammer und wir haben dort erfolgreich Regolith aufgeschmolzen.“ Der im Projekt verwendete Regolith stammt aus dem IRAS. Dort wurde über die Projektdauer hinweg die Zusammensetzung des Regoliths auf die voraussichtlichen Bedingungen am Landeplatz angepasst – eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Denn die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen auf Basis der Daten vergangener Mondmissionen passende Materialien auf der Erde finden, um den Mondstaub möglichst exakt nachzubilden.

    Weltweit einmalig: Regolith im Einstein-Elevator
    unter Mondbedingungen geschmolzen

    Ein Höhepunkt waren dann die Versuche im Einstein-Elevator der Leibniz Universität Hannover (LUH). MOONRISE war das erste wissenschaftliche Experiment im Elevator überhaupt. Prof. Dr.-Ing. Ludger Overmeyer, LUH/LZH, ist noch immer begeistert: „Im Einstein-Elevator ist es uns gelungen Regolith zu Kugeln aufzuschmelzen – sowohl unter kompletter Schwerelosigkeit als auch unter Mondgravitation. Das ist weltweit einmalig!“

    Den krönenden Abschluss machte der Einsatz des Lasers auf dem Rover MIRA3D des IRAS. MIRA3D besteht aus einer fahrbaren Plattform und einem Roboterarm und wird für die Entwicklung von additiver Fertigungstechnologie auf dem Mond eingesetzt. Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll vom IRAS, TU Braunschweig, berichtet: „Wir konnten den Laserkopf am Arm des Rovers präzise ansteuern und damit größere Strukturen gezielt aufschmelzen. Ein voller Erfolg! Zusammen mit den Versuchen im Elevator haben wir eine solide Grundlage, um mit dem Laser auf dem Mond 3D zu drucken.“

    Nächster Meilenstein wäre im Anschluss an das Projekt den Laserkopf zu einem Flugmodell weiterzuentwickeln. LZH und IRAS sind momentan im Gespräch mit einschlägigen Stellen, um die Entwicklungen voranzutreiben. Denn der Vision eines Lasers, der Baumaterialien für ganze Siedlungen aus Mondstaub druckt, sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit  
    MOONRISE einen großen Schritt nähergekommen.

    Über MOONRISE
    Gefördert wurde das ehrgeizige und zukunftsweisende Forschungsprojekt von der VolkswagenStiftung im Rahmen der mittlerweile beendeten Förderinitiative „Offen – für Außergewöhnliches“. Darin unterstützt die Stiftung außergewöhnliche und gewagte Vorhaben, für die sich keine andere Finanzierung finden lässt.

    Diese Pressemitteilung mit Bildmaterial und Video auf der Webseite des LZH: www.lzh.de/de/publikationen/pressemitteilungen/2021/moonrise-schritt-fuer-schritt-zur-siedlung-aus-mondstaub

    Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
    Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

    Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

    Institut für Raumfahrtsysteme (IRAS) der TU Braunschweig
    Der Fokus der Forschung am Institut für Raumfahrtsysteme (IRAS) liegt auf der Entwicklung von Methoden, Technologien und Ansätzen zum nachhaltigen Nutzen und zur Sicherheit von Infrastruktur im Weltraum. Drei technische Arbeitsgruppen forschen dabei auf den Gebieten Explorations- und Antriebssysteme, Space Debris und Satellitentechnik.

    Mit über 20.000 Studierenden und 3.700 Beschäftigten ist die Technische Universität Braunschweig die größte Technische Universität Norddeutschlands. Sie steht für strategisches und leistungsorientiertes Denken und Handeln, relevante Forschung, engagierte Lehre und den erfolgreichen Transfer von Wissen und Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft. Forschungsschwerpunkte sind Mobilität, Infektionen und Wirkstoffe, Metrologie und Stadt der Zukunft.

    Kontakt:
    Laser Zentrum Hannover e.V.
    Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
    Head of Communication Department

    Hollerithallee 8
    D-30419 Hannover

    Germany
    Tel.: +49 511 2788-419
    Fax: +49 511 2788-100
    E-Mail: presse(at)lzh.de

    Internet: www.lzh.de

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    OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
    news-2144Thu, 07 Jan 2021 10:26:55 +0100 Krebszellen zukünftig schneller und genauer erkennen mit multimodaler Bildgebunghttp://photonicnet.de/Direkt während der Operation Tumorzellen schneller und genauer erkennen, dies ist das Ziel im EU-Forschungsprojekt CARMEN. Dafür wollen die Forschungsinstitute Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) aus Deutschland und Multitel asbl aus Belgien zusammen mit den Unternehmen aus beiden Ländern, JenLab GmbH, DELTATEC, und LaserSpec ein neuartiges, kompaktes und multimodales Bildgebungssystem entwickeln. Dieses könnte sogar die Untersuchung von Gewebeproben während der Operation ermöglichen.Konventionelle, laserbasierte Mikroskope verwenden meist nur eine einzige Bildgebungsmethode, wie zum Beispiel die konfokale Mikroskopie, die Multi-Photonen-Mikroskopie oder die Anti-Stokes Raman-Spektroskopie (CARS). Verschiedene Bildgebungstechniken in einem Gerät zu kombinieren, ermöglicht es, schneller mehr und zuverlässigere Informationen über das Gewebe und mögliche Erkrankungen zu gewinnen. Da für jede Bildgebungsmethode verschiedene Anregungslaser notwendig sind, würde ein kombiniertes Gesamtsystem allerdings sehr komplex, unhandlich und teuer sein.

    Eine Laserquelle für drei Mikroskopie-Methoden
    Die Partner im Projekt CARMEN wollen nun ein innovatives Lasersystem entwickeln, das mehrere Anregungswellenlängen und verschiedene Pulsdauern erzeugt. So könnte CARS mit Multi-Photonen- sowie superauflösender STED-Mikroskopie (Stimulated Emission Depletion) in einem kompakten Gerät vereint werden.

    Mit einem solchen Gesamtsystem könnten Gewebeproben direkt nach der Operation oder sogar währenddessen untersucht, und so beispielsweise Tumorränder besser erkannt werden. Die Kombination der drei Methoden ermöglicht es, mehrere Informationsebenen zu überlagern und dadurch ein genaueres Bild der Zellen zu erhalten. Damit ließen sich Tumorzellen besser von gesunden Zellen unterscheiden.

    Basis: Neuartige durchstimmbare Ultrakurzpulsquelle
    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH arbeiten für das Lasersystem mit dem belgischen Forschungsinstitut Multitel an einer neuartigen, faserbasierten Ultrakurzpulsquelle. Diese wird synchron zwei optische parametrische Oszillatoren der belgischen Firma LaserSpec pumpen.

    Das gesamte Lasersystem wird mehrere Strahlausgänge haben, Pulse gleichzeitig sowohl im Femto- als auch im Pikosekundenbereich erzeugen und durchstimmbare Wellenlängen ausgeben können. Dies wäre die entscheidende Grundlage, um die drei Bildgebungsmethoden in einem multimodalen System zusammenzufassen. Gesteuert werden soll das von JenLab konzipierte Gesamtsystem von einer eigens entwickelten, extrem schnellen Elektronik der Firma DELTATEC. Diese verknüpft außerdem das Lasersystem mit der Scanner-Technologie des Mikroskops.

    Kostengünstig, energieeffizient und klein
    Durch die vorteilhaften thermischen Eigenschaften von Glasfasern wird für diesen neuartigen faserlasergepumpten Ultrakurzpulslaser eine Luftkühlung ausreichen. Damit wäre das Bildgebungssystem kostengünstiger, energieeffizienter und kleiner als vergleichbare Mikroskope mit beispielsweise Titan-Saphir-Lasern.

    Das Nutzungsspektrum ließe sich außerdem enorm erweitern: Das System könnte auch für die Nachverfolgung von Arzneimitteln und Nanopartikeln innerhalb von Zellen und Gewebeproben genutzt werden oder um die Wirksamkeit von kosmetischen Produkten mikroskopisch zu testen.

    Über CARMEN
    An dem Verbundprojekt „Multimodale Bildgebungsplattform basierend auf kohärenter Anti-Stokes Raman-Streuung und Multiphotonenmikroskopie“ bzw. „CArs and Multiphoton microscopy Enabled“ (CARMEN) sind die JenLab GmbH, Jena, DELTATEC, Ans/Belgien, Multitel asbl, Mons/Belgien, LaserSpec, Malonne/Belgien und das Laser Zentrum Hannover e.V. beteiligt. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Eurostars™-Prgramms der EUREKA Mitgliedsstaaten und des Horizon 2020 Framework Programm der Europäischen Union vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Belgischen Öffentlichen Dienst der Wallonie (SPW).

    Pressemitteilung zum Download:  20201222_lzh_pm_carmen_final.docx

    Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

    Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

    Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

    Kontakt:
    Laser Zentrum Hannover e.V.
    Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
    Head of Communication Department

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    OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
    news-2143Fri, 18 Dec 2020 13:22:02 +010027th International Semiconductor Laser Conference – 2021 in Deutschlandhttp://photonicnet.de/Vom 10. bis 14. Oktober 2021 findet die renommierte International Semiconductor Laser Conference (ISLC) in Potsdam statt – nach fast 20 Jahren wieder in Deutschland. Abstracts können bis 14. Mai 2021 eingereicht werden.Die ISLC beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen aus den Bereichen Halbleiterlaser, Verstärker und LEDs. Auf der Konferenz präsentieren Teilnehmende aus aller Welt herausragende Forschungsergebnisse der aktuellen Halbleiterlaserforschung. Die ISLC 2021 und die begleitende Ausstellung werden vom Berliner Ferdinand-Braun-Institut organisiert und von der IEEE Photonics Society als technischer Sponsor unterstützt.

    Die Konferenz-Website www.islc2021.org bietet einen Überblick zu Themen, Workshops, bestätigten Plenar- und Gastrednern sowie zu den Mitgliedern des Komitees. Interessierte können sich per E-Mail islc(at)fbh-berlin.de registrieren, um auf dem Laufenden zu bleiben.

    Erster Call for Papers

    Konferenzbeiträge können als zweiseitige Abstracts ab April bis zum 14. Mai 2021 eingereicht werden. Ab April ist auch die Registrierung zur Teilnahme an der Konferenz über die Webseite möglich.

    Wie in den letzten gut 30 Jahren, werden auch 2021 alle akzeptierten und präsentierten Konferenzbeiträge auf IEEE Xplore veröffentlicht. Die ISLC bietet Autoren zudem die Möglichkeit, eine erweiterte Version für eine Sonderausgabe des IEEE Photonics Journals einzureichen, das nach der Konferenz erscheint.

    Mehr über die ISLC

    Mit ihrer 50-jährigen Tradition und ihrem internationalen Publikum gehört die ISLC zu den renommiertesten Konferenzen auf dem Gebiet der Halbleiter-Laser. Die Veranstaltungsorte wechseln alle zwei Jahre zwischen den Regionen Amerika, Asien/Australien und Europa/Mittlerer Osten/Afrika. Seit ihrer Gründung wurden viele neue und bahnbrechende Halbleiter-Bauelemente erstmals auf dieser Konferenz vorgestellt. In Deutschland fand die Konferenz zuletzt 2002 statt. Sollte die pandemische Situation eine Präsenzveranstaltung 2021 in Potsdam nicht zulassen, wird die Konferenz virtuell durchgeführt.

    Zu den Themen der ISLC gehören: optische Halbleiterverstärker, Silizium-kompatible Laser, VCSELs, photonische Bandlücken- und Mikroresonator basierte Laser, gitterstabilisierte Laser, Multisegment- und Ringlaser, Quantenkaskaden- und Interbandlaser, Subwellenlängen-Nanoresonatorlaser, mittlere IR- und THz-Quellen, InP, GaAs- und Sb-Materialien, Quantenpunktlaser, brillante Hochleistungslaser, GaN- und ZnSe-basierte Laser und LEDs vom ultravioletten bis zum sichtbaren Bereich, Kommunikationslaser, integrierte Halbleiter-Optoelektronik. 

    Pressekontakt
    Nicole Vlach
    Communications Manager 
    Ferdinand-Braun-Institut
    Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
    Gustav-Kirchhoff-Straße 4
    12489 Berlin 
    Tel.       030.6392-2873
    Fax       030.6392-2602 
    E-Mail   nicole.vlach(at)fbh-berlin.de 
    Web     www.fbh-berlin.de 
    Twitter   twitter.com/FBH_News 

    General Chair
    Paul Crump – Ferdinand-Braun-Institut 
    Tel.       030.6392-3291
    E-Mail   paul.crump@fbh-berlin.de

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    NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNet
    news-2139Thu, 17 Dec 2020 14:19:24 +0100SOLAYERs "Zero-Bow"-Wafertechnologie ermöglicht Herstellern die Produktion von hochwertigen Nahinfrarot-Bandpassfiltern für 3D-Sensoranwendungenhttp://photonicnet.de/Dresden, 17. Dezember 2020. SOLAYER hat heute die Entwicklung eines Nahinfrarot-Bandpassfilters (NIR BPF) mit überragenden Filtereigenschaften bekanntgegeben, dessen Herstellung durch die neuartige "Zero-Bow"-Technologie für dünne Glassubstrate auf der Vakuumbeschichtungsanlage AVIOR M-300 ermöglicht wird. SOLAYER entwickelt hochleistungsfähige Fertigungsanlagen und -prozesse für die Massenproduktion hochwertiger funktionaler insbesondere optischer Beschichtungen.Der neue Filter X41 ermöglicht 3D-Sensoren, die in der Unterhaltungselektronik, im Automobilbereich, in der Sicherheitstechnik und in anderen Anwendungen eingesetzt werden. Diese Entwicklung unterstreicht die besonderen Eigenschaften dieser SOLAYER-Technologie und löst damit ein unangenehmes technisches Problem (verbogene Wafer) und bietet Herstellern eine praktikable Lösung zur Herstellung von hochwertigen NIR-BPFs.

    NIR-BP-Filter werden heute in einer Vielzahl von optischen Sensoranwendungen eingesetzt und spielen eine wichtige Rolle als Schlüsselkomponenten für optische Messungen, Abstandsmessanwendungen und Systeme zur Gestenerkennung (TOF, Time-of-Flight). Die besonderen Merkale der Filter ermöglichen:

    • Genaue Abstandsmessungen bei geringer Lichtintensität
    • Messungen mit höherer Empfindlichkeit
    • Höhere Präzision bei normalen Signallichtverhältnissen


    SOLAYER hat seine einzigartige "Zero-Bow"-Technologie für ultradünne Glassubstrate (0,2 mm Dicke) entwickelt, die es Kunden erstmals ermöglicht, die Wafer-Bonding-Technologie auf Hochleistungs-NIR-BP-Filter anzuwenden. Wichtige Anwendungen sind:

    • Fortschrittliche Sensortechnologien
    • Mobile Gestenerkennungstechnologie
    • Automobilanwendungen (TOF, LIDAR)


    Der Filter X41 basiert auf einem speziell entwickelten Verfahren, bei dem NIR-BP-Filter mit herausragenden Eigenschaften effizienter hergestellt werden können. Der NIR-BP-Filter entsteht durch das kontrollierte Zusammenspiel von Filterstruktur, mechanischen Eigenschaften von Dünnglas sowie neuen Schichtmaterialien. Der SOLAYER-Prozess auf der AVIOR M-300 ermöglicht den kontrollierten Aufbau von Schichten mit spezifischen Eigenschaften bis in den Angström-Bereich, mit spezieller Prozesssteuerung und einem neuen Filterdesign mit neuem Schichtsystem. NIR-BP-Filter bestehen aus alternierenden 2-Schichtsystemen aus wasserstoffdotiertem Silizium (Si: H) und Siliziumdioxid (SiO2). Antireflex- und Blockerfilter sind üblicherweise auf der Rückseite aufgebaut. Aufgrund der unterschiedlichen Schichteigenschaften war es jedoch bisher nicht möglich, Filter auf sehr dünnen Substraten (≤ 0,2 mm) ohne Ablenkung herzustellen oder sehr gute Filtereigenschaften, wie hohe Transmission im BP, optimale AOI-Eigenschaften und optimale Blocker-Eigenschaften zu gewährleisten.

    Die von SOLAYER entwickelte „Zero-Bow“-Technologie für NIR-BP-Filter auf sehr dünnen Substraten bringt deutliche Vorteile für Kunden:

    • Geringere Komplexität in nachfolgenden Prozessschritten
    • Höhere Ausbeute in der Produktion und Vereinfachung der Folgeprozesse
    • Ermöglicht den Übergang zu Wafer-Bonding-Technologien


    SOLAYER´s CEO Mathias Höfler betonte das Ziel des Unternehmens, Herstellern zu helfen, neue Wellen der Produktinnovation auszulösen. Die Überwindung der technischen Engpässe, die durch gewölbte Wafer entstehen, ist der Schlüssel zu diesen Bemühungen. "Der Filter X41, der durch unsere „Zero-Bow“-Technologie ermöglicht wird, demonstriert die unendlichen Möglichkeiten, und wir freuen uns, unseren Kunden diese Technologie und das damit verbundene Know-how zur Verfügung zu stellen", sagte er.

    Die Hochleistungsfilter X41 zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

    • Hohe Transmission: > 96 %
    • High-End-Blocking-Leistung sowohl für die Bereiche 350 - 900 nm als auch 1000 - 1100 nm
    • "Zero-Bow" (Anmerkung: > 11 mm Bow ist ein typischer Marktwert für NIR BP-Filter mit 0,2 mm dicken Glassubstraten)
    • Abstimmbare Filterform für High-End-LiDAR-Anwendungen


    Die Pressemitteilung als Download mit zusätzlichem Bildmaterial.

    Medienkontakt
    Ines Scheibner
    Marketing Manager
    Phone: +49 151 19513915
    E-Mail: marketing@solayer.com

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    NetzwerkePhotonicNet GmbHOptecNet
    news-2136Thu, 17 Dec 2020 11:09:17 +0100Gelungener bundesweiter Auftakt zum Thema „Quantentechnologien“http://photonicnet.de/Mehr als 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland nutzten die Auftakt-Veranstaltung zum Thema „Quantentechnologien“ am 8. Dezember, organisiert von „Photonics Germany / Photonik Deutschland“, um sich über den aktuellen Stand sowie zukünftige Geschäftsfelder zu informieren und auszutauschen.Die neue Dachmarke „Photonics Germany / Photonik Deutschland – Optische Technologien und Quantentechnologien“ von SPECTARIS und OptecNet Deutschland greift das Zukunftsthema Quantentechnologien auf, um insbesondere den Austausch und die Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu fördern und frühzeitig Anwendungen zu identifizieren.

    Nach einer Begrüßung durch Dr. Wenko Süptitz von SPECTARIS e.V. und Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender von OptecNet Deutschland e.V., folgten vier Fachvorträge, welche die Potenziale von Quantentechnologie-Anwendungen eindrucksvoll veranschaulichten.
    Prof. Dr. Michael Totzeck (Carl Zeiss AG) stellte zunächst die Innovationspotenziale der Quantentechnologien der zweiten Generation vor. Das Thema „Bildgebung und Spektroskopie mit Photonenpaaren“ wurde anschließend von Dr. Frank Setzpfandt (Institut für Angewandte Physik der FSU Jena) näher erläutert. Im dritten Fachvortrag führte Dr. Markus Krutzik (Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik der Humboldt-Universität zu Berlin) in das Thema „Integrierte atomare Quantensensoren“ ein, gefolgt von Dr. Benjamin Sprenger, der die Anwendung von Quantentechnologien bei der MENLO Systems GmbH vorstellte.

    In einer offenen Diskussionsrunde, moderiert durch Dr. Süptitz und Dr. Ehrhardt, wurden die Bedarfe sowie Potenziale für zukünftige Geschäftsfelder beleuchtet.

    Die nächste Veranstaltung ist für Frühjahr 2021 geplant. Kommen Sie bei Interesse gerne auf uns zu.

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    OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetAus den Netzen
    news-2131Thu, 10 Dec 2020 09:24:01 +0100„Impuls für Südniedersachsen in dem wichtigen Zukunftsfeld Plasma-Forschung und Gesundheitswirtschaft“http://photonicnet.de/Minister Thümler besucht entstehenden HAWK-Forschungsneubau in Göttingen. Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler hat heute das an den Göttinger Zietenterrassen entstehende neue HAWK-Forschungsgebäude für angewandte Plasma- und Laser-Medizintechnik besucht und gemeinsam mit HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy die traditionelle Zeitkapsel im Boden versenkt. In dem Gebäude der HAWK am Standort Göttingen mit Investitionskosten von insgesamt rund 6 Millionen Euro wird zukünftig angewandte Forschung im intradisziplinären Bereich der Medizintechnik mit der Atmosphärendruck-Plasma- sowie der Lasertechnologie als Innovationstreiber stattfinden.

    Die Schwerpunkte liegen dabei auf den vier Bereichen Plasmamedizintechnik, Lasermedizintechnik, Funktionale biokompatible Beschichtungen und Hygiene. Zudem wird in das Gebäude ein Hörsaal integriert. „Dieser Neubau und die Plasma-Forschungsarbeit sind ein echtes Leuchtturmprojekt. Sie sind ein Musterbeispiel für innovativen Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Damit setzen wir einen neuen Impuls in der Region Südniedersachsen, mit dem wir das hervorragende Netzwerk der HAWK mit Hightech-Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen in diesem wichtigen Zukunftsfeld weiter stärken.“ Der Wissenschaftsminister überreichte bei dem Besuch des Forschungsbaus zudem den Zuweisungserlass, mit dem das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) das Projekt mit 500.000 Euro zusätzlich zu den Baumitteln unterstützt.

    Der Betrag wird im Rahmen des HAWK-Partnerschaftsprojektes „Plasma for Life“ des BMBF-Programms FH-Impuls für die Verstärkung des Netzwerkes und der Partnerschaften eingesetzt. Plasma for Life hat ein Gesamtfinanzvolumen von rund 13 Millionen Euro für acht Jahre.

    HAWK-Präsident Hudy dankte dem Minister: „Die massive Unterstützung des Landes in diesem innovativen Forschungs- und Entwicklungssektor kommt zum einen der HAWK zugute, die auf dem Gebiet der Plasma-Forschung und der Medizintechnik nicht nur in der Region, sondern auch im nationalen und internationalen Kontext anerkannte Ergebnisse vorweist. Auch die regionale Wirtschaft profitiert sowohl im Bereich der technischen Entwicklungen als auch von den Fachkräften, die an der HAWK ihr Studium absolvieren.“

    „Die Partnerschaft Plasma for Life als Schnittstelle zwischen der stark wachsenden Zahl an Partnerunternehmen aus dem Vor- und Zulieferndenbereich der Gesundheitswirtschaft und der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit ist die strategische Keimzelle für eine erfolgreiche Forschung und Entwicklung in diesem Bereich und der Forschungsbau gibt uns dem Raum dafür“, betonte HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer, Prof. apl. Prof. Dr. Wolfgang Viöl.

    Nach dem die traditionelle Zeitkapsel mit Tageszeitung, einer Kopie des Zuweisungserlasses, den Gebäudeplänen und Geldmünzen versenkt wurde, stellte HAWK-Vizepräsident Viöl Minister Thümler einige Plasma-Geräte vor, die gemeinsam mit Partnerunternehmen entwickelt wurden.

    Der ENdlessAirclean der Firma Edelstahl NORD GmbH aus Hildesheim ist ein Plasma-Luftreiniger zur Plasmabehandlung der Raumluft. Mit der Plasmabehandlung von Luft lassen sich über 99 Prozent der Keime und Allergene aus der Luft inaktivieren und unschädlich machen. Das Standgerät eignet sich für Büros, Arztpraxen oder Privaträume.

    Der CleanAir SKY der Firma Plasmacomplete GmbH aus Adelebsen bei Göttingen ist ein Deckengerät zur Plasma-Luftreinigung, das besonders in Schulen Einsatz finden wird.

    Im Fraunhofer Projekt “PERFEKT” gilt es zunächst, die Strömungseigenschaften von Partikeln und Aerosolen in einem Krankenhaus-Zweibettzimmer per Simulation zu ermitteln. Aus den gewonnenen Erkenntnissen soll dann ein zulassungsfähiger Luftreiniger entwickelt werden, der auch über ein Krankenhauszimmer hinaus Verwendung finden kann. Die Kombination von Luftreinigung und Oberflächenentkeimung eröffnet dabei viele Anwendungsgebiete, die handelsübliche Luftreiniger derzeit nicht bedienen können.

    Mit dem PlasmaDerm® der Firma Cinogy System GmbH aus Duderstadt wird Plasma auch zur Wundbehandlung eingesetzt. Dadurch können die Wunden nicht nur von multiresistenten Keimen befreit, sondern auch, durch das Plasma, zur Heilung angeregt werden.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfgang Viöl , HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer, Leiter des Forschungsschwerpunktes Laser- und Plasmatechnologie

    HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
    Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
    Fakultät Ingenieurswissenschaften und Gesundheit
    Von-Ossietzky-Str. 100
    37085 Göttingen

     

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    PhotonicNet GmbHOptecNet
    news-2128Tue, 08 Dec 2020 10:11:04 +010025 Millionen Euro für die Quantencomputer-Forschunghttp://photonicnet.de/Land Niedersachsen und Volkswagenstiftung fördern Quantum Valley Lower Saxony. Mit insgesamt 25 Mio. Euro aus dem "Niedersächsischen Vorab" unterstützen das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung die Initiative "Quantum Valley Lower Saxony" (QVLS). Dies entschied am 04.12.2020 das Kuratorium der Stiftung auf Vorschlag des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Ziel der Initiative ist es, die Potenziale der Partner für einen Entwicklungssprung hin zu einem Quantencomputer auf Basis der Ionenfallentechnologie zu nutzen und gleichzeitig die exzellenten Forschungsprojekte und -kompetenzen an den niedersächsischen Standorten zu bündeln.

    Weitere Informationen finden Sie in der Presseinformation der VolkswagenStiftung, der Presseinformation des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sowie in den Pressemeldungen der Leibniz Universität Hannover, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und der TU Braunschweig.

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    PhotonicNet GmbHOptecNet
    news-2127Tue, 08 Dec 2020 08:23:52 +0100BMBF-Bekanntmachung: Vorhaben der strategischen Projektförderung mit Indienhttp://photonicnet.de/Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weist auf die Richtlinie zur Förderung von Vorhaben der strategischen Projektförderung mit der Republik Indien zu dem Schwerpunktthema "Additive Fertigung" hin.Bundesanzeiger vom 4. Dezember 2020

    Die Fördermaßnahme ist Bestandteil der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft, Bildung und Forschung. Sie umfasst die Förderung von Vorhaben der strategischen Projektförderung mit der Republik Indien unter Beteiligung von Wissenschaft und Wirtschaft (2+2 Projekte) zum Fokusthema "Additive Fertigung" innerhalb des Indo-German Science and Technology Centre (IGSTC).

    1 Förderziel, Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

    Um die Zusammenarbeit mit Indien auszubauen, haben das BMBF und das indische "Department of Science and Technology" (DST) im Jahr 2010 das IGSTC gegründet. Hauptziel des IGSTC ist es, die Zusammenarbeit zwischen akademischen und industriellen Partnern beider Länder im Bereich der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung zu fördern. Die Zusammenarbeit basiert auf dem WTZ-Abkommen (wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit) zwischen dem BMBF und dem indischen Ministry of Science and Technology (MST). 

    Die Förderrichtlinie dient dazu, gemeinsame, anwendungsorientierte Forschungsprojekte von gegenseitigem Interesse zu fördern und damit zu einer Intensivierung der WTZ mit Indien beizutragen. Durch die Zusammenführung von Wissen, Erfahrungen, Forschungsinfrastrukturen und sonstigen Ressourcen beider Seiten soll ein Mehrwert für die beteiligten Partner generiert werden. Durch den Wissensaustausch und durch gemeinsame Entwicklungen soll langfristig die Grundlage für gegenseitigen Marktzugang und eine nachhaltige wirtschaftliche Kooperation geschaffen werden.

    1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

    Der thematische Schwerpunkt ergänzt das Rahmenprogramm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ um eine bilaterale deutsch-indische Komponente. Die Fördermaßnahme richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sich im Markt etablieren und wettbewerbsfähiger werden wollen. 

    Gewünscht werden gemeinsam entwickelte technische Innovationen bzw. Adaptionen, die idealerweise in der Entwicklung von Produkten, Prozessen, Verfahren oder Dienstleistungen münden, die in dem in Nummer 2 genannten Förderschwerpunkt liegen. Ziel ist, neue Erkenntnisse aus der Forschung in marktreife Prototypen zu übersetzen bzw. bestehende Technologien so an die Gegebenheiten im jeweiligen Partnerland zu adaptieren, dass sie dort vermarktbar sind. Die Förderrichtlinie dient dazu, gemeinsame, anwendungsorientierte Forschungsprojekte von gegenseitigem Interesse zu fördern (Zuwendungszweck).

    Die geförderten Vorhaben sollen zudem der Vorbereitung von Antragstellungen für Anschlussprojekte z. B. beim BMBF, der Europäischen Union (EU) oder Förderorganisationen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) dienen.

    2 Gegenstand der Förderung

    Gefördert werden im Rahmen dieser Fördermaßnahme Forschungsprojekte als Verbundvorhaben, die entsprechend des oben beschriebenen Zuwendungszwecks in internationaler Zusammenarbeit mit Partnern aus Indien eines oder mehrere der nachfolgenden Schwerpunktthemen im Bereich Additive Fertigung bearbeiten:

    • Neue Materialien für Additive Fertigung
    • Gedruckte und tragbare Elektronik
    • Additive Fertigung im Großmaßstab
    • In situ Prozessüberwachung und -kontrolle
    • Mithilfe von 3D-Druckverfahren hergestellte biomedizinische Produkte und Implantate

    Vorhaben, die sich mit der biologischen Transformation der industriellen Wertschöpfung befassen, sind von besonderem Interesse. Ziel dieser ist die Steigerung der Wertschöpfung durch Anwendung von Erkenntnissen aus der Natur und deren Umsetzung in technische Lösungen.

    Die Vorhaben sollen eine hohe Praxisrelevanz aufweisen, Erkenntnisse und verwertbare Forschungsergebnisse in den genannten Anwendungsfeldern erwarten lassen, die zu neuen Technologien, Produkten und/oder Dienstleistungen führen sowie Strategien zur Implementierung der Forschungsergebnisse in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft vorschlagen. Es wird erwartet, dass die Vorarbeiten soweit gediehen sind, dass sie sich im Stadium des "Technology Readiness Level" der Stufe 3 oder 4 bei der Antragstellung befinden
    (https://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/other/wp/2016_2017/annexes/h2020-wp1617-annex-g-trl_en.pdfhttps://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/other/wp/2016_2017/annexes/h2020-wp1617-annex-g-trl_en.pdf).

    Den Antragstellern wird dringend geraten, den englischen Bekanntmachungstext sowie die über die Internetseite des IGSTC zur Verfügung gestellten weiterführenden Unterlagen zu beachten (siehe www.igstc.org).

    3 Zuwendungsempfänger

    Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, insbesondere KMU, sowie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der nicht-wirtschaftlichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern), in Deutschland verlangt.

    Für indische Unternehmen gilt, dass sie eine vom „Department of Scientific and Industrial Research“ (DSIR) anerkannte Forschung und Entwicklung nachweisen können. Zudem müssen indische Unternehmen zu mindestens 51 % in indischer Hand sein.

    Die Ergebnisse des geförderten Vorhabens dürfen außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), der Schweiz und Indiens nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Zuwendungsgebers verwertet werden.

    KMU im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen (vgl. Anhang I der AGVO bzw. Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleineren und mittleren Unternehmen, bekannt gegeben unter Aktenzeichen K (2003) 1422 (2003/361/EG)): 
    http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32003H0361&from=DE.

    Der Zuwendungsempfänger erklärt gegenüber der Bewilligungsbehörde seine Einstufung gemäß Anhang I der AGVO bzw. KMU-Empfehlung der Kommission im Rahmen des schriftlichen Antrags.

    Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt werden.

    Zu den Bedingungen, wann staatliche Beihilfe vorliegt/nicht vorliegt, und in welchem Umfang beihilfefrei gefördert werden kann, siehe Mitteilung der Kommission zum Unionsrahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation vom 27. Juni 2014 (ABl. C 198 vom 27.6.2014, S. 1); insbesondere Nummer 2.

    7 Verfahren

    7.2.1 Vorlage und Auswahl von Projektskizzen

    In der ersten Verfahrensstufe sind dem IGSTC (Adresse siehe Nummer 7.1) bis spätestens 25. Februar 2021 (MEZ) zunächst Projektskizzen (ein Exemplar) in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen. Die Projektskizze ist innerhalb der Partner mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator "Project Coordinator" abzustimmen. Sämtliche Korrespondenz des IGSTC erfolgt über den benannten Verbundkoordinator.

    Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

    Die vollständige Richtlinie des BMBF finden Sie hier.

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    OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetFördermaßnahmen / Bekanntmachungen
    news-2126Fri, 04 Dec 2020 11:14:54 +0100Laser Components: LC Talks - Erfolgreicher Start für virtuelle Veranstaltungsreihe http://photonicnet.de/Mit den 1st Global Infrared Sessions hat LASER COMPONENTS erfolgreich das neue virtuelle Veranstaltungsformat LC Talks etabliert. Mehr als 450 Teilnehmer aus 35 Ländern von allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis nahmen an dem zweitägigen Event teil. In über 20 kurzen Vorträgen informierten sie sich über die neuesten Entwicklungen in der IR-Technologie. „Wir haben unsere Erfahrungen aus den vergangenen IR WORKshops auf die jetzige Zeit übertragen“, erklärt Initiator Joe Kunsch, Leiter des Geschäftsbereichs IR-Komponenten bei LASER COMPONENTS. „Aktuell sehen wir eine neue Qualität bei IR-Technologien und Anwendungen. Intern sprechen wir von einem Meilenstein, dem wir das geeignete weltweite Forum geben. Das erste Live-Event ist zwar vorüber, aber diejenigen, die nicht teilnehmen konnten, weil wir zum Beispiel in Tokio erst um 22:00 Uhr Ortszeit gestartet sind, können sich noch nachträglich registrieren und die Aufzeichnung verfolgen.“
     
    „Eine Online-Veranstaltung in diesem Ausmaß erfordert natürlich aufwendige Planung“, sagt Michaela Böhme, die für die organisatorische Abwicklung verantwortlich ist. „Es hat sich jedoch gelohnt und wir sind sicher, dass wir eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen haben.“
     
    Die 2nd Global Infrared Sessions werden bereits am 19. und 20. Januar 2021 stattfinden. Im Rahmen der LC Talks-Reihe plant LASER COMPONENTS ähnliche virtuelle Events auch für andere Produktbereiche.

     » mehr Informationen


    Kontakt:
    LASER COMPONENTS GmbH
    Werner-von-Siemens-Str. 15
    82140 Olching
    E-Mail: info(at)lasercomponents.com
    Internet: www.lasercomponents.com

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    NetzwerkeOpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetOpTech-NetNewsAus den MitgliedsunternehmenPressemeldung
    news-2123Wed, 02 Dec 2020 12:39:44 +0100Mit UV-C-Strahlung wirksam gegen das Coronavirus vorgehen http://photonicnet.de/PTB untersucht den Raumluftreiniger von Braunschweiger Entwicklern. In der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) wurde der Prototyp eines UV-C-Raumluftreinigungsgerätes bezüglich seiner Bestrahlungsstärke im Innern vermessen, um dessen Wirksamkeit für die Neutralisierung von Keimen und Viren abschätzen zu können. Mit einer Simulation der Bestrahlungsstärkeverteilung im Gerät konnte zudem die Eignung der abschließend gewählten Lampenanordnung untersucht werden. Für den untersuchten Prototyp lässt sich abschätzen, dass durch das Gerät geführte Viren zerstört und somit die Virenlast in der Raumluft prinzipiell deutlich reduziert werden kann.

    Beim Kampf gegen Corona ist oft von sogenannter UV-C-Strahlung die Rede, mit der Viren und Keime zerstört werden können. Die Strahlung, die mit speziellen Lampen erzeugt werden kann, zerstört Teile des Erbgutes (der DNA/RNA) von Viren und Mikroorganismen und verhindert damit deren Vermehrung. Tatsächlich wird die energiereiche kurzwellige Strahlung bereits erfolgreich in vielen Wasserwerken bei der Entkeimung von Trinkwasser eingesetzt. Hier kommen in zertifizierten Anlagen oft Niederdruckentladungslampen zum Einsatz, die vom Wasser umflossen werden und mit ihrer Mikroben-vernichtenden Wirkung 99,9999 % der Mikroorganismen und Viren zerstören. Die eingesetzten Lampen ähneln „Leuchtstoffröhren“ ohne Leuchtstoff und emittieren UV-C-Strahlung bei einer Wellenlänge von 254 nm, also außerhalb des für den Menschen sichtbaren Bereiches (deshalb „ultraviolett“, UV). Niederdruckentladungslampen kommen vermehrt auch in der Entkeimung von Raumluft zum Einsatz und sind eine weitere effektive Möglichkeit, die Viruslast in Räumlichkeiten deutlich zu reduzieren.

    Im Fachbereich Photometrie und Spektroradiometrie der PTB wurden radiometrische Messungen an einem Prototyp durchgeführt, den eine Braunschweiger Firma entwickelt hat, um ein kostengünstiges UV-C-Raumluftreinigungsgerät für Klassenzimmer bereitzustellen. In einem großen Rohr, in dem bis zu acht lange UV-Lampen eingebaut sind, führt ein Ventilator die Raumluft von unten nach oben an den Niederdruckentladungslampen vorbei. Messungen entlang des Rohres vermitteln einen Eindruck von der wirksamen Bestrahlungsstärke innerhalb des Gerätes.

    Mit der Lichtplanungssoftware DIALux evo wurde die Strahlungsverteilung im Innern des Gerätes berechnet und mit den Messergebnissen verglichen. Es zeigte sich, dass in großen Bereichen innerhalb des UV-C-Raumluftreinigungsgerätes ein hohe wirksame Bestrahlungsstärke vorliegt. In Verbindung mit der Geschwindigkeit der durchströmenden Luft ist es möglich, die Bestrahlungsdosis abzuschätzen, die auf virenbelastete Aerosole während eines Durchgangs durch das Rohr wirkt. In Verbindung mit der Luftaustauschrate innerhalb eines Raumes kann man dann abschätzen, um welchen Anteil die Viruslast im Raum reduziert wird.

    Die hochwirksame, energiereiche UV-C-Strahlung ist aber auch sehr schädlich für Haut und Augen. Daher muss sichergestellt werden, dass so gut wie keine UV-C-Strahlung außerhalb des Raumluftreinigungsgerätes auftritt. Zu diesem Zweck hat die PTB Messungen mit hochempfindlichen Messgeräten durchgeführt und für ein vollständig ausgestattetes und ordnungsgemäß aufgestelltes Gerät keine nennenswerte UV-C-Strahlung außerhalb des Rohres feststellen können. Der Raumluftreiniger ist also bei ordnungsgemäßem Betrieb vollständig sicher. Noch ist nicht abschließend geklärt, welche Bestrahlungsdosis und Umwälzrate genau benötigt wird, um im kontinuierlichen Betrieb (z. B. während einer Unterrichtsstunde) nahezu alle SARS-CoV-2-Viren in der Luft eines Raumes zu neutralisieren. Hier werden zurzeit weltweit verschiedene Studien durchgeführt. Für den untersuchten Prototyp lässt sich jedoch abschätzen, dass durch das Rohr geführte Viren zerstört werden und somit die Virenlast in der Raumluft prinzipiell deutlich reduziert werden kann.
    es/ptb

    Ansprechpartner
    Dr. Peter Sperfeld, Fachbereich 4.1 Photometrie und Spektroradiometrie, Telefon: (0531) 592-4144, E-Mail: peter.sperfeld(at)ptb.de

    Dr. Johannes Ledig, Fachbereich 4.1 Photometrie und Spektroradiometrie, Telefon: (0531) 592-4120, E-Mail: johannes.ledig(at)ptb.de

    Autor: Erika Schow

    Erika Schow
    Wissenschaftsredakteurin
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PÖ
    Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
    Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
    Tel.: (0531) 592-9314
    Fax: (0531) 592-3008
    E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
    Web: www.ptb.de

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    PhotonicNet GmbHOptecNet
    news-2122Wed, 02 Dec 2020 12:26:44 +0100Plasmabehandlung verringert Migration von Weichmachern aus Blutbeutelnhttp://photonicnet.de/Medizinische Produkte wie Blutbeutel oder Schläuche werden häufig aus Weich-PVC hergestellt. Der Kunststoff enthält oft phthalathaltige Weichmacher, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädigend zu sein. Da die Substanzen nicht chemisch mit dem Polymer verbunden sind, können sie in die Blutbeutel entweichen und so mit menschlichen Zellen in Berührung gelangen. Ein neues Verfahren des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST verhindert, dass die schädlichen Substanzen in die Umgebung migrieren.Weichmacher sind in vielen Alltagsgegenständen, aber auch in Medizinprodukten enthalten. Sie werden Polymeren hinzugefügt, um eine höhere Elastizität und Flexibilität des Materials zu erzielen. In Blutbeuteln und medizinischen Schläuchen wird häufig der PVC-Zusatzstoff DEHP (Diethylhexylphthalat) eingesetzt, der sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken kann. Die EU hat DEHP, das zur Substanzklasse der Phthalate gehört, als reproduktionstoxisch eingestuft. Aufgrund seiner fortpflanzungsschädigenden Eigenschaften darf der Weichmacher DEHP in der EU nicht ohne Zulassung verwendet werden. In Kosmetika oder Spielzeug ist die Substanz verboten. Dennoch ist sie nach wie vor im Weich-PVC enthalten, aus dem Blutbeutel bestehen. »Weich-PVC enthält bis zu 40 Gewichtsprozent DEHP-Weichmacher. Da die Weichmachermoleküle nicht chemisch an das PVC gebunden sind, können sie in die Umgebung migrieren«, weiß Dr. Thomas Neubert, Wissenschaftler am Fraunhofer IST in Braunschweig. Der Physiker und seine Kollegen nutzen Atmosphärendruckplasmaverfahren, um die molekulare Struktur des Weichmachers an der Kunststoffoberfläche zu verändern und die Moleküle so miteinander zu vernetzen, dass die schädliche Substanz das vernetzte Gitter nicht passieren kann. »Wir erzeugen im Plasma reaktive Spezies und energiereiche UV-Strahlung, die in die PVC-Oberfläche eindringen. Hierdurch werden chemische Bindungen in den Weichmachermolekülen aufgebrochen, die sich dann mit den benachbarten Molekülen verbinden. Das so entstandene Netz bildet eine Schutzbarriere, die das DEHP nicht durchdringen kann«, erläutert Neubert. Das PVC selber wird nicht verändert, dessen mechanische Eigenschaften bleiben erhalten.

    Barrierewirkung von 95 Prozent

    In Tests konnten die Forscher nachweisen, dass sich die Migration der Weichmacher aus dem Weich-PVC um 95 Prozent reduzieren lässt. Zur Bestimmung der Barrierewirkung werden die behandelten PVC-Folien zwei Stunden in dem Lösungsmittel n-Decan gelagert, um die Menge der migrierten Weichmacher zu ermitteln. Um die Langzeitstabilität der Barrieren zu prüfen, wurden die behandelten Weich-PVC-Folien vier Monate lang an Luft gelagert. Das Ergebnis: Das erzeugte Molekül-Netz löst sich nicht auf, die Barrierewirkung von 95 Prozent bleibt erhalten. Für die Tests wurden PVC-Folien verwendet, aus denen Blutbeutel hergestellt werden. Die Ergebnisse lassen sich auch auf andere phthalathaltige Weichmacher wie TOTM (Tris(2-ethylhexyl)trimellitat) oder DINP (Diisononylphthalat) übertragen.

    Plasmabehandlung mit Atmosphärendruck

    Doch wie funktioniert das Verfahren im Detail? Um die Migration der Weichmacher zu verhindern, verwenden Neubert und sein Team dielektrisch behinderte Entladungen bei Atmosphärendruck. Dabei wird die PVC-Folie zwischen zwei Metallelektroden mit einer dielektrischen Barriere positioniert, an die die Forscher jeweils eine hohe Wechselspannung mit mehreren 1000 Volt anlegen. In dem Gasspalt zwischen den Elektroden findet daraufhin eine dielektrische behinderte Gasentladung statt. »In dem entstandenen Plasma erzeugen wir kurzwellige UV-Strahlen, die die Weichmachermoleküle aufbrechen. Die Molekülfragmente wollen miteinander reagieren und vernetzen sich«, sagt Neubert. Als Prozessgas kommt reines, leicht ionisierbares Argon zum Einsatz, das relativ kostengünstig ist.

    Die Plasmabehandlung mit Atmosphärendruck ist für Neubert das Mittel der Wahl, da die Methode wesentlich günstiger ist als Beschichtungsverfahren, die ebenfalls die Migration von Weichmachern verhindern könnten. »An die Beschichtungsverfahren werden hohe Anforderungen gestellt. Die Beschichtung muss sehr gut haften und flexibel sein. Darüber hinaus muss ein aufwändiger Zulassungsprozess für medizinische Produkte durchlaufen werden.« Derzeit arbeiten der Forscher und sein Team daran, das Verfahren industrietauglich zu machen und die Behandlungsgeschwindigkeit zu beschleunigen, um im Rolle-zu-Rolle-Verfahren mehrere Meter PVC-Folien pro Sekunde bearbeiten zu können.

    Kontakt:

    Dr. Simone Kondruweit
    Leitung Marketing und Kommunikation

    Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
    Bienroder Weg 54 e
    38108 Braunschweig

    Telefon +49 531 2155-535

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    PhotonicNet GmbHOptecNet
    news-2119Tue, 01 Dec 2020 09:35:41 +0100Stern-Gerlach-Medaille für Prof. Dr. Joachim Ullrich http://photonicnet.de/PTB-Präsident erhält die höchste Auszeichnung der DPG auf dem Gebiet der experimentellen Physik.Gemeinsame Presseinformation des Max-Planck-Instituts für Kernphysik (MPIK) und der PTB

    Prof. Dr. Dr. h. c. Joachim Ullrich, Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Kernphysik (MPIK), wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) „In Würdigung seiner bahnbrechenden experimentellen Beiträge zur Atom- und Molekülphysik, insbesondere der Entwicklung und Anwendung von Reaktionsmikroskopen zur vollständigen kinematischen Rekonstruktion der Wechselwirkungsprozesse zwischen Atomen, Molekülen und Photonen“ mit der Stern-Gerlach-Medaille geehrt. Als höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Physik wird sie für Arbeiten aus dem gesamten Bereich der Physik vergeben.

    Joachim Ullrich, Jahrgang 1956, ist seit dem 1. Januar 2012 Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), des nationalen Metrologieinstituts Deutschlands. Zuvor, von 2001 bis 2011, war er Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK) in Heidelberg und leitete dort die Abteilung „Experimentelle Mehrteilchen-Quantendynamik“. Seine physikalische Heimat hat Joachim Ullrich in der Atom-, Molekül- und Laserphysik sowie in der Präzisionsspektroskopie. Bahnbrechende Pionierarbeit leistete er schon seit seiner Doktorarbeit an der Universität Frankfurt mit Rückstoßionen-Impulsspektroskopie und deren Weiterentwicklung zu Reaktionsmikroskopen. Rückblickend auf seinen Werdegang sagt Joachim Ullrich über die Ehrung: „Da ich an der Goethe-Universität in Frankfurt studiert und promoviert habe, wo Stern und Gerlach ihre bahnbrechenden Experimente gemacht haben, freue ich mich ganz besonders über diese Anerkennung. In der Gruppe in Frankfurt, dann am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und später am MPIK hatte ich hervorragende Bedingungen sowie vor allem exzellente MitarbeiterInnen und KollegInnen, um die Technik immer weiter zu entwickeln."

    Mit seiner Gruppe am MPIK ging er u. a. den Wechselwirkungen von Atomen und Molekülen mit hochintensiven Laserfeldern nach, studierte so die Dynamik chemischer Reaktionen auf der Femtosekundenskala und führte Experimente mit ultrakurzen Röntgen-Lichtblitzen am Freie-Elektronen-Laser am DESY in Hamburg und am SLAC National Accelerator Laboratory in Stanford, USA, durch. Besondere Verdienste hat sich Joachim Ullrich um den Aufbau des Hamburger „Center for Free Electron Laser Science“ (CFEL) erworben, das von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DESY und der Universität Hamburg getragen wird. Zu den wichtigsten Auszeichnungen in seiner wissenschaftlichen Karriere gehören der Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1999) und der Philip-Morris-Forschungspreis (2006). 2013 wurde er als Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied des MPIK berufen. 2017 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. 2018 verlieh ihm die Leibniz Universität Hannover die Ehrendoktorwürde.
    es/ptb

    Ansprechpartner
    Prof. Dr. h.c. Joachim Ullrich, PTB-Präsident, Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Bundesallee 100, 39116 Braunschweig, Telefon: (0531) 592-1001, E-Mail: joachim.ullrich(at)ptb.de

    Autor: Erika Schow

    Erika Schow
    Wissenschaftsredakteurin
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PÖ
    Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
    Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
    Tel.: (0531) 592-9314
    Fax: (0531) 592-3008
    E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
    Web: www.ptb.de

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    news-2118Tue, 01 Dec 2020 09:27:11 +0100TerraQ – Sonderforschungsbereich mit PTB-Beteiligung bewilligt http://photonicnet.de/Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung des Sonderforschungsbereichs (SFB) TerraQ - Relativistische und quanten-basierte Geodäsie beschlossen. In dem von der Leibniz Universität Hannover geleiteten SFB kommen Expertise in Physik und Geodäsie in einzigartiger Weise zusammen, um quantenbasierte Messkonzepte zu entwickeln, die die Massenverteilung auf der Erde in bisher nie erreichter zeitlicher und räumlicher Auflösung überwachen können.Die Wissenschaftler*innen des SFB TerraQ werden neben satellitengestützten Methoden auch Netzwerke aus Atomuhren zur exakten Bestimmung des Schwerefeldes nutzen – für die Geodäsie eine völlig neue Messmethode. In eben diesem innovativen Bereich bringen Forschende aus der PTB ihre Expertise in den Forschungsverbund ein. Wissenschaftler*innen der PTB werden in diesem Zusammenhang transportable Atomuhren und optische Signalübertragungsmethoden entwickeln, welche in Messkampagnen zum Einsatz kommen werden. Der Einsatz der Uhren soll Höhenvergleiche mit höherer Genauigkeit und Ortsauflösung erlauben, als es mit aktuellen satellitengestützen Methoden möglich ist. Mit diesem neuen Ansatz ließen sich zum Beispiel Schwankungen im Meeresspiegel auch zwischen weit entfernten Orten sehr genau und reproduzierbar messen. 

    Für das Forschungsvorhaben haben sich insgesamt sieben Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen:

    • Leibniz Universität Hannover
    • Physikalisch Technische Bundesanstalt Braunschweig
    • DLR-Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik Hannover
    • Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation Bremen
    • GeoForschungsZentrum Potsdam
    • HafenCity Universität Hamburg
    • Technische Universität Graz

    Die erste Förderperiode läuft vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2024 und wird mit etwa 9,6 Mio. € finanziert. Eine Verlängerung der Laufzeit bis 2032 ist möglich. 

    Ansprechpartner in der PTB:

    PD Dr. Christian Lisdat
    Physikalisch-Technische Bundesanstalt
    AG 4.32 Optische Gitteruhren
    Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
    Fon: +49 (0)531 / 592 43 20
    E-Mail: christian.lisdat(at)ptb.de

    Nachrichtenredaktion:
    Imke Frischmuth
    Wissenschaftsredakteurin
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PÖ
    Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
    Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
    Tel.: (0531) 592-9323
    Fax: (0531) 592-3008
    E-Mail: imke.frischmuth(at)ptb.de
    Web: www.ptb.de

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    news-2110Thu, 26 Nov 2020 11:32:50 +0100Deutscher Zukunftspreis 2020 für EUV-Lithographiehttp://photonicnet.de/Ein Entwickler-Team von ZEISS, TRUMPF und Fraunhofer IOF erhält den Zukunftspreis des Bundespräsidenten für das Projekt „EUV-Lithographie – neues Licht für das digitale Zeitalter“.Bei der feierlichen Preisverleihung am 25. November 2020 in Berlin erhielt das Team um Dr. rer. nat. Peter Kürz, Dr. rer. nat. Michael Kösters und Dr. rer. nat. Sergiy Yulin den Zukunftspreis als Anerkennung für seine herausragende Arbeit zur Entwicklung der EUV-Technologie. Mithilfe des Verfahrens, das auf der Nutzung von Licht im extremen Ultraviolett (EUV) und einem industriellen CO2-Laser basiert, lassen sich mikroelektronische Bauteile mit feinen Strukturen fertigen. Dadurch können besonders leistungsfähige, energieeffiziente und kostengünstige Mikrochips hergestellt werden. Diese neuartigen Mikrochips werden von den führenden Herstellern des Smartphone- und Halbleitersegments bereits verwendet.

    Mit dem Deutschen Zukunftspreis zeichnet der Bundespräsident exzellente Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einem hohen wissenschaftlich-technischen Innovationsgrad und Potenzial zur zukunftsfähigen Umsetzung aus.

    Wir gratulieren unseren Mitgliedern ZEISS und TRUMPF sowie dem Fraunhofer IOF ganz herzlich zu diesem herausragenden Erfolg!

    Über die Preisträger

    Dr. rer. nat. Peter Kürz ist Vice President des Geschäftsbereichs EUV High-NA bei ZEISS Semiconductor Manufacturing Technology in Oberkochen. Dr. rer. nat. Michael Kösters ist Gruppenleiter bei TRUMPF Lasersystems for Semiconductor Manufacturing in Ditzingen und Dr. rer. nat. Sergiy Yulin ist Senior Principal Scientist am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena.

    Die offizielle Pressemeldung sowie weitere Informationen zur EUV-Lithographie erhalten Sie hier.

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    OpTecBBPhotonicNet GmbHHanse PhotonikoptonetPhotonics BWbayern photonicsOptecNetAus den MitgliedsunternehmenForschung und WissenschaftPreise und Auszeichungen
    news-2109Wed, 25 Nov 2020 10:51:32 +0100Comsol Multiphysics GmbH neuer Partner im PhotonicNethttp://photonicnet.de/Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit der Comsol Multiphysics GmbH, die wir als neuen Partner im PhotonicNet begrüßen dürfen.COMSOL entwickelt mathematische Modellierungssoftware, die neue Durchbrüche in der Physik und im Ingenieurwesen ermöglicht – und sie lieben, was sie tun. Das Flaggschiffprodukt COMSOL Multiphysics® wird in allen Bereichen des Ingenieurwesens, der Fertigung und der wissenschaftlichen Forschung zur Modellierung multiphysikalischer Systeme eingesetzt. Die Kundinnen und Kunden nutzen die Software, um Produktdesigns und Prozesse zu verstehen, vorherzusagen, zu verbessern und zu optimieren.

    Darüber hinaus wird den Anwenderinnen und Anwendern geholfen, die Simulation einen großen Schritt weiter zu bringen, indem ihnen die Werkzeuge an die Hand gegeben werden, ihre eigenen Simulations-Apps auf der Grundlage ihrer Modelle zu erstellen und diese dann an Mitarbeitende innerhalb oder außerhalb der Simulationswelt zu verteilen.

    Im Bereich der Optik und Photonik werden dedizierte Add-On-Module für die Comsol-Software angeboten, welche die die Simulation optischer Systeme und Geräte sowohl auf strahlenoptischer Ebene (Ray Tracing) als auch auf Ebene der elektromagnetischer Felder (Maxwell-Gleichungen) ermöglichen. Ein großer Vorteil des Einsatzes von COMSOL Multiphysics ist dabei die Möglichkeit, physikalische Wechselwirkungen mit thermischen, mechanischen, strömungstechnischen oder auch akustischen Effekten nahtlos in einem Modell zu berücksichtigen und damit die echte Welt realitätsnäher abzubilden.

    Kontakt

    Comsol Multiphysics GmbH
    Robert-Gernhardt-Platz 1
    37073 Göttingen
    Deutschland

    Mail
    info(at)comsol.de

    Web
    www.comsol.de

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    news-2108Fri, 20 Nov 2020 11:47:33 +0100Hochgeladene Ionen: Unter den Top 10 der Physik-Durchbrüchehttp://photonicnet.de/Die Forschungsarbeit von Piet O. Schmidt zu hochgeladenen Ionen ist auf der Berliner Falling Walls Conference als einer der Top-10 Durchbrüche im Bereich der Physik ausgezeichnet worden. Seit 2009 präsentieren führende Forschende aus aller Welt jährlich auf der Falling Walls Conference in Berlin ihre Forschungsprojekte - in Kurzpräsentationen von zehn bis 15 Minuten. Mehr als 900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 111 Ländern sind angetreten, um in ihrer jeweiligen Kategorie der wissenschaftliche Durchbruch des Jahres zu werden.

    Piet O. Schmidt wurde nun unter die Top 10 in der Kategorie Physik gewählt. Alle Gewinner finden Sie hier

    Breaking the Wall of Laser Spectroscopy - Das Video der Präsentation von Piet O. Schmidt (engl.)

    Kontakt:

    Prof. Piet O. Schmidt
    QUEST Institut für Experimentelle Quantenmetrologie
    Bundesallee 100
    38116 Braunschweig

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    PhotonicNet GmbHOptecNet
    news-2107Fri, 20 Nov 2020 11:36:23 +0100Optomechanische resonatorgestützte Atominterferometriehttp://photonicnet.de/Bei der Quanteninertialsensorik begrenzt das seismische Rauschen derzeit die Stabilität aller modernen Materiewellensensoren. Eine bessere seismische Isolation durch passive oder aktive mechanische Federsysteme ist - insbesondere bei transportablen Geräten – eine komplexe Aufgabe. Eine neue Methode stellen Forschende um Dennis Schlippert nun in Communications Physics vor. Sie nutzen die komplementären Stärken von zwei quantenoptischen Systemen: optomechanische Resonatoren und Atominterferometer. Dadurch sind sie in der Lage, ein Atomgravimeter auch dann noch zu verwenden, wenn die Stärke des seismischen Rauschens üblicherweise den Betrieb verhindert.

    Angesichts des raschen Fortschritts auf dem Gebiet der Quantenoptik sehen die Autoren damit ein großes Potenzial für Verbesserungen im Vergleich zu derzeitigen Lösungen. Sie gehen davon aus, dass ihre Methode in einer Vielzahl von Anwendungen genutzt werden wird, die von Inertialsensoren bis hin zu, möglicherweise, optischen Frequenzstandards reichen. Der komplette Artikel "Optomechanical resonator-enhanced atom interferometry" bei Communications Physics.

    Kontakt:

    Leibniz Universität Hannover
    Sonderforschungsbereich 1227 DQ-mat
    Welfengarten 1
    30167 Hannover

    www.dq-mat.uni-hannover.de

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    news-2106Thu, 19 Nov 2020 09:26:56 +0100Stefanie Kroker erhält Wissenschaftspreis http://photonicnet.de/Björn Thümler übergab Preis für Nachwuchs-wissenschaftler/innen an die Forschungsgruppenleiterin und Professorin. Die Leiterin der Nachwuchsgruppe „Metrologie für funktionale Nanosysteme“ an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Prof. Dr. Stefanie Kroker, erhält den Preis für Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen, der mit 20 000 Euro dotiert ist. Damit ehrt das Land Niedersachsen Krokers vielfältiges Engagement an der PTB sowie der TU Braunschweig, wo sie als Juniorprofessorin lehrt. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler übergab den Preis am 17. November.

    „Der Preis für Frau Kroker freut mich sehr“, sagt Stefan Kück, der Leiter der PTB-Abteilung 4 „Optik“. „Sie hat nicht nur herausragende wissenschaftliche und metrologische Arbeit geleistet, sondern durch ihr Engagement die Zusammenarbeit der PTB mit der TU Braunschweig extrem befördert und erfolgreich im gemeinsamen Zentrum LENA (Laboratory for Emerging Nanometrology) umgesetzt.“ Die Nachwuchsgruppe „Metrologie für funktionale Nanosysteme“, die Stefanie Kroker leitet, gehört zu LENA und ist damit an der Schnittstelle zwischen PTB und TU Braunschweig angesiedelt. Kroker und ihre Kolleginnen und Kollegen entwickeln unter anderem optische Bauteile für den Quantencomputer des Quantum Valley Lower Saxony. „Ihre Beiträge zu dieser Initiative sowie zum Exzellenzcluster QuantumFrontiers sind herausragend“, betont Stefan Kück. „Dies stärkt die gesamte Forschungsregion Braunschweig-Hannover und macht sie überregional sichtbar.“

    Stefanie Kroker, die seit 2016 auch Juniorprofessorin für Funktionale Nanostrukturen für die Metrologie an der TU Braunschweig ist, fühlt sich durch den Preis ermuntert, ihren vielfältigen Weg weiterzugehen: „Es ist für mich ein großer Ansporn, die in den vergangen Jahren im Umfeld Braunschweig-Hannover initiierten Forschungsaktivitäten weiterzuführen. Wir werden das Preisgeld in der Gruppe nutzen, um damit Dinge zu finanzieren, die über reguläre Fördertöpfe schwer zu finanzieren sind.“ Und sie fügt hinzu: „Der Preis ist mir eine große Freude. Aber die größte Freude bringt mir mein Job selber, den ich einfach sehr gern mache!“ es/ptb

    Über den Preis
    Für den Preis, der in diesem Jahr an insgesamt 17 Persönlichkeiten niedersächsischer Hochschulen ging und mit insgesamt 119 000 Euro dotiert ist, werden die Preisträgerinnen und Preisträger von den niedersächsischen Hochschulen vorgeschlagen. Die Auswahl übernahm die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen. Der Wissenschaftspreis wurde zum vierzehnten Mal vergeben.

    Kontakt
    Prof. Dr. Stefanie Kroker, Nachwuchsgruppe 4.01 Metrologie für funktionale Nanosysteme, Telefon: (0531) 592-4530, stefanie.kroker(at)ptb.de

    Autor: Erika Schow

    Erika Schow
    Wissenschaftsredakteurin
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PÖ
    Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
    Bundesallee 100, 38116 Braunschweig
    Tel.: (0531) 592-9314
    Fax: (0531) 592-3008
    E-Mail: erika.schow(at)ptb.de
    Web: www.ptb.de

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    PhotonicNet GmbHOptecNet
    news-2104Wed, 18 Nov 2020 12:24:12 +0100Potenzial 3D-Druck erschließen: Niedersachsen ADDITIV bietet Praxis-Checkhttp://photonicnet.de/Niedersächsische Unternehmen darin zu unterstützen den 3D-Druck einzuführen, umzusetzen und weiterzuentwickeln: Das ist das Ziel von Niedersachsen ADDITIV. Das Land Niedersachsen ermöglicht die zweite Phase des Projekts bis 2023. Neu ist ein besonderes Angebot: der kostenlose Praxis-Check 3D-Druck für kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen.„Niedersachsen ADDITIV sieht sich als Ansprechpartner zum Thema 3D-Druck für Unternehmen und Betriebe in Niedersachsen“, sagt Dr.-Ing. Jörg Hermsdorf, Leiter der Abteilung Werkstoff- und Prozesstechnik des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und Projektleiter. „Wir bieten grundlegende und aktuelle Informationen zum 3D-Druck sowie Unterstützung bei konkreten Fragen.“

    „Besonders spannend in der zweiten Phase ist der Praxis-Check 3D-Druck“, erklärt Dr.-Ing. Jörg Hermsdorf. „Mit dem Praxis-Check 3D-Druck begleiten und unterstützen wir niedersächsische Unternehmen bei der Einführung, Integration und Weiterentwicklung des 3D-Drucks – kostenlos und herstellerneutral.“

    Ab Januar 2021 sind außerdem Informationsveranstaltungen in ganz Niedersachsen geplant – die aus aktuellem Anlass auch digital stattfinden können. Kostenlose Schulungsangebote und digitale Weiterbildungen werden im Laufe des nächsten Jahres zur Verfügung stehen.

    Jetzt teilnehmen am Praxis-Check 3D-Druck
    Ausgewählte Firmen erhalten im Rahmen des Angebots eine Analyse und Empfehlung, ob und wie das Unternehmen sein 3D-Druck-Vorhaben in die eigenen Produktionsabläufe integrieren kann. Firmen mit Sitz in Niedersachsen können sich ab sofort auf der Webseite www.niedersachsen-additiv.de mit einer konkreten Projektidee bewerben. Die ersten Vorhaben werden im Januar 2021 zur Umsetzung ausgewählt.